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Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung

AutorDirk Hagemann, Frank Spinath, Gerhard Stemmler, Manfred Amelang
VerlagKohlhammer Verlag
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl695 Seiten
ISBN9783170257221
FormatPDF/ePUB
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis43,99 EUR
Die 8. Auflage des klassischen Lehrbuchs der Differentiellen Psychologie und Persönlichkeitsforschung, begründet von Manfred Amelang und Dieter Bartussek, ergänzt die umfassend neu strukturierte und aktualisierte 7. Auflage um Einleitungen in jedem Kapitel und um Zusammenfassungen nach jedem Unterkapitel. Außerdem wurde das Sachverzeichnis überarbeitet. Damit ist das Lehrbuch noch studienfreundlicher geworden. Das Buch ist der verlässliche Begleiter für das Gesamtgebiet der empirischen Persönlichkeitspsychologie. Es behandelt Grundlagen und Forschungsmethoden, interindividuelle Unterschiede im Leistungs- und Persönlichkeitsbereich sowie ihre Determinanten und Auswirkungen. Damit legt das Buch eine integrative Grundlage für alle Anwendungsfächer der Psychologie. Es enthält Lesepläne für ein 2-, 3- und 4-SWS-Curriculum im Bachelor- und Masterbereich. Alle Abbildungen und ein Lernprogramm mit prüfungsrelevanten Fragen und Antworten zum Selbststudium stehen als Download zur Verfügung. 'Seit ihrem erstmaligen Erscheinen im Jahre 1981 gilt die 'Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung' im deutschen Sprachraum als das Referenzwerk für Lehre und Prüfung an den Universitäten und Hochschulen.' (Prof. em. Dr. Alois Angleitner)

Prof. Dr. Gerhard Stemmler, Universität Marburg; Prof. Dr. Dirk Hagemann und Prof. em. Dr. Manfred Amelang, Universität Heidelberg; Prof. Dr. Frank M. Spinath, Universität des Saarlandes.

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Leseprobe

1         Grundlagen


 

 

 

 

Womit befasst sich die Differentielle Psychologie? Was versteht man unter Persönlichkeit? Um diese grundlegenden Fragen geht es in diesem einleitenden Kapitel. Zunächst besprechen wir, welche Bedeutung interindividuelle Unterschiede in physischen und psychischen Merkmalen haben und warum deren Erforschung psychologisch relevant ist (1.1). Sodann fragen wir, wie groß interindividuelle Unterschiede bei Menschen und bei Tieren sind und wie die betrachteten Merkmale in einer Population verteilt sind (1.2). Der Frage der Bedeutung von interindividuellen Unterschieden wird in einem geschichtlichen Exkurs vertiefend nachgegangen. Hier wird schnell deutlich, dass es immer auch um die Messung von psychischen Merkmalen geht, was im Bereich der Persönlichkeit von unterschiedlichen Konzepten oder Perspektiven aus geschehen ist (1.3). Die Erläuterung der Aufgaben der Differentiellen Psychologie führt direkt zu der Frage ihrer Abgrenzung von der Allgemeinen Psychologie (1.4). Schließlich werden zentrale Begriffe – von »Variablen« über »Konstrukte« bis zu »Persönlichkeit« (1.5) – und inhaltliche Konzepte wie Verhaltensgewohnheiten, Dispositionseigenschaften und Verhaltensvorhersage sowie Zustände und Typen besprochen (1.6).

1.1       Einführung


Wie jede Alltagserfahrung lehrt, ist die Unterscheidbarkeit von Individuen eine der Grundtatsachen des Lebens überhaupt. Die individuellen Besonderheiten sind bereits unmittelbar nach der Geburt offenkundig und verstärken sich mit zunehmender Reifung. Keiner ist dem anderen gleich in Aussehen, Gestik, Mimik und Auftreten, in Denkweise, Meinungen und Einstellungen, in Sprache und Verhalten. Jeder reagiert in einer ihm eigenen Weise auf seine Umwelt und die Mitmenschen.

