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Der Maya-Kalender

Die Wahrheit über das größte Rätsel einer Hochkultur

AutorBernd Ingmar Gutberlet
VerlagBastei Lübbe AG
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl266 Seiten
ISBN9783838703084
Altersgruppe16 – 99
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis7,99 EUR
Warum entwickelte ein Urwaldvolk vor über zwei Jahrtausenden einen ausgeklügelten Kalender, genauer noch als der europäische? Wieso waren die alten Maya so besessen von der Zeit? Weshalb besteht ihr Kalender aus vielen rätselhaften Zyklen und was macht ihn zur höchsten Autorität ihres Volkes? Stimmt es, dass der Menschheit am 21. Dezember 2012 eine Katastrophe droht, weil der geheimnisvolle Kalender endet?

Bestsellerautor Bernd Ingmar Gutberlet hat die Antworten und entzaubert Mythen und Legenden - unterhaltsam wie kompetent.

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Leseprobe
"BAUER BEN, DIE HEILIGEN KÖNIGE UND DER ZEIGER DER VENUS (S. 141-142)

Der Kalender der Maya und ihr Umgang mit der Zeit

Stellen wir uns einen Maya-Maisbauern vor, der vor gut zweitausend Jahren unweit der Stadt Cerros im heutigen Belize mit seiner Familie lebt und arbeitet. Er könnte Ben heißen – nicht um ihn mit einem uns geläufigen Namen zu versehen, sondern weil er nach dem Namen seines Geburtstags im Ritualkalender der Maya benannt wurde.

Einen ähnlichen Brauch kannte auch das Christentum jahrhundertelang, wenn Neugeborene den Namen des jeweiligen Tagesheiligen zum Zeitpunkt ihrer Geburt erhielten, auf dass der Heilige als persönlicher Schutzpatron das Erdenkind sicher durchs Leben begleiten möge. Heute stehen Taufnamen meist unter individualistischerer Programmatik. Unser Maisbauer könnte am Tag 12 Ben 11 Yaxk’in nach Datierung des Maya-Kalenders geboren worden sein. Diese Datumsangabe bezieht sich auf die Stellung des Tages in den beiden maßgeblichen Einheiten des Kalenders,

Tzolk’in und Haab. Der Ritualkalender Tzolk’in, mitunter auch Heilige Runde genannt, umfasst 260 Tage, bevor er wieder von vorne beginnt. Seine Tagesbezeichnungen bestehen aus der Kombination einer Zahl von eins bis dreizehn mit einem von zwanzig Tagesnamen. Und da unser Maisbauer an einem Tag namens Ben geboren wurde, nannten ihn seine Eltern auch so – passenderweise wurde diesem Tag des Ritualkalenders gelegentlich der Maisgott zugeordnet.

Ähnlich wie im heutigen Weltkalender à la Julius Caesar und Papst Gregor jeder Monat mit einem beliebigen Wochentag beginnen kann, weil die Tageszahl der Monate nur beim Februar einer vollen Anzahl Wochen entspricht – sofern es sich um kein Schaltjahr handelt −, sind innerhalb eines Tzolk’in-Umlaufs alle Kombinationen von Zahl und Tagesname möglich. Auf den Geburtstag des kleinen Ben am Tag 12 Ben folgte der Tag 13 Hix und danach die Tage 1 Men, 2 Kib und so weiter. In fortlaufender Ordnung lauten die zwanzig Tagesnamen des Tzolk’in: Imix, Ik’, Ak’bal, K’an, Chikchan, Kimi, Manik’, Lamat, Muluk, Ok, Chuwen, Eb, Ben, Hix, Men, Kib, Kaban, Etz’nab, Kawak, Ajaw.

Eine Tzolk’in-Runde beginnt also mit dem Tag 1 Imix und endet am Tag 13 Ajaw, um dann wieder von Neuem zu beginnen. Wie die alten Maya ihren Ritualkalender nannten, ist allerdings nicht überliefert – der Begriff Tzolk’in bedeutet soviel wie »Ordnung der Tage«, ist aber nicht zeitgenössisch. Seine Tagesnamen wurden in der Schrift der Maya wie rechts abgebildet geschrieben."
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