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Die zeitgemäße Arbeitskraft

Qualifiziert, aktiviert, polarisiert

AutorRoland Atzmüller, Stefanie Hürtgen, Manfred Krenn
VerlagBeltz Juventa
Erscheinungsjahr2015
Seitenanzahl344 Seiten
ISBN9783779942276
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis18,99 EUR
Wie die Arbeitskraft im flexiblen Kapitalismus geformt wird, zeigt das Buch mit Blick auf den tief greifenden Wandel des Wohlfahrtsstaates, die Transnationalisierung der Wirtschaft und die neuen sozialen Ungleichheiten und Spaltungen. Der gegenwärtige flexible Kapitalismus vertieft Ungleichheiten und Spaltungen zwischen den Beschäftigten und bringt neue hervor. Insbesondere die hierarchische Aufspaltung in »qualifiziertes« und »unqualifziertes Humankapital« durchschneidet gesellschaftliche Zugehörigkeiten und Möglichkeiten sozialer Teilhabe. Dies zeigen die AutorInnen in Bezug auf veränderte Wohlfahrtspolitiken des Social Investment und der Aktivierung sowie bezogen auf die zunehmend transnationale Welt von Arbeit und Ökonomie. Sie diskutieren dabei zentrale theoretische Konzepte auf der Basis eines reichhaltigen empirischen Forschungsmaterials. Polarisierung und Fragmentierung werden auf diese Weise sichtbar sowohl als strukturelles Problem wie auch als eines der subjektiven Handlungsorientierungen der Beteiligten.

Roland Atzmüller, Jg. 1969, Mag. Dr. phil., ist seit 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie, Abteilung für Theoretische Soziologie und Sozialanalysen an der Johannes Kepler Universität in Linz.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
1 Die zeitgemäße Arbeitskraft – qualifiziert, aktiviert, polarisiert (Roland Atzmüller, Stefanie Hürtgen, Manfred Krenn)10
1.1 Flexibilisierte ökonomische Konkurrenz und Bildungskapital11
1.2 Qualifikation als soziales Verhältnis13
1.3 Fragmentierung und Polarisierung15
1.4 Alte und neue Polarisierungen18
1.5 Die Aufsätze des Buches21
I Qualifizierung und Polarisierung im transnationalen Raum der Lohnarbeit (Stefanie Hürtgen)28
1 Einleitung: Die Frage nach Relationen – ein anderer Blick auf Qualifikation28
2 Konzeptioneller Rahmen: Qualifikation als soziales Verhältnis und die Polarisierung „qualifizierter“ und „unqualifizierter“ Arbeitskräfte im transnationalen Raum der Lohnarbeit36
3 Historischer Ausgangspunkt der Argumentation: Gegensätzliche Positionen zur Rolle (un-)qualifizierter Arbeit im Fordismus50
4 (Un-)qualifizierte Arbeit und marginale gesellschaftliche Integration im Fordismus: Frauen und MigrantInnen61
5 Despotische und hegemoniale Arbeitsregimes im Fordismus und ihre Infragestellung in der 70er-Bewegung der Unqualifizierten73
6 Ende der Despotie im Betrieb? Das postfordistische Leitbild des transnational-flexiblen Unternehmens und die transnationale Spaltung in Kern- und Randbelegschaften87
7 Ausblick: Transnationale Polarisierung und „Employability“ als hierarchisch-flexible Herrschaftskonstruktion der zeitgemäß qualifizierten Arbeitskraft112
8 Zusammenfassung124
II An- und Ungelernte als Prototypen unzeitgemäßer Arbeitskraft in der „Wissensgesellschaft“ (Manfred Krenn)126
1 Einleitung126
2 Zur besonderen sozialen Vulnerabilität von gering Qualifizierten im flexiblen Kapitalismus130
3 Ausgrenzende Diskurse: Bildung und Wissen als kategoriale Klassifizierungen136
4 Soziologische Perspektiven auf das Phänomen geringer (schulischer und beruflicher) Bildung158
5 Veränderte Arbeitsmarktkarrieren von gering Qualifizierten164
6 Die besondere, dekommodifizierende Funktion des (Wohlfahrts-)Staates für gering Qualifizierte und ihre Veränderung168
7 Resümee190
III Transformation der „zeitgemäßen Arbeitskraft“ und Krisenbearbeitung (Roland Atzmüller)196
1 Einleitung – Krise und Transformation der Arbeitskraft196
2 Krisenbearbeitung und Konstitution der Ware Arbeitskraft203
3 Transformationen des Wohlfahrtsstaates222
4 Dimensionen des Krisenmanagements nach dem Fordismus277
5 Schlussbemerkungen306
Literatur312

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