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Die Zuwendung Gottes feiern

Evangelische Gottesdienst-Theologie bei Martin Luther, Oswald Bayer und Paul Tillich als ein Beitrag zu einer fundamentalliturgischen Praxistheorie

AutorMarkus Roth
VerlagEvangelische Verlagsanstalt
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl308 Seiten
ISBN9783374046768
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis68,00 EUR
In seiner Dissertation von 2015 untersucht Markus Roth die Gottesdienst-Theologie bei Martin Luther, Oswald Bayer und Paul Tillich als Beitrag zu einer fundamentalliturgischen Praxis. Dabei versteht er Gottesdienst-Theologie als eine Praxistheorie innerhalb innerhalb einer multiperspektivischen Wahrnehmung des Gottesdienstes. In Aufnahme der Theologie Luthers und Bayers sieht er das Zentralwort einer evangelischen Gottesdienst-Theologie nicht wie Oswald Bayer im Zuspruch, sondern - erweitert - in der «Zuwendung Gottes». In Aufnahme der Gedanken Paul Tillichs interpretiert er die Zuwendung Gottes im Gottesdienst als zuerst passivisches Dasein in personaler, sakramentaler und mystischer Dimension. [Celebrating God's Devotion. The Protestant Theology of Worship of Martin Luther, Oswald Bayer and Paul Tillich] In his 2015 dissertation Markus Roth studies the theologies of worship of Martin Luther, Oswald Bayer and Paul Tillich. He understands theology of worship as a theory of practice in the context of a multi-perspective perception of worship. In considering the theology of Luther and Bayer the author sees the 'devotion of God' as the key term of a Protestant theology of worship. Taking into account the ideas of Paul Tillich he interprets the devotion of God in worship as an initially passive existence in a personal, sacramental and mystic dimension.

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Inhaltsverzeichnis
Cover1
Impressum5
Inhalt8
Einleitung16
1 Der Gottesdienst als Zentrum christlicher Lebensäußerung16
2 Gottesdienst und Theologie17
3 Evangelischer Gottesdienst und evangelische Gottesdiensttheologie19
4 Zur Methodik21
5 Das Thema in eigener Verantwortung: Praxistheorie25
I Martin Luther28
A Hinfu?hrung und Quellen30
1 Wort- und Gottesdienst-Theologie30
2 Quellen31
B Ausgangslage35
1 Spätmittelalterliche Gottesdienst-Frömmigkeit35
2 Anfechtung und Angst: Das Gottesbild der Messe36
3 Der Gottesdienst als »sacrificium«39
4 Demutstheologie, Ablassstreit und »doppelte Wende«39
C Die reformatorische Entdeckung Luthers42
1 Passive Gerechtigkeit42
2 »Durch die Tore des Paradieses«: Der Ru?ckblick von 154543
3 Das neue Gottes- und Menschenbild45
4 Gott und Wort: Gottesbeziehung als Gespräch47
D Evangelium51
1 Die Unterscheidung von Gesetz und Evangelium51
2 Das Evangelium als frohe Botschaft52
3 Das Evangelium als mu?ndliches Wort: »gutt geschrey«52
E Rechtfertigungsgeschehen: »Promissio« und »fides«54
1 »Promissio«54
1.1 Zuspruch und Verheißung54
1.2 »Pro me«57
2 »Fides«57
2.1 Der dritte »Gebrauch«: Vertrauen57
2.2 Geistwirken58
3 Wort-Mystik59
F Der Gottesdienst als kommunikatives Ereignis62
1 Gottesdienst als christlicher Glaube und christliches Leben62
2 Gottesdienst als liturgisch u?bersetzte Rechtfertigungslehre63
Exkurs: Die Entwicklung einer Gottesdienst-Theologie in Luthers Schriften bis 152463
3 Kritische Pru?fung des Gottesdienstes in doppelter Abgrenzung66
3.1 »Beneficium« statt »sacrificum« – Abgrenzung gegen Rom66
3.2 Gegen neue Zwänge – die Abgrenzung gegen die »Schwärmer«68
4 Das »Wort« im Gottesdienst71
4.1 Gottesdienst als »Kommunikation«71
4.2 Das Wort »ym schwange«72
4.2.1 Kritik72
4.2.2 »Metaregel« als »neues Vorzeichen vor der Klammer«74
