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Der Olivenbaum in der griechischen Landschaft der Antike

AutorAndreas Hickel
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2014
Seitenanzahl31 Seiten
ISBN9783656676461
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis12,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,3, Georg-August-Universität Göttingen (Alte Geschichte), Veranstaltung: Griechische Landschaften, Sprache: Deutsch, Abstract: In der heutigen Wahrnehmung ist kaum ein anderer Baum so sehr mit Griechenland verbunden wie die Olive. Die Herstellung von Olivenöl ist auch heute noch ein wichtiger Bestandteil der griechischen Landwirtschaft. Neben dem Verzehr der eingelegten Oliven findet das Olivenöl in einer Vielzahl griechischer Gerichte Verwendung. Die Vorstellung, dass die Olive beziehungsweise der Olivenbaum einst keine Rolle in der hellenischen Kultur gespielt haben mag, fällt aus heutiger Sicht schwer. Doch betrachtet man die frühesten hellenischen Quellen, wie die Ilias und die Odyssee des Homer so fällt auf, dass von den Griechen nur das Holz des Olivenbaums oder das Olivenöl vornehmlich zur Körperpflege verwendet wurde. Nach Homer wurde das Olivenöl aus dem Nahen Osten als Luxusgut importiert. Auch wenn durch archäologische Funde bewiesen ist, dass der Gebrauch des Olivenöls zumindest der minoischen Kultur vertraut war, so scheint sich der hohe Stellenwert des Olivenbaums und des da-raus gewonnenen Öls erst im Verlauf vom siebten zum sechsten Jh. v. Chr. entwickelt zu ha-ben. Spätestens ab der Mitte des sechsten Jh. v. Chr. war der Olivenbaum ein prägendes Element der attischen Landschaft. Doch um diese Entwicklung von der homerischen Zeit bis zur Herrschaft des Peisistratos nachvollziehen zu können, ist es vor allem wichtig die Mythen um den Olivenbaum zu betrachten. Mit Beginn der Herrschaft des Peisistratos wurde das Olivenöl zu einem der wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte Attikas, welches den Wohlstand Athens sicherte. Um diesen Wohlstand zu sichern, wurde dieses Gut durch strenge Gesetze geschützt und überdies unter den heiligen Schutz der Göttin Athene gestellt. Somit wurde der Olivenbaum nicht nur mit wirtschaftlicher, sondern auch mit sakraler Bedeutung aufgeladen. Doch auch dieses Zusammenspiel war in homerischer Zeit noch nicht gegeben und entstand erst in der Folgezeit. So entstanden um den Olivenbaum immer weitere Mythen, die eine Erklärung dafür lieferten woher die Pflanze kam und warum diese nun von solcher Wichtigkeit für alle Hellenen war. Um diese Mythen zu verstehen, ist es unter anderem auch erforderlich, sich mit den Eigenschaften der Pflanze auseinander zu setzten. Denn die Funktion des Olivenbaums in der athenischen Kultur ist nicht allein mit seiner Existenz und dem wirtschaftlichen Nutzen zu erklären, sondern muss zur Erschließung des Gesamtbildes seiner Bedeutung auch durch die Betrachtung anderer Kulturkreise ergänzt werden

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