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Die Globalisierung geistiger Eigentumsrechte

Neue Strukturen internationaler Zusammenarbeit 1886-1952

AutorIsabella Löhr
VerlagVandenhoeck & Ruprecht
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl342 Seiten
ISBN9783647370194
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis59,99 EUR
Mit den digitalen Medien und ihren Vervielfältigungsmöglichkeiten rückten geistige Eigentumsrechte in den letzten zwei Jahrzehnten in die öffentliche Aufmerksamkeit. Seitdem sind diese Rechte ein permanenter Streitgegenstand zwischen Urhebern, Verwertern und Nutzern - national, europaweit und international. Insbesondere die Kontroversen über Vor- und Nachteile globaler Rechtsstandards blicken auf eine lange Tradition: Seit dem späten 19. Jahrhundert wurden geistige Eigentumsrechte multilateral verhandelt, in internationalen Organisationen verankert und so zu einem festen Bestandteil der internationalen Politik. Prägen heute die Welthandelsorganisation und die World Intellectual Property Organization den globalen Umgang mit Kultur und Wissen, so waren es bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts hinein die Berner Union für den Schutz des literarischen und künstlerischen Eigentums, der Völkerbund und die UNESCO.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Cover1
Title Page
4
Copyright
5
Table of Contents
6
Body10
Vorwort10
Einleitung12
I. Die Entstehung eines globalen Autorenschutzes34
1. Vom Autor zum Urheber: Die eigentumsförmige Institutionalisierung kultureller Güter in Europa bis 188638
a) Die Verrechtlichung des geistigen Eigentums bis 180038
b) Nationale Wege des Autorenschutzes im Vergleich42
c) Bilaterale Urheberrechtsabkommen im 19. Jahrhundert47
2. Internationale Organisationen im 19. Jahrhundert50
a) Was ist eine internationale Organisation?51
b) Verrechtlichung von Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft58
c) Internationale Organisationen als Akteure der Globalgeschichte64
3. Die Berner Union für den Schutz des literarischen und künstlerischen Eigentums68
a) Die Gründung der Berner Union68
b) DasRecht derBernerKonvention71
c) Mitglieder, Interessen und rechtspolitische Schieflagen . .74
d) Das Berner Büro80
4. Das geistige Eigentum im Ersten Weltkrieg und in den Pariser Friedensverträgen86
a) Die Berner Union in Rechtstheorie und Rechtspraxis87
b) Transnationale Koalitionen89
c) Die Berner Union und die politische Neuordnung Europas96
d) Wiederhergestellte Vorkriegsordnung 1918– 1921100
5. Die Berner Union: Ein neuer kultur- und rechtspolitischer Akteur108
II. Internationale Autorenrechte in den zwanziger Jahren116
6. Die Revisionskonferenz der Berner Konvention 1928118
a) Themen, Streitpunkte, Ergebnisse118
b) Politische Rivalitäten? Deutschland und Frankreich im Vergleich122
c) Zukunftsperspektiven: Der Weg ins Globale127
7. Europäischer und amerikanischer Autorenschutz im Widerstreit132
a) Kultur- und rechtspolitische Differenzen132
b) Die Urheberrechtsabkommen der amerikanischen Staaten136
c) Die USA und der multilaterale Autorenschutz140
8 Der Buchhandel in Zahlen: Ein internationaler Vergleich 1890– 1950146
III. Der Völkerbund und die Globalisierung der Autorenrechte158
9. Der Völkerbund: Neue Konzepte internationaler Zusammenarbeit162
a) Die technischen Organisationen des Völkerbunds163
b) Der Völkerbund und die internationalen Verwaltungsunionen167
c) Kooperation oder Integration? Die internationalen Unionen für den Schutz des geistigen Eigentums170
10. Die Organisation für geistige Zusammenarbeit des Völkerbunds174
a) Die Internationalisierung von Kultur, Wissenschaft und Bildung174
b) Eine zwischenstaatliche Organisation nichtstaatlicher Akteure?179
c) Die globale Steuerung kultureller Beziehungen ab 1930183
11. Der Völkerbund und das geistige Eigentum 1922– 1930192
a) Themenfindung, Arbeitsorganisation und Netzwerkbildung192
b) Das Berner Büro und die Organisation für geistige Zusammenarbeit200
c) Das Pariser Institut auf der Revisionskonferenz der Berner Konvention204
12. Die Weltkonvention zum Schutz des literarischen und künstlerischen Eigentums 1928– 1936214
a) Ein schwieriger Start: Die Einbindung der Panamerikanischen Union214
b) Europäische Netzwerkbildung im Völkerbund220
c) Etappensieg: Der erste europäisch-amerikanische Entwurf224
13. Die Rezeption der Weltkonvention230
a) Zustimmung: Das Beispiel Frankreich und Deutschland230
b) Vorbehalte: Die Panamerikanische Union237
c) Drei Entwürfe im Vergleich244
Epilog: Von der Organisation für geistige Zusammenarbeit zur UNESCO252
Schluss266
Anhang282
Anhang 1: Internationale Buchproduktion im Vergleich 1890– 1950282
a) Buchproduktion in Europa, USA, Russland und Japan im internationalen Vergleich282
b) Buchproduktion in Lateinamerika im internationalen Vergleich 1900– 1934285
Anhang 2: Die Mitglieder der Kommission für geistige Zusammenarbeit des Völkerbunds 1922– 1939287
Abkürzungen290
Quellen- und Literaturverzeichnis292
1. Ungedruckte Quellen292
2. Zeitschriften und periodische Publikationen296
3. Literatur297
4. Internet-Quellen337
Register338
1. Personenregister338
2. Sach- und Ortsregister339
Back Cover
346

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