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Die UN-Konvention über Biodiversität und ihre Zusatzprotokolle

Verhandlungshistorie, Inhalt, Kritik sowie Analyse der rechtlichen Steuerungsfähigkeit aus völkerrechtlicher und europarechtlicher Sicht

AutorTobias Sdunzig
VerlagNomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Erscheinungsjahr2017
Seitenanzahl640 Seiten
ISBN9783845285474
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis174,00 EUR
Die UN Konvention über Biodiversität ist ein umweltvölkerrechtlicher Vertrag, der die Erhaltung der globalen biologischen Vielfalt zum Gegenstand hat. Mit seinen mittlerweile über 195 Vertragsparteien ist das 1993 in Kraft getretene Abkommen das Herzstück des rechtlichen Programms zur Erhaltung der Lebensgrundlagen des Planeten Erde. Der Vertrag sieht sich allerdings seit seinem Bestehen umfassender, vor allem juristischer Kritik ausgesetzt. Eine hinreichende Steuerungskraft wird vielfach bezweifelt. Der Verfasser geht diesen Zweifeln nach, indem er umfassend und präzise den rechtlichen Gehalt der Biodiversitätskonvention samt ihrer Zusatzprotokolle analysiert. Untersucht wird die rechtliche Steuerungsfähigkeit des Vertragsregimes gegenüber verschiedenen Adressaten. Die Analyse zeigt, dass ein pauschales Feststellen einer vollständigen rechtlichen Steuerungsschwäche des Vertragsregimes jedenfalls zu verneinen ist. Die Arbeit ist ein Beitrag zum internationalen Umweltrecht sowie zur allgemeinen Diskussion von Compliance im Völkerrecht.

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Inhaltsverzeichnis
Cover1
Einleitung25
I. Gegenstand der Untersuchung und Problemstellung26
II. Zielsetzung und Gang der Untersuchung30
1. Zielsetzung30
2. Gang der Untersuchung33
Erstes Kapitel: Die UN-Konvention über Biodiversität – Historie, Inhalt, Kritik35
I. Biodiversitätsverlust als globales Problem35
1. Bestandsaufnahme zum Biodiversitätsverlust35
a) Begrifflichkeiten35
b) Biodiversitätsbestand38
c) Biodiversitätsverlust40
2. Ursachen für den Verlust von Biodiversität42
3. Gründe für den Erhalt von Biodiversität44
II. Historische Entwicklung der CBD48
1. Prae Rio – Der Weg zu einem internationalen Biodiversitätsabkommen49
a) Biodiversität auf der internationalen Agenda49
aa) Erste Artenschutzabkommen49
bb) Stockholm-Konferenz von 197251
cc) World Conservation Strategies und World Charter for Nature53
dd) Brundtland-Report von 198755
b) Die Verhandlungsphase zur CBD58
aa) Hauptverhandlungsthemen und beeinflussende Faktoren des Verhandlungsprozesses59
(1) Interessenkonflikte zwischen Entwicklungsländern und Industriestaaten59
(1.1) Zugang zu genetischen Ressourcen vs. Zugang zu daraus erwachsender (Bio?)Technologie59
(1.2) Umfang der Erhaltung biologischer Vielfalt (In-situ- und Ex-situ-Erhaltung)63
(1.3) Finanzielle Mittel und Finanzierungsmechanismus64
(1.4) Zwischenergebnis67
(2) Sonstige Verhandlungsthemen, Fragestellungen und beeinflussende Faktoren67
bb) Teilnehmer und Akteure des Verhandlungsprozesses69
(1) Staaten69
(2) UNEP71
(3) Internationale Organisationen71
(4) Einzelpersonen und Vorsitz der Verhandlungssitzungen72
cc) Stationen des Verhandlungsprozesses73
(1) 1987 – 1990: Vorarbeiten zum Verhandlungsprozess74
(1.1) Juni 1987 – 14. Sitzung des UNEP-Verwaltungsrats74
(1.2) November 1988 – 1. Treffen der Arbeitsgruppe Biodiversitätsexperten75
(1.3) Mai 1989 – 15. Sitzung des UNEP-Verwaltungsrats78
(1.4) Juli 1989 – Entwurf von „Draft Articles“ durch die IUCN79
