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E-Book

Die Mami-Falle

Das etwas andere Handbuch für glückliche Mütter

AutorBirgit Ehrenberg
VerlagGoldmann
Erscheinungsjahr2009
Seitenanzahl224 Seiten
ISBN9783641014551
FormatePUB
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis5,99 EUR
Schluss mit dem weiblichen Perfektionismus: Es gibt ein Leben jenseits der Krabbelgruppe. Ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Selbstbestimmung junger Mütter.
Rosarot und himmelblau - so zeichnet die Werbung das Leben als Mutter. Der Alltag sieht anders aus: kein Schlaf, kein Job, kein Sex, keine gute Figur, keine sozialen Kontakte. Trotzdem macht Birgit Ehrenberg Frauen Mut, sich mit offenen Augen auf das Abenteuer Kind einzulassen, ohne ihr eigenes Leben dabei aufzugeben. Sie schildert sehr authentisch, wo die Fallstricke der 'Muttierung' (Focus) in den ersten Jahren mit Kind lauern, und wie man sie umgeht.
Aus dem Buch:
'Die Mutter hat es bitter nötig, wieder wahrgenommen zu werden, und zwar nicht nur als Bezugsperson für das Kind, sondern als ein eigenständiges Individuum.'
' Lassen Sie es sich von einer erfahrenen Mutter sagen: Es wird nirgendwo so viel gelogen wie in Baby-Gruppen und auf Spielplätzen!'
' Sind Sie wirklich sicher, dass Sie genau wissen, was Ihr Mann über Ihren Tagesablauf denkt? Mir haben erschreckend viele Männer gebeichtet, dass sie nicht wirklich einverstanden sind mit dem Hausfrauenmodell. Sie finden es ungerecht, dass die ganze Last auf ihren Schultern ruht.'


Birgit Ehrenberg ist Mutter von zwei Kindern und seit vielen Jahren erfolgreiche Kolumnistin in Sachen Liebe. Sie schreibt regelmäßig für 'Bild' (Serien und Kolumnen zu Erotik und Partnerschaft), 'Men's Health', 'Welt am Sonntag', das Porsche-Magazin 'Christophorus', 'Matador'. Ihre Kolumne 'Liebe leicht gemacht' erscheint jede Woche in 'Frau im Spiegel'.

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Leseprobe
"Mutterglück und Hausfrauenelend (S. 112-113)

Der Beruf als Nische des Glücks


Wenn Babys erster Geburtstag naht, hat sich der Alltag mit Kind weitgehend eingespielt, das Lager der Mütter nach anfänglichen Reibereien aufgeteilt. Es gibt keine Diskussionen mehr über Kaiserschnitt oder natürliche Geburt, Stillen oder Flaschennahrung. Bis zum nächsten großen Thema: »Wann und auf welche Weise soll mein Kind trocken werden?«. Jede Mutter glaubt zu wissen, wohin sie gehört. Die Übermütter halten sich an die Übermütter, definieren sich bewusst ausschließlich über das Kind und die Familie oder planen oft schon die nächste Schwangerschaft.

Die Nervenmütter tasten sich Tag für Tag in ihr altes Leben zurück, sind zunächst einmal dankbar, dass sie das erste Jahr ohne bleibenden Schaden und mit viel Liebe im Herzen überstanden haben. Ich habe damals den Unterschied zwischen den Mütterlagern am heftigsten empfunden in der Weise, wie der erste Geburtstag des Kindes zelebriert wird. Ich bin diesen Tag zwar feierlich aber auch unsentimental angegangen, so wie es für mich am besten war. Ich hatte ohnehin an jedem Tag in den letzten zwölf Monaten viel Arbeit und wollte mir an diesem Tag nicht zu viel zumuten.

Zumal das Baby es ja wirklich nicht mitbekommt, was ich veranstalte. Andere Mütter begingen diesen Tag wie einen Staatsakt, verschickten schriftliche Einladungen, überschütteten das Kind mit Geschenken, luden dessen sämtliche Babybekannte ein. Meistens ging der Schuss nach hinten los, die kleinen Menschen waren nach einer Stunde völlig überfordert mit sich selbst und den anderen Kindern, den vielen Fremden, dem Lärm.

An der Gestaltung des ersten Geburtstags zeigt sich oft schon, wie das Kind im weiteren Leben der Familie platziert sein wird: im absoluten Mittelpunkt, um den vor allem die Mutter kreist, oder als ein Teil des Ganzen. Hier tritt ein fundamentaler Wesensunterschied zwischen den Müttern zu Tage, der sich dann im Umgang mit der Jobfrage am polemischsten zeigt. Wenn nämlich in dieser vermeintlich waffenstillen Zeit am Horizont die Möglichkeit des Wiedereinstiegs in den Beruf aufscheint, dann wird der Mütterstreit öffentlich, politisch, persönlich. Dann geht es nicht mehr »nur« um solche banalen Rivalitäten wie die, wer den Kindergeburtstag am besten inszeniert.

Die Gretchenfragen lauten: »Arbeitest du schon?« Und: »Willst du wieder arbeiten?« An diesem Stoff entzünden sich die mütterlichen Geister. Auf dem Spielplatz, im Wartezimmer beim Kinderarzt, in den Medien. Am Ende geht es immer nur um eines: Stellt die Mutter, die spätestens nach einem Jahr wieder arbeiten will oder muss, ihr eigenes Ego in den Vordergrund? Ist das schädlich für das Kind? Dazu eine wahre Geschichte. Sie spielt in meiner persönlichen Schule des Lebens und Schreibens, auf einem Spielplatz. Eine Mutter, blond, groß, schlank, sehr gepflegt, zwei Kinder, trifft eine Bekannte, eine Freundin von mir."
Blick ins Buch

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