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Der Rückstoß der Methode

Kierkegaard und die indirekte Mitteilung

AutorPhilipp Schwab
VerlagWalter de Gruyter GmbH & Co.KG
Erscheinungsjahr2012
Seitenanzahl611 Seiten
ISBN9783110251654
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis129,95 EUR

This study is the first comprehensive presentation of Kierkegaard's method of an indirect communication from a philosophical perspective. The indirect communication is described as Kierkegaard's method of thinking. Indirect communication not only represents a form of broken communication but also a theory on the limits of language and concept and a counterconcept to the systematically hermetic form. Here Kierkegaard's place in history becomes evident in the constellation of change of post-idealism. In total, he emancipates himself from Schelling's and Hegel's systematic form and already points the way to Nietzsche and Derrida.



Philipp Schwab, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

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Inhaltsverzeichnis
Vorbemerkung13
Teil I. Kierkegaards indirekte Methode19
I.1 Die systematische Bestimmung der indirekten Methode21
1. Das Problem einer direkten Bestimmung der Methode24
2. Die aszendierende Bestimmung – Der Begriff ‚Indirekte Mitteilung‘26
3. Die deszendierende Bestimmung – Der doppelte Rückstoß der Methode28
4. Begriff und Durchführung der indirekten Methode29
5. Die Vielgestaltigkeit der Methode31
6. Die zwei Aspekte der indirekten Methode32
a) Kommunikationsaspekt33
b) Darstellungsaspekt39
7. Experiment, Aporie, Wiederholung42
8. Die vierfache Funktion der Pseudonymität44
9. Das christliche Selbstverständnis und die Methode46
I.2 Kierkegaards geschichtliche Stellung50
1. Die Konstellation des Übergangs50
2. Hegel52
3. Schelling55
4. Nietzsche58
5. Derrida61
I.3 Zum Stand der Forschung64
1. Der Mitteilungsbegriff in der Frührezeption65
2. Der sachbezogene Ansatz66
3. Die ältere Forschung zur Mitteilungsfrage69
4. Der dekonstruktive Ansatz72
5. Ansätze der neueren Forschung zur Mitteilungsfrage75
Teil II. Der Begriff der indirekten Mitteilung79
Orientierende Vorbemerkung81
II.1 Doppelreflexion der Mitteilung in Begriff und Durchführung – Die Abschließende unwissenschaftliche Nachschrift92
1. Die Doppelreflexion des subjektiven Denkers und die Dialektik der Mitteilung – Climacus’ erste Lessing-These99
a) Lessing, Hegel und Sokrates – Der Auftakt zur Mitteilungsfrage100
b) Das objektive Denken und der subjektive Denker104
c) Die Doppelreflexion des subjektiven Denkers107
d) Die Doppelreflexion der Mitteilung112
e) Der Empfänger und das Gottesverhältnis116
f) Hypothese und Aneignung120
g) Form und Ausdruck124
h) Sokrates und das Geheimnis128
i) Der Begriff der Mitteilung in der ersten Lessing-These131
2. Rückblick von Außen – Climacus über ,Ein gleichzeitiges Streben in der dänischen Literatur‘136
a) Climacus’ Plan137
b) Der ,Blick‘ zurück143
c) ,Mitteilung über das Indirekte‘ und ,Fortnehmen‘146
3. ,Möglichkeitsmitteilung‘ – Die Form des subjektiven existierenden Denkers151
4. Der Abtritt des Pseudonyms – Climacus’ Widerruf der Nachschrift154
5. Der Auftritt des Autors – Kierkegaards ,Erste und letzte Erklärung‘156
II.2 Maieutisch-teleologischer Begriff der Mitteilung – Der Gesichtspunkt und Über meine Wirksamkeit als Schriftsteller160
1. Der Grundgedanke des retrospektiven Selbstverständnisses165
a) Wirksamkeit165
b) Gesichtspunkt169
2. Der Begriff der Mitteilung als bloße Taktik170
a) Wirksamkeit170
b) Gesichtspunkt176
3. Das inhaltliche Problem180
4. Das methodische Problem185
5. Die Gegenbewegung in Gesichtspunkt und Wirksamkeit190
a) ,Aufmerksam-Machen‘190
b) Mitteilungstheoretische Abweichungen193
II.3 Der Weg zum Gesichtspunkt197
1. Die Entdeckung der ,Maieutik‘ und der ,Reduplikation‘ – Die Journale und Entwürfe 1846/47203
a) Maieutik207
b) Reduplikation216
2. Das Maieutische und das Ethische – Das Vorlesungsfragment zur ,Dialektik der Mitteilung‘ I220
a) Der Plan zum Vorlesungsfragment und seine Niederlegung225
b) Die Wissenschaft, die Kunst und das Ethische227
c) Mitteiler, Empfänger, Gegenstand231
d) Indirekte Mitteilung, Doppelreflexion, Maieutik237
e) Das Ethisch-Religiöse, das Maieutische im Christentum und die Pseudonymität243
f) ,Hineinbetrügen in das Wahre‘ 1 – Die Taten der Liebe248
3. Die direkte Mitteilung als persönliche Frage – Die Journale und Entwürfe 1847/48250