(1.5) Februar 1990 – 2. Treffen der Arbeitsgruppe Biodiversitätsexperten80
(1.6) Juli 1990 – 3. Treffen der Arbeitsgruppe Biodiversitätsexperten81
(1.7) Ergebnisse der ersten drei Treffen der Arbeitsgruppe Biodiversitätsexperten84
(2) 1990 – 1992: Verhandlungsrunden der Arbeitsgruppe rechtliche und technische Experten / des INC (Intergovernmental Negotiating Committee)85
(2.1) November 1990 – 1. Treffen der Arbeitsgruppe rechtliche und technische Experten85
(2.2) Februar/März 1991 – 2. Treffen der Arbeitsgruppe rechtliche und technische Experten88
(2.3) Juni/Juli 1991 – 3. Treffen der Arbeitsgruppe rechtliche und technische Experten / 1. Sitzung des INC91
(2.4) September/Oktober 1991 – 4. Treffen der Arbeitsgruppe rechtliche und technische Experten / 2. Sitzung des INC94
(2.5) November/Dezember 1991 – 5. Treffen der Arbeitsgruppe rechtliche und technische Experten / 3. Sitzung des INC97
(2.6) Februar 1992 – 6. Treffen der Arbeitsgruppe rechtliche und technische Experten / 4. Sitzung des INC99
(2.7) Mai 1992 – 7. Treffen der Arbeitsgruppe rechtliche und technische Experten / 5. Sitzung des INC102
(2.8) 22.?Mai 1992 – Abschlusskonferenz zur Verabschiedung der CBD / Verabschiedung des Nairobi Final Act106
dd) Besonderheiten und Innovationen des Verhandlungsprozesses und seiner Ergebnisse109
(1) CBD als erstes umfassendes Biodiversitätsabkommen109
(2) Kompromisslösungen und starke Verhandlungsposition des Südens112
(3) Die Rolle des UNEP-Exekutivdirektors und des Vorsitzenden des INC115
(4) Kein Inkrafttreten für die USA115
(5) Sonstige Innovationen und Besonderheiten117
2. Die Rio-Konferenz – Auflegung der CBD zur Unterzeichnung119
a) Die Rio-Konferenz119
b) Ergebnisse der Rio-Konferenz120
aa) Rio-Konventionen120
bb) Rio-Erklärungen und -Programme122
3. Post Rio – Die Weiterentwicklung der CBD123
a) Zeitraum bis zur ersten Vertragsstaatenkonferenz 1994123
aa) Inkrafttreten der CBD123
bb) Treffen der UNEP-Expert-Panels und des ICCBD124
(1) UNEP-Expert-Panels124
(2) Treffen des ICCBD126
b) Beginn der Vertragsstaatenkonferenzen, Gründung von Unterorgangen, Verabschiedung von Zusatzprotokollen130
III. Ziele, Inhalt, Struktur131
1. Die Ziele der CBD und ihre Umsetzungsverpflichtungen132
a) Ziel 1 – Erhaltung der biologischen Vielfalt134
aa) Allgemeines134
bb) Spezielle Umsetzungsregelungen zu Ziel 1135
(1) Art. 8 und Art. 9 CBD – In-situ- und Ex-situ-Erhaltung135
(1.1) Art. 8 CBD – In-situ-Erhaltung135
(1.1.1) Erhaltung innerhalb von Schutzgebieten136
(1.1.2) Erhaltung außerhalb von Schutzgebieten – Allgemeine Gebote138
(1.1.3) Erhaltung außerhalb von Schutzgebieten – gesondert geregelte Bereiche141
(1.2) Art. 9 CBD – Ex-situ-Erhaltung144
(2) Art. 6 CBD – Allgemeine Maßnahmen zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung146
(3) Art. 7 CBD i.V.m. Anlage I CBD – Bestimmung und Überwachung148
(4) Art. 11-13 CBD – Anreizmaßnahmen, Forschung und Ausbildung, Aufklärung und Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit149
(5) Art. 17 und Art. 18 CBD – Informationsaustausch und Technische und wissenschaftliche Zusammenarbeit150
(6) Art. 14 CBD – Verträglichkeitsprüfung und möglichst weitgehende Verringerung nachteiliger Auswirkungen151
b) Ziel 2 – Nachhaltige Nutzung der Bestandteile von biologischer Vielfalt154
aa) Allgemeines154
bb) Spezielle Umsetzungsregelungen zu Ziel 2155
(1) Art. 10 CBD – Nachhaltige Nutzung von Bestandteilen der biologischen Vielfalt156
(2) Art. 6 CBD – Allgemeine Maßnahmen zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung158
