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E-Book

Die Bedeutung der Naturgesetze für unsere Existenz

AutorJürgen H. Bennewitz
Verlagnovum pro Verlag
Erscheinungsjahr2014
Seitenanzahl154 Seiten
ISBN9783990385647
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis10,99 EUR
Die heute geltenden Naturgesetze entstanden im Zusammenhang mit dem Big Bang vor 13.75 Milliarden Jahren. Der Planet Erde bildete sich vor 4.5 Milliarden Jahren aus Weltraumtrümmern, unter dem Einfluss des von Newton entdeckten Gravitationsgesetzes. Auf der Erde gibt es seit etwa 5 Millionen Jahren menschliches Leben. Der Homo Sapiens entstand erst vor etwa 200.000 Jahren. Wir werden die letzte Art der Hominiden sein, wenn die Politiker nicht baldmöglichst die unser Leben diktierenden Naturgesetze beachten. Werden diese Naturgesetze auch in Zukunft nicht beachtet, werden die Menschen möglicherweise in 150 oder 300 Jahren von der Erde verschwunden sein. Der wenig friedliebende Mensch hat heute vier entscheidende Problembereiche: Die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise, die Erschöpfung unserer Rohstoffe, die Klimakrise, die in Zukunft nicht mehr sichere Lebensmittelversorgung der bis 2050 auf etwa 10 Milliarden anwachsenden Weltbevölkerung. Das Buch erläutert allgemein verständlich diese Problembereiche und befasst sich mit konkreten Vorschlägen, um die Selbstextinktion des Homo Sapiens zu verhindern.

Jürgen H. Bennewitz, Jahrgang 1927, veröffentlichte einige Bücher sowie Fachartikel in Deutsch und in Englisch. Während seiner beruflichen Karriere war er international tätig als Geschäftsführer verschiedener bekannter Unternehmen, zuletzt war er Unternehmensberater und Aufsichtsratsvorsitzender. Seine Hobbies waren und sind Hochseesegeln und Schiffsmodellbau sowie Literatur auf den Gebieten Geschichte, Philosophie und vor allem Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Thermodynamik. Der 5-fache Vater lebt mit seiner Frau, promovierte Ingenieurin, in Heiligenhaus.

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Leseprobe

1. Einführung

Diese Publikation ist nicht für Fachleute geschrieben, obwohl ich mich über sie als Leser besonders freue, sondern vor allem für all diejenigen Leser, die an der Frage interessiert sind, was den Menschen in den nächsten 20, 50 oder 100 Jahren bevorsteht, welche Probleme auf sie zukommen. Ob und wie diese gelöst werden können und wie groß unsere Überlebenschancen sind.

Der Autor versucht wissenschaftlich korrekt zu berichten, ohne allzu wissenschaftliche Formen der Sprache oder der Mathematik zu benutzen, d.h. ich möchte allgemeinverständlich sein. Alles was in diesem Buch gesagt wird, basiert jedoch strikt auf Naturgesetzen, mathematischen Ableitungen und naturwissenschaftlichen Fakten. Das Literaturverzeichnis am Ende des Buches gibt dem Leser Hinweise für alle entsprechenden Details.

Die derzeit lebenden Menschen der Welt sind mit vier Grundsatzproblemen konfrontiert, die letztlich über die Zukunft der Art des Homo Sapiens entscheiden werden:

  • Die Sicherung der Energieversorgung ab Mitte dieses Jahrhunderts
  • Die Erhöhung der Temperatur auf der Erde
  • Die Sanierung der Weltfinanzen und der Weltwirtschaft
  • Sicherstellung der Lebensmittelversorgung für eine exponentiell wachsende Weltbevölkerung

Grundlage für alle vier Problemkreise sind die Naturgesetze der Thermodynamik, die sich auch auf die Ökonomie als Gesetze einer Ökodynamik anwenden lassen. Diese Naturgesetze werden von uns nicht nur bei der Behandlung der Klimafrage, sondern auch bei den Fragen der Primärenergieversorgung der Welt, den Weltfinanz- und Weltwirtschaftsproblemen und der zukünftigen Nahrungsmittelbereitstellung völlig missachtet.