Selbst wenn zwischen mehreren Personen gewisse Übereinstimmungen bestehen, gelten diese allenfalls für eng umschriebene Charakteristika. Die Besonderheit der Person wird hingegen in der spezifischen Kombination der Merkmale erkennbar. Selbst wenn man nur ein Merkmal betrachtet, so gilt einem alten Sprichwort zufolge, dass Gleiches, von Verschiedenen getan, doch nicht dasselbe sein muss. Damit wird auf die spezifischen Beweggründe für Verhalten oder auf die nicht exakt wiederholbare situative Einbindung des Verhaltens abgehoben und die Einheit und Unverwechselbarkeit der Person unterstrichen.

Seit alters her sind die individuellen Besonderheiten beobachtet und registriert worden. Sie liefern das Material für Literatur, Schauspiel oder bildende Kunst, wo immer wieder das Charakteristische einzelner Menschen akribisch herausgearbeitet worden ist.

Erhebliche Bedeutung haben die individuellen Eigenarten für das soziale Gefüge. Die differenzierte Leistungsgesellschaft etwa ist eine Folge der Auffassung, dass nicht alle Mitglieder einer Gesellschaft alle anfallenden Aufgaben gleich gut bewältigen können, weshalb sich eine gezielte Platzierung von Personen anbietet. Qualifikationsmerkmale von Personen sollten möglichst gut mit den Anforderungen von Aufgaben zur Deckung kommen. Konstitutiver Bestandteil der Leistungsgesellschaft ist ein Bildungssystem, das eine unterschiedliche Lernfähigkeit und Schulbarkeit seiner Bürger unterstellt und für diese von Sonderschulen bis zu Universitäten zahlreiche Bildungseinrichtungen bereithält, die darüber hinaus noch beträchtliche Binnengliederungen vorsehen. Auf weite Strecken lebt zudem die Wirtschaft von den unterschiedlichen Ansprüchen der Menschen, indem sie für eine große Produktvielfalt sorgt.

Nur auf den ersten Blick mag es demgegenüber paradox anmuten, wenn in der Geschichte immer wieder Gleichheit der Menschen eingefordert wurde, wie in der Unabhängigkeitserklärung der USA (»All men are created equal«), dem Ideal der Französischen Revolution (»Liberté, Egalité, Fraternité«) oder in gewerkschaftlichen Forderungen (»Gleicher Lohn für gleiche Arbeit«). Damit sollte zumindest den ärgsten Auswüchsen einer auf der Ungleichheit der Menschen basierenden Politik von Knechtschaft und Ausbeutung entgegengetreten und zum Teil auch die behauptete (»Natur-«)Notwendigkeit der Ungleichheiten selbst bestritten werden.

Tatsächlich bestehen Ungleichheiten. Männer werden immer noch trotz vergleichbarer Leistungen besser als Frauen entlohnt. Ältere erhalten mehr Lohn als Jüngere. Gut aussehende Personen sind gegenüber weniger attraktiven im Ausbildungsprozess, bei psychotherapeutischer Behandlung oder bei der Wahl des Partners im Vorteil.

Die Reihe derartiger Beispiele ist beliebig fortsetzbar. Festzuhalten ist, dass in vielen Merkmalen interindividuelle Unterschiede bestehen, manche allerdings für den Einzelnen nahezu ohne Belang und andere nur in einzelnen Situationen relevant sind (z. B. die Form der inneren Gehörgänge, die Neigung zu Seekrankheit). Interindividuelle Unterschiede in Merkmalen wie dem Geschlecht, der Hautfarbe, der Intelligenz oder der Persönlichkeit sind hingegen situationsübergreifend von größter Bedeutung, weil davon die Wirksamkeit von Menschen auf die Welt und umgekehrt die Rückwirkung der Umwelt auf sie mitbestimmt wird.

