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Die Frage nach Gott und dem Leid bei Jugendlichen wahrnehmen

Eine qualitativ-empirische Spurensuche

AutorEva Maria Stögbauer
VerlagVerlag Julius Klinkhardt
Erscheinungsjahr2010
ReiheReligionspädagogische Bildungsforschung 
Seitenanzahl332 Seiten
ISBN9783781550537
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis25,90 EUR
Führt die Frage nach Gott und dem Leid zu einem Einbruch im jugendlichen Gottesglauben, oder ist sie im ohnehin säkularen Kontext nur noch eine religiöse Randerscheinung?
Um dieser Frage nachzugehen, ließ die Autorin in einer qualitativ-empirischen Studie 265 Jugendliche zu Wort kommen.
Sie entdeckte bei ihrem Erkundungsweg eine beeindruckende Vielfalt in der Deutung sowie im Umgang mit der Theodizeefrage: Unter den Jugendlichen tummeln sich Visionäre und Tabubrecher, Gottessympathisanten und -relativierer, Bekenner und Unparteiische, enttäuschte Deisten und sachliche Atheisten.
Sie alle kommen von einer bestimmten religiösen Positionierung her und gehen mit einer spezifisch akzentuierten Gottesvorstellung auf das Theodizeeproblem zu: Der Umgang mit der Frage nach Gott und dem Leid ist also eine Sache des Typs!
Entlang einer sorgfältig aufbereiteten Analyse der Äußerungen Jugendlicher erfährt der Leser, wie mittels der Grounded Theory sieben Typen aus dem Datenmaterial gehoben werden, und erhält dabei immer wieder Einblicke in die Forschungswerkstatt und den Denkprozess der Autorin.