(3) Art. 7 CBD i.V.m. Anlage I CBD – Bestimmung und Überwachung158
(4) Art. 11-13 CBD – Anreizmaßnahmen, Forschung und Ausbildung, Aufklärung und Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit158
(5) Art. 17 und Art. 18 CBD – Informationsaustausch und Technische und wissenschaftliche Zusammenarbeit158
c) Ziel 3 – Ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus der Nutzung von genetischen Ressourcen ergebenden Vorteile159
aa) Allgemeines159
bb) Spezielle Umsetzungsregelungen zu Ziel 3161
(1) Hauptziel: Ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen ergebenden Vorteile (Vorteilsausgleichung)163
(1.1) Anwendungsbereich164
(1.2) 1. Gegenstand der Vorteilsausgleichung i.S.d. Art. 15 Abs. 7 CBD: Ergebnisse der Forschung und Entwicklung165
(1.3) 2. Gegenstand der Vorteilsausgleichung i.S.d. Art. 15 Abs. 7 CBD: Vorteile aus der Ressourcennutzung166
(1.4) Ausgewogene und gerechte Verteilung167
(1.5) Aufteilung zu einvernehmlich festgelegten Bedingungen167
(2) Präzisierung 1: angemessener Zugang zu genetischen Ressourcen168
(2.1) Souveränität der (Geber-)Staaten, Art. 15 Abs. 1 CBD168
(2.2) Zugangserleichterung für Nehmerstaaten, Art. 15 Abs. 2, 4, 5 CBD169
(3) Präzisierung 2: angemessene Weitergabe der einschlägigen Technologien172
(3.1) Art. 16 CBD172
(3.2) Art. 19 CBD176
(4) Präzisierung 3: angemessene Finanzierung180
2. Finanzierungsmechanismus182
a) Die Regelungen der CBD183
b) GEF als vorläufiger Finanzierungsmechanismus?184
c) Die Finanzierung unter der GEF185
3. Institutionelle Struktur188
a) Vertragsstaatenkonferenz (COP)188
aa) Art. 23 CBD188
bb) COP-Geschäftsordnung189
cc) Mitglieder192
dd) Aufgaben der COP193
b) Sekretariat196
c) Unterorgane (Subsidiary Bodies)197
aa) SBSTTA197
bb) Arbeitsgruppen200
(1) WGRI / SBI200
(2) Sonstige Arbeitsgruppen206
cc) Clearing-House-Mechanismus (CHM)208
d) Sonstige institutionelle Einrichtungen und Instrumentarien209
aa) Liaison Groups und Rosters of Experts210
bb) National Focal Points211
cc) Thematische Arbeitsprogramme und Programme zu Querschnittsthemen212
dd) Sonstiges214
4. Umsetzungsinstrumente und Kontrollmechanismen215
a) Erstellung Nationaler Biodiversitätsstrategien und Aktionspläne (NBSAPs)215
b) Nationale Berichte (Reporting)219
c) Globale Strategiepläne221
d) Öffentlichkeitsarbeit (Art. 13 CBD)224
e) Sonstiges225
5. Beilegung von Streitigkeiten226
6. Anwendungsbereich der CBD und Verhältnis zu anderen Übereinkommen227
a) Anwendungsbereich – Art. 4 und 5 CBD227
aa) Bestandteile biologischer Vielfalt227
bb) Verfahren und Tätigkeiten228
b) Verhältnis zu anderen Abkommen – Art. 22 CBD230
aa) Art. 22 Abs. 1 CBD231
bb) Art. 22 Abs. 2 CBD232
7. Sonstige Regelungen233
8. Verankerte Prinzipien und Leitmotive des Völker- und Umweltvölkerrechts234
9. Vertragsprotokolle237
a) Cartagena (Biosafety-)Protokoll238
aa) Entstehung239
bb) Inhalt241
(1) Ziel241
(2) Anwendungsbereich242
(3) Umsetzungsregelungen243
(3.1) AIA-Verfahren243
(3.1.1) Anmeldung – Art. 8 BSP244
(3.1.2) Bestätigung – Art. 9 BSP244
(3.1.3) Entscheidung über Zustimmung – Art. 10 i.V.m. Art. 15 BSP245
(3.1.4) Überprüfung von Entscheidungen – Art. 12 BSP246
(3.2) Verfahren bei LMOs, die zur unmittelbaren Verwendung als Lebens- oder Futtermittel oder zur Verarbeitung vorgesehen sind247
(3.3) Vereinfachtes Verfahren248
(3.4) Kennzeichnungspflichten249
(3.5) Sonstige Regelungen250
(4) „Savings Clause“ – Verhältnis des BSP zu anderen Abkommen251
cc) Institutionelle Struktur252
