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E-Book

Diversity Management

AutorEva Herrmann, Sandra Kätker
VerlagHogrefe AG
Erscheinungsjahr2007
Seitenanzahl334 Seiten
ISBN9783456944197
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis39,99 EUR
Eva Herrmann / Sandra Kätker
Diversity Management
Organisationale Vielfalt im Pflege- und Gesundheitsbereich erkennen und nutzen
2007. 333 S., 27 Abb., 19 Tab., Kt
ISBN: 978-3-456-84419-0


Diversity Management - Vielfalt in der Pflege aktiv und kreativ gestalten

«Diversity» wird im organisationswissenschaftlichen Zusammenhang als Ausdruck personaler Vielfalt und Unterschiedlichkeit im Umfeld von Unternehmen verstanden. «Diversity Management» ist der Ansatz, mit dem diese Vielfalt aktiv gestaltet werden kann. Die Autorinnen untersuchen, inwieweit Diversity Management in Einrichtungen des Gesundheitsbereichs sinnvoll und umsetzbar ist. Sie beschreiben die inhaltlichen und theoretischen Grundlagen, Zielsetzungen wie auch Entwicklungsphasen und durchleuchten den Bereich der Gesundheitsversorgung auf mögliche Ansatzpunkte und Zielsetzungen. Good-Practice-Beispiele zeigen, wie Diversity Management in die Praxis umgesetzt werden kann. Das umfassende Konzept, um Diversity Management in die Praxis einzuführen, kann Gesundheitseinrichtungen als Leitfaden für die individuelle Ausgestaltung dienen.

Aus dem Inhalt

- Einleitung
- Diversity und Diversity Management – Grundlagen
- Einbettung von Diversity Management in einen theoretischen Rahmen
- Ausgesuchte Probleme von Einrichtungen des Gesundheitsbereichs am Beispiel Krankenhaus
- Gezielter Umgang mit Diversity – eine Möglichkeit zur Bearbeitung der aufgezeigten Problemfelder?
- Sechs Beispiele von Diversity Management-Aktivitäten in der Gesundheitsversorgung
- Erweiterter theoretischer Rahmen für ein Konzept zur Implementierung von Diversity Management im Gesundheitsbereich
- Konzept zur Implementierung von Diversity Management im Gesundheitsbereich
- Individuellen und organisationalen Bedürfnissen gerecht werden
- Abschließende Betrachtung

Organisationen im Gesundheitsbereich haben mit unterschiedlichsten, großteils tradierten Problemen zu kämpfen. Der Spagat zwischen Kostendruck und erwünschter Qualität fällt zunehmend schwer. Ein Umdenken und die Suche nach kreativen neuen Wegen ist geboten. Diversity Management stellt einen Ansatz dar, der personale Vielfalt in Organisationen als Potenzial begreift, das es angesichts wachsender Herausforderungen zu erschließen gilt. Die systematische Berücksichtigung von Diversity verspricht neue Lern- und Entwicklungsprozesse, von denen Individuen und Organisationen profitieren.

Die Autorinnen stellen den umfassenden Management-Ansatz aus verschiedenen Perspektiven dar und hinterfragen Nutzen und Anwendbarkeit im Gesundheitsbereich. Aktuelle Problemfelder werden durch eine «Diversity-Brille» betrachtet, darüber hinaus wird ein praktikables Konzept zur Implementierung von Diversity Management vorgestellt.

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Horizontale Tabs

Kapitelübersicht
  1. Inhaltsverzeichnis und Geleitwort
  2. Einleitung
  3. Diversity und Diversity Management – Grundlagen
  4. Theoretischer Rahmen von Diversity Management
  5. Probleme von am Beispiel Krankenhaus
  6. Gezielter Umgang mit Diversity in Gesundheitseinrichtungen
  7. Good-Practice-Beispiele in der Gesundheitsversorgung
  8. Weitere theoretische Bausteine zur Implementierung von Diversity Management
  9. Konzept zur Implementierung von Diversity Management im Gesundheitsbereich
  10. Individuellen und organisationalen Bedürfnissen gerecht werden
  11. Abschließende Betrachtung
  12. Literaturverzeichnis
  13. Verzeichnisse
Leseprobe
6 Good-Practice-Beispiele in der Gesundheitsversorgung (S. 136-137)

