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E-Book

Die Sprache der Dinge. Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf die materielle Kultur

VerlagWaxmann Verlag GmbH
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl221 Seiten
ISBN9783830973331
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis26,90 EUR
Dinge sprechen nicht. Wir können sie aber zum Sprechen bringen. Die Autorinnen und Autoren dieses Buches richten in ihren Beiträgen den Blick über die reine Materialität der Dinge hinweg und fragen nach Bedeutungszuweisungen und Interaktionen. Ihr Interesse gilt dem Wandel der Dingkultur, dem Umgang mit den Dingen und ihren vielfachen Abbildfunktionen in historischen und aktuellen Gesellschaften.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachdisziplinen – wie der europäischen und außereuropäischen Ethnologie, der Kunst- und Kulturwissenschaften, der Geschichts- und Sozialwissenschaften sowie der Archäologie – dokumentieren auf diese Weise ein neues wissenschaftliches Interesse an materieller Kultur. Interdisziplinäres Forschen zwischen ethnografischen Zugängen, historischen Perspektiven, Stadtforschung und Medientheorien steht dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Vielfalt der Dinge selbst: Von traditionellen Artefakten in neuen Kontexten reicht der Bogen bis zur Verschmelzung von Daten und Dingen in der Informationsgesellschaft.

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Kapitelübersicht
  1. Inhalt
  2. Vorwort
  3. Von der Ethnografie des Wohnzimmers – zur „Topografie des Zufalls“
  4. Zeugnisse der Geschichte und die Museen Europas
  5. Bedeutungen und Konstrukte
  6. Die Erbschaft der Dinge
  7. „die Straßenbahnen und Omnibusse sind gestopft und gepfropft und mit Menschen garniert“. Überlegungen zur Aufhebung des Anthropozentrismus von Mensch-Ding-Beziehungen
  8. Dinge und ihre soziale Bedeutung: Behavioral Archaeology,
  9. Die Creative City Dublin. Architektur und Materialität als Ausdruck der Stadtplanung
  10. Authentizität und Kontextualisierungen
  11. Das Spannungsverhältnis von Ding und Information – Bezüge zwischen Museologie und Informationstheorie
  12. ‚Objekte der Begierde‘: archäologische Dinge zwischen Forschung und Kommerzialisierung
  13. Unikat oder Dublette? Zum Bedeutungswandel musealisierter Sammlungsgegenstände aus dem Bestand des einstigen Museums für Völkerkunde Berlin
  14. Echt oder nicht echt? Der (falsche) Maya-Stuckkopf im Ethnologischen Museum Berlin
  15. Von Menschen, Räumen und Dingen: materielle Praxis im Kontext translokaler Raumwahrnehmung
  16. Symbolische Praktiken und Kulturtechniken
  17. Verschleierung als Praxis: Gedanken zur Beziehung zwischen Person, Gesellschaft und materieller Welt in Sansibar
  18. Das Gele – nur ein einfaches Tuch? Das Kopftuch Gele der Yoruba-Frauen in Nigeria als künstlerisch-modisches Symbol emanzipatorischer Körper-Politik
  19. Eine Forschungsskizze
  20. (Im)materialität und Medialität
  21. mobile (in) fashion – Mobile Connectedness im urbanen digitalen Lifestyle
  22. Wenn aus Daten wieder Dinge werden – „From Analog To Digital and Back Again“?
  23. Automatische Irritationen: Überlegungen in Video zur Initiativentfaltung der Dinge
  24. Die Materialisierung des Imaginären – Die Neuen Medien der 1980er Jahre
  25. Abbildungsnachweis und Copyright
  26. Autorinnen und Autoren
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
Vorwort8
Von der Ethnografie des Wohnzimmers – zur „Topografie des Zufalls“10
Einleitung10
Wohnzimmer in der Diskussion13
Die „Topografie des Zufalls“ als Methode16
Schluss: Wohnzimmer und Materialität18
Anmerkungen19
Bibliografie20
Zeugnisse der Geschichte und die Museen Europas24
Bedeutungen und Konstrukte32
Die Erbschaft der Dinge34
Einleitung34
Zur Genese der Dingbedeutung als Kategorie der Erfahrung34
Die Bedeutung der Dinge im Kontext der Lebensphasen36
Das Haus als ,Museum der Seele‘38
Das ,Museum des Lebens‘39
Anmerkungen41
Bibliografie41
„die Straßenbahnen und Omnibusse sind gestopft und gepfropft und mit Menschen garniert“. Überlegungen zur Aufhebung des Anthropozentrismus von Mensch-Ding-Beziehungen44
Einleitung44
Die Ordnung des Wissens: menschlich/nicht-menschlich44
Die Macht der Dinge46
Ordnungen und ihre Auflösung: Die Weltausstellung von 186747
Dinge als ‚Weltdarsteller‘50
Fazit: Märchenhaft? Dinge als Akteure51
Anmerkungen52
Bibliografie53
Dinge und ihre soziale Bedeutung: Behavioral Archaeology,54
Einführung: Die Grabung Il Monte54
Nutzungsaspekte von Terra sigillata56