Die von dem IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) erneut in seinen Berichten von 2007 und 2013 aufgestellte These der Klimaveränderung durch das Treibhausgas Kohlendioxid entbehrt jeder thermodynamischen Grundlage. Die entscheidende Frage der Entropieentwicklung (Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik) wird vom IPCC auf keiner der 2800 Seiten des Berichtes von 2007 überhaupt erwähnt. Diese Fehleinschätzung führt zwangsläufig zu gravierenden politischen Fehlentscheidungen, die katastrophale Folgen für das menschliche Leben zur Folge haben werden. Diese sehr ernst zu nehmende Problematik wird in Kapitel 7 eingehend behandelt.

Es ist ein Fakt, dass die USA, China und Russland fast 50 %, des Primärenergieaufkommens der Welt für sich nutzen. Alle Staaten Afrikas verbrauchen zusammen nur etwa 3 % der Weltprimärenergie. Die Malediven liegen bei nur 0,002 %. Allerdings wird es die Heimat der dort lebenden Menschen sein, die als erste in den Fluten des Indischen Ozeans versinken wird, da die Regierungen der Welt zur Zeit offensichtlich unfähig sind, das Klimaproblem einer realistischen Lösung zuzuführen.

Die Weltbevölkerung umfasste 2010 rd. 7,2 Milliarden Menschen, die drei oben genannten Industrieländer haben eine Bevölkerung von zusammen rund 1,7 Milliarden, die Staaten Afrikas dagegen nur eine Milliarde. Eine Ursache der daraus resultierenden Probleme liegt nach meiner Auffassung in der kaum zu übersehenden, enormen Diskrepanz zwischen dem pro Kopf Energieverbrauch der genannten Länder und auf dem wirtschaftlichen Sektor in der Missachtung des Zweiten Hauptsatzes der Ökodynamik des Entropiegesetzes. Die klimatisch bedingten Unterschiede im Energieverbrauch zwischen Afrika und den anderen Ländern machen nur einen Bruchteil des Unterschieds im Primärenergieverbrauch aus.

Die Fragen und Probleme der zukünftigen Energieversorgung der Welt werden von unserer gegenwärtigen Politik im Grunde so behandelt, als ob sie überhaupt nicht existieren. Dies ist ein fataler Fehler, denn in weit weniger als 50 Jahren, wahrscheinlich bereits in den nächsten 15 bis 20 Jahren, wird bereits eine deutliche Energieknappheit auf unserem Planeten einsetzen, die, wenn überhaupt, nur durch langfristige, gut geplante und durchgeführte Maßnahmen beherrschbar ist. Das derzeitige politische Gerede von den erneuerbaren Energien als Lösung der energetischen Zukunft, wird unsere Wohnungen in 20 oder 50 Jahren nicht auf Raumtemperatur bringen. Die Fragen der Energieversorgung werden in Kapitel 6 behandelt.

Hinzu kommt das alles entscheidende Problem der Nichtbeachtung der Naturgesetze der Ökodynamik, der auf die Wirtschaft angewandten Thermodynamik – Gesetze die unser wirtschaftliches Denken und Handeln in Zukunft entscheidend beeinflussen werden.

Die Wirtschaft und die Finanzen der Welt sind im Grunde ein Desaster, das leider zur Gewohnheit geworden ist. Alle Maßnahmen der Regierungen der Welt, diese Krise zu lösen, sind letztlich eine Behandlung von Symptomen. Das ist eine Therapie, mit der noch nie eine Krankheit geheilt werden konnte. Es sei denn, man erklärt per Dekret eine (scheinbare) Verbesserung des Wohlbefindens des Patienten als Heilung.

Bereits vor mehr als 80 Jahren hat Professor Frederick Soddy, Nobelpreisträger der Chemie, auf die Bedeutung der Hauptsätze der Thermodynamik für die Ökonomie aufmerksam gemacht. Vergessen – die Ökonomen haben Soddy damals als ‚crank‘ bezeichnet, als einen verschrobenen Professor. Zur gleichen Zeit (1923) erschien Oswalds Spenglers Buch „Der Untergang des Abendlandes“ im C.H. Beck Verlag. Spengler weist unmissverständlich auf die überragende Bedeutung des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik hin, mit besonderer Betonung der Entropie (s. Kapitel 4). Wer weiß das heute noch?

