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Die CHANCE trocken zu werden

Die CHANCE trocken zu werden ist ein praxisbewährter Ratgeber für Menschen, die ihrer Alkoholsucht entkommen wollen und nach einem praktikablen Weg suchen.

AutorBernd Kaczmarek
VerlagTORNER Verlags für deutsche Literatur
Erscheinungsjahr2013
Seitenanzahl102 Seiten
ISBN9783980737470
FormatePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis9,99 EUR
Die CHANCE trocken zu werden ist ein praxisbewährter Ratgeber für Menschen, die ihrer Alkoholsucht entkommen wollen und nach einem praktikablen Weg suchen.

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Leseprobe

DER KAMPF... 

Überall wird gefeiert und überall wird getrunken. Auch  ich feiere und trinke mit. Kein Getränk ist mir zu viel und keines zu hart. Die Kurzen, die Langen, alles passt in mich  hinein. Alkohol? Für mich kein Problem! Ich nehme es mit  jedem auf, mal sehen, wer als Erster unterm Tisch liegt!  

Der Spaß kippt jenseits der 40. Etwas stimmt nicht mehr  mit mir. Ohne ein paar Drinks komme ich morgens nicht in  Gang, kann im nüchternen Zustand meine Wohnung nicht  mehr verlassen. Der Tag kann nicht anfangen, ohne, dass  ich zuvor ein paar Kurze getrunken habe. Lasse ich sie weg,  bekomme ich das Zittern. Der Kreislauf geht in den Keller.  Laufend ist das Geld alle. Mit meiner Freundin wird es kritisch.  

Mein Lebensstil ist zu hoch. Jeden Abend gehe ich mit  Bekannten essen und natürlich trinken. Das sind Leute, die im  Gegensatz zu mir, scheinbar keine inanziellen Probleme haben.  Abend für Abend werden bis tief in die Nacht und in den Morgen  hinein Projekte besprochen, die nie zur Umsetzung gelangen. In den Alkoholköpfen geht die Phantasie spazieren. Sie  zaubert großartige Bilder. Der Mensch wird stark und unbesiegbar, Erfolg selbstverständlich. Doch dann, von einem Tag auf den anderen, verabschiedet sich diese Welt  von mir, ohne dass mir vorher etwas aufgefallen wäre. Sie sind sich längst einig. Der muss weg! Der kann nicht mehr!  Der ist mit der Kohle am Ende. Lasst uns `mal in Zukunft  woanders treffen! Ein Koffer der mir bekannt erscheint,  verschwindet gerade hinter der nächsten Häuserecke. Den  Koffer kenne ich doch..!? Da geht sie hin..., die geliebte Frau.  

Das Geräusch ihrer Stöckelschuhe geht im Lärm des Tages  unter. Was mir bleibt, ist ein voller Briefkasten, voll von  Rechnungen für Miete und Strom, Auszügen überzogener  Konten. 

Ein guter Bekannter indet mich, als ich eines Tages, eine  halbe Flasche Rum im Bauch, vor „ALDI“ liege. Der Rum  hat über 50% Alkoholanteile und hebelt mich förmlich aus. Da ich geldlos bin, trinke ich die Flasche im Geschäft halb  leer und stelle sie wieder ins Regal. Niemand bemerkt das, oder will es bemerken. Mir ist das in meinem Zustand egal. Vor dem Laden gehe ich in die Knie. Mein Bekannter, selbst  Alkoholiker in derzeitig trockenem Zustand, schiebt  mich dann mehr, als dass ich laufen kann, zu  einem Arzt und von dort zum Sozialamt. Erst einmal  gerettet, aber die Rechnungen bleiben und mit ihnen die vollstreckbaren Titel und die „Eidesstattliche Versicherung". Ein Mensch, der Ähnliches erlebt hat, sagte einmal  dazu (Zitat) „Es beginnt der Todeskreislauf der Ämter!“ Recht hat er, und der Todeskreislauf des Alkohols!  

