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Die internationale Steuerung der Selbstbestimmung und der Staatsentstehung

Selbstbestimmung, Konfliktmanagement, Anerkennung und Staatennachfolge in der neueren Völkerrechtspraxis

AutorUrs Saxer
VerlagSpringer-Verlag
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl1140 Seiten
ISBN9783642102714
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis129,99 EUR

Das Buch beschäftigt sich mit der Entstehung neuer Staaten sowie mit Konflikten um Autonomie und Selbstbestimmung, zu denen es seit Ende des Kalten Krieges gekommen ist. Ausgehend von der Grundthese, dass solche Vorgänge international im Rahmen eines Krisen- und Konfliktmanagements gelenkt werden, untersucht die Arbeit die Steuerung im Bereich des Selbstbestimmungsrechts, der Menschen- und Minderheitenrechte, der Staatenanerkennung, der Aufnahme in internationale Organisationen sowie bei der Regelung der Staatennachfolge.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Vorwort6
Inhaltsübersicht8
Inhaltsverzeichnis13
Abkürzungsverzeichnis33
Einführung43
I. Wandel der Staatenwelt – Evolution des Völkerrechts43
II. Grundthesen44
III. Methode und Ziel der Arbeit50
Erster Teil: Staatenwandel und Selbstbestimmung als Problem des internationalen Systems54
Kapitel 1: Die Staatengenese in einer interdependenten Welt54
I. Das Problem54
II. Staatenwandel, Separationen und das internationale System59
III. Konfliktmanagement als Ausdruck eines internatonalenSteuerungsanspruchs70
Kapitel 2: Staatsentstehung und Staatenwandel in der historischen Entwicklung des internationalen Systems80
I. Regelung des Staatenwandels im geschlossenen Rechts- undWeltbild des ius publicum Europaeum80
II. Staatenwandel in Zeiten revolutionärer Umbrüche: Die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten und die Französische Revolution91
III. Staatsgründungen im 19. Jahrhundert zwischen Europäischem Ordnungsgedanken und indifferentem Universalismus102
IV. Ordnung der Staatenwelt nach dem Ersten Weltkrieg: Die Pariser Vorortsverträge und der Völkerbund120
V. Ordnung der Staatenwelt unter der UNO-Charta dieDekolonisierung147
Kapitel 3: Der Steuerungsanspruch und die traditionelle Völkerrechtsdogmatik151
I. Einleitung151
II. Staatsentstehung als ungeregeltes Faktum153
III. Staatliche Souveränität und domaine réservé160
IV. Die sog. Dezentralität der internationalen Ordnung174
V. Verhältnis zwischen Völker- und Landesrecht184
VI. Staatenwandel und Völkerrechtsregeln des Gebietserwerbs192
VII. Folgerungen197
Zweiter Teil: Internationale Legitimationsprinzipien von Staatsgründungen das Selbstbestimmungsrecht199
Kapitel 4: Staatsentstehung zwischen Illegalität,Effektivität und Legitimität199
I. Einleitung: Die Frage der Völkerrechtmässigkeit vonStaatsgründungen199
II. Indifferenztheorie: Souveränität, Koexistenz und Effektivität202
III. Modifizierte Indifferenztheorie: völkerrechtswidrige Staatsgründung und Nichtanerkennungsdoktrin210
IV. Legitimitätstheorie: Die Staatsentstehung als völkerrechtliches Legitimitätsproblem233
Kapitel 5: Das Selbstbestimmungsrecht als Legitimationsprinzip von Staatsgründungen241
I. Entwicklung des Selbstbestimmungsrechts zum Legitimationsprinzip von Staatsgründungen241
II. Methodisch-hermeneutische Probleme der Selbstbestimmungsinterpretation250
III. Der staatenschöpferische Aspekt des Selbstbestimmungsrechts im Licht universeller Selbstbestimmungsgarantien und der267
IV. Selbstbestimmungskonkretisierung durch Sonderregelungen314
V. Selbstbestimmungskonkretisierung und Recht auf Eigenstaatlichkeit392
VI. Folgerungen: Die Staatsentstehung zwischen Faktizität, rechtlicher Regelung und politischer Steuerung448
Dritter Teil: Die internationale Steuerung von Konflikten um Selbstbestimmung und Unabhängigkeit453
Kapitel 6: Regelungs- und Steuerungsmöglichkeiten derVereinten Nationen453
I. Neuere Entwicklungen453