In den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts hat Professor Nicolas Georgescu-Roegen, damals hoch angesehener Ökonom, sehr eingehend erkenntnistheoretisch auf die Bedeutung der Entropie hingewiesen. Vergessen – welcher Ökonom kennt noch seinen Namen oder hat sich einmal ernsthaft mit den wissenschaftlich sehr fundierten Publikationen von Georgescu-Roegen auf diesem Wissenschaftsgebiet auseinandergesetzt? Nur am Rande: Mir ist es in den letzten 15 Jahren, nachdem ich mathematisch von der Thermodynamik her abgeleitet habe, was ich als Ökodynamik bezeichne, sehr ähnlich ergangen. In diesem Fall allerdings nicht vergessen – sondern erst gar nicht zur Kenntnis genommen!

Ich behaupte: Hätte sich die Wirtschaftswissenschaft ernsthaft mit den Gedanken von Soddy und Georgescu-Roegen in quantitativer Form befasst, hätte die Wirtschafts- und Finanzmisere der letzten Jahre definitiv vermieden werden können. Bereits bis an den Kopf im Sumpf steckend, scheint man sich für diese Gedanken nicht zu interessieren, liegen sie doch völlig abseits neoklassischer Vorstellungen von Wirtschaft und Finanzen. Vielleicht glaubt man auch fatalistisch, natürlich ohne es zuzugeben, an den Baron von Münchhausen, der uns leider seinen Trick, wie man sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zieht, nicht hinterlassen hat.

Seit Jahrhunderten, von den griechischen Philosophen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, teilweise sogar noch bis in das 20. Jahrhundert hinein, gab es keine eindeutigen Definitionen für die Begriffe Energie, Arbeit, Wärme und Temperatur. Selbst der Alt- und Großmeister der Physik und Thermodynamik, Prof. Dr. Max Planck, in meinen Augen einer der bedeutendsten Wissenschaftler der Geschichte, benutzte 1900 noch das Wort ‚Kraft‘ für Energie. In diesem Buch habe ich größten Wert auf möglichst klare Definitionen der Begriffe Energie und Entropie etc. gelegt.

Seit R.J.E. Clausius 1865 den Begriff der Entropie aus dem Griechischen gebildet hat, mit einer eindeutigen Dimension, die wir heute entsprechend den gesetzlichen Si-Einheiten – dem Système internationale von 1979 – und internationalen Vereinbarung mit Joule pro Kelvin – Energie pro Temperatur Kelvin – angeben, haben sich in einigen Wissenschaftsgebieten z.T. Entropiebegriffe entwickelt, die mit der thermodynamischen bzw. der ökodynamischen Entropie – außer dem Namen – nichts mehr gemein haben, wie z.B. soziale Entropie. Hierauf gehe ich bewusst nicht näher ein.

In diesem Buch beschränke ich mich auf die Behandlung der vier oben genannten Grundsatzprobleme der Menschheit mit Hilfe der Gesetze der Thermodynamik, bzw. der Ökodynamik. Ich möchte mit ihrer Hilfe die Bedeutung dieser Grundprobleme veranschaulichen, nicht zuletzt mit dem Ziel, mögliche Lösungsansätze anzudeuten oder bei ihrer Entwicklung hilfreich zu sein. Die Ökonomen unserer Zeit sind jetzt gefordert!

Die vor uns liegende Aufgabe ist groß und nur schwer vorstellbar! Zentraler Lösungsansatz ist ein überragendes Management – aber keine politischen Balkonreden. Auf Grund des Umfangs dieser vor uns liegenden Arbeit gehe ich davon aus, dass es in den nächsten 20 Jahren keine Arbeitslosigkeit zu geben braucht. Jeder von uns auf diesem Planeten ist betroffen: Auch die sich unantastbar fühlenden Politiker. Es geht um das Wohl und die Existenz unserer Nachkommen. Auf der Basis der sogenannten Ergebnisse des IPCC werden wir alle allerdings Schiffbruch erleiden. Und Schiffbruch bedeutet bekanntlich Untergang.

Der Leser kann die einzelnen Kapitel natürlich nach seiner Wahl lesen. Da die naturwissenschaftlichen Ausdrücke und ihre Dimensionen jedoch aufbauend von Kapitel zu Kapitel erklärt werden, empfehle ich dem naturwissenschaftlich weniger informierten Leser bei...

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