Die Beschreibung und Analyse derartiger interindividueller Differenzen zwischen Individuen oder Gruppen bilden den Gegenstand der Differentiellen Psychologie. Im Unterschied dazu behandelt die Allgemeine Psychologie die Gesetzmäßigkeiten des Verhaltens und Erlebens des durchschnittlichen Individuums. Dabei ist nicht unbedingt sicher, dass es ein solches »durchschnittliches« Individuum überhaupt gibt und dass die Gesetzmäßigkeit auf alle Mitglieder der Population gleichermaßen gut zutrifft. Anders ausgedrückt befasst sich die Differentielle Psychologie mit dem systematischen Teil der von der Allgemeinen Psychologie ausgeklammerten Variabilität im Verhalten und Erleben.

Die differentialpsychologische Betrachtung von Unterschieden bezieht sich nicht nur auf Unterschiede zwischen Personen zu einem gegebenen Zeitpunkt (Querschnittsbetrachtung), obgleich dies ihr Hauptgegenstand ist. Auch die Merkmalsfluktuation innerhalb einer Person über Situationen oder Zeitpunkte hinweg (Längsschnittbetrachtung, intraindividuelle Unterschiede) kann Gegenstand der Differentiellen Psychologie sein. Dann werden interindividuelle Unterschiede in den intraindividuellen Prozessen untersucht. Wenn solche Unterschiede nicht bestehen oder nicht interessieren, sind die Prozesse Gegenstand der Allgemeinen Psychologie oder auch der Entwicklungspsychologie, je nachdem, ob es sich um kürzere Zeitstrecken im Sekundenbereich bis zu mehreren Wochen handelt oder ob es um längere Zeitabschnitte bis hin zu vielen Jahren geht.

Differentialpsychologische Fragestellungen gelten

•  der Beschaffenheit von Merkmalen oder Prozessen, in denen es interindividuelle Differenzen gibt,

•  der wechselseitigen Abhängigkeit solcher Merkmale,

•  dem Ausmaß interindividueller Differenzen,

•  ihrer Beeinflussbarkeit durch Training, veränderte Anregungsbedingungen, Medikamente und andere Bedingungen,

•  den organismischen, kognitiven, emotionalen und motivationalen Grundlagen für diese Differenzen,

•  ihren Ursachen, darunter Erb- und Umweltfaktoren sowie

•  der Vorhersage von zukünftigem Verhalten aufgrund dieser Differenzen.

Viele dieser Fragestellungen sind Gegenstand dieses Lehrbuchs.

Zusammenfassung von Kapitel 1.1


Interindividuelle Unterschiede bestehen in sehr vielen physischen und psychischen Merkmalen; gleichwohl eint die Mitglieder einer Spezies ein gemeinsamer Bauplan. In diesem Spannungsfeld zwischen Ungleichheit und Gleichheit kann man sowohl etwas in unserem Kulturkreis Wertgeschätztes – wie die Besonderheit und Einzigartigkeit einer einzelnen Person – als auch eine gesellschaftliche Verfasstheit zwischen Ungerechtigkeit und Gerechtigkeit sehen. Die Differentielle Psychologie beschäftigt sich außer mit interindividuellen Unterschieden auch mit intraindividuellen Veränderungen, sofern sie bei verschiedenen Personen unterschiedlich ausgeprägt sind.

1.2       Zur Universalität interindividueller Differenzen


1.2.1     Interindividuelle Differenzen beim Menschen


Das Wissen um Unterschiede zwischen Individuen im Humanbereich stellt seit jeher eine Selbstverständlichkeit dar. Zu allen Zeiten hat es Personen gegeben, die sich in Bezug auf einzelne Merkmale oder deren Kombination von ihren Mitmenschen deutlich abhoben. Die Variabilität von Merkmalen stellt allerdings ein allgemeines Phänomen dar: So weisen etwa Größe, Gewicht und Konstitution des...

Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Deckblatt1
Titelseite4
Impressum5
Inhalt6
Zusatzmaterial13
Vorwort zur 8. Auflage14
Hinweise zur Benutzung15
Teil I Grundlagen und Forschungsmethoden18
1 Grundlagen20
1.1 Einführung20
1.2 Zur Universalität interindividueller Differenzen22
1.2.1 Interindividuelle Differenzen beim Menschen22
1.2.2 Interindividuelle Differenzen bei Tieren25
1.3 Anfänge der Messung interindividueller Differenzen28
1.3.1 Antike und Judentum28
1.3.2 Mittelalter und Neuzeit29
1.3.3 »Mental Tests« und ihre Folgen32
1.3.4 Die Beiträge von Binet und Stern32
1.3.5 Erfassung der Persönlichkeit35
1.4 Abgrenzung der Differentiellen Psychologie39
1.4.1 Entwicklung und Aufgaben der Differentiellen Psychologie39
1.4.2 Zum Antagonismus zwischen Differentieller und Allgemeiner Psychologie44
1.5 Zentrale Begriffe46
1.5.1 Variablen und Skalen46
1.5.2 Konstrukte47
1.5.3 Persönlichkeit48
1.5.4 Nomothetische, idiographische und idiothetische Methode50
1.6 Inhaltliche Konzepte der Differentiellen Psychologie53
1.6.1 Verhaltensweisen53
1.6.2 Verhaltensgewohnheiten54
1.6.3 Dispositionseigenschaften und Verhaltensmerkmale56
1.6.4 Verhaltensvorhersage64
1.6.5 Zustände65
1.6.6 Typen67
2 Methoden der Persönlichkeitsforschung71
2.1 Die Analyse von Variation und Kovariation71
2.1.1 Beschreibung univariater Merkmalsverteilungen: Variationsforschung71
2.1.2 Zwei Maße für die Variabilität eines Merkmals72
2.1.3 Beschreibung bivariater Merkmalsverteilungen: Korrelationsforschung78
2.1.4 Beschreibung multivariater Merkmalszusammenhänge: Faktorenanalyse80
2.1.5 Das Problem der Erklärung in der Differentiellen Psychologie99
2.2 Anforderungen an empirische Forschungsdaten103
2.2.1 Die Objektivität empirischer Forschungsdaten103
2.2.2 Die Reliabilität empirischer Forschungsdaten104
2.2.3 Die Validität empirischer Forschungsdaten106
2.2.4 Die Situationsabhängigkeit empirischer Forschungsdaten108
3 Gewinnung empirischer Daten111
3.1 Der eigenschaftstheoretische Ansatz111
3.1.1 Voraussetzungen111
3.1.2 Allgemeines zur Entwicklung von Verfahren113
3.1.3 Beispiele für Tests im Leistungsbereich114
3.1.4 Beispiele für Tests im Persönlichkeitsbereich117
3.1.5 Selbst- und Fremdeinschätzungen119
3.1.6 Fehlerfaktoren126
3.1.7 Ein alternatives Messkonzept: indirekte Verfahren130
3.2 Der psychodynamische Ansatz133
3.2.1 Projektive Tests134
3.2.2 Einige Beispiele134
3.2.3 Gütekriterien135
3.3 Der verhaltenstheoretische Ansatz136
3.3.1 Grundzüge und Unterscheidungsmerkmale136
3.3.2 Beobachtetes Verhalten138
3.3.3 Physiologische Messungen143
Teil II Interindividuelle Differenzen im Leistungsbereich148
4Modellierung von Intelligenzstruktur150
4.1 Verbale Umschreibung und operationale Definitionen150
4.2 Skalen und Verteilungen154
4.2.1 Quantitative Maße für Allgemeine Intelligenz154
4.2.2 Abhängigkeit vom Messbereich155
4.3 Strukturmodelle157
4.3.1 Die Zwei-Faktoren-Theorie von Spearman157
4.3.2 Gruppenfaktoren-Modelle160
