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E-Book

Die neue Völkerwanderung

Wer Europa bewahren will, muss Afrika retten

AutorPrinz Asfa-Wossen Asserate
VerlagUllstein
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl224 Seiten
ISBN9783843714563
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis9,99 EUR
Die aktuelle Flüchtlingskrise ist vor allem den Ereignissen im Nahen Osten geschuldet. Dabei gerät eine langfristig viel bedrohlichere Entwicklung aus dem Blick: die Völkerwanderung Zehntausender Afrikaner nach Europa. Prinz Asfa-Wossen Asserate, einer der besten Kenner des afrikanischen Kontinents, beschreibt die Ursachen dieser Massenflucht und appelliert an die europäischen Staaten, ihre Afrikapolitik grundlegend zu ändern. Andernfalls werden es bald nicht Tausende, sondern Millionen von Flüchtlingen sein, werde diese größte Herausforderung Europas im 21. Jahrhundert in einer Katastrophe enden - für Afrika und Europa.
Als langjähriger Afrika-Berater deutscher Unternehmen kennt Prinz Asserate die Missstände genau. Durch westliche Handelsbarrieren und Agrarprotektionen verliert Afrika jährlich das Doppelte dessen, was es an Entwicklungshilfe erhält. Zudem werden Gewaltherrscher hofiert. Gerade diejenigen, die der Kontinent für seine Entwicklung dringend braucht, kehren ihrer Heimat den Rücken und verschlimmern so die Situation vor Ort. Europa, so Asserate, muss Afrika als Partner behandeln und gezielt diejenigen Staaten unterstützen, die demokratische Strukturen aufbauen und in ihre Jugend investieren. Nur so kann es gelingen, den fluchtbereiten Afrikanern eine menschenwürdige Zukunft auf ihrem Kontinent zu ermöglichen.

Asfa-Wossen Asserate, geboren 1948 in Addis Abeba, lebt seit den 1970er Jahren als Unternehmensberater und Autor in Frankfurt/ Main. Er ist Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers Haile Selassie, Urenkel der Kaiserin Menen II. und Sohn des ehemaligen Gouverneurs und Vizekönigs von Eritrea. Sein 2003 erschienenes Buch Manieren wurde zum Bestseller.

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Leseprobe

Kapitel 2


Das Erbe des Kolonialismus

»In ihrem Innern sind Afrika und Europa sich so unähnlich wie Elefant und Ameise«, schrieb der aus Somalia stammende Schriftsteller Nuruddin Farah.26 Afrika mit seinen 30,3 Millionen Quadratkilometern ist nach Asien der zweitgrößte Kontinent der Erde. Er ist doppelt so groß wie Indien und China zusammengenommen, und Europa fände zehnmal Platz darin. Afrika beherbergt heute etwa 16 Prozent der Weltbevölkerung – rund 1,2 Milliarden Menschen. Vor hundert Jahren waren es gerade einmal 120 bis 130 Millionen. Es gibt in den 54 Staaten Afrikas von heute Tausende verschiedener Ethnien, es gibt zweitausend Sprachen, die unterschiedlichsten Kulturen und viele verschiedene Religionen. Europa dagegen ist der zweitkleinste Kontinent. Er umfasst heute mit 740 Millionen Menschen rund zehn Prozent der Weltbevölkerung und verfügt doch nur über sechzig Sprachen. Das ist lediglich eine Momentaufnahme, denn nach den Erwartungen der Bevölkerungswissenschaftler wird das Verhältnis schon bald ganz anders aussehen: Im Jahr 2100, so die Prognosen, wird Europas Bevölkerung auf 650 Millionen geschrumpft sein, während Afrikas Bevölkerung fast um das Vierfache auf 4,4 Milliarden Menschen wächst. In Europa werden dann nur noch sechs Prozent der Weltbevölkerung leben, in Afrika 39 Prozent.27

Die Geschichte der Beziehungen zwischen Afrika und Europa ist lang. Zwei Jahrtausende war Afrika für Europa der »Kontinent des Abenteuers«. Seine Bewohner waren wahlweise »Primitive«, »Kannibalen« oder »edle Wilde«. Der Schriftsteller Rudyard Kipling sah die Europäer als Parade marschierender Stiefel, die über Afrika hinwegstampfen: »Foot – foot – foot – foot – sloggin’ over Africa / Boots – boots – boots – boots – movin’ up an’ down again!«28 Dass der riesige Erdteil Afrika über Jahrhunderte hinweg eine so geringe Bevölkerungszahl hatte, dafür ist nicht zuletzt Europa verantwortlich. Die europäischen Kolonialisten brachten den Afrikanern neue Krankheiten, gegen die sie keine Immunkräfte entwickeln konnten, wie etwa die Pocken, die Masern und die Cholera. In den Jahrhunderten des transatlantischen Sklavenhandels, vom 15. bis zum 19. Jahrhundert, legten arabische und europäische Sklavenhändler viele Millionen Afrikaner in Ketten und zwangen sie, ihren Kontinent zu verlassen.

