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Der Mann im Mond, Himmel und Hölle und das Schlaraffenland in der mittelalterlichen englischen Literatur

eBook Der Mann im Mond, Himmel und Hölle und das Schlaraffenland in der mittelalterlichen englischen Literatur Cover
Autor
Verlag
Erscheinungsjahr
2011
Seitenanzahl
127
Seiten
ISBN
9783640898459
Format
PDF
Kopierschutz
kein Kopierschutz
Geräte
PC
MAC
eReader
Tablet
Preis
20,99
EUR

Magisterarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Anglistik - Literatur, Note: 1,85, Ludwig-Maximilians-Universität München (Anglistik), Sprache: Deutsch, Abstract: 1Das 'finstere' Mittelalter - eine schwindende Assoziation Das `Mittelalter´ - bei genauerer Betrachtung ein wenig aussagekräftiger Name für eine Ära in der Geschichte, welche eine alles andere als kurze Zeit - nämlich etwa 1100 Jahre - umfasst. Doch nicht nur, dass diese despektierlich als 'medium aevum' (`mittleres Zeitalter´) bezeichnete Zeit in den Augen einiger Humanisten des 14., 15. und 16. Jahrhunderts, wie Poggius Florentinus (1380-1459) und Ludwig Vives (1492-1540), den 'Niedergang der Literatur' (Varga 1978, 87) repräsentierte und damit den Status einer 'Überbrückungszeit' zwischen der hoch verehrten Antike einerseits und der Renaissance andererseits einnahm - vielmehr erhielten die ersten fünf Jahrhunderte des Mittelalters den Beinamen 'finster', um die vermeintliche literarische Unproduktivität und den schwarzen Fleck auf der historischen Zeitleiste in eine Metapher zu fassen. Einige Humanisten sahen sich in diesem Zusammenhang selbst als 'Vetreiber' dieser Finsternis (Varga 1978, 88). Erst schätzungsweise seit den letzten beiden Jahrhunderten genießt das Mittelalter - und es soll im Folgenden ausnahmslos wertungsfrei als Begriff gebraucht werden - durch das Zutun von Historikern wie August Potthast , Theodor E. Mommsen und Horst Fuhrmann wieder immer größer werdenden Respekt - obgleich es auch im 20. Jahrhundert die Konnotation des 'Barbarentums' noch nicht vollends abgelegt zu haben scheint (Le Goff 1984, 11). Doch auch der unwürdige Begriff `Dunkles Zeitalter´ verschwindet zusehends (Mommsen 1959, 107), und dies alles nicht zuletzt weil gerade das frühmittelalterliche Europa durchaus eine Vielzahl literarischer Meisterwerke hervorbrachte - man denke nur an das in altenglischer Sprache verfasste epische Heldengedicht Beowulf. Dieses von einem unbekannten Autor geschaffene Werk ist nicht nur deshalb so kostbar, weil es uns lediglich in einer einzigen Handschrift, der in der British Library in London aufbewahrten Cotton Vitellius A.XV, überliefert ist, sondern vor allem deshalb, weil es nicht nur eine faszinierende Geschichte erzählt, sondern auch sprachlich, metrisch und stilistisch von größter Bedeutung für die heutige Linguistik ist.

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