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E-Book

Die Macht der Strategischen Kommunikation

Medienethische Perspektiven der Digitalisierung

VerlagNomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Erscheinungsjahr2018
Seitenanzahl242 Seiten
ISBN9783845277998
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis57,30 EUR
Die Digitalisierung ermöglicht neue Formen der Einflussnahme durch Kommunikation. Leben wir dadurch in einer medialen Kampfzone der Meinungsbeeinflussung? Die gegenwärtige Konjunktur der Strategischen Kommunikation führt zu Verunsicherungen in Bezug auf die Glaubwürdigkeit des Journalismus und die gesellschaftliche Funktion der Medien. Für viele Interessengruppen sind digitale soziale Netze äußerst hilfreich, um spezifische Interessen wirkungsvoll öffentlich bekannt zu machen. Im Extremfall stellt das Internet jedoch das ideale propagandistische Medium dar. Das Lenken von Menschen oder die Veränderung des Verhaltens von Menschen durch (öffentliche) Kommunikation ist durch Big Data und Algorithmen heute einfacher möglich denn je. Durch große Datenmengen und Computer, die schnell Korrelationen finden und systematisieren, ist das Verhalten von Menschen bereits jetzt zum Beispiel in Werbung und Wahlkampfstrategien zum Teil berechenbar geworden. Es können damit leicht kommunikative Anreize gesetzt werden, die mit großer Wahrscheinlichkeit das erwünschte Verhalten hervorrufen. Der vorliegende Band beschäftigt sich mit Medienhandeln im Zeichen von Propaganda, PR und Big Data und fragt nach Potenzialen und Risiken Strategischer Kommunikation. Mit Beiträgen von Tanja Evers, Markus Feiks, Rüdiger Funiok, Thilo Hagendorff, Jutta Krautter, Thomas Leif, Kerstin Liesem, Uta Müller, Lars Rademacher, Christian Schicha, Christopher Storck, Christian Trentmann, Denise Weigelt, Christian Wiencierz, Markus Wiesenberg und Guido Zurstiege