a) ,Hineinbetrügen in das Wahre‘ 2 – Die dritte Fassung des Buchs über Adler251
b) Die ‚eigentümliche Dialektik der Mitteilung‘ – Das Journal NB3254
c) Selbstreflexionen – Die Journale NB4 und NB5256
4. Die Herausbildung des Gesichtspunkts – Das Journal NB6260
a) Der Salon-Held, die Reduplikation und die ,pia fraus‘263
b) ‚Jener kleine Artikel‘267
c) ,Sein, was man sagt‘ – Reduplikation270
d) ,Sagen, was man ist‘? – Der erste Plan zur direkten Mitteilung und seine Umkehrung272
e) Die Symmetrie des Werks und die Übernahme der maieutischen Anlage280
5. Reduplikation vs. Doppelreflexion – Die Einübung im Christentum288
a) Der Gott-Mensch als ,Zeichen des Widerspruchs‘291
b) Die zwei Formen der indirekten Mitteilung296
6. Die Abfassung des Gesichtspunkts – Das Journal NB7304
II.4 Der Mitteilungsbegriff nach dem Gesichtspunkt314
1. Die Frage nach der Herausgabe des Gesichtspunkts – Die Journale 1848/49319
a) Die ,Situation‘ 1848/49 und der erste Plan zur pseudonymen Publikation – NB8 und NB9320
b) Die Gegenbewegung zur direkten Mitteilung, Zeugnis und „Rechenschaft“ – NB10324
c) Die ,Lösung‘ und der zweite Plan zur pseudonymen Publikation – NB11 – NB13330
d) Der dritte Plan zur pseudonymen Publikation – NB14335
2. Mitteilung ex cathedra? – Das Vorlesungsfragment zur ,Dialektik der Mitteilung‘ II340
a) Zur Datierung des Vorlesungsfragments344
b) Die erste Vorlesung – Direkte Mitteilung des Indirekten?364
c) Das erste Distinktionsschema – Synchrone Systematik387
d) Das zweite Distinktionsschema – Diachrone Systematik401
e) Die zweite Vorlesung – Durchführung in Abbreviatur422
3. Der ,letzte Begriff der Mitteilung‘ – Die Journale und Entwürfe 1850-1852427
a) ,Heterogenität‘ und letzte Abwägung zur Herausgabe des Gesichtspunkts – NB15 und NB16431
b) Die Debatte um Martensens Dogmatik als ,Faktor‘ der Mitteilungsreflexion – NB17 – NB19437
c) Nachschrift vs. „Rechenschaft“ und die indirekte Mitteilung als ,höhere‘ Form – NB20442
d) Die Wirksamkeit als ,Reduplikation‘ und ,Handlung‘ – NB22 und NB24447
e) L. J. M. Gude und die letzte Aufzeichnung zur Mitteilungsfrage in NB27453
Teil III. Ironie und indirekte Mitteilung461
Orientierende Vorbemerkung463
III.1 Der Einzelne und die Weltgeschichte – Über den Begriff der Ironie467
1. Die heterogene Konzeption der Ironieschrift und die ,Ironiethese‘471
2. Die Ironie als Standpunkt des Sokrates und die ,unendliche absolute Negativität‘478
3. Die weltgeschichtliche Betrachtung der Ironie483
4. Die ,existenzanalytische‘ Kritik der romantischen Ironie487
5. Die ,Ironie als beherrschtes Moment‘488
6. Die Darstellungsstruktur der Ironie492
III.2 Innen und Außen – Parallele und Differenz von romantischer Ironie und indirekter Mitteilung496
1. Die strukturelle Parallele – Darstellung des Undarstellbaren501
a) Die fragmentarische Theorie der Ironie501
b) Die ,Unverständlichkeit‘ der Ironie506
2. Die wesentliche Differenz – Der Einzelne und das Absolute508
III.3 Die inkommensurable Innerlichkeit – Zum Vorwort von Entweder/Oder514
Teil IV. Die Durchführung der indirekten Mitteilung519
Orientierende Vorbemerkung521
IV.1 Experimentalpsychologie – Die Wiederholung524
1. Mitteilungssituation und Experimentalstruktur525
a) Titel und Auftakt525
b) Darstellungs- und Kommunikationsaspekt527
c) Die zwei Pseudonyme der Schrift528
2. Constantins Experimente531
3. Die Briefe des ,jungen Menschen‘535
4. Reinterpretationen537
IV.2 An der Grenze der Wissenschaft – Der Begriff Angst540
1. ,Grundlegung‘ und ,Grenze‘ der Wissenschaft – Einleitung541
a) Wissenschaft und Wirklichkeit542
b) Der Nicht-Ort der Sünde und die Aneignung544
c) Erste und zweite Philosophie546
d) Psychologie549
2. Der Einzelne und die Wissenschaft – Caput II553
3. Das Schema – Caput IV555
4. Das ,Zweitpseudonym‘ – Vorwort557
5. Climacus über die Form der Angstschrift558
IV.3 Anti-Climacus und die brüchige Leiter – Die Krankheit zum Tode561
1. Kombinationsrechnung563
a) Vom Begriff Angst zur Nachschrift564
b) Hegel und der ,Sich vollbringende Skeptizismus‘567
c) Climacus und Anti-Climacus569
d) Die ,Buchstabenrechnung des Dialektischen‘574
2. Die Krankheit zum Tode575
a) Das Wissenschaftliche und das Erbauliche im Vorwort575
b) Spuren des Indirekten in der Verzweiflungsanalyse577
Literatur582
1. Primärliteratur582
2. Forschungsliteratur585
Namensregister597
Sachregister601
Register der zitierten Nachlassstellen607

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