4.3.3 Das Modell mehrerer gemeinsamer Faktoren161
4.3.4 Das Modell der fluiden und kristallisierten Allgemeinen Intelligenz von Cattell166
4.3.5 Das »Structure of Intellect«-Modell von Guilford169
4.3.6 Das Berliner Intelligenzstrukturmodell von Jäger172
4.3.7 Die »Three Stratum«-Theorie von Carroll174
4.3.8 Abschließende Bemerkungen177
4.4 Stabilität und Veränderung179
4.4.1 Intelligenzentwicklung über die Lebensspanne179
4.4.2 Differentielle Stabilität der Intelligenz183
4.4.3 Veränderung von Intelligenz186
4.5 Geschlechtsunterschiede192
5Grundlagen und Korrelate der Intelligenz196
5.1 Prozessmodelle196
5.1.1 Mentale Geschwindigkeit und »Elementary Cognitive Tasks«199
5.1.2 Arbeitsgedächtnis203
5.2 Neurale Korrelate der Intelligenz206
5.3 Intelligenz in Ausbildung, Beruf und Lebenslauf209
5.3.1 Extremvarianten der Intelligenz: Hoch- und Minderbegabte210
5.3.2 Intelligenz und Problemlösen211
5.3.3 Intelligenz und Lernen213
5.3.4 Intelligenz und Schulerfolg214
5.3.5 Intelligenz und Berufstätigkeit215
5.3.6 Intelligenz, Verhalten und Lebenslauf219
5.4 Praktische Intelligenz223
5.4.1 Methoden zur Erfassung von alltagsnahen Kompetenzen223
5.5 Weitere Konzepte von Intelligenz226
5.5.1 Multiple Intelligenzen226
5.5.2 Soziale Intelligenz228
5.5.3 Erfolgsintelligenz229
5.5.4 Emotionale Intelligenz229
6Kreativität234
6.1 Einführung und Begriffsbestimmung234
6.2 Erfassung von Kreativität235
6.2.1 Kreativität als Eigenschaft235
6.2.2 Allgemeines zur Kennzeichnung der Verfahren237
6.2.3 Die Guilford-Tests239
6.2.4 Weitere Verfahren241
6.3 Korrelate der Kreativität244
6.3.1 Validierungs- und Kriterienproblematik244
6.3.2 Kreativität und Intelligenz245
6.3.3 Kreativität und Schulleistung246
6.3.4 Kreativität und Persönlichkeit247
6.4 Aufklärung testunabhängiger Kreativitätsvarianz249
6.5 Zur Theorie der Kreativität251
6.5.1 Prozessmodelle251
6.5.2 Komponentenmodelle253
6.6 Implikationen und Trainierbarkeit258
Teil III Interindividuelle Differenzen im Persönlichkeitsbereich260
7 Modellierung von Persönlichkeitsstruktur262
7.1 Typologien262
7.1.1 Temperamentstypologien262
7.1.2 Konstitutionstypologien264
7.2 Persönlichkeitstheoretische Konzepte von Cattell269
7.2.1 Allgemeine Kennzeichen269
7.2.2 Verhaltensdaten270
7.2.3 Fragebogendaten272
7.2.4 Objektive Tests276
7.2.5 Abschließende Würdigung278
7.3 Die Persönlichkeitstheorie von Eysenck279
7.3.1 Allgemeine Kennzeichnung279
7.3.2 Das PEN-System281
7.3.3 Anwendungsbereiche288
7.3.4 Abschließende Würdigung291
7.4 Das Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit294
7.4.1 Entwicklung des Fünf-Faktoren-Modells: Fremdbeurteilung294
7.4.2 Fünf-Faktoren-Modelle in Persönlichkeitsfragebogen: Selbstbeurteilung296
7.4.3 Stellenwert des Fünf-Faktoren-Modells302
7.4.4 »Persönlichkeit« von Kulturen305
7.5 Stabilität und Veränderung307
7.5.1 Differentielle Stabilität307
7.5.2 Absolute Stabilität308
7.6 Geschlechtsunterschiede310
8 Biologische Grundlagen und Korrelate der Persönlichkeit312