Formen und Funktionen – Redundanz und Differenzierung58
Aufgaben61
Anmerkungen61
Bibliografie62
Die Creative City Dublin. Architektur und Materialität als Ausdruck der Stadtplanung66
Die Sprache der kreativen Stadt66
Kreativität als gesellschaftliches Leitbild und Element der Stadtplanung67
Die Dublin Docklands – das innovative Viertel70
Temple Bar – das künstlerische Viertel70
Die Materialität der Stadt als Spiegel der Entwicklungen71
Die Docklands: Architektur als Ausdruck von Innovation72
Temple Bar: Gestaltung als Ausdruck von Kreativität73
Dublins Dinge: Sprache der Stadtplanungsstrategien75
Anmerkungen76
Bibliografie77
Authentizität und Kontextualisierungen78
Das Spannungsverhältnis von Ding und Information – Bezüge zwischen Museologie und Informationstheorie80
Das Spannungsverhältnis von Ding und Information80
Die Virtualisierung des Museums und seiner Objekte81
Der Paradigmenwechsel vom Museumsobjekt zur Museumsinformation81
‚Information als Ding‘ in der Informationstheorie82
Von ‚Artefakten, Naturafakten und Mentefakten‘ zu ‚Digitalifakten‘?84
Zusammenfassung85
Anmerkungen86
Bibliografie86
‚Objekte der Begierde‘: archäologische Dinge zwischen Forschung und Kommerzialisierung90
Objektbiografien oder Lebensgeschichten von Objekten91
‚Objekt der Begierde‘: eine archäologische ‚Dingkarriere‘92
Schluss96
Anmerkungen97
Bibliografie98
Unikat oder Dublette? Zum Bedeutungswandel musealisierter Sammlungsgegenstände aus dem Bestand des einstigen Museums für Völkerkunde Berlin100
Zum Begriff der Dublette101
Museale Objekte als Medien der Netzwerkbildung103
Museale Objekte als Medien der Kulturdiplomatie104
Museale Objekte als Medien der Machtkonstruktion und -demonstration104
Zusammenfassung107
Anmerkungen107
Quellen108
Bibliografie108
Echt oder nicht echt? Der (falsche) Maya-Stuckkopf im Ethnologischen Museum Berlin110
Schlussbetrachtung117
Anmerkungen118
Quellen119
Bibliografie119
Von Menschen, Räumen und Dingen: materielle Praxis im Kontext translokaler Raumwahrnehmung120
Kann man Dinge nach Räumen befragen?120
Die mesa Aymara120
Kulturelle Dynamiken im translokalen Raum123
Ein Opfer für die Pachamama124
Translokale Opferpraktiken?127
Fazit: Materielle Praxis im Kontext translokaler Raumwahrnehmung128
Anmerkungen129
Bibliografie131
Symbolische Praktiken und Kulturtechniken134
Verschleierung als Praxis: Gedanken zur Beziehung zwischen Person, Gesellschaft und materieller Welt in Sansibar136
„Das Haus verhüllt die Dinge“9138
„Respekt wird der Person gegeben, die Respekt kennt“10138
„The dignified lady, dressed in her garments of honour“19140
„Der Tag, an dem du nackt aus dem Haus gehst, ist der Tag, an dem du deine Schwiegereltern triffst“32144
„Das Auge hat keinen Vorhang“35 – „Die Schönheit des Hauses ist nicht der Anstrich, öffne die Tür und gehe hinein“36145
Anmerkungen146
Bibliografie148
Das Gele – nur ein einfaches Tuch? Das Kopftuch Gele der Yoruba-Frauen in Nigeria als künstlerisch-modisches Symbol emanzipatorischer Körper-Politik150
Einleitung150
Frauenmacht und gesellschaftlicher Wandel im Yorubaland151
Vom praktischen Tuch zum skulpturalen Gele153
Die Kleider der Götter154
Vom Kultur- zum Geschlechterkampf155
Symbole kollektiver Identität156
Wiederbelebung religiöser und ästhetischer Symbolik157
Schlussbetrachtung159
Anmerkungen160
Bibliografie162
Eine Forschungsskizze164
Der Kinderwagen – Status und Gender (mit illustrierenden Filmzitaten)165
Das Tragetuch – Neuentdeckung und Paradigmenwechsel168
Anmerkungen171
Bibliografie172
(Im)materialität und Medialität174
mobile (in) fashion – Mobile Connectedness im urbanen digitalen Lifestyle176
Exkurs: Das Mobiltelefon und seine Materialität177
De-Materialisierung und modische Neuformierung178
Virtuelle Sichtbarkeit und die unverminderte Relevanz von Materialität: Ausblick182
Anmerkungen183
Bibliografie184
Wenn aus Daten wieder Dinge werden – „From Analog To Digital and Back Again“?186
Ding #1: „Print Media, I won’t miss it“187
Ding #2: „Mixtape“187
Ding #3: „Pac-Man“188
Ding #4: „Cursor“189
Ding #5: „Schwert“190
Ding #6: „Das Ende des Regenbogens“190
Ding #7: „Kindle“191
Anmerkungen192
Bibliografie193
Automatische Irritationen: Überlegungen in Video zur Initiativentfaltung der Dinge196
Irritationen197
Von der Sprache zur Begegnung201
Anmerkungen202
Bibliografie203
Die Materialisierung des Imaginären – Die Neuen Medien der 1980er Jahre204
Anmerkungen211
Bibliografie213
Abbildungsnachweis und Copyright216
Autorinnen und Autoren218

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