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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis6
Vorwort12
Einführung14
Teil I: Ausgangspunkt - Die Gottesfrage bei Jugendlichen und ihre Zuspitzung angesichts des Leidens in der Welt18
1 Gottesglaube, Gottesvorstellung und Gottesbedeutung Jugendlicher im Spiegel empirischer Studien: Eine kritische Bestandsaufnahme21
1.1 ‚Glaubst Du eigentlich noch an Gott?’ – Zur Plausibilität der Existenz Gottes bei Jugendlichen23
1.2 ‚Wie stellst Du Dir Gott überhaupt vor?’ – Zur substanziellen Füllung des Gotteskonzepts bei Jugendlichen31
1.3 ‚Nun sag, wie hältst Du es denn ansonsten mit Gott?’ – Zum emotionalen und intentionalen Stellenwert Gottes47
2 Die Frage nach Gott und dem Leid aus der Sicht Jugendlicher: Religionspädagogisch-empirische Einblicke57
2.1 Aufmerksamkeit für die Theodizeefrage: Gott und das Leid – eine Frage, die Jugendliche bewegt57
2.2 Fokussierung der Theodizeefrage: Gott und das Leid in der Gedankenwelt Jugendlicher60
2.3 Irritation bei der Theodizeefrage: Gott und das Leid – keine Frage mehr, die Jugendliche besonders bewegt70
3 Die Frage nach Gott angesichts des Leidens in der Welt: Systematisch-theologische Vergewisserung73
3.1 Theodizee – die Sache Gottes verfechten! Ein relativ moderner Blick auf ein altes Sachproblem74
3.2 Theodizee – die Sache des Menschen verfechten! Biblische Sinnfiguren des Leidens81
3.3 Stichhaltige Theodizeestrategien – die Plädoyers vor dem Gerichtshof der menschlichen Vernunft92
3.4 Theodizee vor Gericht – Einspruch gegen die Instrumentalisierung der Opfer101
4 Theoretische Sensibilisierung109
4.1 Begründung und Transparenz von Interpretationen109
4.2 Akzentuierung und Begrenzung der eigenen Studie110
4.3 Zurückhaltung gegenüber theologischen Interpretationen111
Teil II: Erkundungsweg - Methodologische Annäherungen an den Untersuchungsgegenstand in religionspädagogisch-empirischem Interesse112
1 Grundlegung: Leitlinien qualitativ-empirischer Forschung114
1.1 Prinzipien qualitativer Forschung114
1.2 Gütekriterien qualitativer Forschung und ihre Bedeutung für den eigenen Forschungsprozess118
1.3 Konsequenzen für das vorliegende Untersuchungsdesign122
2 Fragestellung: Wegweiser durch das Datenmaterial125
3 Samplingstrategie: Schulklassen als religionspädagogische Zielgruppe127
3.1 Theoretische Vorentscheidungen hinsichtlich des Samples127
3.2 Das konkrete Sample der vorliegenden Untersuchung131
3.3 Die Frage nach der Generalisierbarkeit qualitativ gewonnener Ergebnisse132
4 Erhebungsdesign: Konstruktion von Daten in der offenen Form einer schriftlichen Befragung135
4.1 Die offene Form der schriftlichen Befragung als Erhebungsinstrument der vorliegenden Untersuchung135
4.2 Zum Impuls der schriftlichen Befragung: „Ich stelle mir Gott vor…“138
4.3 Verfeinerung der Erhebungsmethode: Clustern als produktive Unterbrechung139
4.4 Der geplante Erhebungsablauf in den einzelnen Schulklassen141
4.5 Reflexive Anmerkungen zum Verlauf der Erhebung144
5 Auswertungsdesign I: Grounded Theory als methodologisches Rahmenkonzept147
5.1 Grounded Theory als Forschungsstil147
5.2 Grounded Theory als Auswertungsmethode qualitativer Daten151
6 Auswertungsdesign II: Modifizierung der Grounded Theory im Kontext der eigenen Untersuchung162
6.1 Einpassung in die eigene Untersuchung: Chancen und Grenzen einer Arbeit mit der Grounded Theory162
6.2 Kategorien erarbeiten – Daten deuten, strukturieren und etikettieren (Offenes Kodieren)164
6.3 Mit Kategorien arbeiten – Daten systematisch weiterentwickeln und zueinander in Beziehung setzen (Axiales Kodieren)176
6.4 Kategorien integrieren – Daten in einer ‚Grounded Theory’ zusammenführen (Selektives Kodieren)187
Teil III: Ergebnisse - Wie aus der Datenfülle Bilder entstehen191
1 Ergebnisse des Offenen Kodierens: Forschen ist schön, macht aber viel Arbeit194
1.1 Einbruch ins Datenmaterial: Ein Werkstattbericht194
1.2 Aufbruch im Datenmaterial: Vorläufige Kategorien201
1.3 Durchbruch im Datenmaterial: Vorkommen und Relevanz der Frage nach Gott und der Faktizität des Negativen210
2 Ergebnisse des Axialen Kodierens: Verschiedene Typen im Umgang mit der Frage nach Gott und dem Leid223
2.1 Gottesbekenner: Theo-zentrische Unterstützung in schwierigen Situationen224
2.2 Gottessympathisanten: Das Negative und der sympathische Gott236
2.3 Gottesneutrale: Theodizee-Resistenz einer absoluten Macht247
2.4 Gotteszweifler: Konfrontationen mit einem vermeintlich sympathischen Gott256
2.5 Gottesrelativerer: Trost einer metaphysischen Fiktion267
2.6 Gottesverneiner: Das rationale und sich emanzipierende Subjekt als ‚Fels des Atheismus’275
2.7 Gottespolemiker und Tabubrecher: Abrechnung mit Gott283
3 Ergebnisse des Selektiven Kodierens: Gott zwischen Ideal und Wirklichkeit288
3.1 Die Frage nach Gott und der Faktizität des Negativen – Eine Erzählung über das Datenmaterial aus Sicht der Forschenden288
3.2 Eine Frage des Gefühls, des Idealen und Konkreten – Schlüsselkategorien einer Grounded Theory über die Theodizeefrage bei Jugendlichen291
Teil IV: „Memos“ - Was es nun zu bedenken und zu besprechen gilt295
1 Im Gespräch mit der (Systematischen) Theologie: Fragen297
1.1 Wie soll man heute von Gott reden?297
1.2 Wie von einer in Gott verbürgten Weltordnung sprechen?300
1.3 Wie subjektbezogen darf Theologie sein?301
2 Im Gespräch mit der religionspädagogisch-empirischen Forschung: Erträge302
2.1 Gott als eine mögliche Vokabel der Diskursivierung des Leids302
2.2 Diskussion des Geltungsbereichs vorgeprägter Kategorien304
2.3 Transparenz und Reflexion religionspädagogischer Empirie305
3 Und die abschließende Gretchenfrage: Was machst Du eigentlich mit Deinen Ergebnissen in der Praxis?308
3.1 Empirische Ausbildung von Religionslehrer/innen forcieren308
3.2 Lernen als Explorieren begreifen310
3.3 Schlüsselkategorien fruchtbar machen312
Für diejenigen, die den Weg einer Grounded Theory einschlagen möchten318
Literaturverzeichnis321
1. Quellen321
2. Sekundärliteratur322
Abkürzungsverzeichnis333

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