(1) Übernommene CBD-Strukturen252
(2) Eigene Strukturen253
dd) Vertragsparteien257
ee) Nagoya/Kuala Lumpur (Biosafety-)Zusatzprotokoll259
(1) Entstehung259
(2) Inhalt260
(3) Institutionelle Struktur264
(4) Vertragsparteien264
b) Nagoya (ABS-)Protokoll265
aa) Entstehung266
bb) Inhalt267
(1) Einleitende Bestimmungen268
(2) Vorteilsausgleichung und Zugang sowie allgemeine Grundsätze270
(2.1) Vorteilsausgleichung270
(2.2) Zugang273
(2.3) Ergänzende Grundsätze275
(3) Vorgesehene ABS-Mechanismen276
(4) Maßnahmen zur Einhaltung und Überwachung (Compliance)277
(4.1) Compliance-Rechtsrahmen278
(4.2) ABS-Checkpoints und Konformitätszertifikate279
(4.3) Einhaltung einvernehmlich festgelegter Bedingungen und Entwicklung von Mustervertragsklauseln281
(4.4) Artikel 29, 30 und 31 ABSP282
(5) Maßnahmen zur Bewusstseinsschärfung und Kapazitätsaufbau285
cc) Institutionelle Struktur285
dd) Vertragsparteien286
IV. Hauptkritik an der CBD286
1. Geringe Bestimmtheit des Regelungsgehalts der CBD287
2. Fehlende Compliance-Mechanismen291
3. Keine verbindlichen Ziele durch die CBD292
4. Verhältnis zu anderen völkerrechtlichen Abkommen293
5. CBD als Instrument des Ausverkaufs von Biodiversität298
6. Sonstige Hauptkritikpunkte299
a) Inhaltlich299
b) Institutionell301
c) Sonstiges303
Zweites Kapitel: Die rechtliche Steuerungsfähigkeit der CBD und ihrer Zusatzprotokolle – Begriffserläuterung und Analyseansatz305
I. Begriffserläuterung und Festlegung des Analyseansatzes306
1. Adressaten307
a) Staaten309
b) Natürliche und juristische Personen310
c) Vertragsorgane und Internationale Organisationen310
2. Methode311
3. Zusammenführung von Adressaten und Methode – Festlegung des konkreten Analyseansatzes312
4. Zusammenfassung313
II. Analyseansatz: Rechtliche Steuerungsfähigkeit der CBD und ihrer Zusatzprotokolle314
Drittes Kapitel: Analyse der rechtlichen Steuerungsfähigkeit der CBD und ihrer Zusatzprotokolle317
I. Rechtsnatur und rechtliche Verbindlichkeit der CBD und ihrer Protokolle317
1. Diskussionen um eine begriffliche Einordnung der CBD317
2. Zwischenergebnis321
3. Auswirkungen auf die Fragen nach der Rechtsnatur und Verbindlichkeit der CBD?321
II. Rechtliche Verbindlichkeit von COP-Entscheidungen324
1. Ansatz: Was sagt der CBD-Vertragstext?326
2. Ansatz: Was sagt die COP-Geschäftsordnung?331
3. Ansatz: Rechtsverbindlichkeit im Einzelfall aufgrund des Vorliegens einer späteren Übung i.S.d. Art. 31 Abs. 3 lit. b) WVK?337
a) Kann aus einer späteren Übung Rechtsverbindlichkeit erwachsen?338
b) Kann die Verabschiedung einer COP-Entscheidung eine spätere Übung begründen?341
aa) Voraussetzungen aus Sicht der ILC343
bb) Rechtswirkungen aus Sicht der ILC347
c) Zwischenergebnis353
4. Weitere Ansätze357
a) Rechtsverbindlichkeit im Einzelfall aufgrund des Vorliegens einer späteren Übereinkunft i.S.d. Art. 31 Abs. 3 lit a) WVK?357
b) Rechtsverbindlichkeit im Einzelfall aufgrund des Entstehens eines estoppel?358
c) Fehlende Rechtsverbindlichkeit aufgrund des pacta tertiis-Prinzips?361
d) Rechtsverbindlichkeit durch Anwendung der „implied powers“-Lehre?362
5. Ergebnis364
III. Bestimmtheit des Regelungsgehalts der CBD und ihrer Protokolle367
1. Völkerrechtliche Ebene368
a) CBD370
aa) Umsetzungsregelungen zu Vertragsziel 1 und 2370
bb) Umsetzungsregelungen zu Vertragsziel 3383
cc) Sonstige Regelungen389
dd) Zwischenergebnis392
b) Zusatzprotokolle398
aa) Cartagena (Biosafety-)Protokoll und Nagoya/Kuala Lumpur (Biosafety?)Zusatzprotokoll398
