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E-Book

Die Mediatisierung der Alltagswelt

AutorMaren Hartmann, Andreas Hepp
VerlagVS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl319 Seiten
ISBN9783531920146
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis36,99 EUR
Der Kern des historischen wie gegenwärtigen Medien- und Kommunikationswandels ist weniger darin zu sehen, dass einzelne Medieninhalte eine ,Wirkung' auf Kultur und Gesellschaft haben. Vielmehr ist er darin zu sehen, dass unsere heutige Alltagswelt selbst zunehmend von Medien durchdrungen wird: Wir leben in einer mediatisierten Alltagswelt. Doch was heißt dies konkret? Und wie verändert sich unser Alltag mit seiner fortschreitenden Mediatisierung? Auf diese Fragen geben Beiträge von renommierten Autorinnen und Autoren ausgehend von Friedrich Krotz' Konzept der Mediatisierung eine Antwort.

Dr. Andreas Hepp ist Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienkultur und Kommunikationstheorie am ZeMKI, Fachbereich Kulturwissenschaften der Universität Bremen.

Dr. Maren Hartmann ist Professorin für Kommunikationssoziologie an der Universität der Künste, Berlin.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
I.Einleitung und Zueignung8
Mediatisierung als Metaprozess: Der analytische Zugang von Friedrich Krotz zur Mediatisierung der Alltagswelt9
1. Medien, Gesellschaft und Wandel: Zur Mediatisierung als Metaprozess9
2. Grenzgänge zur Kommunikations- und Medienwissenschaft:Der wissenschaftliche Werdegang von Friedrich Krotz14
3. Der Versuch, etwas zurückzugeben: Über dieses Buch18
Literatur18
II.Zugänge zur Mediatisierung21
Der Alltag der Mediatisierung: Eine Skizze zu den praxistheoretischen Herausforderungender Mediatisierung des kommunikativen Handelns22
1. Einleitung22
2. Mediatisierung in historischer Perspektive23
3. Der praxeological turn und seine Bedeutung für dasMediatisierungskonzept26
4. Zur Analyse des Alltags der Mediatisierung28
Literatur32
Mediatisierung als Mediation:Vom Normativen und Diskursiven34
1. Mediatisierung – Ein kurzer Überblick34
2. Ort & Zeit: Domestizierung36
3. Person: Mediator(in)?37
4. Domestizierte Mediatisierung: Der Diskurs39
5. Mediatisierte Domestizierung: Mediation42
Literatur45
Zum Wandel von Informationsrepertoires in konvergierendenMedienumgebungen47
1. Einleitung47
2. Begriffliche Klärungen49
3. Systematik medienvermittelten Informationsverhaltens50
4. Informationsrepertoires im gesellschaftlichen und biographischenWandel56
4.1 Veränderungen des Informationsverhaltens im gesellschaftlichen Wandel56
4.2 Veränderungen des Informationsverhaltens im biographischen Wandel58
5. Fazit60
Literatur61
Mediatisierung und Kulturwandel: Kulturelle Kontextfelder und die Prägkräfte der Medien63
1. Einleitung: Mediatisierung konzeptionalisieren63
2. Mediatisierung theoretisieren: Die ‚Prägkräfte der Medien‘64
2.1 Quantitative Aspekte der Mediatisierung65
2.2 Qualitative Aspekte von Mediatisierung66
3. Mediatisierung erforschen: Kulturelle Kontextfelder67
3.1 Soziale Dimension der Individualisierung70
3.2 Räumliche Dimension der Deterritorialisierung70
3.3 Zeitliche Dimension der Unmittelbarkeit71
4. Mediatisierung kontextualisieren: Zwei Beispiele74
4.1 Die Mediatisierung des katholischen Weltjugendtags74
4.2 Die Mediatisierung von Diasporas77
5. Mediatisierung reflektieren: Ein dialektischer Ansatz79
