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E-Book

Die Bürohure

Die unglaubliche Entwicklung einer ganz normalen Frau

AutorJacques Perrier
Verlagepubli
Erscheinungsjahr2019
Seitenanzahl100 Seiten
ISBN9783748520924
Altersgruppe1 – 99
FormatePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis4,99 EUR
Ihrem Mann zuliebe zog Laura mit ihm nach Köln, wo sie sich zunächst sehr schwer damit tat, einen passenden Job zu finden. Schließlich stieß sie auf die Plincker GmbH, ein mittelständiges Unternehmen in der Metallbranche, wo man eine Chefsekretärin suchte. Der Job schien zunächst wie geschaffen für Laura, doch schon bald zeigte sich, dass es für Herrn Plincker eigentlich um etwas ganz anderes ging. Offen und hemmungslos verlangte er von Laura bereits nach wenigen Tagen, dass sie äußerst sexy gekleidet zur Arbeit zu kommen und ihre weiblichen Reize im Sinne der Firma einzusetzen hatte. Zunächst geschockt von den Erwartungen und Forderungen ihres Chefs, entdeckte Laura jedoch schnell, dass sich Arbeit und Sex nicht zwangsweise ausschließen müssen. Dank Herrn Plinckers harter Schule entwickelt sie geradezu eine Gier nach Sex, was ihr Chef geschickt ausnutzte, um seine Firma bei seinen Geschäftspartnern erfolgreich nach vorne zu bringen. Allerdings nur solange, bis ihm die Geschichte letztendlich aus dem Ruder lief...

Seit Anfang 2000 in der zweiten Ehe verheiratet hat Jacques an der Seite seiner Frau das Leben erst richtig kennengelernt. Motiviert durch ihre Phantasien und Ideen, das eigene Sexleben besser zu gestalten als das, was man aus früheren Beziehungen oder von Freunden kannte, besuchte er zusammen mit seiner Frau dekadente Sexpartys und ausgewählte Herrenüberschussevents. Während er selbst gegenüber anderen Frauen stets zurückhaltend war, konnte er jedoch beobachten, wie sich seine Frau sukzessiv weiter entwickelte und weder vor Sex mit anderen Frauen, noch mit anderen Männern halt machte. Eine Entwicklung, die sein Leben fortan mehr prägte als alles andere.

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Leseprobe

I.      Probezeit

 

Zufrieden öffnete Laura den dicken DIN A4 Umschlag und blätterte durch ihren neuen Arbeitsvertrag, der nun allerdings doch Vollzeit für sie bedeutete. Nach monatelangen Bewerbungen und einem guten Dutzend von Vorstellungsgesprächen hatte es bei der Plincker GmbH jetzt endlich geklappt. Laura hatte sich das Ganze ursprünglich sowieso etwas leichter vorgestellt. Gemeinsam mit ihrem Mann Jan war sie bereits vor über einem Jahr in den Kölner Raum gezogen, da dieser dort einen neuen Job als Marketingleiter bei einem großen Automobilteilehersteller bekommen hatte. Ohne lange zu überlegen hatte Laura ihn bei seinem Jobwechsel unterstützt und ihren eigenen Job als Sekretärin gekündigt. Irgendjemand, so dachte sie sich, würde schon eine tüchtige Sekretärin oder Assistentin, wie sie es schließlich war, suchen.

 

Nach den ersten Bewerbungsschreiben musste Laura allerdings feststellen, dass ihr niemand einen Teilzeitjob für maximal vier Tage in der Woche geben wollte, oder aber die Gehaltsvorstellungen von Laura und der Firma derartig weit auseinander lagen, dass es für Laura keinen Zweck gehabt hätte, zu den angebotenen Konditionen den vakanten Job anzunehmen. Zwar waren sie und ihr Mann bei seinem Gehalt nicht unbedingt auf Lauras Gehalt angewiesen, dennoch führten sie als ein Paar, welches keine Kinder hatte, ein ziemlich luxuriöses Leben, und Laura wollte mit ihrem Gehalt wenigstens ihren kleinen BMW sowie die regelmäßigen Kosmetikbehandlungen und ihre modische Garderobe finanzieren können. Jetzt, mit dem neuen Job, hatte sie endlich wieder die finanzielle Flexibilität, die sie dazu brauchte.

