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Die Problematik und die Möglichkeiten der höfisch-humanistischen vita mixta am Beispiel Ulrichs von Hutten

AutorMaria Urbanek
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2017
Seitenanzahl19 Seiten
ISBN9783668524804
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis12,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Biografie Ulrichs von Hutten (1488-1532) lässt sich kaum ohne anfängliche Irritation lesen - zumindest nicht wenn man mit dem Renaissance-Humanismus seiner Zeit bekannt ist. Als Mitglied der Elite des deutschen Humanismus und zugleich juristischer Rat im Dienst am Hof des Fürsten Albrechts von Brandenburg in Mainz, lebte er zwei Identitäten, die in ihrem Wesen maßgeblich miteinander zu korrelieren schienen. Der Humanismus, nicht nur in seinem 'Geburtsland' Italien, sondern auch in Deutschland, errichtete sich als exklusiver Zirkel auf exklusiven Idealen. Wegen dieser Ideale war es nicht üblich, einen Posten bei Hof anzunehmen, man lehnte als Humanist den Dienst am Hof weitgehend ab, da dieser für die Humanisten ein Ort war, der in vielerlei Hinsicht dem 'klassischen' humanistischen Ideal widersprach. Deshalb widmete man sich als Humanist in der Regel bevorzugt dem humanistischen Wirken abseits der Öffentlichkeit, lebte eine 'klassische' vita contemplativa. Der Geschichtswissenschaft sind zahlreiche namhafte deutsche Humanisten bekannt, die eine Karriere am fürstlichen Hof zugunsten des kontemplativen Gelehrtendaseins versagten, mehr noch: die Gelehrtengeschichte beeindruckt mit einer langen Tradition der Hofkritik. In Anbetracht dessen, ist es umso erstaunlicher, dass sich Ulrich von Hutten gegen diese exklusive Konvention vita contemplativa (oder auch vita studiosa) entschied als er in den Hofdienst trat. Aus dem Inhalt des Briefes an den Humanisten Willibald Pirckheimer von 1518 wird deutlich, dass Huttens Ausnahmestellung als Gelehrter und Höfling im humanistischen Gefüge der Frühen Neuzeit nicht funktionierte, ohne Probleme der 'Doppelidentität' offenzulegen: Seine exzeptionelle Lebensführung führte zu offener Kritik, gegen die sich Hutten in jenem Brief nicht nur verteidigte, sondern sie gar zurückwies. Um zu verstehen, wie es für Hutten zu so einer prekären Lage kommen konnte, muss man zuerst die im Allgemeinen herrschende Einstellung der Gelehrten zur der Institution Hof beleuchten, um anschließend der Problematik der vita activa bzw. - in Huttens Fall - vita mixta im Lichte des 'klassischen' Gelehrtenideals gewahr zu werden.

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