(1) Cartagena (Biosafety-)Protokoll398
(2) Nagoya/Kuala Lumpur (Biosafety-)Zusatzprotokoll401
bb) Nagoya (ABS-)Protokoll406
cc) Zwischenergebnis409
2. Innerstaatliche Ebene410
a) CBD410
aa) Maßstab: „self-executing“ oder „non-self-executing“412
bb) Unmittelbare innerstaatliche Anwendung von „non-self-executing“-Normen im Einzelfall möglich?415
cc) Zwischenergebnis419
b) Zusatzprotokolle421
aa) Cartagena (Biosafety-)Protokoll421
bb) Nagoya (ABS-)Protokoll426
cc) Nagoya/Kuala Lumpur (Biosafety-)Zusatzprotokoll427
dd) Zwischenergebnis429
c) Zwischenergebnis430
3. Sonderfall: Europäische Union als Vertragspartei der CBD und ihrer Zusatzprotokolle432
a) Völkerrechtliche Ebene433
aa) Rechtliche Verbindlichkeit für die Europäische Union auf völkerrechtlicher Ebene433
(1) Außenkompetenz der EU für den Abschluss der CBD und ihrer Protokolle434
(1.1) Allgemeines434
(1.2) Speziell: Außenkompetenz der EU für den Abschluss der CBD und ihrer Protokolle438
(1.2.1) CBD438
(1.2.2) Zusatzprotokolle443
(2) Ausschließlichkeit der EU-Außenkompetenz?445
(3) CBD als gemischtes Abkommen449
(4) Auswirkungen des Abschlusses der CBD als gemischtes Abkommen auf die völkerrechtliche Bindungswirkung für die EU453
(4.1) Ausdrückliche Kompetenzaufteilung in der CBD?453
(4.2) Keine ausdrückliche Kompetenzverteilung in der CBD459
(4.2.1) Kompetenzverteilungstheorie459
(4.2.2) Vertragskonfliktstheorie461
(4.2.3) Stellungnahme462
(4.2.4) CBD und Zusatzprotokolle im Bereich der geteilten Zuständigkeit?463
(?) CBD464
(?) Zusatzprotokolle466
(5) Zwischenergebnis473
(6) Rechtsfolgen475
(6.1) Völkerrechtliche Haftung475
(6.2) Exkurs: Funktionieren der Vertragsinstitutionen477
bb) Rechtswirkungen der Vertragsverpflichtungen der CBD und ihrer Protokolle gegenüber der Europäischen Union auf völkerrechtlicher Ebene480
c) Unionsrechtliche Ebene481
aa) Unionsorgane482
(1) Bindungswirkung482
(2) Rechtsfolgen487
bb) Mitgliedstaaten490
IV. Gerichtliche Geltendmachung der CBD und ihrer Protokolle495
1. Staaten496
a) Verfahren nach Art. 27 CBD496
b) Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH)503
2. Natürliche und juristische Personen506
3. Sonderfall: Europäische Union als Vertragspartei der CBD und ihrer Zusatzprotokolle511
a) Klagemöglichkeiten vor dem EuGH513
aa) Nichtigkeitsklage513
bb) Vorabentscheidungsverfahren515
cc) Untätigkeitsklage, Vertragsverletzungsverfahren, Gutachtenverfahren517
b) Prüfungskompetenz des EuGH522
aa) EuGH, Rs. C-308/06 – Intertanko522
bb) EuGH, Rs. C-377/98 – Niederlande/Parlament und Rat524
cc) Stellungnahme526
dd) Zwischenergebnis530
V. Rechtsfolgen von Vertragsverstößen und Mechanismen zur Einhaltung532
1. Allgemeines Völkerrecht533
a) Völkerrechtliche Staatenverantwortlichkeit533
c) Regelungen der Wiener Vertragsrechtskonvention536
d) Zwischenergebnis537
2. Vertragseigene Einhaltungsmechanismen – Instrumente der Erfüllungskontrolle und Erfüllungshilfe537
a) CBD538
aa) Erfüllungskontrolle538
(1) Keine Verankerung von Non?Compliance Procedures538
(2) Subsidiary Body on Implementation (SBI)543
(3) Berichtspflicht gemäß Art. 26 CBD551
bb) Erfüllungshilfe561
b) CBD-Zusatzprotokolle564
aa) Cartagena (Biosafety-)Protokoll564
bb) Nagoya/Kuala Lumpur (Biosafety-)Zusatzprotokoll573
cc) Nagoya (ABS-)Protokoll574
Viertes Kapitel: Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse und Ausblick578
I. Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse578
II. Ausblick616
Literaturverzeichnis621

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