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Die Darstellung der Phönizier in Homers Epen

AutorThomas Diehl
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2004
Seitenanzahl18 Seiten
ISBN9783638243612
FormatePUB/PDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis8,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2+, Universität Kassel (FB 5: Gesellschaftswissenschaften), Veranstaltung: Die Gesellschaft der Zeit Homers, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Die Epen Homers sind nicht denkbar ohne die Phönizier, denn hätten die Griechen nicht um 800 v. Chr. die Alphabetschrift von den Phöniziern übernommen, hätten die Epen nicht schriftlich fixiert und zum Ausgangspunkt der europäischen Literaturgeschichte werden könne.1 Archäologische Que llen belegen den phönizischen Handel, ausgehend von den Stadtstaaten Tyrus, Sidon, Byblos und Arvad, mit und in Griechenland seit etwa dem 10. Jh. v.Chr..2 Durch den auf herausragenden nautischen Kenntnissen und Fähigkeiten aufbauenden Fernhandel kamen die Phönizier in den gesamten Mittelmeerraum und sogar durch die Säulen des Herakles (die Straße von Gibraltar).3 Durch diese rege Handelstätigkeit im gesamten Mittelmeerraum kamen die Phönizier in Kontakt mit vielen Kulturen, woraus natürlich eine wechselseitige Beeinflussung der jeweiligen Kulturen erwuchs. Dabei waren die Phönizier nicht nur Träger einer eigenen Kultur, sondern auch Mittler und Bindeglied zwischen Orient und Okzident.4 So haben offensichtlich babylonische und orientalische Mythen, die in provinzieller Redaktion zum Teil auch im Alten Testament vorliegen, Eingang in die homerischen Epen gefunden.5 Als Beispiel sei hier nur die Parallele zwischen dem biblischen Turmbau zu Babel zu dem Mauerbau in der Ilias genannt: So ist es nicht unwahrscheinlich, daß es den Phöniziern zu verdanken ist, daß das Motiv einer nach göttlicher Beratung verhinderten menschlichen, gegen Gott bzw. die Götter gerichteten Emanzipation in zwei ansonsten nicht in direktem Kontakt stehenden Kulturkreisen auftrat.6 Die frühen Griechen bezogen offensichtlich viele Informationen und Motive aus den Kulturen des Nahen Ostens und fügten diese in den eigenen gesellschaftlichen und geistigen Zusammenhang ein.7 Bei der Frage nach den Übermittlern dieser Mythen bieten sich die Phönizier geradezu an. Der Geschichtsschreiber Herodot nun weiß in seinen Historien davon zu berichten, daß die griechische Buchstabenschrift von den Phöniziern in Griechenland eingeführt wurde, er spricht an dieser Stelle auch von weiteren 'Wissenschaften und Künsten', die durch die Phönizier zu den Griechen gelangten (Hdt. 5,58), er weiß auch vom Wissensaustausch im Bereich der Musik (Hdt. 2,79) und Technik zu berichten (Hdt. 7,23). Offensichtlich übernahmen die Griechen auch das Maßsystem von den Phöniziern. 8

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