Literatur80
Mediatisierung und Medialisierung der Kultur83
1. Vorab83
2. Veränderung von Medien und Kultur83
3. ‚Mediatisierung‘ am Beispiel des Fernsehens85
4. Ein Blick zurück: Mediatisierungen vor dem Fernsehen89
5. Mediatisierung als kulturelle Umschichtung90
6. Ein Blick nach vorn: Mediatisierung als Digitalisierung92
7. Danach93
Literatur93
„Gott – es klingelt!“ – Studien zur Mediatisierung des öffentlichen Raums: Das Mobiltelefon95
1. Mediatisierung des öffentlichen Raums95
2. Medien und öffentliche Kommunikationsordnung: Eruptionen – Anpassungen – Normalisierungen96
3. Das Mobiltelefon im Kontext98
3.1 Bewegung und Mobile Kommunikation99
3.2 Verweilen und Mobile Kommunikation100
3.3 Privatheit und Distanzverhalten101
3.4 Aktivitätsmuster und Mobile Kommunikation102
4. Akustische Ökologie – Soundscapes und Mediatisierung103
5. Schlussbemerkungen: Empirische und theoretische Konsequenzen105
Literatur106
Variationen des Selbstverständnisses: Das Fernsehen als Schauplatz der Formung sozialer Identität109
1. Das Fernsehen als Instanz der Sinnproduktion109
2. Das Fernsehen als Instanz der Identitätsbildung111
3. Beispiel: Germany’s Next Topmodel113
4. Resümee122
Literatur122
Anhang: Transkriptionssystem123
„Vertrauen“ in den Medien und im Alltag125
1. Zur Methodologie125
2. „Vertrauen“ in den Medien127
2.1 Galerie der Bösewichte127
2.2 Die Gutmenschen130
2.3 Die Verdinglichung des Vertrauens134
2.4 Die „vertrauensbildenden Maßnahmen“136
2.5 Gemeinsamkeit der Darstellung von „Vertrauen“ in den Medien139
3. Vertrauen im Alltagsverständnis140
3.1 Zur Methode140
3.2 Der natürliche Prozess der Vertrauensbildung (Zusammenfassung)140
4. Vergleich von Vertrauen im Alltag und in den Medien141
4.1 Neuordnung der Ergebnisse141
4.2 Entwicklung einer übergreifenden Theorie?143
Literatur144
Mediatisierung und transkulturelle Öffentlichkeiten: Die Aneignung des Politischen im Kontext multi-lokaler und mobiler Lebenswelten145
1. Einleitung145
2. Mediatisierung, Globalisierung, Wandel von Lebenswelten146
3. Transkulturelle Öffentlichkeiten: Ein pragmatischer Ansatz150
4. Zur Aneignung des Politischen im Kontext multi-lokaler und mobiler Lebenswelten: Forschungsperspektiven154
Literatur158
Fremde Freunde im Netz? Selbstpräsentation und Beziehungswahl auf Social Network Sites – ein Vergleich von Facebook.com und Festzeit.ch161
1. Einleitung161
2. Facebook.com: (Bilder-)Kommunikation unter der Regie der Technik162
2.1 Technische Selektionsmechanismen164
2.2 Freundeslisten167
3. Festzeit.ch: (Bilder-)Kommunikation unter der Regie der User169
3.1 Bildertausch nach einer Klassenfahrt173
3.2 Den Cliquen-Klatsch aufleben lassen174
3.3 Extremsituation: Todesfall eines Schülers175
4. Schluss177
Literatur179
Medien als soziale Zeitgeber im Alltag: Ein Beitrag zur kultursoziologischen Wirkungsforschung181
1. Kommunikationswissenschaft und Zeittheorie181
2. Zeitkultur, Medienkultur und die Rolle der sozialen Zeitgeber185
3. Medien als soziale Zeitgeber188
Literatur190
Lebens-Herausforderungen: Medienumgang und Lebensaufgaben. Was muss kommunikationswissenschaftliche Forschung leisten?193
1. Ausgangslage: Neue Herausforderungen an die Kommunikationswissenschaft193
2. Lebenswelt – alltägliche Lebensführung194
3. Identität(en) im Kontext von Entwicklungsaufgaben und Life-Span-Theory195