Den Europäern verdankt Afrika sogar seinen Namen. Im Jahr 146 v. Chr. eroberten die Römer die Stadt Karthago, in der Nähe des heutigen Tunis, und wenig später gründeten sie dort die Provinz Africa. Deren Bewohner bezeichneten die Römer als Afra, nach dem Volk, das sie dort vorfanden. Die Afri, glauben Forscher heute, waren ein Berberstamm, der am Fluss Bagradas im heutigen Tunesien lebte. Im Lauf der Zeit wurde der Provinzname Africa von den Römern zuerst auf Nordafrika und schließlich auf den ganzen Erdteil ausgedehnt. Und während die Europäer den Kontinent, ohne zu differenzieren, als eine Einheit sahen, galt das für dessen Bewohner über die Jahrhunderte hinweg keineswegs. Sie identifizierten sich vor allem mit ihren Familien, Clans, Ethnien und Sprachgemeinschaften.

Europas »Schwarzer Kontinent«


Die Europäer wussten lange Zeit recht wenig über den afrikanischen Kontinent, und sie interessierten sich kaum für ihn – was sicherlich auch mit dessen Größe zu tun hat. Den Europäern der Antike und des Mittelalters war überhaupt nur ein Teil Afrikas bekannt. Für die Römer endete aethiopia, das Land der »gebrannten Gesichter«, am zweiten Katarakt des Nils. Für die Europäer des Mittelalters wiederum markierte Kap Bojador an der Nordwestküste das Ende der Welt. Die Portugiesen waren die ersten Europäer, die an der Westküste Afrikas ankamen. 1487 »entdeckte« Bartolomeu Dias die Südspitze Afrikas und gab ihr den Namen »Kap der Stürme«. Zehn Jahre darauf, um die Jahreswende 1497/98, umrundete es Vasco da Gama und benannte es in »Kap der Guten Hoffnung« um. Er segelte die afrikanische Küste hinauf bis nach Kenia; sein Ziel war es, den südlichen Seeweg nach Indien zu finden.

Es sollte noch mehr als 150 Jahre dauern, bis die Niederländer als erste europäische Nation eine ständige Niederlassung in Afrika gründeten. Am Kap der Guten Hoffnung entstand 1652 eine Versorgungsstation für die Schiffe der Niederländischen Ostindienkompagnie, die dort ihre Vorräte auffüllen konnten. Das Vordringen ins Innere des Kontinents war mühsam. Die Vegetation schien undurchdringlich und voller Insekten, die unbekannte Krankheiten übertrugen. Afrika war für die Europäer der »Schwarze Kontinent«, wobei das Attribut »schwarz« sowohl für das Unbekannte wie für die Hautfarbe der dort lebenden Bewohner stand. Dabei waren und sind bekanntlich nicht alle Afrikaner dunkelhäutig, viele Nordafrikaner und auch Südafrikaner haben eine helle Haut. Und schließlich sind auch die Vorfahren der »weißen« Europäer dunkelhäutig. Erst vor rund 6000 Jahren »verblasste« die europäische Bevölkerung.

Alle europäischen Nationen, die nach Afrika vordrangen, waren fest davon überzeugt, dass sie die Zivilisation mit sich brächten. Sie konnten und wollten sich nicht vorstellen, dass es in Afrika hochstehende Zivilisationen gab. Aber es kursierte im europäischen Mittelalter die Legende, dass sich irgendwo in Afrika ein großes und mächtiges christliches Reich befinde, das von dem Priester Johannes regiert werde. Um das Jahr 1160 soll jener legendäre Priesterkönig, der »König der Könige an den Grenzen der Welt«, dem Herrscher von Byzanz einen Brief geschrieben haben, in dem er die Vorzüge seines Reiches beschrieb. Zweiundsiebzig Könige seien ihm tributpflichtig und er befehlige ein mächtiges Heer. Sein Palast sei von einmaliger Pracht: die Wände und Fußböden aus Onyx, die Esstische aus Gold und Amethyst. Seine Schlafkammer sei mit wunderbaren Goldarbeiten und Edelsteinen geschmückt, das Bett ganz aus Saphir gefertigt. Die berühmte Weltkarte des spanischen Seefahrers Juan de la Cosa von 1500 zeigt das angebliche Reich des Priesterkönigs nördlich von Äthiopien, westlich des Nils.