II. Begründung der Zuständigkeit der UNO im Licht ihrer Ziele und Grundsätze462
III. Steuerungsmöglichkeiten und -grenzen des Sicherheitsrates492
IV. Das Konfliktmanagement des Sicherheitsrates518
V. Beitrag anderer Organe der Vereinten Nationen555
VI. Einflussnahme der Vereinten Nationen in nichtkolonialen Selbstbestimmungskonflikten: Ausgewählte Beispiele571
VII. Fazit: Merkmale der Regelung und Steuerung von Selbstbestimmungskonflikten und Staatsentstehungsprozessen durch das UN-System646
Kapitel 7: Konfliktmanagement, Gewaltanwendung und die Rolle regionaler Staatenzusammenschlüsse, von Drittstaaten und der Konfliktparteien669
I. Determinierung durch das UN-Konfliktmanagement und die Koexistenzgrundsätze669
II. Zum Krisen- und Konfliktmanagement durch Regionaleinrichtungen680
III. Selektiver Unilateralismus als Herausforderung696
IV. Der Vorrang des Konfliktmanagements der Vereinten Nationen737
Vierter Teil: Die internationale Integration eines neuen Staates: Anerkennung, UN-Mitgliedschaft und Sukzession742
Kapitel 8: Staatenanerkennung – Zur Steuerung derinternationalen Integration eines neuen Staates742
I. Einleitung742
II. Deklaratorische Anerkennungstheorie und neuere Staatenpraxis743
III. Zur internationalen Integration eines neuen Staates: Krisenmanagement, Kollektivanerkennung und Konditionalität757
IV. Die Anerkennung als zentrales Steuerungsinstrument von Prozessen der Staatswerdung770
Kapitel 9: Die Aufnahme in internationale Organisationen, namentlich in die UNO775
I. Einleitung775
II. Allgemeine Grundsätze776
III. Aufnahme in die Vereinten Nationen780
IV. Zur Aufnahme in regionale sowie internationale Organisationen798
Kapitel 10: Territoriale Stabilität, Friedenssicherung und uti possidetis800
I. Grenzfestlegungen als Völkerrechtsproblem: „Natürliche“ Grenzen und uti possidetis800
II. Dekolonisierung und neueste Entwicklungen804
III. Uti possidetis und internationales Konfliktmanagement809
IV. Weitere normative Einflüsse von uti possidetis812
V. Folgerungen814
Kapitel 11: Identitäts- und Kontinuitätsprobleme zur Typologie von Staatsentstehungsvorgängen817
I. Zur Notwendigkeit einer Staatengenesetypologie817
II. Staatenwandel und die völkerrechtlichen Regeln der Identität sowie Kontinuität von Staaten820
III. Die verschiedenen Staatsentstehungstypen im Licht der völkerrechtlichen Identitätsregeln830
IV. Identität, Kontinuität und Rechtstypen der Staatsentstehung881
Kapitel 12: Probleme der Staatensukzession884
I. Die Sukzession als Völkerrechtsproblem884
II. Die Wiener Staatennachfolgekonventionen von 1978 und 1983888
III. Staatensukzession in Verträgen908
IV. Staatensukzession in Nichtvertragsmaterien, insbesondere in Staatsvermögen, Staatsschulden und Staatsarchive962
V. Die Staatensukzession zwischen Verrechtlichung, Kooperationspflicht und internationaler Steuerung992
Schlussbetrachtung Selbstbestimmung, Staatsentstehung und die Selbstorganisation des internationalen Systems999
I. Ausgangslage: Wandel des internationalen Systems – Wandel desVölkerrechts999
II. Massgebende Steuerungsprinzipien1002
III. Zur Selbstorganisation des internationalen Systems1017
IV. Folgerungen für die Völkerrechtswissenschaft1020
Summary and Synthesis Self-Determination, Changes of Statehood and the Self-Organization of the International System1027
I. Subject and Main Theses of the Study1027
II. Relevant Principles, Rules and Norms1029
III. Internationalization of Intra-State Situations1030
IV. Normative Framework of International Conflict Management Activities, particularly by the UN Security Council1033
V. Principles (De-)Legitimizing the Establishment of a New State1036
VI. Conflict Management and the Role of Regional Organizations, Third States and the Conflict Parties1040
VII. International Integration of a New State1046
VIII. Conclusion: Self-Organization of the International System1053
Literaturverzeichnis1055
Sachregister1115

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