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E-Book

Die Natur von Realität

Das Leben als interaktiver Prozess des Erschaffens

AutorClaus Rothenbücher
Verlagtao.de
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl236 Seiten
ISBN9783960512370
FormatePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis19,99 EUR
Für die Art, wie wir uns selbst definieren, benötigen wir ein neues Paradigma. Denn das bisherige ist, wie eine ganze Fülle von (empirisch-) wissenschaftlichen Erkenntnissen zeigt, überholt. Wir sind keine Opfer von Umständen und auch keine passiven Zuschauer einer sich unabhängig von uns abspielenden Realität. Vielmehr sind wir aktive Teilnehmer, wir erschaffen Realität durch unser Sein. Realität ist formbar. Jedoch genügt es nicht, einfach nur positiv zu denken oder bestimmte Luxusgüter zu visualisieren, da wir uns hiermit stets auf der Ego-Ebene des Alltagsbewusstseins bewegen - wir müssen mit Hilfe bestimmter Ansätze und Techniken subtilere Ebenen unseres Bewusstseins beachten, um fundamentale, nachhaltige Verbesserungen zu erreichen. Im vorliegenden Buch wird eine Vielzahl von Aspekten zu einer quantenphysikalischen Sichtweise zusammengeführt, die dem Leser eine Darlegung dessen liefert, wie Realität 'funktioniert'. Das Buch lädt dazu ein, nicht zu resignieren, wenn man unzufrieden ist, sondern sich in einem gesunden, vorwärtsgerichteten Optimismus auf positive Dinge zu fokussieren. Denn alles ist in Frequenzen schwingende Energie, und wir ziehen genau das an, was wir im Innersten denken und fühlen. Wir sind wie ein Radio, das sich auf den richtigen Sender einstellen muss. Um genau dies zu lernen, ist das Buch eine ideale Hilfe.

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Leseprobe

2.3. Neuropeptide und Wahrnehmung

Eine hohe Anzahl von Neuropeptid-Rezeptoren ist nach Pert (2007) überall dort anzutreffen, wo Informationen über die fünf Sinne auf das Nervensystem treffen. Alle Neuropeptide können dort andokken und Informationen verarbeiten sowie auf eine bestimmte Art gewichten, so dass spezielle neurophysiologische Veränderungen resultieren. Es werden also in Abhängigkeit davon, welches Neuropeptid an einen Rezeptor andockt, bestimmte Empfindungen für z. B. Hunger ausgelöst, modifiziert, aus dem Alltagsbewusstsein entfernt oder aber sehr hoch priorisiert.

2.3.1. Neuropeptide und die Außenwelt

Wie wir unsere Außenwelt wahrnehmen, „wird in sensorischen Schaltstationen gefiltert, die reich an Peptidrezeptoren sind und alle ihre eigene emotionale Schattierung haben.“ (Pert, 2007) Die Rezeptoren sind aber veränderlich – was letztendlich heißt, dass immer eine Möglichkeit der Veränderung besteht. Gefühle regulieren, was wir als Wirklichkeit erleben. Die Entscheidung, inwiefern unser Gehirn Dinge ausfiltert, hängt von den Signalen ab, welche die Peptide an die Rezeptoren geben.

Interne oder externe Ereignisse beeinflussen unsere Gefühle, wie Gross und Munoz (1995) zeigen konnten. Ein biologisches „Emotions-Programm“ startet, das Gefühle erzeugt, und zwar in der Ausprägung, wie das Ereignis wahrgenommen wurde. Durch die Gefühle werden unser Verhalten und auch physiologische Aspekte beeinflusst.

