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Die Spiegel deiner Seele

Partnerschaft, Familie, Gemeinschaft: Entdecke, was das Innere heilt

AutorChuck Spezzano
VerlagIntegral
Erscheinungsjahr2014
Seitenanzahl304 Seiten
ISBN9783641109424
FormatePUB
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis13,99 EUR
Die geheime Botschaft unserer Beziehungen
»Alles im Leben dreht sich um Beziehungen. Die meisten Probleme, denen wir begegnen, haben dort ihren Ursprung. Und nirgendwo sonst können wir so viel über uns und die Welt lernen.« Chuck Spezzano, der international renommierte Psychologe und Bestsellerautor, zeigt, wie jede Verbindung mit einem Mitmenschen unseren inneren Zustand spiegelt, unsere Probleme ebenso wie unser verborgenes Potenzial. Ob Partnerschaft, Familie, Beruf oder Gesellschaft - indem wir die geheimen Botschaften unserer Beziehungen richtig entschlüsseln, erhalten wir unschätzbar wertvolle Wegweiser für Selbstverwirklichung und persönliches Wachstum. Schritt für Schritt wird es möglich, unbewusste Probleme zu erkennen, aufzulösen und innerlich wieder heil zu werden - für ein Leben im Einklang mit unseren Mitmenschen und unserem wahren Selbst.


Der Bestsellerautor Chuck Spezzano ist als Referent, Seminarleiter, spiritueller Wegbegleiter und visionärer Lebenslehrer international bekannt. Gemeinsam mit seiner Frau Lency hat er die bahnbrechende Methode der »Psychology of Vision« entwickelt und arbeitet seit über fünfundvierzig Jahren als Berater und Therapeut sehr erfolgreich vor allem mit Menschen in Europa, Nordamerika und Asien.

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Leseprobe

Einführung


Durch metaphysische Studien wurde ich Mitte der Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts mit der Idee bekannt, die Welt sei unser Spiegel. Ich erfuhr auch, dass Inneres und Äußeres miteinander verbunden sind. Dieser Gedanke fühlte sich für mich vollkommen richtig an. Er fand tief in meinem Wesen einen Widerhall, und obwohl ich nicht viel Erfahrung auf diesem Gebiet hatte, fühlte er sich doch schlüssig und wahr an.

In meinen Anfangsjahren als Therapeut und Psychologe bei der Marine gewann dieser Gedanke an Kraft. Mir fiel auf, dass sich die Erfahrung ihrer Welt veränderte, wenn meine Klienten signifikante Durchbrüche erlebten. Ihre Sicht auf ihre Mütter, ihre Väter und andere wichtige Personen veränderte sich, und zwar besonders dann, wenn sie sich selbst anders wahrnahmen.

Diese Beobachtung nahm im Fall eines jungen Matrosen konkrete Form an, der wegen Drogenproblemen in das Rehabilitationszentrum der Marine geschickt und meiner Therapiegruppe zugeteilt worden war. Ich ergänzte die Gruppensitzungen häufig mit individueller Therapie, und bereits in der ersten Sitzung erzählte mir der Matrose, dass sich die Welt aufgrund des unvermeidlich kommenden Kriegs auf einen nuklearen Winter zubewegte. Diese Sichtweise hatte er bereits in der Gruppe vertreten, aber als er mir in unserer Einzelsitzung davon berichtete, hatte ich eine plötzliche Eingebung: Das, was er für die Welt vorhergesagt hatte, geschah bereits in seinem Geiste. Als er einen Augenblick lang innehielt, fragte ich ihn, was er bei dem, was er über die Welt sagte, fühlte.

Innerhalb von zehn Minuten sprach er nicht mehr nur über den nuklearen Winter, sondern auch zunächst über seine Selbstmordabsichten und dann ganz detailliert darüber, auf welche Weise er sich umbringen wollte. Ich konnte dann mit ihm in die Zeit zurückgehen, in der seine Depressionen angefangen hatten. Seine Depressionen und die Angst vor einem nuklearen Winter ließen sich nämlich auf ein frühes Trauma zurückführen. Als wir dieses Trauma heilten, lösten sich die Depressionen auf, und es war keine Rede mehr vom nuklearen Winter.