Wie bereits geschildert, handelt es sich bei DiM um eine junge Managementdisziplin, der außerhalb der USA erst in den letzten Jahren Beachtung zuteil wird. Der Einsatz ist bislang weitestgehend auf international tätige Großunternehmen beschränkt, im Gesundheitsbereich finden sich nur wenige Organisationen, die explizit dem Diversity-Gedanken verpflichtet sind. Wenngleich als Thema wenig präsent, scheint das «Phänomen Vielfalt» einen nachhaltigen Einfluss im Bereich der Gesundheitsversorgung zu entfalten. So zeigen sich hier Ansätze und Aktivitäten, in denen Problematiken und Potenziale von Vielfalt Berücksichtigung finden, ohne bewusst als Diversity-Maßnahmen gekennzeichnet bzw. wahrgenommen zu werden. Im Folgenden werden einige Praxisbeispiele aus dem Gesundheitsbereich aufgezeigt, in denen Diversity aktiv gestaltet wird.

Das erste Beispiel demonstriert ein Krankenhaus (Vielfalt im Krankenhaus «Barmherzige SchwesternWien-Gumpendorf»), in dem DiM als Thema erkannt und bearbeitet wird. Im zweiten Beispiel (hausinterner Dolmetscherdienst im Krankenhaus München Schwabing) wird aufgezeigt, wie Diversity-Potenziale der MitarbeiterInnen Gewinn bringend in die Unternehmensaktivitäten integriert werden können. Das nachfolgendeModellprojekt eines Trägers der freien Wohlfahrtspflege (Caritas-Leitfaden für einen innerverbandlichen Reflektionsprozess) ist eng an die Themenfelder «Antidiskriminierungsgesetzgebung» und «kulturelle Öffnung» gekoppelt und legt seinen Schwerpunkt auf die Initiierung und Systematisierung von Reflektionsprozessen als Grundlage für eine Veränderung der Unternehmenskultur.

Mit dem vierten Beispiel aus der psychiatrischen Arbeit (Psychose-Seminare) wird deutlich, wie der persönliche Austausch, das gegenseitige Verstehen und das wechselseitige Lernen zwischen Psychose- Erfahrenen, Professionellen und Angehörigen gefördert werden kann. Abschließend wird das Projekt MFH (Schweiz) vorgestellt, welches sich umfassend mit der Thematik interkultureller Vielfalt in Einrichtungen des Gesundheitsbereichs befasst.

6.1 Vielfalt im Krankenhaus «Barmherzige Schwestern Wien-Gumpendorf»

Die nachstehenden Ausführungen folgen den Darlegungen in Entwicklungspartnerschaft «Managing Diversity» (2004a und b). Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Wien-Gumpendorf, ein Unternehmen der St. Vinzenz Holding mit weiteren fünf Ordensspitälern, hat sich im Rahmen des EQUAL-Projekts «Managing Diversity – Empowerment durch Vielfalt» die Erarbeitung eines unternehmensspezifischen DiM zum Ziel gesetzt. «EQUAL ist eine europäische Gemeinschaftsinitiative mit dem Ziel, Diskriminierung und Ungleichheiten am Arbeitsmarkt und im Bildungsbereich zu bekämpfen sowie lebenslanges Lernen und eine integrationsfördernde Arbeitsplatzgestaltung zu unterstützen. Dieses Anliegen wird durch Entwicklungspartnerschaften umgesetzt» (EQUAL, 2004a: 11). Das Projekt «Managing Diversity – Empowerment durch Vielfalt» wird zu gleichen Teilen vom europäischen Sozialfonds und durch nationale Mittel finanziert. In Österreich haben sich acht Forschungs-, Ausbildungs- und Beratungsinstitutionen zur Entwicklungspartnerschaft «Managing Diversity» zusammengeschlossen, um, unter der wissenschaftlichen Projektbegleitung des österreichischen Instituts für Raumplanung, in fünfModellbetrieben Erhebungen zu Diversity durchzuführen und die Einführung von DiM durch Trainings, Beratungen und Coaching für Führungskräfte und ArbeitnehmerInnen zu unterstützen. Die Durchführung von DiM-Maßnahmen in den ausgewählten Betrieben erfolgt grundsätzlich in zwei Schritten:

1. Wahrnehmung von Diversity, Diversity-Problemfeldern und Potenzialen durch eine umfassende Betriebsanalyse (Ist-Analyse der betrieblichen Kennzahlen, Angaben zur Beschäftigtenstruktur und MitarbeiterInnenbefragung) und darauf aufbauend

