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Die 'Dritte Kultur' im Management

Ansichten und Absichten der nächsten Führungsgeneration

AutorHolger Rust
VerlagVS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
Erscheinungsjahr2009
Seitenanzahl158 Seiten
ISBN9783531919188
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis26,99 EUR
Die Klagen, dass sich der Mangel an attraktivem Führungsnachwuchs zusehends zu einer Bedrohung für die wirtschaftliche Innovationskultur auswachse, nehmen zu. Nach Aussagen von Personalberatern resultiert das Problem vor allem aus einem Defizit an innovativen, kommunikativen und visionären Geistern, die bereit sind, sich unter einer inspirierenden und kooperativen Führung mit den drängenden Herausforderungen der Zukunft zu beschäftigen.
Diese Diagnose ist bestürzend, weil die Bereitschaft vieler junger Leute, genau diese Forderungen zu erfüllen, durchaus vorhanden ist, sie aber meinen, das eben die zweite Voraussetzung nicht in ausreichendem Maße gegeben sei: die inspirierende und kooperative, ermutigende Führung. Das zeigen die empirischen Befunde aus den Jahren zwischen 2000 und 2009, die in dieser Studie vorgestellt und in ihrer Konsequenz interpretiert werden. Offensichtlich stehen zwei Kulturen in starker Konfrontation zueinander.
Welche praktischen Schritte unternommen werden müssen, um die Bereitschaft und das Potenzial beider Seiten für die kraftvolle Teilhabe an einer innovativen 'Dritten Kultur' im Sinne der von C.P. Snow vor nunmehr 50 Jahren erstmals umrissenen Motivs zu stärken, bildet den pragmatischen Kern des Buches.


Prof. Dr. Holger Rust lehrt Soziologie an der Universität Hannover und ist wissenschaftlicher Berater von Unternehmen im In- und Ausland. Schwerpunkte seiner Hochschultätigkeit sind Kommunikation und Marketing, Arbeits- und Wirtschaftssoziologie sowie quantitative und qualitative Forschungsmethoden.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhalt5
Vorbemerkung: Ein aktuelles Projekt und seine Bezugsrahmen8
Die „Dritte Kultur“: 1959 und 20098
Die Studie11
Ansichten und Absichten: Mentalitätsmilieu des Führungsnachwuchses11
Das Thema: Vorstellungen vom Management der Zukunft11
Die Befragten: Studierende und Young Professionals12
Aktuelle Befunde: Einschätzungen vor der Krise im Sommer 200814
Signifikante Unterschiede: Ideale und amtierende CEOs 200816
Drei Fragen: Die Struktur des weiteren Berichts21
Frage 1: Profile 2008 – Momentaufnahme oder Kontinuität?24
Quantitative Befunde: Ein Jahrzehnt im empirischen Spiegel24
Erster Impuls: Die Studie „Reinventing the CEO“ 198924
„CEO of the Future“: Die Profile in der ersten Erhebung 200027
Re-Check: Die Profile im Jahr 200629
Nach der Krise: Die Befunde von 2009 im langfristigen Vergleich32
Zentrales Motiv: Die mitarbeiterorientierte Führungskraft36
Exkurs: Statements des Multifactor Leadership Questionnaire Form 6S nach Bass/ Avolio in der Fassung von Northouse 199738
Qualitative Befunde: Ergänzende Gespräche39
Motive: Präferenzen von Young Professionals und Studenten39
Die Codes der Young Professionals40
Übersicht: Die Codes der Studenten41
Aussagen: Vorstellungen der Young Professionals41
Aussagen: Vorstellungen der Studierenden43
Kommentare: Vorstellungen amtierender Führungskräfte45
Illustrative Ergänzung: Vorstellungen von Schülern46
Fazit 1: Idealbild, Konfrontation und Selbstbewusstsein48
Frage 2: Inhaltliche Reichweite der Befunde?50
Werteorientierung: Quantitative und qualitative Befunde50
Moralische Dilemmata: Handlungsoptionen 2008 und 200950
Moralische Dilemmata: Vergleich mit 2001/2002 und 200653
Moralische Dilemmata: Geschlecht und Ausbildungs-/Berufsstatus58
Moralische Dilemmata: Kontrollgruppe im Vergleich63
Gespräche über Moral: Pragmatische Abwägungen65
Weitere Studien: Erwartungen, Werte und amtierende Manager67
„Millenials“: Erwartungen des Nachwuchses an Unternehmen 200867
Führungskräftebefragung: Werte und amtierendes Management 200871
Kritik: Unzureichende Erfüllung von Führungsaufgaben73
Widersprüche: Loyalitätsbereitschaft und Wechselwünsche74
Konsequenzen: Privatisierung der Zukunftsideen, Träume und Wünsche76
Dokumentation: Die Hierarchie der Wünsche und Träume79
Weibliche Vorstellungen: Antworten in der Erhebungswelle 200879
Männliche Vorstellungen: Antworten in der Erhebungswelle 200882
Nach der Krise: Die Antworten in der Erhebungswelle 200986
Gespräche: Träume der Studierenden und Young Professionals91
Kontrollgruppe: Träume der Soziologen und Pädagogen93
Fazit 2: Die repräsentative Bedeutung der Mitarbeiterorientierung97
Frage 3: Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit99
Grauer Alltag: Konfrontation der „Kulturen“99
Widersprüche: Die andersartige Wirklichkeit99
Erklärungsversuch: Long Tail-Theorie des Karrierismus101
Dominanz: „Erste Kultur“ des kennzahldominierten Formalismus104
Konventionelle Ikonografie: Habitus der „Ersten Kultur“106
Ersehnte Synthese: Work-Life Balance aus Formalismus und Geist109
Alternative Konvention: Das Mentalitätsmilieu der „Zweiten Kultur“112
Gegenstand der Kritik: Apologetik der formalistischen Modelle112
Leitmotive: Der intellektuelle Habitus der „Zweiten Kultur“114
Praktische Utopie: Studien zur Bedeutung des Personal-Ressorts117
Präferenzen: Die vermutete Hierarchie der Unternehmens-Ressorts119
Dominanz der Sachlichkeit: Contentanalyse von Stellenanzeigen121
Fazit 3: Das kommunikative Missverständnis der „Two Cultures“124
Bezugsrahmen: Das Gedankenspiel mit der „Dritten Kultur“126
Motivanalyse: Geschichte und Nutzwert einer Provokation126
Der Impuls: C.P. Snows Rede Lecture vom 7. Mai 1959126
Debatten: Auseinandersetzung um die „Two Cultures“128
Vereinseitigung: Wiederaufnahme der Idee durch John Brockman131
Aktualisierung: Auf dem Weg zur „Dritten Kultur“133
Intellektuelle Herausforderung: Produktive Skepsis als Strategie136
Schluss: Zielpunkt Bildung140
Literatur145
Web-Dokumente146
Tabellenverzeichnis148
Danksagung151

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