BEGINNT...  

Entzug tut weh.  

Das Leben tut auch ohne Alkoholentzug weh. Am schwersten fällt es zu begreifen, dass nichts von allein  geht und bist du trocken, fallen zu allem Übel auch noch diese wunderbar entspannenden Nachmittage in gemütlicher  Runde am Tresen weg. Keiner erzählt mehr Geschichten. Keine von den Tresendamen will mehr mit mir aufs Klo!  Schade, eigentlich. 

Einsamkeit guckt um die Ecke, jeden Tag ein Stückchen mehr. Die Welt säuft ohne mich! Verdammt, wo ist nur  mein Klarer? Er hat sich vor mir verkrochen, mein Klarer! 

 Ich mich vor ihm!  

JETZT! 

 Heute ist der 23.01.2008. Soeben habe ich in der U - Bahn  gelesen, dass 30% aller deutschen Studenten alkoholab-  hängig sind! Wie heißt es doch so schön: Intelligenz säuft! Die Hochpreispolitik unserer Zeit macht es u.a. auch den  Studenten nicht gerade leicht, das Leben und Studieren. „Hartz  IV“ guckt überall schon böse um die Ecke. Alkohol und  Armut ist keine gute Verbindung, aber jene, die am  häuigsten anzutreffen ist! Ich kaufe mir jeden Monat eine  Monatskarte für die U - Bahn. Viele, auch sehr junge Leute, sind  dort schon tüchtig am Schlucken. Rauchen ist ja mittlerweile  so gut wie verboten, das Alkoholtrinken noch nicht. Ich glaube, Verbote bringen nichts. Wird mir etwas verboten, werde ich  misstrauisch. Wer das Trinken verbietet, möge sich an das Amerika der Zwanziger Jahre erinnern. Mord und Totschlag  sind die ständigen Begleiter der „Prohibition“. Wer weiß, wie  das hier bei uns mit dem Rauchverbot ausgeht! Was bleibt? ...du selbst! Trocken sein macht keinen Spaß, aber wo fängt  der Spaß an und wo hört er auf? Das Gegenteil von tro-  cken ist nass. Bei Alkoholikern nennt sich das „in sauer“. Ich kenne einen Mann und eine Frau, die anderthalb Jahre in  einer Entzugsklinik verbracht und sich dort näher kennenge-  gelernt  haben.  Nach  Beendigung  der Therapie  heiraten sie. Während des Zeremoniells der Eheschließung  trinken sie jeder ein Glas Sekt. Prost! ...ein Glas zu viel! Vorbei!  Die anderthalb Jahre sind vergessen. Das Gehirn schaltet  sofort wieder auf Grün für die altbekannte Droge und von  großem Aufatmen begleitet fängt der zerstörerische Kreislauf  von vorn an. Er ist heimtückisch, der „Nasse Freund“. Der  berühmte Schriftsteller Jack London hat ihm den Titel „König“ verliehen. Ich sage, er ist eine gewaltige Kraft der Täuschung! 

Wir haben es schwer mit unserer Intelligenz. Eigentlich sind wir doch Tiere und dann diese blöde Intelligenz. Die macht  uns nur das Leben schwer.

„Wieso, du willst mich nicht!?“
„Nein, ich will dich nicht!“  
„Bin dir wohl nicht fein genug!?“  

Da  ist  sie,  die  Intelligenz.  Der  Mensch kann sprechen, doch das klappt nicht immer so, wie wir uns das  vorstellen. Wir werden abgelehnt!  Das, was  wir  wollen, will uns nicht haben! Selbstzweifel entsteht, erobert  unser Bewusstsein und lässt uns unbeweglich werden. Eine  „Schlacht“ wird verloren, die nächste, die übernächste.  