4.2.3 Vorsichtige Eingriffe in die Gottesdienstliturgie74
5 Die Predigt76
5.1 Kein Gottesdienst ohne Predigt76
5.2 Austeilung des Wortes76
5.3 Dialogischer Charakter77
5.4 In der Bindung an die Schrift78
5.5 Bildreiche Predigt – »Anschaulichkeit«78
6 Das Abendmahl78
G Zeichen81
1 Gegen Rom81
2 Gegen die »Schwärmer«82
2.1 Zeichen als Affirmation82
2.2 Zeichen als Sinnbilder der Kondeszendenz83
2.3 Wort und Zeichen nicht mehr getrennt84
3 Pädagogik85
4 Hören und Sehen: Der Gottesdienst und die Sinne86
4.1 Hören: Das Ohr als »christliches Organ«86
4.2 Sehen88
H Zusammenfassung und kritische Wu?rdigung90
1 Zusammenfassung90
2 Kritische Wu?rdigung91
2.1 Der befreiende Charakter der lutherischen Wort- und Gottesdienst-Theologie91
2.2 »Wort« als theologische Kategorie und als Kommunikationsmedium93
2.3 Wandel im soziokulturellen Bereich95
2.4 Geistwirken und Erfahrung des Wortes97
2.5 Sakramentales Wort98
2.6 Ritualkritik99
2.7 Beschränkung der Gott-Mensch-Beziehung auf das Gespräch99
2.8 Die Entwicklung nach Luther100
II Oswald Bayer104
A Ausgangslage107
1 Lutherische Theologie fu?r die Gegenwart107
2 Meta-Kritik107
B Theologie und Gottesdienst109
1 Der allgemeine Gottesdienst109
2 Der besondere Gottesdienst110
3 Das Verhältnis von Theologie und Gottesdienst111
4 Orientierung an den Formen des Gottesdienstes112
C Theologie als Wort-Theologie113
1 Gott in seinen Widerfahrnissen113
2 Gott als Anredender und Autor114
2.1 Schöpfung als Anrede114
2.2 Gott als »Po(i)et«116
2.3 Gott als »Autor meiner Lebensgeschichte«116
3 Der Mensch als Antwortender117
4 Der Mensch als »in Geschichten verstrickt«118
5 Leibliches Wort118
5.1 Kritik am neuzeitlichen Geist-Körper-Dualismus118
5.2 CA V und das »leibliche Wort«119
6 Keine Ausschließlichkeit der personalen Anrede121
D Promissio122
1 Lutherstudien122
2 Der Sitz im Leben der »promissio«124
3 »Promissio« und »fides«124
4 Sprechakttheorie125
E Glaube als »passio«127
1 Kritik an der »vita activa«127
2 Kritik an der »vita contemplativa«128
3 »Vita passiva«129
F Konsequenzen fu?r den Gottesdienst130
1 Die Situation des Menschen130
2 Der Gottesdienst als Sprachgeschehen132
3 Gottesdienst als Austeilung132
4 »Fest und Feier«133
5 »Opfer und Gabe«133
6 Katabatische Bewegung134
7 Konkretionen134
7.1 Die Zusage in Beichte, Taufe und Herrenmahl134
7.2 Zusage und Predigt135
7.2.1 Unterscheidung von Gesetz und Evangelium135
7.2.2 Tauf- und abendmahlsgemäße Predigt136
7.2.3 Weder Information noch Aktion137
7.2.4 Dramatisches Geschehen der Rechtfertigung139
7.2.5 Predigt gegen140
7.3 Die antwortenden Sprachformen: Lob, Klage, Bitte, Fu?rbitte und Segen140
7.4 Schweigen und Stille141
7.4.1 »Rechtfertigungstheologisch pointiertes Schweigen«141
7.4.2 Schweigen als Warten auf Gottes Reden141
7.4.3 Schweigen als Ausdruck der »vita passiva«142
G Zusammenfassung und kritische Wu?rdigung143
1 Zusammenfassung143
2 Kritische Wu?rdigung144
2.1 Das seelsorgerliche Interesse der Gottesdienst-Theologie Oswald Bayers144
2.2 Die Übersetzung der Rechtfertigung jenseits von Moral und Intellekt144
2.3 Verengung des Evangeliums bei Konzentration auf ein Sprachgeschehen145
2.4 Plausibilität der Anwendung der Sprechakttheorie auf die Theologie145
2.5 Sinnlichkeit und Leiblichkeit des Wortes146
2.6 Ausgangssituation des heutigen Menschen und die Rechtfertigung147
2.7 Personalismus148
2.8 Fest und Feier – Keine »praxis pietatis«?150
2.9 Schweigen und Hören151
III Paul Tillich154
Vorbemerkung und Quellen156
A Ausgangslage159
1 Reformatorische Theologie in der Gegenwart160
2 Apologetische Theologie und die Methode der Korrelation162
3 Neue Sprache162
4 Ontologie164
B Tillichs theologische Grundentscheidungen166
1 Offenbarung166
