Sie sind hier
E-Book

Die Einführung der Zinsschranke und die Neuregelung der Gesellschafterfremdfinanzierung im Rahmen der Unternehmensteuerreform 2008

AutorNicolas Kettern
VerlagDiplomica Verlag GmbH
Erscheinungsjahr2009
Seitenanzahl92 Seiten
ISBN9783836623629
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis43,00 EUR


"Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit der in der Literatur mitunter scharf kritisierten Zinsschranke. Die neue Regelung, welche im Rahmen des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 eingeführt wurde, beschränkt die steuerliche Abzugsfähigkeit von Zinsaufwendungen in Abhängigkeit vom erzielten Gewinn. Als Bestandteil der steuerli-chen Gewinnermittlungsvorschriften gilt diese Beschränkung gleichermaßen sowohl für natürliche Personen und Mitunternehmerschaften durch die Einführung des § 4h EStG als auch für Körperschaften gemäß dem geänderten § 8a KStG.
Ein allgemeiner Überblick über das neue Regelungskonzept erleichtert dem Leser den Einstieg in die komplexe Thematik der Zinsschranke. Im Anschluss erfolgt eine eingehende Erläuterung der in § 4h Abs. 1 EStG kodifizierten Zinsabzugsbeschränkung. Ne-ben den einzelnen Tatbestandsmerkmalen wird hier auch die Rechtsfolge für nicht im Wirtschaftsjahr abzugsfähige Zinsaufwendungen - dem so genannten Zinsvortrag - dargelegt. Des Weiteren werden die Ausnahmetatbestände der Zinsschranke gemäß § 4h Abs. 2 EStG erörtert. Besonderheiten für Körperschaften und diesen nachgeordne-te Mitunternehmerschaften behandelt das gleichnamige Kapitel. Ferner werden Gestal-tungsmöglichkeiten zur Umgehung beziehungsweise zur Abmilderung der Auswirkungen der Zinsschranke aufgezeigt.
Abschließend erfolgt eine kritische Analyse der neuen Regelung im Hinblick auf verfassungsrechtliche und europarechtliche Bedenken sowie eine Prognose von in der Praxis auftretenden Anwendungsproblemen.
Abbildungen und Beispiele im Anhang des Buches gewährleisten eine anschauliche Stoffvermittlung."

Kaufen Sie hier:

Horizontale Tabs

Leseprobe


"Kapitel 2.3.3 Die Escape-Klausel

Konzernfreie Betriebe werden durch die Stand-Alone-Klausel von den Rechtsfolgen der Zinsschranke entbunden. Aber auch konzernzugehörige Betriebe erhalten durch die dritte Ausnahme des § 4h Abs. 2 EStG – der sog. Escape-Klausel – die Möglichkeit, sich von der Abzugsbeschränkung der Zinsschranke zu befreien. Gem. § 4h Abs. 2 S. 1 Buchst. c) S. 1 und S. 2 EStG findet die Zinsschranke keine Anwendung, sofern die Eigenkapitalquote des konzernzugehörigen Betriebs am Schluss des vorangegangenen Abschlussstichtages nicht um mehr als einen Prozentpunkt unter der Eigenkapitalquote des Gesamtkonzerns liegt (sog. Eigenkapitalvergleich). Bei einer Unterschreitung um mehr als einen Prozentpunkt unterliegt der Betrieb – unter Berücksichtigung der Freigrenze – der Zinsschranke. Zielsetzung des Gesetzgebers ist in diesem Zusammenhang also nur jene Betriebe zu erfassen, welche eine übermäßige Fremdfinanzierung aufweisen, hingegen nicht solche, deren Finanzierungsstruktur konzernüblich bzw. konzerndurchschnittlich ist.102 Zu beachten ist allerdings, dass auch hier eine schädliche Gesellschafterfremdfinanzierung gem. § 8a Abs. 3 KStG die Ausnahmeregelung für Körperschaften außer Kraft setzt. Die Frage der Konzernzugehörigkeit von Betrieben wurde bereits unter 2.3.2.1 behandelt. Im Nachfolgenden werden die maßgeblichen Abschlüsse für den Eigenkapitalvergleich dargestellt, sowie die dafür erforderliche Berechnung der Eigenkapitalquoten von Betrieb und Konzern erläutert."

Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Die Einführung der Zinsschranke und die Neuregelung der Gesellschafterfremdfinanzierung im Rahmen der Unternehmensteuerreform 20081
I N H A L T S V E R Z E I C H N I S4
A B K Ü R Z U N G S V E R Z E I C H N I S6
A B B I L D U N G S V E R Z E I C H N I SAbb.9
1 Einleitung10
2 Die Zinsschranke12
2.1 Überblick über das Regelungskonzept12
2.2 Die Zinsschrankengrundregel13
2.2.1 Tatbestandsmerkmale der Zinsschrankengrundregel14
2.2.2 Der Zinsvortrag20
2.3 Die Ausnahmen der Zinsschranke24
2.3.1 Die Freigrenze25
2.3.2 Die Stand-Alone-Klausel26
2.3.3 Die Escape-Klausel31
2.4 Besonderheiten für Körperschaften42
2.4.1 Die Rückausnahme der Stand-Alone-Klausel43
2.4.2 Die Rückausnahme der Escape-Klausel50
2.5 Zeitlicher Anwendungsbereich53
2.6 Zusammenfassende Übersichten54
3 Gestaltungsmöglichkeiten zur Umgehung der Zinsschranke56
3.1 Verringerung des negativen Zinssaldos56
3.2 Steigerung des steuerlichen EBITDA57
3.3 Mehrfache Nutzung der Freigrenze57
3.4 Gestaltungsmöglichkeiten durch die Organschaft58
4 Kritische Würdigung der Zinsschrankenregelung59
4.1 Rechtliche Bedenken59
4.1.1 Verfassungsrechtliche Bedenken59
4.2 Probleme in der praktischen Anwendung63
4.1.2 Europarechtliche Bedenken61
5 Fazit und Ausblick65
Q U E L L E N V E R Z E I C H N I S67
R e c h t s q u e l l e n v e r z e i c h n i s71
I n t e r n e t q u e l l e n v e r z e i c h n i s73
A N H A N G74

Weitere E-Books zum Thema: Finanzierung - Bankwirtschaft - Kapital

Versicherungen im Umbruch

E-Book Versicherungen im Umbruch
Werte schaffen, Risiken managen, Kunden gewinnen Format: PDF

Die Bedeutung von Versicherungen und Einrichtungen kapitalgebundener Altersvorsorge für unsere Gesellschaft ist immens und nimmt weiter zu. Es ist deshalb äußerst wichtig, dass die Institutionen ,…

Bankstrategien für Unternehmenssanierungen

E-Book Bankstrategien für Unternehmenssanierungen
Erfolgskonzepte zur Früherkennung und Krisenbewältigung Format: PDF

Die professionelle Handhabung von Unternehmenskrisen durch Kreditinstitute stellt höchste Anforderungen an Bankmitarbeiter. Dieses Buch verknüpft in zweiter aktualisierter Auflage alle juristisch und…

Der Knigge für das Bankgeschäft

E-Book Der Knigge für das Bankgeschäft
Mit sozialer Kompetenz Imagewerte verbessern und Geschäftserfolge steigern Format: PDF

Ein Ratgeber für den Banker. Zum einen werden die Vorteile einer auf Höflichkeit basierenden Unternehmenskultur für Vertrieb, Marketing und Mitarbeiterführung dargestellt. Zum anderen erhält die…

Fehler und Fehlerfolgekosten in Banken

E-Book Fehler und Fehlerfolgekosten in Banken
Messung und Steuerung der internen Dienstleistungsqualität Format: PDF

Auf der Grundlage einer explorativen Studie entwickelt Christina Hepp ein Modell, das die Fehler- und Fehlerfolgekosten bei standardisierten Bankdienstleistungen systematisch erhebt und mittels…

Weitere Zeitschriften

Berufsstart Gehalt

Berufsstart Gehalt

»Berufsstart Gehalt« erscheint jährlich zum Sommersemester im Mai mit einer Auflage von 50.000 Exemplaren und ermöglicht Unternehmen sich bei Studenten und Absolventen mit einer ...

Deutsche Hockey Zeitung

Deutsche Hockey Zeitung

Informiert über das internationale, nationale und internationale Hockey. Die Deutsche Hockeyzeitung ist Ihr kompetenter Partner für Ihr Wirken im Hockeymarkt. Sie ist die einzige ...

Die Großhandelskaufleute

Die Großhandelskaufleute

Prüfungs- und Praxiswissen für Großhandelskaufleute Mehr Erfolg in der Ausbildung, sicher in alle Prüfungen gehen, im Beruf jeden Tag überzeugen: „Die Großhandelskaufleute“ ist die ...

dima

dima

Bau und Einsatz von Werkzeugmaschinen für spangebende und spanlose sowie abtragende und umformende Fertigungsverfahren. dima - die maschine - bietet als Fachzeitschrift die Kommunikationsplattform ...

rfe-Elektrohändler

rfe-Elektrohändler

rfe-Elektrohändler ist die Fachzeitschrift für die CE- und Hausgeräte-Branche. Wichtige Themen sind: Aktuelle Entwicklungen in beiden Branchen, Waren- und Verkaufskunde, Reportagen über ...

IT-BUSINESS

IT-BUSINESS

IT-BUSINESS ist seit mehr als 25 Jahren die Fachzeitschrift für den IT-Markt Sie liefert 2-wöchentlich fundiert recherchierte Themen, praxisbezogene Fallstudien, aktuelle Hintergrundberichte aus ...