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Cover1
Neue Bedingungen Strategischen Kommunizierens13
Strategische Kommunikation heute: Trends und Herausforderungen15
1. Strategische Unternehmensführung – eine Klärung15
2. Anknüpfungspunkte für Strategische Kommunikation17
2.1 Stakeholder-Theorie17
2.2 Chief Communication Officer18
2.3 Stakeholder-orientierte Wertschöpfung19
2.4 Integrated Reporting21
3. Konkurrenz um Entwicklungsgebiete24
3.1 Chief HR Officer24
3.2 Chief Strategy Officer25
4. Mögliche neue Rollen für Kommunikationsmanager27
5. Zehn Thesen zum Chief Communication Officer in Deutschland29
6. Literatur30
Das Schattenmanagement des Journalismus. Wie „Strategische Kommunikationssteuerung“ von Lobbyisten und Agenturen die journalistische Unabhängigkeit angreift.33
1. Einleitung33
2. Lobbyisten und Agenturen als Spezialisten Strategischer Kommunikation34
Ex-BVerfG-Präsident Papier: „Lobbyismus ist eine latente Gefahr für den Rechtsstaat.“36
3. Blaupause für den kommunikativen Einfluss des Lobbyismus – die Studie von PRGS als Fallbeispiel37
4. Instrumentalisierung der Medien gehört zur DNA des Lobbyismus – Opus Dei ist im Vergleich zu den Lobby-Akteuren ein offenes Buch41
5. Nick Davies: „Ich fürchte, ich beschreibe nur den Tumor, der uns umbringt, ohne eine Therapie anbieten zu können.“43
6. Tagesspiegel – Die Konferenz „Agenda 2015 – Das Politik-Briefing für Deutschland“ soll „die Kommunikation zwischen Interessengruppen und Politik verbessern.“44
7. Einfluss der Lobby wird unterschätzt – Lobby als Dienstleister45
8. Nachrichtenhandel floriert: Das „House of Cards“-Prinzip im Regierungsviertel46
9. Offenbar unaufhaltbare Entwicklungen in den Medien befördern die geringe Distanz zu den Akteuren der strategischen Kommunikationssteuerung46
10. Von Erkenntnis zu Veränderungsprozessen – wo Gefahr ist, wächst auch das Rettende?48
11. Fazit53
PR-Ethik zwischen Kanon und Transformation55
Wahrhaftigkeit und Transparenz. Begründungen und Ergänzungen zu zwei Normen des Deutschen Kommunikationskodex.57
1. Der Deutsche Kommunikationskodex58
1.1 Verabschiedung auf Grundlage früherer Kodizes58
1.2 Funktionen von Ethik-Kodizes59
1.3 Die sechs Kernwerte des Deutschen Kommunikationsindexes60
2. Transparenz als erste zentrale Norm61
2.1 Kommunikationswissenschaftliche Begründung der Transparenz-Norm61
2.2 Grenzen der Verpflichtung zur Transparenz63
3. Wahrhaftigkeit als zweite (oder erste) zentrale Norm63
3.1 Philosophische Begründungen der Wahrhaftigkeitsnorm65
3.2 Lügen als Spielregel – bei den Selbstinszenierungen in der Mediengesellschaft?66
3.3 Verdeckte Formen von Unwahrhaftigkeit67
4. PR-Normen als Teil einer Ethik der Anwaltschaft68
4.1 Die fünf Prinzipien des TARES-Tests69
4.2 Individual- und tugendethische Perspektive70
5. Vergleich des Deutschen Kommunikationskodex mit dem TARES-Test70
5.1 Die Ich-Form der ethischen Anfragen70
5.2 Informationsbedürfnisse und durchschnittliche Kritikfähigkeit des Publikums als Kriterium71
5.3 Sparsamkeitsprinzip als Gegenargument?71
6. Fazit72
7. Literatur72
Zwischen Wahrhaftigkeit, Dienst an der Öffentlichkeit, Advocacy und Loyalität. Die Suche nach einer neuen Grundlegung der Ethik Strategischer Kommunikation75
1. Auftragskommunikation, Public Relations, Organisationskommunikation, Strategische Kommunikation76
2. Zur Beschreibung des bisherigen Gegenstandes einer Ethik der Public Relations im deutschen Sprachraum und seiner Desiderata78
3. Eine neue Grundlage der Legitimation Strategischen Kommunizierens83
4. Fazit86
5. Literatur86
Anreize und Grenzen der Macht. Herausforderungen für angehende Praktiker in der Strategischen Kommunikation89
1 Hinführung89
2 Ethische Anforderungen in der Strategischen Kommunikation90
3 Eine kritische Betrachtung der Professionsethik93
4 Ein Lösungsvorschlag: Der PR-Eid95
4.1 Qualitative Befragung96
4.2 Ergebnisse der qualitativen Befragung97
4.2.1 Individualnorm im Berufsalltag von Kommunikationsmanagern97
4.2.2 Auswirkungen eines PR-Oath auf die PR und die PR-Praxis98
4.2.3 Implementierung eines PR-Oath99
5 Zusammenfassung, Limitationen und Ausblick101
6. Literatur104
Vertrauen in gemeinwohlorientierte Big Data-Anwendungen. Ethische Leitlinien für eine datenbasierte Organisationskommunikation.109
1. Gemeinwohlorientierte Ziele durch datengetriebene Kommunikation111
1.1 Google Flu Trends111
1.2 Ushahidi112
2. Die Bedeutung von Vertrauen in eine datengetriebene Kommunikation113
3. Vier Phasen der datengetriebenen Kommunikation – Inhaltliche Leitlinien115