2.3.2. Äußere Einflüsse und ihre Wirkung auf die DNA

Bauer (2006) argumentiert, dass Signale, die wir von unserer äußeren Umgebung aufnehmen, auch unsere DNA beeinflussen. Den Mechanismus beschreibt Dispenza (2007): Neuropeptide senden über Rezeptoren ein Signal an die DNA der Zelle. Sie leiten die Zelle an, Teile ihrer DNA zu aktivieren und Proteine zu erzeugen, und zwar gemäß den Anweisungen aus den neuronalen Netzen. Wenn diese Anweisungen immer und immer wieder dieselben emotionalen Zustände sind, beginnt die DNA irgendwann, nicht mehr richtig zu funktionieren: Da aufgrund identischer Anweisungen immer dieselben Teile der DNA aktiviert werden, nimmt die Qualität der hergestellten Proteine sukzessive ab. Werden nun „schlechtere“ Proteine hergestellt, nutzt sich der Körper im Lauf der Zeit (schneller) ab. Dies geschieht auch allmählich beim Prozess des Alterns.

Wenn den Zellen beständig dieselben Befehle gegeben werden, da aufgrund derselben Gefühlslagen identische Neuropeptide freigesetzt werden, fehlen neue Befehle, um andere Teile der DNA zu aktivieren (Dispenza, 2007).

2.3.3. Epigenetik

Bestimmte Proteine des Körpers dienen als sog. epigenetische Marker, welche als „Schalter“ auf der DNA sitzen und dort einzelne DNA-Teile aktivieren oder deaktivieren. Dies geschieht ein Leben lang, daher verfügen die Gene über eine kontinuierliche Plastizität. Eltern geben epigenetische Signale an ihre Kinder weiter, und nicht nur die Eltern – epigenetische Signale werden auch von weiter zurückliegenden Generationen weitergegeben und v. a. aus der jeweiligen Umgebung heraus moderiert.

Es gibt neben dem genetischen also auch einen epigenetischen Code, der „von Umwelteinflüssen oder etwa der Nahrung beeinflusst werden kann. Damit wurde erstmals ein Mechanismus erkannt, der beschreibt, wie zum Beispiel der individuelle Lebensstil und das Verhalten, auch erlerntes Verhalten, eines Menschen oder Umweltanpassungen eines Organismus über das Epigenom auf das Genom durchgreift und zudem über mehrere Generationen vererbbar werden kann.“ (Volkamer, 2009) Die Umwelteinflüsse umfassen nach Volkamer (2009) auch die Psyche und morphische Felder.

Ein morphisches oder morphogenetisches Feld ist, wie von Sheldrake (2006) vorgeschlagen, für die Formgebung jeglicher Art von Strukturen in Biologie, Chemie und Physik verantwortlich. „Diese Felder enthalten gewissermaßen unsichtbare Pläne oder Blaupausen für die verschiedenen Organe und für den Organismus als Ganzen. In mathematischen Modellen von morphogenetischen Feldern werden die Ziele des morphogenetischen Prozesses als Attraktoren dargestellt. Diese Attraktoren […] ziehen den sich entwickelnden Organismus zu den Entwicklungszielen hin. Die Entwicklung einer Maus wird von Mausfeldern, die Entwicklung einer Kiefer wird von Kieferfeldern gestaltet.“ (Sheldrake, 2006)

Darüber hinaus verfügen morphische Felder aufgrund ihrer Unabhängigkeit von Raum und Zeit über ein immanentes Gedächtnis, mit dessen Hilfe jedes Individuum aufgrund von Resonanz auf ähnliche Aktivitätsmuster zurückgreift und gleichzeitig zur Entwicklung des entsprechenden Feldes beiträgt. Dies bezieht sich auf Verhalten (soziale Gruppen, Vogelschwärme usw.) sowie Wahrnehmungen und geistige Prozesse. Auch auf molekularer Ebene sind morphische Felder wirksam. Sie können aufgrund ihrer Eigenschaften als Quantenfelder angesehen werden (Gegenstand von Teil II.). Die genaue Funktionsweise morphischer Felder ist, wie Sheldrake (2006) beschreibt, nicht gänzlich bekannt, jedoch bestehen experimentelle Nachweise solcher Felder.