Das nächste Erlebnis, das mir den Gedanken bestätigte, dass Inneres und Äußeres verbunden sind, hatte ich etwa ein Jahr später. 1975 leitete ich eine Therapiegruppe für Marinesoldaten. An einem herrlichen Tag gegen Ende des Frühlings beobachtete ich, wie ein junger Rekrut ziemlich verzweifelt versuchte, die Aufmerksamkeit eines Feldwebels in der Gruppe zu bekommen. Aber jedes Mal, wenn er ihn ansprach oder etwas tat, um seine Aufmerksamkeit zu erregen, wandte sich der Feldwebel von ihm ab – und zwar energetisch wie physisch.

Im selben Augenblick sah ich aus dem Fenster und erblickte eine Vogelmutter mit einem Wurm im Schnabel auf dem Nestrand hocken. Alle kleinen Vögel piepsten mit weit aufgerissenen Schnäbeln, aber nur einer von ihnen schnappte nach dem Wurm. Immer wenn er schnappte, drehte sich die Vogelmutter weg, sodass der kleine Vogel ihn jedes Mal verpasste. Ich wandte mich wieder der Therapiegruppe zu und sah, dass sich das, was draußen geschah, auch hier drinnen zwischen dem Feldwebel und dem Rekruten abspielte. Die Erkenntnis verblüffte mich dermaßen, dass ich nur noch schweigen konnte. Was ich beobachtet hatte, kam mir wie eine Offenbarung vor.

Die Gruppensitzung endete und es war Zeit zum Mittagessen. Ich wollte aber lieber ans Meer fahren, um über das nachzudenken, was ich gerade beobachtete hatte, und darüber, was für Implikationen sich daraus ergaben. Also stieg ich ins Auto und fuhr die zwanzig Minuten zum Meer bei La Jolla. Während der ganzen Fahrt dachte ich über die Vorstellung nach, dass alles, das Innere wie das Äußere, miteinander verbunden waren. Dann stieg ich aus dem Auto und ging zum Aussichtspunkt, von wo aus ich einen guten Rundumblick auf das Meer hatte. Der Himmel war wolkenverhangen, wie es im Frühling und Frühsommer in Südkalifornien über dem Meer häufig der Fall ist.

Als sich in meinem Geist alles zu einem Bild zusammenfügte, erkannte ich: »Ja, alles ist miteinander verbunden. Das Innere und das Äußere sind untrennbar miteinander verbunden.« Genau in diesem Augenblick, als diese Erkenntnis in mir konkrete Gestalt annahm, riss die Wolkendecke auf und bestätigte mir so, was ich gerade erkannt hatte. Ich wusste, dass mich das Universum beeindrucken wollte, indem es mir ein perfektes Beispiel für das gab, was ich gerade begriffen hatte. Ich fuhr in einem Zustand des Staunens und Erstaunens zurück. Draußen schien alles in höchstem Maße lebendig zu sein und zu pulsieren. Es spiegelte wider, wie ich mich im Innern fühlte.

 

Da erinnerte ich mich an ein Haiku aus meinen Studententagen von Martin Buxbaum: »Wie ich mich fühle, ist, wie der Wind weht.«

Im Verlauf der nächsten Jahre entwickelte ich für die Arbeit mit den jungen Männern, die mir zugeteilt wurden, eine bestimmte Methode. Ich arbeitete mit ihnen an ihren Problemen und Traumata, indem ich sie mithilfe ihrer Intuition zur Wurzel des Problems zurückführte. Nachdem sie mir das Ereignis, das ihrem Problem oder Trauma zugrunde lag, beschrieben hatten, bat ich sie, sich vorzustellen, wir würden einen Film drehen.

Dann erklärte ich ihnen, dass der erste Dreh der Szene wohl etwas zu heftig für das Publikum wäre, sodass wir sie wohl besser noch einmal aufnehmen sollten. Der nächste Dreh, den sie sich mit denselben Schauspielern und demselben Trauma vorstellten, war normalerweise schon ein bisschen besser. Ich schlug vor, dass wir noch eine dritte Fassung drehen sollten, um noch besser zu werden. Daraufhin stellten sie sich wieder eine Szene vor, die nun aber noch etwas positiver war. Ich ließ sie weitermachen, bis sie eine Fassung ihrer Szene gedreht hatten, in der alle glücklich und erfolgreich waren. Als die Szene immer positiver dargestellt und dadurch geheilt wurde, hatten sie eine Schicht des posttraumatischen Stresses bewältigt.