Afrikanische Reiche


Von jenem legendären Priesterkönig erhofften sich die Europäer Beistand in ihren Kreuzzügen gegen den Islam. Dass es in Äthiopien tatsächlich ein großes christliches Reich gab, überstieg ihre Vorstellungskräfte. Bereits um das Jahr 350 n. Chr. hatte König Ezana das Christentum als offizielle Religion seines Reiches Aksum bestimmt. Das Königreich, das Teile des heutigen Äthiopiens, Eritreas, des Sudan und des Jemen umfasste, bestand bis Anfang des 9. Jahrhunderts. Die Ausbreitung des Islams führte schließlich zu seinem Niedergang. Auch in anderen Teilen Afrikas gab es hochentwickelte Gesellschaften und Königreiche, die über Jahrhunderte Bestand hatten und den europäischen der damaligen Zeit nicht nachstanden. Das Kaiserreich Mali, das sich vom 13. bis zum 17. Jahrhundert über weite Teile Westafrikas erstreckte, war damals nach dem Mongolenreich das zweitgrößte der Welt. Über ein halbes Jahrtausend bestand das föderal gegliederte Königreich Wolof auf dem Territorium des heutigen Senegal und Gambia, bevor es im Jahr 1890 seine Unabhängigkeit verlor und Teil des Kolonialreiches »Französisch-Westafrika« wurde. Das westafrikanische Ashanti-Reich währte über zweihundert Jahre, von 1680 bis 1896, bis es die Briten eroberten. Es umfasste auf dem Höhepunkt seiner Macht das gesamte Gebiet der heutigen Republik Ghana.

Das Territorium der heutigen Demokratischen Republik Kongo bildete vom 16. bis zum 19. Jahrhundert das Königreich Luba. Dort teilten sich der König, genannt Mulopwe, und ein Rat von Adeligen, genannt Bamfumus, die Macht. Die Kunst stand im Reich Luba in hohem Ansehen, wovon die berühmten Holzstatuen des Meisters von Buli zeugen. Im Dezember 2010 wurde eine von ihnen vom Auktionshaus Sotheby’s in Paris für 4,8 Millionen Euro versteigert.29 Beeindruckende Zeugnisse hochstehender Kulturen finden sich überall in Afrika: die jahrtausendealten Pyramiden von Memphis und die nubischen Denkmäler von Abu Simbel; die uralten Stelen von Axum, wo sich auch die älteste Kirche Äthiopiens, Maria Zion, befindet (in der nach alter Überlieferung der äthiopischen Kirche die Bundeslade aufbewahrt wird); die Steinkreise von Wassu in Gambia aus dem 8. Jahrhundert; die monumentalen Felsenkirchen im äthiopischen Lalibela, um 1250 als Monolithen aus der Felsformation herausgearbeitet; die Lehmmoscheen von Timbuktu aus dem 14. und 15. Jahrhundert; die Königspaläste von Abomey in Benin und vieles mehr. Bedeutende Felsmalereien, die teilweise bis zu 2500 Jahre zurückreichen, finden sich etwa im Tassili n’Ajjer in Algerien, im libyschen Tadrart Acacus, in Tsodlio (Botswana) und Chongoni (Malawi). Sie alle stehen heute auf der UNESCO-Welterbeliste.

Dafür – für die afrikanischen Zivilisationen, ihre Gesellschaften, ihre kulturellen Schöpfungen, ihre Sprachen – waren die europäischen Kolonialisten blind. Sie hielten die Afrikaner für »nackte Wilde« und »Barbaren«, stehengeblieben auf dem Urzustand der Menschheit, ohne eigene Kultur und Geschichte. Es fehlte ihnen auch das Verständnis für das gemeinschaftsorientierte Denken der Afrikaner, das man heute üblicherweise mit dem aus der Sprache der Zulu und Xhosa stammenden Begriff Ubuntu umfasst: Man sah (und sieht) sich als ein Teil eines Ganzen. Es gab keine festen Grenzen zwischen den Reichen, Dörfern und Gemeinschaften wie in Europa. Treuepflichten herrschten gegenüber Familien, Clans, Anführern und dem Rat der Ältesten, nicht aber...

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