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Die Entwicklung des Friedensprozesses in Bosnien und Herzegowina nach dem Abkommen von Dayton

eBook Die Entwicklung des Friedensprozesses in Bosnien und Herzegowina nach dem Abkommen von Dayton Cover
Autor
Verlag
Erscheinungsjahr
2002
Seitenanzahl
136
Seiten
ISBN
9783832465261
Format
PDF
Kopierschutz
kein Kopierschutz
Geräte
PC
MAC
eReader
Tablet
Preis
68,00
EUR

Inhaltsangabe:Gang der Untersuchung:
Am 21. November 1995 wurde das Friedensabkommen von Dayton paraphiert. Mit der endgültigen Unterzeichnung dieses Abkommens in Paris am 14. Dezember 1995 wurde der Krieg in Bosnien und Herzegowina – der schlimmste Krieg in Europa seit Ende des Zweiten Weltkrieges – beendet. Dieser Krieg forderte rund 200.000 Todesopfer, weitere 2,2 Millionen Menschen wurden aus ihrer angestammten Heimat vertrieben oder mussten fliehen.
Mit dem Zerfall des Vielvölkerstaates Jugoslawien in den frühen neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts kehrten die ethnisch bedingten Konflikte auf die europäische Landkarte zurück. Vertreibung, Vergewaltigungen und Völkermord – Vorgänge, die man nach 1945 aus Europa verschwunden glaubte – spielten sich plötzlich vor den Augen der Weltöffentlichkeit ab.
Während die Staaten der westlichen Welt immer stärkere Formen der internationalen Zusammenarbeit entwickelten, während die Europäische Gemeinschaft nach und nach von einer Wirtschaftsgemeinschaft zu einer politischen Union umstrukturiert wurde, strebten die Völker des zerfallenden Jugoslawiens genau gegensätzliche Ziele an: nationale Selbständigkeit, politische Souveränität, vor allen Dingen aber ethnische Homogenität.
Mit diesen Bedingungen konfrontiert, die schließlich zu den kriegerischen Auseinandersetzungen im zerfallenden Jugoslawien geführt hatten, stand die internationale Gemeinschaft vor der Aufgabe, eine Friedenslösung für die gesamte Region zu erarbeiten, um damit die Stabilität und den Frieden in Europa wiederherzustellen.
Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, die bisherige Umsetzung des Friedensabkommens von Dayton zu analysieren und zu werten. Nach dem 1. Kapitel, welches die Einleitung darstellt, wird im 2. Kapitel zunächst auf den Krieg in Bosnien und Herzegowina eingegangen. Dabei werden sowohl die Ursachen genannt, die im Zuge der Unabhängigkeitserklärung Bosnien und Herzegowinas 1992 zum Ausbruch des bewaffneten Konfliktes geführt haben, aber auch die Rolle der Nachbarstaaten Serbien und Kroatien und schließlich die Friedensbemühungen der internationalen Gemeinschaft.
Das 3. Kapitel befasst sich mit dem Inhalt des Friedensabkommens von Dayton und dem Beginn des Friedensprozesses in Bosnien und Herzegowina nach Kriegsende. Der Schwerpunkt liegt hierbei in der Darstellung der Entwicklung der beiden Entitäten Bosnien und Herzegowinas, der bosniakisch-kroatischen Föderation und der Republika Srpska. Neben der politischen Institutionalisierung wird auch der wirtschaftliche Wiederaufbau sowie die Rückkehr der Flüchtlinge und Vertriebenen angesprochen.
Das Kapitel 4 beinhaltet abschließende Bemerkungen zum Fortschritt des Friedensprozesses in Bosnien und Herzegowina und versucht, Lösungsmöglichkeiten für die nach wie vor stagnierende Entwicklung aufzuzeigen.

Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis:
1.Einleitung4
1.1Einleitung4
1.2Ziel und Aufbau der Arbeit6
1.3Derzeitiger Forschungsstand8
2.Der Krieg in Bosnien und Herzegowina10
2.1Die jugoslawische Republik Bosnien und Herzegowina10
2.1.1Die bosnischen Serben13
2.1.2Die bosnischen Kroaten14
2.1.3Die Muslime15
2.2Der Jugoslawien-Konflikt und die Unabhängigkeitserklärung Bosnien und Herzegowinas18
2.3Der Beginn des Krieges und die Bildung nationaler Entitäten21
2.4Die Rolle der Nachbarstaaten Serbien und Kroatien im Bosnien-Krieg28
2.5Der kroatisch-bosniakische „Krieg im Kriege“33
2.6Internationale Friedensbemühungen36
2.7Das Massaker von Srebrenica und die militärische Wende45
3.Das Abkommen von Dayton und die Entwicklung des Friedensprozesses in Bosnien und Herzegowina51
3.1Das Friedensabkommen von Dayton51
3.1.1Die Friedensverhandlungen51
3.1.2Das Vertragswerk54
3.1.2.1Die militärischen Aspekte des Abkommens55
3.1.2.2Die zivilen Aspekte des Abkommens57
3.1.2.3Die neue Verfassung für Bosnien und Herzegowina62
3.2Der Beginn des Friedensprozesses: der Einmarsch der IFOR und der Amtsantritt des Hohen Repräsentanten67
3.3Die militärische Implementierung70
3.3.1Die Probleme bei der Übergabe der Region um Sarajevo70
3.3.2Die Umsetzung des Abkommens über regionale Stabilisierung72
3.3.3Der Sonderstatus von Brcko73
3.3.4Von IFOR zu SFOR75
3.4Die zivile Implementierung76
3.4.1Die ersten Wahlen76
3.4.2Die Entwicklung der politischen Institutionalisierung Bosnien und Herzegowinas und der Entitäten bis 199880
3.4.2.1Bosnien und Herzegowina als Ganzes81
3.4.2.2Die Republika Srpska86
3.4.2.3Die bosniakisch-kroatische Föderation91
3.5Der wirtschaftliche Wiederaufbau97
3.6Die Rückkehr der Flüchtlinge und Vertriebenen101
3.7Die weitere politische Entwicklung in Bosnien und Herzegowina104
3.7.1Die Wahlen 1998104
3.7.2Das „robuste Mandat“ des Hohen Repräsentanten106
3.7.3Die Wahlen 2000109
4.Abschließende Bemerkungen113
4.1Der Friedensprozess stagniert113
4.2Perspektiven für die Zukunft Bosnien und Herzegowinas116
Anhang
Bemerkungen zur Schreibweise
Literatur- und Quellenverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Karten und Tafeln

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