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Die Grundzüge der Erlebnisgesellschaft nach Schulze

AutorAdrian Lebherz
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2011
Seitenanzahl23 Seiten
ISBN9783640942619
FormatePUB/PDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis8,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft, Note: 1,3, Universität Hohenheim (Institut für Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Managementinstrumente moderner Führung, Sprache: Deutsch, Abstract: Schulzes Theorie der Erlebnisgesellschaft beschreibt einen gesellschaftlichen Wandel, der zweifelsohne bedeutsame, reale Entwicklungen darstellt. Die Veränderungen haben einen enormen Einfluss auf unser tägliches Leben und vor allem auch auf Funktionsmechanismen der Wirtschaft. Die Erfolgsfaktoren für Unternehmen verändern sich: Alte deutsche Tugenden wie Qualität und Zuverlässigkeit zählen nur noch bedingt als Einflussfaktoren für Kaufentscheidungen Vielmehr wird es immer wichtiger ein bestimmtes Image zu verkörpern, um beim Konsumenten entsprechende Erlebnisassoziationen zu wecken. Für das Privatleben stellen die Entwicklungen eine Veränderung der kompletten Lebensweise dar. Der Fokus und das Ziel des Lebens verändern sich derart, dass dies eventuell auch einer der Gründe für die steigende Anzahl der Menschen mit psychischen Problemen sein könnte. Der Anspruch an jeden Einzelnen wächst, je mehr er sich an seinen individuellen Wünschen und Vorstellungen orientieren muss und sich die Handlungssicherheit dadurch immer weiter verringert. Allerdings erscheint die Einteilung in die fünf Milieus nach Alter und Bildungsgrad doch sehr kategorisierend und abstrakt. Versucht man Bekannte nach deren Alter und Bildung einzuordnen, so stimmt das Resultat oft nicht wirklich mit der Realität überein. Eine Einteilung, z.B. anhand der Sinus Milieus erscheint im Resultat oft passender. Der Grund hierfür könnten die klaren Trennlinien in den Merkmalsausprägungen zwischen den Erlebnismilieus, die leicht überspitzt wirkenden Charakteristika und die geringer Anzahl an Milieus sein. Es bleibt offen, wo die Entwicklungen hinführen werden. Wird der sich immer weiter verstärkende Drang zu Erlebnissen irgendwann zum Kollaps führen? Werden die Menschen dem Druck nach immer neuen Erlebnissen zu suchen irgendwann nicht mehr gewachsen sein? Wie lange wird es möglich sein, die Nachfrage nach immer außergewöhnlicheren Erlebnissen zu befriedigen? Fraglich ist auch, welche Wirkungen sich dadurch entwickeln, dass die Globalisierung den Gedanken des 'Lebens nach Wunsch' in Länder trägt, die von einer Überflussgesellschaft weit entfernt sind und wo sich die Leute somit den Kauf von Erlebnissen gar nicht leisten können.

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