 

Dass Laura überhaupt auf die Plincker GmbH gestoßen war, hatte sie letztendlich ihrem Mann zu verdanken, der bei einer seiner abendlichen Internet-Recherchen auf die offene Position gestoßen war. Die Plincker GmbH war ein mittelständiges Unternehmen mit knapp 120 Mitarbeitern und wurde von einem der zwei Söhne des Firmengründers geführt. Bereits im ersten Vorstellungsgespräch war Laura aufgefallen, wie viel Wert Herr Plincker auf ein gutes Arbeitsklima und eine angenehme Arbeitsumgebung legte. Das zweistöckige Verwaltungsgebäude war erst vor zwei Jahren neu errichtet worden und entsprach in jeder Hinsicht Lauras Vorstellungen von einem modernen Büro. Alle Büros hatten bodentiefe Fenster, wodurch eine helle und freundliche Atmosphäre entstand. An den Wänden auf den Fluren hingen moderne schwarz-weiße Fotografien. Die Böden glänzten in dunkelgrauem Granit. Für Laura ein klares Zeichen dafür, dass der Firmeninhaber einen guten Geschmack hatte und es der Firma nicht schlecht gehen konnte.

 

Laura war von Anfang an von dem sehr familiären Umgang, den Herrn Plincker und sein Personalchef, Herr Rausch, miteinander pflegten, begeistert. Nicht nur, dass ihr Herr Plincker schon bei der ersten Begrüßung ganz gentlemanlike aus dem Mantel geholfen hatte, sondern er war es auch höchstpersönlich, der ihr eine Kaffee angeboten und ihr letztendlich sogar wunschgemäß einen doppelten Espresso serviert hatte. Das Vorstellungsgespräch hatte in seinem Büro stattgefunden, in dem neben einem großen Schreibtisch ein kleiner Besprechungstisch mit vier schicken Ledersesseln stand. Alles hatte irgendwie Stil und Laura von Anfang an das Gefühl, dass die Chemie zwischen ihr und Herrn Plincker stimmte. In dem Gespräch erfuhr Laura, dass ihre Vorgängerin schwer erkrankt war und nach der Rückkehr aus der Reha eine Aufgabe im Personalbereich übernehme sollte. Gesundheitlich bedingt allerdings nur noch in Teilzeit. Des Weiteren hatte Herr Plincker sich bemüht, Laura den Sinn und Zweck von Präzisionsdruckgussteilen zu erklären, welche die Firma Plincker mit zunehmendem Erfolg an Kunden in ganz Europa lieferte.

 

In dem zweiten Gespräch, welches Herr Plincker dann ohne seinen Personalchef Herrn Rausch führte, ging es vorrangig darum, wie sich Herr Plincker die Zusammenarbeit mit seiner Sekretärin vorstellte. Er betonte dabei mehrfach, dass in seinen Augen die Sekretärin ein wichtiges Aushängeschild der Firma sei und er infolgedessen erwartete, dass sich nicht nur der Vertrieb nach den Wünschen der Kunden richtete, sondern auch seine Sekretärin, wenn Kunden zum Beispiel zu Besuch im Hause seien. Hätte Laura zu diesem Zeitpunkt geahnt, was Herr Plincker unter dem Begriff Kundenwünsche verstand, wäre sie wahrscheinlich entrüstet aufgestanden und hätte das Jobangebot dankend abgelehnt. Ebenso wenig war es ihr in dem Vorstellungsgespräch verdächtig vorkommen, dass Herr Plincker mehrfach das Thema Arbeitsoutfit, welches er von Laura erwartete, angesprochen hatte. Für sie war es selbstverständlich, jeden Tag in Kleidern und hohen Schuhen herumzulaufen. Infolgedessen konnte sie auch nur müde darüber lächeln, dass Herr Plincker seine Sekretärin lieber in High Heels als in Ballerinas sehen wollte.

 

Laura war allerdings bei dem Gespräch auch nicht entgangen, dass Herr Plincker immer wieder einen Blick auf ihre hohen Stiefel und langen Beine geworfen hatte, was ihr jedoch eher schmeichelte und sie sogar dazu bewogen hatte, sich möglichst so hinzusetzen, dass er einen bestmöglichen Blick auf diese bekam. So war sie nun mal. Nachdem Laura auf die konkrete Frage von Herrn Pinkler beteuerte, dass sie sich nicht extra für das Vorstellungsgespräch besonders angezogen hätte sondern sie prinzipiell in Kostüm oder Kleid ins Büro gehen würde, war dieser zufrieden und das Thema damit auch erledigt. Neben den üblichen Arbeitszeiten, in der Regel von halb acht bis vier, stellte Herr Plincker allerdings darüber hinaus klar, dass auf Laura manchmal auch noch mehr zukäme, als nur der achtstündige Bürojob. Jedes Jahr nach den Sommerferien fand nämlich die Fachmesse für Metallverarbeitung statt und außerdem gab es auch noch das Customer Event, welches die Firma Plincker alle zwei Jahre mit ihren besten Kunden veranstaltete. Bei beiden Events erwartete er von Laura nicht nur die Vorbereitungen durchzuführen, sondern vor allen Dingen persönliche Präsenz vor Ort, was in diesen Fällen auch zwei Wochenenden im Jahr betreffen würde. Zwar waren Laura die Wochenenden, an denen Jan und sie meist etwas zusammen unternahmen, heilig, dennoch hatte sie Jan auch schon ein paar Mal mit zu seinen Messen begleitet und wusste daher, wovon Herrn Plincker redete. Laura mochte das Flair von Messen und konnte sich entsprechend auch gut vorstellen, einmal im Jahr auf dem Messestand der Firma Plincker Standdienst zu machen.

