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Die positiven ökonomischen Effekte informeller Politiken am Beispiel Indonesien

AutorJannina Wielke
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2012
Seitenanzahl16 Seiten
ISBN9783656227441
FormatePUB/PDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis7,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Südasien, Note: 1,0, Universität Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: In vielen Staaten der Welt ist es in den vergangenen Jahrzehnten zu einer verstärkten (privat-)wirtschaftlichen Aktivität militärischer Stellen gekommen. Dieses, in der einschlägigen Fachliteratur 'Military Business' oder kurz 'MILBUS' genannte, Phänomen ist dabei keineswegs neu. Vielmehr lässt sich über mehrere Jahrhunderte beobachten, dass sich bewaffnete Kräfte aus einer Vielzahl von legalen oder illegalen Einnahmequellen finanzieren mussten. So war es lange Zeit nicht unüblich, dass Regierungen Kaperbriefe o. ä. an Söldner ausstellten und sich den Gewinn dann mit ihnen teilten. Diese Methoden sind zwar mit den heutigen Formen von MILBUS nicht mehr zu vergleichen, jedoch spiegeln sie sich 'in the modern day practice of such countries as Zimbabwe and Indonesia, where the armed forces are expected to finance at least a part of their operations from private funds accumulated in various business ventures' durchaus wider. Obwohl sich die Rolle des Militärs in Indonesien seit dem Sturz Suhartos wandelt, stellt es noch immer einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor dar. Dabei wurde die Existenz von MILBUS noch bis vor wenigen Jahren von der Bevölkerungsmehrheit als durchaus notwendig und legitim angesehen. Gegenstand dieser Arbeit ist die Rolle des indonesischen Militärs als wirtschaftlicher Akteur und deren Auswirkungen auf Indonesiens wirtschaftliche Entwicklung. Bereits im Zuge der Asienkrise zeichneten sich massive wirtschaftliche Belastungen für Indonesien ab, welche sich dann schnell als die bis dahin schwerste Wirtschaftskrise des Landes erwiesen. Diese Krise hatte ihre Ursachen natürlich nicht alleine in den wirtschaftlichen Verflechtungen des Militärs. Es wird jedoch oftmals argumentiert, dass sog. Rent-Seeking-Societies durch ein künstlich zugunsten des Staates, bzw. der führenden Kräfte aufrechterhaltenes Ungleichgewicht zwischen den wirtschaftlichen Akteuren neben Korruption auch zu negativen Handelsbilanzen und der Überbewertung der eigenen Währung führen. Dies würde letztlich zu einem wirtschaftlichen Schwund und zu Misswirtschaft führen. Ob Indonesien unter Suharto tatsächlich eine Rent-Seeking-Society gewesen ist, kann dahingestellt bleiben. Jedenfalls weist es sicherlich Merkmale einer solchen auf.

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