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Die Modifikation des Wertgesetzes in der Zirkulationssphäre

Dargestellt anhand der ökonomischen Literatur des 19. Jahrhunderts

AutorGünther Schreiner
Verlagdiplom.de
Erscheinungsjahr2015
Seitenanzahl134 Seiten
ISBN9783842818781
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis38,00 EUR
'Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine 'ungeheure Warenansammlung', die einzelne Ware als seine Elementarform Unsere Untersuchung beginnt daher mit der Analyse der Ware.' Mit diesen Sätzen eröffnet Marx die Analyse der bürgerlichen Gesellschaft in seinem Hauptwerk. Er beginnt nicht mit der Untersuchung von anderen Erscheinungsformen wie dem bürgerlichen Staat, dem Grundeigentum, der Familie etc., sondern zielbewußt mit der Ware. Durch diesen Anfang wird am Marxschen 'Spätwerk die erste Kontur einer strukturellen Darstellung sichtbar, die nicht weniger besagen soll, als daß für Marx die Ware die Keimform der bürgerlichen Gesellschaft ist, daß sie die Basis dieser Gesellschaftsformation abgibt. In den 'Randglossen zu Adolph Wagners Lehrbuch der politischen Ökonomie' verweist Marx die Untersuchung des Gebrauchswerts in den Bereich der Warenkunde, die nur am Rande mit der politischen Ökonomie als Gesellschaftstheorie etwas zu tun hat. Deshalb wollen wir bei der Untersuchung von Geld und Kredit zuerst die einfachen Kategorien bei Marx nachzeichnen und mit der 'Einfachen Warenzirkulation' beginnen, wo die Kategorien des Äquivalententausches in ihrem dialektischen Wechselverhältnis logisch aneinandergefügt werden. Die 'Einfache Warenzirkulation' setzt zwar das Kapitalverhältnis voraus, nimmt aber in der logischen Abfolge keine Rücksicht auf die historische Herausbildung bürgerlicher Produktionsverhältnisse. Im zweiten Abschnitt entwickeln wir die verschiedenen Kreisläufe der einzelnen Kapitalformen und begnügen uns mit dem Hinweis auf die Existenz des Proletariats, was zur unabdingbaren Voraussetzung bürgerlicher Produktionsverhältnisse wird. Die solchermaßen entwickelten Kategorien ermöglichen uns die weitere Untersuchung der Zirkulationssphäre, wo auf der einen Seite die Marxsche Werttheorie mit den verschiedenen Zirkulationsmitteln konfrontiert wird und auf der anderen Seite der Zusammenhang zwischen Zirkulationsmittel und fungierendem Kapital erfaßt werden soll, was noch dadurch erschwert wird, weil die Werttheorie nicht mehr materialisiert an bestimmte Metallumlaufsmittel festzumachen ist, sondern eine Modifikation durch die jeweilige Währungsverfassung eintritt. Dabei erweist es sich als notwendig, auch auf die Geschäftstätigkeit der Banken einzugehen, die unter diesen Bedingungen zur Schaltzentrale der Anhäufung von Geldkapital und damit potentiellem Kapital werden [...].

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