Die epigenetischen Aspekte zeigen uns, dass wir nicht „Opfer“ unserer Gene sind. Die Gene kontrollieren uns also nicht, sondern sie reagieren auf Anforderungen und Umstände der äußeren Umwelt, so wie wir sie wahrnehmen. Das bedeutet, unsere Wahrnehmung bestimmt letztendlich die Gene. „When a gene product is needed, a signal from its environment, not an emergent property of the gene itself, activates expression of that gene.“ (Lipton, 2005) Jede Zelle enthält DNA, aber es werden immer nur die Teile aktiviert, die gerade benötigt werden. Dies ergibt sich daraus, wie wir unsere Umgebung wahrnehmen. Unsere Glaubenssysteme sind also weit einflussreicher, als wir bisher dachten.

Dies kann sehr anschaulich am Placebo-Effekt beobachtet werden. In Studien zur Wirksamkeit von Medikamenten muss sich der zur Disposition stehende Wirkstoff immer gegen ein Placebo (i. d. R. eine Zuckertablette) behaupten, wobei laut Lipton (2005) viele Medikamente nicht besser als das Placebo wirken. Weitere von Lipton (2005) zitierte Untersuchungen gehen davon aus, dass beispielsweise 80 % der Wirksamkeit antidepressiver Medikamente auf den Placebo-Effekt zurückzuführen sein könnten. Der Placebo-Effekt reicht aber noch weiter: In einer Studie ist gezeigt worden, dass Patienten, die aufgrund entzündlicher Prozesse im Knie eine bestimmte Operation erhielten, im gleichen Maß gesund werden wie Patienten, an denen die Operation nur „gestellt“ wurde. Letztere Patienten wurden ebenfalls sediert, nur wurden bei ihnen lediglich die für den Eingriff notwendigen Schnitte gemacht und anschließend wieder zugenäht. Der Operateur hat auch in diesen Fällen gesprochen und gehandelt, als würde er die Operation tatsächlich durchführen – die Patienten mit der „Placebo-OP“ hinterher genau so gesund (Lipton, 2005).

Ebenso wichtig wie der Placebo-Effekt ist der Nocebo-Effekt: Wenn negative Gedanken oder Glaubenssysteme vorherrschen, kann dies den Körper krank machen (Lipton, 2005).

2.4. Psychoneuroimmunologie

2.4.1. Einführung

Jeder Teil des Immunsystems ist, wie bereits erläutert, durch die Sprache von Neuropeptiden mit dem Gehirn verbunden. Diese docken an bestimmten Zell-Rezeptoren an und beeinflussen so das Immunsystem. Der Hypothalamus (und ein Stück weit auch die Amygdala), die, wie oben beschrieben, Emotionen regulieren, sind 40mal stärker als andere Gehirnbereiche mit Neuropeptiden besetzt. Werden diese ausgeschüttet, beeinflusst dies den Körper, das Verhalten, die Aktivität und Anzahl von Immunzellen, insbesondere der Lymphozyten. Da die Reaktion auf Stressoren hier eine Rolle spielt, hängt die Immunreaktion von Stress ab. Zwar kann kurzfristiger Stress die Immunaktivität verbessern, jedoch ist längerfristiger Stress für das Immunsystem ungünstig (de Kooker, 2008).

2.4.2. Stress

Hierbei ist nicht nur psychologischer oder verhaltensbedingter Stress gemeint, physiologischer Stress spielt eine ebenso wichtige Rolle. Wenn dieser das Immunsystem beeinflusst, führt es nach de Kooker (2008) über eine Stressreaktion im zentralen Nervensystem zu einer Reaktion im Gehirn, die unabhängig von der Stressursache (z. B. Infektion oder stressinduzierender Stimulus) identisch ist.

Pert (1988) beschreibt, dass Neuropeptide insbesondere an Rezeptoren von Monozyten andocken. Dies sind Zellen, welche als Teil des Immunsystems im ganzen Körper unterwegs sind. So geben sie diesen Zellen verschiedene Signale und kontrollieren sogar deren Migration innerhalb des Körpers. Monozyten stellen auch selbst Neuropeptide her, und zwar genau dieselben, die im Gehirn zum Kontrollieren von Emotionen hergestellt werden.

Dass Stress, wie von Shi et al. (2003) gezeigt, die...

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