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Die schulische Selektion als soziale Praxis

Aushandlungen von Bildungsentscheidungen beim Übergang von der Primarschule in die Sekundarstufe I

AutorDaniel Hofstetter
VerlagBeltz Juventa
Erscheinungsjahr2017
Seitenanzahl310 Seiten
ISBN9783779944416
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis31,99 EUR
Auf der Basis einer konflikt- und interaktionstheoretischen Soziologie zeigt der Autor, wie innerhalb schulischer Organisationsstrukturen in situ »decision making« und »sense making« betrieben wird. Bildungsstatistiken belegen einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem sozioökonomischen Hintergrund der Schülerinnen und Schüler und deren Platzierung in den hierarchisierten Sektionen der Sekundarstufe I. Bislang gibt es nur vereinzelt ethnografisch angelegte Studien, welche die sozialen Selektionsprozesse und die Praktiken des Schulpersonals im Umgang mit den sozial ungleichen Kindern und deren Eltern untersuchen. Auf der Basis einer konflikt- und interaktionstheoretischen Soziologie leuchtet Daniel Hofstetter in seiner Arbeit die Black Box schulischer Selektion aus. Er zeigt, wie innerhalb schulischer Organisationsstrukturen Übertrittsentscheidungen zustande kommen und begründet werden und mit welchen Konsequenzen für wen.

Daniel Hofstetter ist Dozent und Leiter der Forschungseinheit 'Soziale Ungleichheiten, Vielfalt und schulische Institutionen' an der Pädagogischen Hochschule Freiburg i. Ue. (Schweiz).

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhalt7
Danksagung9
Einleitung10
Kapitel I Die schulische Selektion als Forschungsfeld12
1. Einführung12
2. Schule als gesellschaftlicher Platzanweiser12
3. Unterscheidungsmerkmale bei der Platzanweisung durch die Schule15
4. Forschungsstränge zur Erklärung von Bildungsungleichheiten18
5. Forschung als interpretative Beschreibung von Machtkonstellationen42
Kapitel II Die Untersuchung der sozialen Prozesse schulischer Selektion50
1. Einführung50
2. Fragestellungen50
3. Methodologisches Vorgehen53
4. Identifizierung der relevanten Schauplätze und erhobene Daten63
5. Vorgehen bei der Datenanalyse73
Kapitel III Auf der Suche nach dem „idealen“ Selektionssystem77
1. Einführung77
2. Stabile Quoten trotz wechselnder Verfahren77
3. Verfahrensabhängige Ausgangslagen für die Bildungsentscheidungen89
4. Ergebnisse im Leistungstest und tatsächliche Zuweisungen98
5. Schlussfolgerungen107
Kapitel IV Die Protoselektion110
1. Einführung110
2. Die Hauptfachnoten als Klassifizierungsmittel111
3. Dominanz und Unterwerfung im Elterngespräch120
4. Die Antizipierung elterlicher Bildungserwartungen127
5. Einflüsse von Elternkonstruktionen auf pädagogische Massnahmen139
6. Schlussfolgerungen150
Kapitel V Die Inkraftsetzung der Selektion152
1. Einführung152
2. Der Glaube an ein bewährtes Selektionsinstrument153
3. Die Empfehlungen der Lehrpersonen vor dem Hintergrund der Protoselektion160
4. Die Fabrikation von Konsens zwischen Lehrpersonen und Eltern178
5. Die Mitteilung der Selektionsempfehlung im Elterngespräch203
6. Schlussfolgerungen233
Kapitel VI Die unklaren Fälle der Selektion als Manövriermasse238
1. Einführung238
2. Die Berechnung der Anzahl Kinder für die A-, B- und C-Abteilungen239
3. Die Beurteilung der unklaren Fälle im Lichte organisatorischer Bedürfnisse248
4. Der Abteilungswechsel als Massnahme zur Reduzierung der Klassengrösse264
5. Schlussfolgerungen271
Kapitel VII Einblick in die Black Box schulischer Selektion273
Verzeichnisse295
Literatur300

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