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Dispense der päpstlichen Pönitentiarie

AutorAxel Huber
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl26 Seiten
ISBN9783638884235
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis3,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,0, Universität Konstanz, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Spätmittelalter war das Leben der Menschen von einer großen Frömmigkeit geprägt. Bis zu 150 Fastentage prägten den Alltag, der von allerlei Vorschriften von kirchlicher Seite geprägt war. Auch die Gesellschaft war ein abgeschlossener Zirkel, in dem es feste Regeln gab. Aber Jesus sagte schon zu seinen Jüngern im Garten Gethsemane: 'Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.' (Matthäus 26,41). Kleriker, Adlige und normale Menschen überschritten die Normen. Ehebruch, Bigamie, Betrug, Mord und Totschlag waren streng zu ahndende Überschreitungen, kamen dennoch teils häufig vor. Gerade außerehelicher Geschlechtsverkehr und seine Folgen stellten ein Problem dar. Rolf Sprangel stellte 1986 die Frage, ob es zu hoch gegriffen sei, ein Drittel der Bevölkerung des Spätmittelalters als unehelich geboren anzusehen. Neithard Bulst widerspricht, aber dennoch bleibt eine hohe Zahl von Unehelichen im Raum stehen.1 Nicht nur vom Namen her waren diese Menschen mit einem Geburtsmakel versehen. Kirchliche und weltliche Karrieren waren blockiert, weil die Gesellschaft die Illegitimen ignorierte. Abhilfe konnten Dispense der päpstlichen Pönitentiarie verschaffen. Sie waren ein Mittel, um den Makel abzustreifen. Diese Arbeit wird zeigen, wie sich die Pönitentiarie entwickelte, wie die bewegte Geschichte des sich sammelnden Archivs sich darstellte und wie konkret sich der Geburtsmakel auswirkte. Dabei lässt sich eine kleine Sittengeschichte erkennen, denn Kleriker wie Weltliche waren der Sünde oft allzu gerne näher, als sie es dem Herrn versprochen hatten. Und auch die Dispense der päpstlichen Pönitentiarie waren nicht vom Betrugsversuch gefeit. Aus einer kleinen Liste von verurteilten Fälschern, die aus dem 14. Jahrhundert stammt, lassen sich drei Straftäter aus der Diözese Konstanz erkennen, die Dispense widerrechtlich angefertigt hatten.2 Dies zeigt zum einen eine kriminelle Energie und zum anderen die Angst vor göttlicher Strafe, die sich mit dem Wunsch nach schneller Befreiung aus Seelenpein und Makeln ergab.

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