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Die Herrschaftssicherung der Tyrannis des Peisistratos

AutorToralf Schrader
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl20 Seiten
ISBN9783640232512
FormatPDF/ePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis11,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,0, Technische Universität Dresden (Philosophische Fakultät - Institut für Geschichte - Lehrstuhl für Alte Geschichte ), Veranstaltung: Hauptseminar Alte Geschichte: Tyrannis und Aristokratie im archaischen Griechenland. , 25 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Tyrannis des Peisistratos ist mit Blick auf ihre Dauer und Ausübung ein athenischer Sonderfall. Die Tatsache, dass es insgesamt drei Versuche zu ihrer Erlangung gab und erst der letzte dauerhaft erfolgreich war, ist eine Chance zur Suche nach den Gründen für Erfolg und Misserfolg dieser Herrschaft. Warum scheiterte sie die ersten beiden Male nach nur kurzer Zeit und was machte sie beim dritten Mal so erfolgreich, dass sie die ca. siebzehn Jahre bis zum Tod des Peisistratos ohne größere Schwierigkeiten bestand und auch unter seinen Söhnen weitere siebzehn Jahre existierte? Mit der zeitlichen Einordnung der Ereignisse und wichtigen Aussagen in der Überlieferung beschäftigt sich der erste Teil der Arbeit. Die Quellen zeichnen ein relativ deutliches Bild von der Tyrannis. Ihre eigentlichen Herrschaftselemente und deren Bedeutung für die Machtsicherung sollen im zweiten Teil geklärt werden. Das Jahr der Geburt des Peisistratos ist nicht sicher überliefert. FRIEDRICH CORNELIUS geht davon aus, dass er zwischen 610 und 600 v. Chr. geboren wurde. Seine Begründung stützt er auf die Vermutung, Peisistratos könne zur Zeit des vermutlich einige Jahre vor seinem ersten Versuch zur Erlangung der Tyrannis geführten Feldzugs gegen Megara, nicht jünger als dreißig Jahre gewesen sein, da er an diesem bereits als Feldheer teilnahm. Er war der Sohn des Hippokrates, dessen Geschlecht aus Brauron stammte, dem späteren kleisthenischen Demos Philaidai . Ein Archon des Jahres 669/668 v. Chr. namens Peisistratos könnte sein Vorfahr gewesen sein. Jedenfalls gilt es als wahrscheinlich, dass seine Familie ihre finanziellen Bedürfnisse, entsprechend des sozialen, aristokratisch Ranges, aus der Erwirtschaftung ländlicher Güter befriedigte und am politischen Leben in Athen teilnahm. Teilweise kontrovers wird die bei Heraklides Pontikos erwähnte verwandtschaftliche und darüber hinaus persönliche, erotische Beziehung zwischen Peisistratos und Solon beurteilt. Während bereits CORNELIUS die Behauptung verwirft, dass ihre Mütter verwandt gewesen sein sollen, und zwar mit dem Hinweis auf die damalige Neigung, die Viten bedeutender Zeitgenossen miteinander zu verknüpfen, und auch LORETANA DE LIBERO eine Verbindung zwischen beiden mit Blick auf ihre Lebensdaten ausschließt, akzeptiert HELMUT BERVE diese Aussage, ohne Gründe für seine Haltung anzugeben. Wie viele andere Überlieferungen und Berichte zu Peisistratos lässt sich auch diese nicht mit Sicherheit belegen, von Belang für seine Tyrannis ist sie in diesem Fall vermutlich nicht. Peisistratos tritt wie erwähnt in der Überlieferung erstmals im Krieg gegen Megara zwischen 571 und 561 v.Chr. als Feldherr, bzw. Archon Polemarchos in Erscheinung. Herodot berichtet: 'Denn schon vorher hatte er sich als Feldherr gegen Megara hervorgetan, Nisia erobert und andere große Taten vollbracht.' Eine genaue Datierung des Feldzuges ist nicht möglich. Er brachte Peisistratos zumindest dank seiner erfolgreichen Durchführung Ruhm und allgemeines Ansehen, Attribute, die ihm im nun folgenden politischen Kampf um die Vorherrschaft in seiner Heimat Athen hilfreich sein konnten.

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