8.1 Die biologischen Erklärungstheorien der Persönlichkeit von Eysenck313
8.1.1 Biologische Basis der Extraversion313
8.1.2 Biologische Basis von Neurotizismus und Psychotizismus321
8.1.3 Abschließende Erörterung323
8.2 Die BIS/BAS-Theorie der Persönlichkeit von Gray325
8.2.1 Impulsivität und Ängstlichkeit325
8.2.2 Drei fundamentale Hirnsysteme für Belohnung und Bestrafung327
8.2.3 Individuelle Unterschiede in den Funktionen des BIS, BAS und FFS328
8.2.4 Empirische Überprüfung330
8.2.5 Revision der Theorie335
8.3 Die biosoziale Persönlichkeitstheorie von Cloninger337
8.3.1 Drei fundamentale Persönlichkeitsmerkmale/Hirnsysteme für Neuheit, Gefahr und Belohnung338
8.3.2 Empirische Überprüfung341
8.3.3 Weiterentwicklung der Theorie346
8.4 Affektiver Stil, Positive und Negative Affektivität347
8.4.1 Frontale Asymmetrie und Affektiver Stil, Positiver Affekt und Negativer Affekt348
8.4.2 Frontale Asymmetrie und motivationale Tendenz351
8.5 Sensation Seeking353
8.5.1 Die Messung von »Sensation Seeking«354
8.5.2 »Sensation Seeking« im alternativen Fünf-Faktoren-Modell355
8.5.3 Biopsychologische Grundlagen des »Sensation Seeking«356
8.6 Vergleich zwischen den biopsychologischen Persönlichkeitstheorien360
8.7 Organismische Korrelate der Persönlichkeit364
8.7.1 Psychophysiologie364
8.7.2 Gesundheit367
9 Emotion und Persönlichkeit375
9.1 Die Psychoanalyse Freuds als Persönlichkeitstheorie375
9.1.1 Das allgemeine Menschenbild der Psychoanalyse376
9.1.2 Strukturelle Konzepte: Es,Ich und Über-lch377
9.1.3 Dynamische Persönlichkeitskonzepte der Psychoanalyse379
9.1.4 Die Neoanalyse382
9.1.5 Die Überprüfung psychoanalytischer Annahmen385
9.2 Das Persönlichkeitsmerkmal »Repression versus Sensitization«389
9.2.1 Umschreibung des R-S-Konstruktes389
9.2.2 Die Entwicklung des R-S-Konstruktes390
9.2.3 Die Messung des R-S-Konstruktes392
9.2.4 Unterschiede zwischen Repressern und Sensitizern393
9.2.5 Kritik am R-S-Konstrukt395
9.2.6 Zweidimensionale Erfassung des R-S-Konstruktes396
9.2.7 Weiterentwicklung des R-S-Konstruktes397
9.3 Ängstlichkeit401
9.3.1 Die Vielfalt psychologischer Angstforschung401
9.3.2 Die differentialpsychologische Perspektive403
9.3.3 Differenzierungen des Ängstlichkeitskonstruktes409
9.3.4 Biologische Grundlagen der Ängstlichkeit414
9.3.5 Geschlechtsunterschiede418
9.4 Aggression und Aggressivität420
9.4.1 Zur Bedeutung von Aggression420
9.4.2 Definitionsprobleme421
9.4.3 Aggressivität als Folge von Trieben und Instinkten422
9.4.4 Aggression als Folge von Lernprozessen426
9.4.5 Aggressivität als Eigenschaft429
9.4.6 Geschlechtsunterschiede433
10 Kognitiv-affektive Einheiten und Persönlichkeit435
10.1 Verhaltenstheoretische Persönlichkeitsforschung435
10.2 Die soziale Lerntheorie der Persönlichkeit von Rotter437
10.2.1 Grundsätzliche Annahmen437
10.2.2 Kontrollüberzeugungen als generalisierte Erwartungen439
10.2.3 Korrelate von internaler und externaler Kontrollüberzeugung445
10.2.4 Zwischenmenschliches Vertrauen452
