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Der Macbeth Heiner Müllers - Bleibt alles anders?

Bleibt alles anders?

eBook Der Macbeth Heiner Müllers - Bleibt alles anders? Cover
Autor
Verlag
Erscheinungsjahr
2002
Seitenanzahl
20
Seiten
ISBN
9783638141123
Format
PDF
Kopierschutz
kein Kopierschutz
Geräte
PC
MAC
eReader
Tablet
Preis
12,99
EUR

Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: sehr gut, Universität Paderborn (Germanistik), Veranstaltung: Königsphantasien im europäischen Drama des 20. Jahrhunderts, Sprache: Deutsch, Abstract: In Shakespeares Macbeth wird direkt in der ersten Szene das Thema von der Umkehr aller Werte formuliert; die Welt des Grauenhaften, Dämonischen tritt dem Zuschauer/Leser entgegen durch das Treffen der drei Hexen. Diese Hexen standen in der elisabethanischen Weltordnung für das Böse. Ebenso ist der Aufruhr in der Natur eine Metapher für das Böse, die im Drama immer wieder auftaucht. Heiner Müller dagegen beginnt seinen Macbeth mit der ursprünglichen zweiten Szene und setzt damit die Hexen sowie den Aufruhr in der Natur aus gutem Grund nicht als Ausgangspunkt des Übels. Es geht ihm darum, ein Machtspiel als Zyklus darzustellen und er integriert dabei das auf grausame Weise unterdrückte Volk. Müllers Stück beschreibt im Gegensatz zum linearen Tragödienmodell Shakespeares eine 'dramaturgische Kreisform, die am Ende alles wieder auf Anfang stellt.' Da Müller die 'Monstrosität der geschilderten Verhältnisse als unaufgehobene Signatur eines Weltganzen [zeigt]' , wurde ihm Geschichtspessimismus vorgeworfen; seine Bearbeitung des Macbeth wurde sogar als Verirrung bezeichnet. Lehmann argumentiert, das Drama beschreibe 'Geschichte im Stillstand' und untersuche, unter welchen Bedingungen Geschichte stockt. Die Beschreibung des Dramas als Geschichte im Stillstand zeigt eine deutliche Parallele zu Kotts Interpretation der Shakespeareschen Königsdramen, nämlich daß die Feudalgeschichte als 'Großer Mechanismus' dargestellt sei. Die Feudalgeschichte bei Shakespeare 'ist eine große Treppe, über die ununterbrochen der Zug der Könige schreitet. Jede Stufe, jeder Schritt nach oben ist von Mord, Treubruch oder Verrat gezeichnet.' Allerdings, räumt Kott ein, sei der Große Mechanismus nicht auf Shakespeares Macbeth anwendbar. Zu der von Müller gezeigten Geschichte im Stillstand in seiner Macbeth-Bearbeitung hingegen paßt die Interpretation der Geschichte als Großer Mechanismus sehrwohl. [...]

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