1.1 Offenbarung und Mysterium166
1.2 Wort und Offenbarung167
1.3 Offenbarung, Wort, Logos170
1.4 Die sechs Bedeutungen von »Wort Gottes«171
2 Gotteslehre172
2.1 Gott als Sein-Selbst172
2.2 Die Gott-Mensch-Beziehung als symbolische Ich-Du-Beziehung174
3 Existenz, Entfremdung und das Neue Sein in Jesus Christus als die Macht der Erlösung177
3.1 Existenz177
3.2 Su?nde als Entfremdung177
3.3 Wege der Selbsterlösung178
3.4 Das Neue Sein in Jesus als dem Christus180
4 Das Leben, der Geist und die Zweideutigkeiten des Lebens Religion und Kirche182
4.1 Das Leben und seine Zweideutigkeiten182
4.2 Die Gegenwart des göttlichen Geistes186
4.2.1 Ekstase186
4.2.2 Wort und Sakrament als Mittler des Geistes187
4.2.3 Glaube und Liebe als Werke des Geistes191
4.3 Die Gegenwart des göttlichen Geistes und die Zweideutigkeiten der Religion192
4.3.1 Geistgemeinschaft, Kirchen und ihre Funktionen192
4.3.2 Der Einzelne und die Kirche196
C Wort-Theologie?198
1 Übersetzung der Rechtfertigungslehre198
2 »Wort« als Symbol201
3 Wort als Offenbarungsmedium und als »medium salutis«203
4 Transparenz und Transzendenz204
4.1 Transparenz204
4.2 Transzendenz205
5 Wort und Mystik205
D Gottesdienst-Theologie208
1 »Gottesdienst« als Offenbarungserfahrung208
2 Der Gottesdienst der Kirche210
2.1 Religion und Gottesdienst in ihrer Zweideutigkeit211
2.2 Gottesdienst als Ort der Aufnahme, Vermittlung und Antwort213
2.3 Die protestantische Verku?ndigung214
2.3.1 Die Predigt und das »Wort Gottes«214
2.3.2 Die »Konstellation« der Predigt215
2.3.3 Symbolik216
2.3.4 Verku?ndigungsinhalt: Die Grenzsituation, das »Ja« und das Neue Sein217
2.4 Die verlorene Dimension220
2.5 Wort und Sakrament222
2.6 Gottesdienst und Kontemplation224
2.7 Der Gottesdienst als Hinwendung zur Quelle225
E Zusammenfassung und kritische Wu?rdigung227
1 Zusammenfassung227
2 Kritische Wu?rdigung228
2.1 Beeindruckendes System fu?r die Gegenwart228
2.2 Die positive Aufnahme in der Gottesdienst-Theologie der liturgischen Bewegung228
2.3 Die Denk- bzw. Fragnotwendigkeit Gottes232
2.4 Entgegenständlichung des Gegenstandes der Theologie?232
2.5 Die Christologie und der Gottesdienst236
IV Die Zuwendung Gottesfeiern – Gottesdiensttheologie in eigener Verantwortung238
A Aufgabenstellung240
1 Theologie und Gottesdienst240
2 Korrelative Theologie – Die Frage nach Rechtfertigung, Sein und Sinn242
B Sein oder Wort? »Zuwendung« als Leitbegriff der Theologie247
1 Gottes- und Menschenbild249
1.1 Gott im Wort, Gott als Sein-Selbst und Gott als Zugewandter249
1.2 Der Mensch: Passive Haltung der Zuwendung254
2 Das Evangelium: Die Zuwendung Gottes in Christus256
2.1 Evangelium als Wort- und Sprachgeschehen256
2.2 Proklamation und Manifestation258
3 Gewissheit: Zuspruch und Glaube, Annahme und erfahrene Zuwendung264
4 Logos-Theologie und Theologie des (gesprochenen) Wortes265
5 Wort und Sprache268
6 Zuspruch und Zuwendung269
7 Wort und Mystik: »communicatio« – »communio« – »unio«273
C Gottesdienst-Theologie – Der Gottesdienst als Fest der Zuwendung Gottes276
1 Ausgangslage276
2 Weites Verständnis277
3 Der besondere, liturgische Gottesdienst278
3.1 Abgrenzungen279
3.2 Funktion280
4 Der Gottesdienst als Fest und Feier281
4.1 Zeit und Raum281
4.2 Ritus281
4.3 Einfu?hrung in spirituelle Praxis282
5 Zuwendung Gottes282
6 Zuwendung zu Gott283
7 Gottesdienst, Gebet und Kontemplation – Mystik288
8 Die sakramentale, personale und mystische Dimension290
8.1 Im Gottesdienst290
8.2 Glaube, Gottesdienst, Lebensprozess290
D Konkretionen292
E Zusammenfassung und Ausblick295
Anstelle eines Nachworts297
Literaturverzeichnis299
Weitere Veröffentlichungen309

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