Schmerz und Stress des Traumas waren zwei der Gründe, weshalb sie Drogen nahmen. Meine Methode beseitigte die Ursachen ihres selbstzerstörerischen Problems und ermöglichte es ihnen, auf tiefere Ebenen ihres Heilungsprozesses vorzudringen. Im Laufe der Zeit, die wir miteinander verbrachten, bekamen sie ein immer besseres Verhältnis zu sich selbst. Und auch wenn das Verlangen nach Drogen nicht immer sofort verschwand, so nahm es doch ab. Meine Nachforschungen zeigten, dass das Verlangen innerhalb eines Jahres, nachdem sie das Rehabilitationszentrum verlassen hatten, entweder dramatisch abgenommen hatte oder sogar ganz verschwunden war. Ich konnte sehen, dass ihr Leben und ihre persönliche Situation immer besser wurden, nachdem wir das Problem in ihrem Geist korrigiert hatten. Als in ihrem Geist eine Integration stattgefunden hatte, erhöhte sich der Grad ihrer Bindungsfähigkeit, und als Folge davon nahmen Erfolg und das Gefühl von Verbundenheit dramatisch zu.

Es gab während dieser Zeit Hunderte bemerkenswerter Vorfälle dieser Art, aber es war der folgende, der den Gedanken, innen und außen seien miteinander verbunden, fest in mir verankerte. Was in der Welt geschieht, entspricht dem, was in meinem Geist geschieht. Also kann ich die Welt verändern, indem ich meinen Geist ändere.

Ich arbeitete mit einem Marinesoldaten, der gewaltige Probleme mit seinem Vater hatte, aber extrem an seiner Mutter hing und quasi mit ihr fusioniert war. Wir hatten bereits viele Stunden damit zugebracht, den Konflikt mit seinem Vater zu lösen, aber jetzt wurde es offensichtlich, dass es die symbiotische Beziehung zu seiner Mutter war, die ihn zurückhielt.

Ich empfing eine Inspiration, wie dieses Problem zu lösen war. Ich bat ihn sich vorzustellen, dass seine Mutter einen halben Meter vor ihm stehen würde und dass sich zwischen ihnen all jene Schnüre befinden würden, die sie auf ungute Weise aneinander ketteten und voneinander abhängig machten, statt eine echte Verbindung zwischen ihnen zu schaffen. Dann sagte ich ihm, dass ich diese Schnüre mit dem Schwert der Wahrheit durchtrennen würde. Ich stellte mir vor, dieses Schwert in Händen zu halten. Mit einem gewaltigen Schlag durchtrennte ich die Schnüre. Sobald sie durchtrennt waren, fiel der Marinesoldat rückwärts um und landete auf dem Boden. So stark war die Wirkung dessen, was in seiner Vorstellung geschehen war. Als er aufstand, war die symbiotische Verbindung verschwunden, und er war bereit, sich der nächsten Thematik zuzuwenden.

Ein weiteres dramatisches Erlebnis hatte ich mit einer etwa siebzigjährigen Freundin, die eine bösartige Geschwulst von der Größe eines Fußballs hatte. Sie hatte mich gebeten, Therapiesitzungen mit ihr abzuhalten, und machte dabei gute Fortschritte. Im Rahmen des Heilungsprozesses wollten wir gemeinsam an einem Seminar teilnehmen. Während des Seminars führte uns der Leiter durch eine Heilmeditation, die etwa zwanzig Minuten lang dauerte. Während dieser Meditation schrumpfte die Geschwulst von der Größe eines Fußballs auf die eines Softballs.2 Sie war immer noch inoperabel, da sie sich um eine Arterie geschlungen hatte, aber schließlich gelang es Katie, mithilfe spiritueller Heilmethoden, Therapien und bewusster Ernährung den Krebs zu besiegen. Die dramatische Schrumpfung ihrer Geschwulst verdeutlichte, was sich während der Heilmeditation in Katies Geist abspielte. Ihre Gedanken hatten gewaltige Auswirkungen auf ihre Welt und ihren Körper.

 

Ich hatte eine Freundin namens Mimi, mit der ich befreundet war, seit ich in Pittsburgh meinen Magister gemacht hatte. Eine Zeit lang, nachdem sie und ich nach San Diego gezogen waren, rief sie mich an. Sie schien mitten auf einer Stadtautobahn einen Nervenzusammenbruch erlitten zu haben. Ich fuhr mit einem Freund zu...

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