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Die Armut des kapitalistischen Reichtums und das gute Leben

Ökonomie, Lebensweise und Nachhaltigkeit

AutorMeinhard Creydt
Verlagoekom verlag
Erscheinungsjahr2017
Seitenanzahl212 Seiten
ISBN9783962384234
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis14,99 EUR
Viele schätzen die hohe wirtschaftliche Leistungskraft und die Vielfalt von Möglichkeiten zur »Selbstverwirklichung« in den führenden westlichen Nationen. Lebensqualität ist damit jedoch nicht identisch. An diesem Unterschied setzt Meinhard Creydt an. Er analysiert, welche Art von Reichtum sich in der kapitalistischen Marktwirtschaft bilden kann. Deren strukturelle Vorgaben formen auch unsere Lebensweise und Subjektivität, die sich deshalb auf eigene, aber nicht minder problematische Weise entwickelt.

Creydts Argumentation gibt neue Impulse. Das betrifft auch zentrale Fragen der Nachhaltigkeitsdiskussion: Was sind die objektiven Ursachen für die ökologische Krise? Welche Mentalitäten und Ideologien fördern sie? Warum kann sich Nachhaltigkeit so wenig durchsetzen?

In der Debatte über Ökonomie, Lebensqualität und Nachhaltigkeit sind bestimmte Missverständnisse weit verbreitet. Der Band arbeitet sie durch. Seine These: Ohne grundlegende Veränderung des Verständnisses vom »guten Leben« kann es keine gesellschaftliche Umgestaltung geben.

Meinhard Creydt ist Psychologe und promovierter Soziologe. Er lebt und arbeitet in Berlin. Zuletzt veröffentlichte er die Bücher »46 Fragen zur nachkapitalistischen Zukunft« und »Wie der Kapitalismus unnötig werden kann«. www.meinhard-creydt.de