 

Gedankenversunken saß Laura in der Küche ihrer neuen Wohnung und ließ die zwei Gespräche mit Herrn Plincker noch einmal Revue passieren, als sie den Schlüssel in der Tür hörte und Jan, etwas früher als erwartet, von der Arbeit kam. „Hallo Süße, hier bin ich!“, rief er vom Flur aus, während er seinen Mantel an der Garderobe aufhängte. Laura stand auf und kam ihm im Flur entgegen „Du glaubst es nicht, aber mein Arbeitsvertrag von Firma Plincker ist heute angekommen und ich soll schon nächsten Montag anfangen! Ich freue mich so.“, sagte sie und fiel ihm um den Hals. Jan küsste sie zärtlich und beschloss, zur Feier des Tages eine Flasche Sekt zu öffnen. „Sag, was hältst du davon, wenn wir uns jetzt noch auf in die City machen? Die Geschäfte haben noch fast vier Stunden geöffnet und vielleicht hast du ja Lust, nach ein paar neuen Klamotten für deinen neuen Job zu gucken?“, schlug Jan vor und wusste, dass es eigentlich eher eine rhetorische Frage gewesen war. Zwar hatte Laura ihren Schrank bereits ziemlich voll, doch zum einen liebte sie es, mit ihrem Mann shoppen zu gehen, und zum anderen hatte sie im Schuhbereich noch ein paar Lücken, die es zu schließen galt. Entsprechend freute sie sich über Jan Vorschlag, leerte mit einem Schluck ihr Glas und machte sich daran, Stiefel und Mantel anzuziehen. Schließlich war es noch Winter und draußen gerade einmal lausige 5 Grad.

 

Keine Stunde später schlenderten Laura und Jan Hand in Hand durch Köln und betrachtete die Schaufenster. Die erste Boutique, in der sie hängen blieben, war quasi schon eine Art Stammladen von Laura, in dem sie eigentlich immer fündig wurde. Dieses Mal gestaltete sich die Suche nach einem angemessen Büro Rock allerdings äußerst schwierig, da Jan immer wieder mit einem extrem kurzen Rock ankam, wovon Laura bereits etliche im Schrank hatte und die sie tagsüber im Büro für unangebracht hielt. Mit einem passenden Teil kam dann aber die Verkäuferin, die Lauras, obwohl sie erst seit einem Jahr zum Kundenkreis zählte, bereits gut kannte, um die Ecke. Es war ein mittellanger, grauer Stiftrock aus reiner Schurwolle, der hinten zwar einen recht hoch angesetzten Schlitz hatte, aus Lauras Sicht aber soeben noch als seriös durchging. Da er zudem wie angegossen saß und Jan der Meinung war, dass er würde perfekt zu ihr passen würde, war er gekauft. In einem Schuhgeschäft, nur ein paar Meter weiter, lief es dann ähnlich gut. Die Auswahl an tragbaren Pumps, in denen Laura den ganzen Tag laufen konnte, war wesentlich größer als erwartet, so dass sie letztendlich die Qual der Wahl hatte. Wie meistens bei Schuhen folgte sie Jan Empfehlung, der aus Sicht eines Mannes ihrer Meinung nach am besten beurteilen konnte, was an Frauen gut aussah und was weniger. Das Ergebnis war ein schlichter, dunkelgrauer Pumps mit einem relativ hohen Blockabsatz, sowie ein schwarzer Riemchenpumps mit Plateau. Zwar stand Laura nicht so sehr auf Riemchenpumps, wusste jedoch, dass diese bei Männern immer gut ankamen. Noch dazu musste sie zugeben, dass sie durch das Plateau trotz der respektablen Absatzhöhe bequemer waren, als sie aussahen.

 

Ein Besuch bei ihrem inzwischen schon...

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