„Lass `mal einen heben!“  

Überall dort wo getrunken wird, inden sich gleich Betroffene.  Das klappt nicht immer so, das mit dem Leben, doch über-  haupt, wer bin ich denn?...also her mit der Pulle und ab dafür!  Der Kampf lässt uns mitunter schwach werden, aber es  sind die Geschlagenen, aus denen Alkohol die Toten macht.  

Was uns stark werden ließe, wäre Gleichgültigkeit. Es sind nicht wenige, die das zu praktizieren versuchen. Nach  außen gleichgültig, nach innen... sieht es anders aus. Der Mensch ist nicht geschaffen für diese Art von Welt, die er  sich ja scheinbar selbst aufgebaut hat. Marktwirtschaft ist  nur ein Begriff, gelebt braucht dieses Etwas keine Menschen.  

Da wir heutzutage beliebig austauschbar sind, sind wir  suchtanfälliger denn je! Nie gab es eine modernere Welt und  nie eine ausweglosere. Ein virtueller Baum ist kein lebendiger.  Das gilt für alles Virtuelle, es sei denn, wir wären winziger  als ein Lichtteilchen, dann gäbe es von uns kein Spiegelbild,  keine Virtualität!  
Also werden wir zu Vögeln. Wenigstens liegen sollten wir  doch können! Im Rausch geht das mühelos! Wir können liegen. Wir werden zum Universum. Wir können stundenlang  tauchen und uns selbstverständlich mit Planzen und Tieren unterhalten.
Ein einsamer Laternenpfahl wird zum ebenbürtigen Gesprächspartner. Wir sind unbesiegbar. Das Elend stellt sich ein wenn der Pegel fällt, der Alkoholspiegel absinkt im Blut, dann, wenn wir zu kochen anfangen! 

Der Motor fährt hoch, der geschundene, fällt ab, fährt hoch, fällt ab und alles in stetem, nicht aufhören wollendem Wechsel. Der Motor stottert wie der eines alten Fahrzeuges auf seiner  letzten Runde, welches wir noch nicht einmal mehr steuern  können! Es steuert uns! 

Da liegen sie, zwei Menschen „in sauer. 

Er und sie. Irgendwie ist es mir gelungen, die Wohnungs-  tür zu öffnen. Sie bewegen sich kaum noch, können kaum  noch sprechen, kaum noch atmen. Ich rufe die „Dringende - Medizinische - Hilfe“ an. Die Helfer sind schnell zur Stelle.  Sie beeilen sich mit dem Abtransport. Die Warnsignale des  Rettungswagens schneiden durch den Nachmittag. Die beiden  sind schon in den verschiedensten Krankenhäusern bekannt und  dort wissen sie: das wird wieder eng, das mit dem Überleben!  

Er sitzt am Tresen und schüttet den „Halben“ ohne zu schlucken, einfach so in sich hinein. Eine Schütttechnik, die er insbesondere beim Biertrinken anwendet, ermöglicht  es ihm, sich in kürzester Zeit große Mengen an Alkohol zuzuführen, was seinen Körper nach einigen auf diese Art und Weise geleerten Gläsern, in zyklisch auftretend, unkontrollierbare Bewegungen versetzt.
Dieses Erscheinungsmuster trägt in sich die Wirkung des  „mitten-im-Satz-Einschlafens- und- im-schlafenden-Zustand- Wachwerdens“. Er spricht ein, zwei Sätze, die dann schon  wieder, noch während des Sprechens, in den Schlaf überge-  hen. Er ist wach im schlafenden Zustand!  

Er steht in der Mitte der Kneipe auf einem Stuhl, auf  einem Bein. Seine Arme hat er zur Seite, sein  unbelastetes Bein nach hinten weggestreckt. In der einen  Hand hält er ein Glas Bier, in der anderen einen Kurzen.  

„So stehen wir und liegen wir,  
so trinken wir und siegen wir! Prost!“ 

Die Tresengesellschaft ist begeistert.
...

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