10.3 Belohnungsaufschub457
10.3.1 Inhalt, Herleitung und Bedeutung459
10.3.2 Zur Unterscheidung von Belohnungsaufschub und Verzögerungsabwertung460
10.3.3 Erfassung und Korrelate von Belohnungsaufschub461
10.3.4 Situative und kognitive Faktoren462
10.3.5 Erklärungsmodelle463
10.3.6 Abschließende Erörterung464
11 Konzepte des Selbst in der Persönlichkeitspsychologie466
11.1 Selbstkonzept466
11.1.1 Das Selbstkonzept als selbstbezogenes Wissenssystem466
11.1.2 Quellen selbstbezogenen Wissens467
11.1.3 Struktur und Messung des Selbstkonzepts468
11.1.4 Realitätstreue bereichsspezifischer Selbstkonzepte471
11.1.5 Das globale Selbstkonzept475
11.2 Selbstwirksamkeit478
12 Verhaltensvorhersage durch Eigenschaften480
12.1 Modelle für Eigenschaftstheorien480
12.1.1 Personismus480
12.1.2 Situationismus485
12.1.3 Interaktionismus489
12.1.4 Dispositionismus491
12.2 Verbesserung der Verhaltensvorhersage496
12.2.1 Erhöhung der Reliabilität (Aggregation über Zeitpunkte)496
12.2.2 »Multiple-Act«-Kriterien (Aggregation über Verhaltensweisen)497
12.2.3 Aggregation über und Berücksichtigung von Situationen498
12.2.4 Persönlichkeitspsychologisch relevante Situationen499
12.2.5 Wahl des Kriteriums501
12.2.6 Zentralität und Angemessenheit von Eigenschaften501
12.2.7 Selbstzentrierte Aufmerksamkeit502
12.2.8 Identifikation von Personen mit hoher Vorhersagbarkeit503
Teil IV Determinanten interindividueller Unterschiede510
13 Genetische Faktoren512
13.1 Einführende Bemerkungen512
13.2 Art und Ausmaß der Erbbedingtheit513
13.3 Allgemeine Vorstellungen über Erbe und Umwelt515
13.4 Erblichkeitsschätzungen aufgrund von Varianzzerlegung516
13.4.1 Modellparameter516
13.4.2 Bestimmung der Parameter519
13.4.3 Designs523
13.5 Ergebnisse verhaltensgenetischer Forschung526
13.5.1 Allgemeine Intelligenz526
13.5.2 Persönlichkeit530
13.6 Abschließende Erörterung535
14 Umweltfaktoren536
14.1 Dimensionierung der Umwelt536
14.2 Allgemeine Milieu- und Anregungsfaktoren540
14.2.1 Zwillingsuntersuchungen540
14.2.2 Adoptionsstudien546
14.2.3 Der Sonderfall: Persönlichkeitsmerkmale in Familienuntersuchungen556
14.2.4 Sozialstatus und sozioökonomische Variablen557
14.3 Spezifische Faktoren559
14.3.1 Ernährung559
14.3.2 Krankheiten563
14.3.3 Stellung in der Geschwisterreihe565
14.3.4 Erziehungsverhalten der Eltern573
14.3.5 Übung, Training, Unterweisung575
14.3.6 Physische Attraktivität586
15 Gruppenunterschiede591
15.1 Geschlecht591
15.1.1 Biologische Grundlagen: Ausbildung des Geschlechts594
15.1.2 Geschlechtsrollen599
15.1.3 Zugeschriebenes und erlebtes Geschlecht, Erziehungsfaktoren600
15.1.4 Abschließende Bemerkungen601
15.2 Ethnische Gruppen603
15.3 Sozioökonomischer Status610
15.3.1 Bedeutung und Messung610
15.3.2 SÖS und Intelligenz611
15.3.3 SÖS, Persönlichkeit und Werthaltungen612
15.3.4 Interpretationen612
Literatur614
Bildquellennachweis675
Stichwortverzeichnis676
Personenverzeichnis686

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