4. Stilistische Leitlinien für eine datengetriebene Kommunikation119
5. Diskussion121
6. Implikationen123
7. Literatur124
Neubestimmungen der Werbe-Ethik127
Werbeethik als angewandte Ethik. Ein Plädoyer für eine Ethik, die sich einmischt.129
1. Angewandte Ethik ist eine Ethik, die sich einmischt129
2. Normativität in der Kommunikations- und Medienwissenschaft131
3. Ethik in Forschung und Lehre132
4. Öffentliche Kommunikation befindet sich in der Hand von Kommunikationsstrategen – aber wer sind die Strategen?135
5. Zum Schluss: Das Ende der Ironie136
6. Literatur137
Ethik der Werbung in Zeiten der Digitalisierung141
1. Einleitung141
2. Formen und Strategien der digitalen Werbung: Ethische Fragen143
2.1. „Targeting“ in der Werbung: Verletzung der Privatheit143
2.2. „Virale“ Werbung: Verantwortung146
2.3. Aufhebung von Grenznormen: Täuschung148
3. Methoden und Ergebnisse des Forschungsprojekts: Ethik der Werbung aus Sicht der Werbepraxis150
3.1. Inhaltsanalyse werbebezogener Fachpresse151
3.2. Problemzentrierte Interviews152
4. Fazit155
5. Literatur155
Strategische Kommunikation im Strafverfahren159
Der Verdacht: Strategische Kommunikation der Justiz im Strafverfahren161
1. Einleitung161
2. Medienfreiheit versus Persönlichkeitsschutz162
2.1 Die Medienfreiheit, Art. 5 I GG162
2.2 Das Persönlichkeitsrecht, Art. 2 I GG i.V.m. Art. 1 I 1 GG163
3. Grundrechtliche Voraussetzungen bei medialen Verdachtsäußerungen163
3.1 Das Prinzip der praktischen Konkordanz bei Kollision gleichrangiger Grundrechte163
3.2 Berechtigtes Informationsinteresse der Öffentlichkeit164
3.3 Mindestbestand an Beweistatsachen165
3.4 Keine Vorverurteilung des Verdächtigen167
3.5 Besonderheiten bei privilegierten Quellen168
4. Grundrechtliche Voraussetzungen bei Verdachtsäußerungen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Justiz168
4.1 Allgemeine Grundsätze168
4.2 Der presserechtliche Auskunftsanspruch169
5. Folgen einer rechtswidrigen Verdachtsäußerung durch die Öffentlichkeitsarbeit der Staatsanwaltschaft171
6. Fazit171
7. Literatur172
Zum Wesen und Unwesen von Litigation-PREinblicke in Theorie, Praxis und Problemlagen von nicht-staatlicher Rechtskommunikation bei juristischen Streitigkeiten175
1. Recht und Rechtskommunikation175
2. Staatliche Rechtskommunikation176
3. Nicht-staatliche Rechtskommunikation177
4. Nicht-staatliche Rechtskommunikation bei juristischen Streitigkeiten („Litigation-PR“)179
4.1. Litigation-PR in den USA179
4.2. Litigation-PR in Deutschland180
4.2.1. Litigation-PR im Zivilrecht180
4.2.2. Litigation-PR im Strafrecht181
4.3. Diskussions- und Problemlagen184
4.3.1. Selektiv-strategischer Reputationsschutz184
4.3.2. Selektiv-strategische Beeinflussung des Ausgangs eines Rechtsstreits187
5. Fazit189
6. Literatur190
Gegenstände und „Opfer“ Strategischer Kommunikation193
Soziale Bewegungen und Strategische Kommunikation – Ethische Dilemmata des Medienhandelns195
1. Einleitung195
2. Soziale Bewegungen196
3. Strategische Kommunikation197
4. Beispiele201
5. Diskussion202
6. Literatur204
Facebook als digitaler Bypass – Wahlkampf-PR deutscher Parteien abseits journalistischer Auswahlkriterien205
1. Einführung und Problemaufriss205
2. Wahlkampfhelfer Facebook – ethische Herausforderungen digitaler Kampagnen207
3. Vermischung Werbung und PR209
4. Facebook als digitaler Meinungsführer213
5. Die Strategische Kommunikation deutscher Parteien zur Bundestagswahl 2013 auf Facebook216
5.1. Verhältnis von Information und Werbung216
5.2. Vernetzung mit Journalismus und Dialogorientierung219
6. Fazit – Facebook als Sackgasse digitaler Verantwortung221
7. Literatur222
Die Flucht in den Medien – Reflexionen zur visuellen und verbalen Debatte227
1. Einleitung227
2. Normative Aspekte zum Thema Flucht228
3. Der sprachliche Umgang mit dem Thema Flucht229
4. Die kontroverse öffentliche Debatte zum Thema Flucht230
5. Die polarisierende Mediendebatte zum Thema Flucht231
6. Der visuelle Umgang mit dem Thema Flucht232
6.1 Bilder von Toten in den Medien233
6.1.1 Die kontroverse Debatte um die Veröffentlichung des Bildes des verstorbenen Aylan Kurdi234
6.1.2 Die kontroverse Debatte um die Veröffentlichung des Bildes der verstorbenen Flüchtlinge im LKW236
7. Zusammenfassung: Argumente für und gegen die Veröffentlichung von Bildern verstorbener Geflüchteter238
8. Fazit: Anforderungen an die Medienberichterstattung über Geflüchtete239
9. Literatur240

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