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Die Armut des kapitalistischen Reichtums und das gute Leben1
Inhalt7
Vorwort11
1 Marktwirtschaft17
§ 1 Die Leistungsgrenzen des Marktes17
§ 2 Die eindimensionale "Sprache" der Preise19
§ 3 Der Gegensatz zwischen einzelbetrieblicher und gesellschaftlicher Rationalität20
§ 4 Der Schaden des einen ist der Nutzen des anderen22
§ 5 Negative Auswirkungen der Konkurrenz22
§ 6 Erlahmen ohne Konkurrenz Motivationen für sinnvolle Neuerungen?26
§ 7 Wie das Privateigentum die menschliche Existenz verengt27
§ 8 Freiheit im Markt und Freiheit vom Markt29
§ 9 Wie das Bruttosozialprodukt vom Inhalt des Reichtums absieht31
2 Kapitalistische Produktion und Akkumulation33
§ 10 Die Verwertung der Arbeitskraft33
§ 11 Der Widerspruch zwischen Effizienz und Kontrolle in der kapitalistischen Arbeitsorganisation35
§ 12 Was die für die kapitalistische Ökonomie charakteristischen Hierarchien anrichten37
§ 13 Die Ursachen der Kapitalakkumulation liegen nicht in "Gier" oder Bereicherung, sondern in Widersprüchen, deren Bewegungsform sie bildet40
§ 14 Die problematischen Gebrauchswertangebote, die für die kapitalistische Wirtschaft charakteristisch sind42
§ 15 Geplanter Verschleiß und Produktveraltung sowie Pfusch45
§ 16 Warum hat es ökologische Landwirtschaft im Kapitalismus schwer?48
§ 17 Lassen sich Wirtschaftskrisen durch die Steigerung der Massenkaufkraft vermeiden?49
§ 18 Warum der Weltmarkt problematisch ist51
§ 19 Warum wir nicht im "Monopolkapitalismus" leben54
2.1 Zu einigen Prädikaten, die der kapitalistischen Produktion und Akkumulation zugeschrieben werden56
§ 20 Die begrenzte Reichweite des Leistungsprinzips56
§ 21 Ist die kapitalistische Ökonomie effizient?57
§ 22 Wie das "Kosten sparen" die Kosten erhöht58
§ 23 Immer schneller, immer besser?59
§ 24 Verzichtbare Varianten von Innovation und "Dynamik"60
§ 25 Lohnt der ganze Aufwand?61
§ 26 Das Verhältnis zwischen den positiven Effekten der kapitalistischen Ökonomie und den Defensivausgaben61
§ 27 Wachstum62
3. Staat und Politik in der modernen kapitalistischen Marktwirtschaft65
§ 28 Die Grenzen staatlichen Handelns3165
§ 29 Die Überschätzung der Staatspolitik und die Idealisierung des Sozialstaats in der Kritik am "Neoliberalismus"70
§ 30 Die Grenzen politischer Willensbildung76
§ 31 Zwischenbetrachtung: Um was es sich bei den Gesellschaftsstrukturen handelt und um was nicht79
4. Produkt- und Selbstvermarktung87
§ 32 Der verkaufsfördernde Schein und das Misstrauen87
§ 33 Die Zirkularität des Erfolgs88
§ 34 Der Unterschied zwischen Leistungs- und Erfolgsintelligenz89
§ 35 Die Verschwendung und Fehlentwicklung von menschlicher Energie und Aufmerksamkeit in der Erfolgs- und Karriereorientierung.91
5. Konsum93
§ 36 Sind die Konsumenten schuld?4893
§ 37 Die Kernspaltung der Existenz zwischen Produktion und Konsumtion94
§ 38 Die Verselbständigung des Konsums95
§ 39 Die Verwandlung von Momenten des Lebens in verkaufbare Erlebnisse97
§ 40 Die Lust an selbstbezogenen Wahrnehmungen als Bestandteil von Waren-Gebrauchswerten (am Beispiel des Autos)100
6 Die Auswirkungen der kapitalistischen Marktwirtschaft auf zentrale Dimensionen des Lebens103
§ 41 Gegensätze und Widersprüche, in die die Individuen notwendigerweise im Kapitalismus geraten103
§ 42 Die Verselbständigung und Verfeindung der Pole von Spannungsverhältnissen104
§ 43 Was die Arbeit im Kapitalismus mit den Arbeitenden macht – Der Gegensatz der proletarischen Existenz zum guten Leben113
§ 44 Was die für die Menschen wesentliche Selbstwirksamkeit beeinträchtigt117
§ 45 Wie die kapitalistische Ökonomie die Gegenstandswelt verunstaltet, die für die Entfaltung menschlicher Sinne und Fähigkeit wesentlich ist118
§ 46 Was im Kapitalismus menschliche Beziehungen schwierig macht120
§ 47 Was den Individuen erschwert, sich ihre Realität zu vergegenwärtigen121
§ 48 Das gesellschaftliche Sein verstimmt das Bewusstsein123
§ 49 Die Orientierung nach oben126
§ 50 Die Kosten der Anpassung127
§ 51 Moderner Kapitalismus und das Geschlechterverhältnis128
§ 52 Kindererziehung im Kapitalismus134
§ 53 Das gesellschaftliche Schicksal des höheren Lebensalters136
§ 54 Die Probleme, die Angst, der Pragmatismus und das Fortsetzungsverhalten139
§ 55 Die Misere des Psychosozialprodukts141
§ 56 Die abträglichen Auswirkungen der kapitalistischen Marktwirtschaft auf die menschlichen Sitten144
7. Das gute Leben und seine Momente148
§ 57 Zu den Begriffen "gutes Leben" und "Sinn"148
§ 58 Die Vergegenständlichung in der Arbeit und Tätigkeit153
§ 58.1 Gute Arbeit erfordert anthropozentrische Produktionstechnologie156
§ 58.2 Der Unterschied zur egozentrischen Selbstverwirklichung158
§ 59 Die Auseinandersetzung mit den Objekten außerhalb der Arbeit159
§ 60 Die Sozialbeziehungen161
§ 61 Der entwickelte Stand der Arbeitsproduktivität und der Vernetzung menschlicher Tätigkeiten166
§ 62 Die Strukturen und Institutionen167
§ 63 Die Subjektivität169
§ 64 Die von öffentlicher Erwägung, Beratung und Auseinandersetzung bestimmte (deliberative) Demokratie172
§ 65 Schluss177
Nachwort: Konsequenzen für die Diskussion über Nachhaltigkeit181
Literatur196

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