2. die Entwicklung von individuellen Schulungs- bzw. Weiterbildungsangeboten. DasKrankenhaus der Barmherzigen Schwestern wurde als zweiter Pilotbetrieb für das Entwicklungsprojekt ausgewählt, welches sich über den Zeitraum von Januar bis September 2004 erstreckte.
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis6
Danksagung12
Geleitwort14
Einleitung20
Diversity und Diversity Management – Grundlagen26
Diversity26
Warum beschäftigen sich Organisationen mit Diversity?27
Das Beschäftigtenstruktur-Argument28
Das Internationalisierungs-Argument31
Das Flexibilitäts-Argument32
Das Marketing-Argument33
Das Kreativitäts- und Problemlösungs-Argument33
Das Personalmarketing-Argument34
Das Kosten-Argument35
Rechtliche Rahmenbedingungen38
Dimensionen von Diversity42
Diversity Management – Vielfalt als Strategie45
Ursprung und Entwicklung46
Ansätze und Ziele49
Kritik an Diversity Management53
Fazit und Ausblick55
Theoretischer Rahmen von Diversity Management62
Systemtheoretischer Erklärungsansatz62
«Die fünfte Disziplin» – systemtheoretisch orientierte Organisationsentwicklung68
Fazit und Ausblick74
Probleme von am Beispiel Krankenhaus78
Rahmenbedingungen78
PatientInnenorientierung82
Multidisziplinäre Zusammenarbeit85
MitarbeiterInnenorientierung88
Fazit und Ausblick93
Gezielter Umgang mit Diversity in Gesundheitseinrichtungen98
Identifikation relevanter Diversity-Zusammenhänge98
Hindernisse einer gemeinsamen Vision innerhalb des Direktoriums99
Hindernisse einer ganzheitlichen, bedürfnisorientierten Versorgung102
Hindernisse interdisziplinärer Zusammenarbeit112
Hindernisse für die MitarbeiterInnenorientierung114
Diversity Management und Qualität129
Fazit und Ausblick133
Good-Practice-Beispiele in der Gesundheitsversorgung138
Vielfalt im Krankenhaus «Barmherzige Schwestern Wien-Gumpendorf»139
Hausinterner Dolmetscherdienst im Krankenhaus München Schwabing142
Caritas-Leitfaden für den Umgang mit Fremden144
Psychose-Seminare146
Migrant Friendly Hospital (MFH), Schweiz147
Fazit und Ausblick150
Weitere theoretische Bausteine zur Implementierung von Diversity Management154
Diversity-Kompetenzen154
Wissensmanagement157
Grundlagen der organisationalen Wissensentstehung157
Vernetztes Phasenmodell des Wissensmanagements160
Implementierung von Diversity Management164
Grundlagenarbeit165
Einführung und Mainstreaming von Diversity166
Organisation und Erfolgsmessung167
Fazit und Ausblick168
Konzept zur Implementierung von Diversity Management im Gesundheitsbereich172
Das Dach der «Diversity-Organisation»173
Reflektion und Commitment des Managements175
Vernetztes Diversity-Management-Phasenmodell179
Äußerer Diversity-Management-Kreislauf181
Innerer Kreislauf – Wissensmanagement200
Diversity Management und Balanced Scorecard207
Kompetenzprofil für die Koordination von Diversity Management212
Stolpersteine216
Fehlendes Commitment des Managements216
Unklarheiten bezüglich der gemeinsamen Vision217
Mangelndes Bewusstsein der langfristigen Perspektive217
Mangelnde Transparenz und Kommunikation218
Ungeeigneter Führungsstil218
Ungenügendes Bewusstsein der Vorbildfunktion219
Fehlen von Erfolgserlebnissen219
Konfliktvermeidung220
Mangelnde Balance zwischen Verbindendem und Trennendem221
Fazit und Ausblick221
Individuellen und organisationalen Bedürfnissen gerecht werden226
Ganzheitliche PatientInnenorientierung227
Interkulturelle Pflege nach Leininger228
Trajektmodell nach Corbin und Strauss233
Case Management238
MitarbeiterInnenorientierung242
Work Life Balance243
Chronobiologie und Schichtarbeit265
Arbeitszeitflexibilisierung280
Fazit und Ausblick294
Abschließende Betrachtung300
Literaturverzeichnis308
Ergänzende Literatur318
Gesetzestexte und Richtlinien319
Abbildungsverzeichnis320
Tabellenverzeichnis322
Abkürzungsverzeichnis324
Autorinnenverzeichnis328
Sachwortverzeichnis330

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