4. Veränderungen im Lebenslauf – spezielle Wünsche an Medien199
5. Medienumgang im Kontext veränderter Lebensumstände: Was muss kommunikationswissenschaftliche Forschung leisten?202
Literatur205
Mediatisierung von Alltag im NS-Deutschland: Herbert Bayers Bildsprache für die Propagandaausstellungendes Reiches208
1. Die Trilogie der Propagandaschauen als Medienereignisse210
1.1 Ausstellung ‚Deutsches Volk, deutsche Arbeit‘212
1.2 Ausstellung ‚Das Wunder des Lebens‘213
1.3 Ausstellung ‚Deutschland‘214
1.4 Zwischenergebnis: Mediatisierter Alltag in der Ausstellungs-Trilogie214
2. Zur Mediatisierung von Alltag in Herbert Bayers Publikationen215
2.1 „Germanisches Blut- und Kulturerbe“ (‚Deutsches Volk, deutsche Arbeit‘)218
2.2 „Familie: Zelle des Volkes & Erbgutwahrerin“ (‚Das Wunder des Lebens‘)219
2.3 „Das kräftige Aroma des wirklichen Lebens“ (‚Deutschland‘)221
3. Nur ein „interessantes Buch“? Ein Fazit222
Literatur226
Mediatisierung und der Wandel von Sozialisation: Die Bedeutung des Mobiltelefons für Beziehungen, Identitätund Alltag im Jugendalter228
1. Einleitung228
2. Sozialisation mit digitalen Medien229
2.1 Gesellschaftliche und soziale Kontexte229
2.2 Kommunikative Praktiken231
2.3 Ressourcen und Risiken233
3. „Zwei Wochen ohne Handy“: Ergebnisse einer qualitativen Intervention234
3.1 Beziehungsrelevante Praktiken234
3.2 Identitätsbezogene Praktiken235
3.3 Alltagsstrukturierende Praktiken236
4. Schlussfolgerungen237
Literatur238
Sozialisation, Medienaneignung und Medienkompetenz in der mediatisierten Gesellschaft240
1. Mediatisierung: Ein theoretischer Zugang zum Zusammenhang von Medien- und Gesellschaftswandel242
2. Das Konzept der Mediatisierung in der Medienpädagogik243
3. Die Bedeutung produktiven Medienhandelns für Medienaneignung und Sozialisation244
4. Medienkompetenz: Auch in der mediatisierten Gesellschaft Zieldimension der Medienpädagogik248
Literatur250
Intellektuelle und Kritik in Medienkulturen252
1. Zum Verständnis des Intellektuellen255
2. Strukturen und Modi von Kritik258
3. Medienkultur und Mediatisierung: Kontexte intellektueller Subjekte und Praktiken261
4. Intellektuelle und Kritik in Medienkulturen264
Literatur266
Überlegungen zu Konsequenzen der Alltagsmediatisierung für die künstlerische Ausbildung an einer Filmhochschule269
1. Grundannahmen der Mediatisierung269
2. Digitalisierung als künstlerische, technologische und wissenschaftliche Herausforderung272
3. Digitalisierung und Heimat275
Literatur276
Mediatisierung und Medienentwicklungsforschung: Perspektiven für eine gesellschaftswissenschaftliche Medienkommunikationswissenschaft277
1. Die quantitative und qualitative Zunahme medialer Kommunikation (Mediatisierung) als Metaprozess sozialen Wandels277
2. Die Mediatisierung kommunikativen Handelns als Differenzierung und Rationalisierung im Sinne einer Abkopplung von der Lebenswelt279
3. Medienentwicklungsforschung im Metaprozess der Mediatisierung als Beitrag einer gesellschaftswissenschaftlichen Medienkommunikationswissenschaft284
Literatur290
III.Anhang293
Friedrich Krotz: Bibliographie294
Bücher/Monographien294
Beiträge in Sammelbänden295
Beiträge in wissenschaftlichen Fachzeitschriften302
Beiträge in Nachschlagewerken303
Beiträge in anderen Schriften und Periodika304
Rezensionen306
Über die Autorinnen und Autoren308
Stichwortverzeichnis313

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