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E-Book

Du machst den Unterschied

Lebe ein Leben, das Spuren hinterlässt.

AutorMax Lucado
VerlagGerth Medien
Erscheinungsjahr2018
Seitenanzahl224 Seiten
ISBN9783961223237
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis9,99 EUR
Sie haben nicht darum gebeten, aber Sie haben eines. Einen ersten Tag. Einen letzten Tag. Und ein paar Tausend dazwischen. Sie haben ein waschechtes menschliches Leben bekommen. Und es rast vorbei. Wenn Sie und ich nicht aufpassen, werden wir irgendwann feststellen, dass wir unsere Chance, das Leben zu gestalten, verpasst haben. Das Leben nur mehr oder weniger im Griff zu haben, ist zu wenig. Sie wollen mehr. Sie wollen, dass Ihr Leben Spuren hinterlässt. Sie wollen so leben, dass Ihre Mitmenschen einmal froh darüber sind, dass Sie so und nicht anders gelebt haben. Doch wie sollen Sie das schaffen? Wie soll ich das schaffen? Kann Gott uns überhaupt gebrauchen? Die Antwort ist: Er kann. Halten Sie sich das Buch doch mal ans Ohr, und lauschen Sie, wie Gott in die Ecken und Winkel dieser Welt vordringt. Lassen Sie sich von einem Leben, das Spuren hinterlässt, anstecken. Sie machen den Unterschied! Mit Diskussionsleitfaden für Kleingruppen.

Max Lucado war langjähriger Pastor der Oak Hills Church in San Antonio, Texas. Er ist verheiratet, Vater von drei Töchtern und Verfasser vieler Bücher. Fast 100 Millionen Exemplare seiner Werke wurden inzwischen weltweit verkauft und in über 50 Sprachen übersetzt. Die Zeitschrift Christianity Today zählt ihn zu den bekanntesten christlichen Autoren Amerikas.

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Leseprobe

Kapitel 1

Eine einmalige Gelegenheit

Als Sie wussten, wie man es nennt, steckten Sie schon bis über beide Ohren drin. Tapsend und brabbelnd, an Buntstiften kauend, mit Spielzeugautos spielend, glucksend und giggelnd hatten Sie die Windeln hinter sich gelassen und kamen in der Kindheit an.

Sie hatten festgestellt, dass Jungs keine Mädchen sind und Hunde keine Katzen und dass Spinat nicht an Pizza herankommt. Und dann, irgendwann zwischendurch, traf die Erkenntnis Sie mit voller Wucht. Vielleicht bei der Beerdigung Ihres Großvaters. Vielleicht, als Sie Ihrem Bruder nachwinkten, der von zu Hause auszog. Sie erkannten, dass es im Leben nicht nur um Eisessen, Hausaufgaben und Pickel geht.

Und in Ihrem Leben gibt es Sommer und fröhliche Lieder, aber auch graue Himmel und Tränen. Sie haben nicht darum gebeten, aber Sie haben eines. Einen ersten Tag. Einen letzten Tag. Und ein paar Tausend dazwischen. Sie haben ein waschechtes menschliches Leben bekommen.

Sie haben Ihr spezielles Leben bekommen. Niemand sonst hat Ihre Ausgabe. Sie werden niemals zufällig sich selbst auf der Straße treffen. Sie werden niemals jemandem begegnen, der genau dieselbe Mischung aus Vorfahren, Vorlieben und Vorhaben hat. Ihr Leben wird niemals von jemand anderem gelebt werden. Sie sind kein Mantel auf einem Dachboden, der nach Ihrem Ableben weiterverwendet werden kann.

Und wer hat aufs Gaspedal gedrückt? Kaum ist ein Tag vorbei, voilà, da kommt schon der nächste. Die Vergangenheit ist vergangen und die guten alten Zeiten sind genau das: alte Zeiten, der Stoff für Erinnerungsalben, das, was man im Rückspiegel sieht. Das Leben rast vorbei, und wenn Sie und ich nicht aufpassen, werden wir uns eines Tages umsehen und feststellen, dass wir unsere Chance, das Leben zu gestalten, bereits verpasst haben.

Es gibt Menschen, die sich über so etwas nicht den Kopf zerbrechen. Sie schlittern durch ihren Alltag, ohne nach rechts oder links zu blicken. Sie leben und sie sterben, und sie fragen sich niemals, wozu.

Doch zu dieser Sorte Mensch gehören Sie nicht. Sonst hielten Sie kein Buch mit dem Titel „Du machst den Unterschied“ in den Händen. Es reicht Ihnen nicht, Ihr Leben nur im Griff zu haben. Sie wollen mehr. Sie wollen, dass Ihr Leben Spuren hinterlässt. Sie wollen so leben, dass die Menschen einmal froh darüber sind, dass Sie so und nicht anders gelebt haben.

Doch wie sollen Sie das schaffen? Wie soll ich das schaffen? Kann Gott uns überhaupt gebrauchen?

Auf diese Frage habe ich 120 Antworten. 120 Einwohner im alten Israel. Sie waren die Gründungsmitglieder der Gemeinde in Jerusalem (nachzulesen in Apostelgeschichte 1,15). Ein paar waren Fischer. Andere Steuerbeamte. Ein ehemaliges Strichmädchen und ein oder zwei bekehrte Terroristen waren auch dabei. Sie hatten keine Beziehungen zum Kaiser, keine Freunde im Hohen Rat. Genau genommen hatten sie nichts weiter als das: den brennenden Wunsch, die Welt zu verändern.

Dank Lukas, der ihre Erlebnisse in der Apostelgeschichte festhielt, wissen wir, wie es ihnen ergangen ist. Und wir wollen uns diese Geschichte einmal anhören. Ganz richtig, wir wollen uns die Apostelgeschichte anhören. Sie knistert und sprüht nur so von dem sich immer weiter ausbreitenden Werk Gottes. Halten Sie sich das Buch doch mal ans Ohr, und lauschen Sie, wie Gott in die Ecken und Winkel dieser Welt vordringt.

Hören Sie, wie die Predigten von den Tempelmauern widerhallen. Das Spritzen des Taufwassers, das Lachen der Menschen, die gerade ein neues Leben angefangen haben. Hören Sie das Kratzen des Löffels in der Schüssel, wenn ein weiterer hungriger Magen gefüllt wird.

Hören Sie, wie sich Türen öffnen und Mauern einstürzen. Türen nach Antiochien, Äthiopien, Korinth und Rom. Türen zu Palästen, Kerkern und römischen Plätzen.

Und die Mauern. Das uralte Vorurteil der Juden gegenüber Samaritern – nieder damit! Die strikte Trennung zwischen Juden und Heiden – krach! Die trennenden Mauern, die Männer und Frauen voneinander fernhielten, Grundbesitzer von Bettlern, Herren von Sklaven, schwarze Afrikaner von Juden aus dem Mittelmeerraum – Gott riss sie alle ein.

Die Apostelgeschichte verkündet: „Gott ist unterwegs!“

Ist er das immer noch?, fragen wir uns. Würde Gott mit uns das Gleiche vollbringen wie mit seinen ersten Nachfolgern?

Weiß der Himmel, das hoffen wir. Wir leben in schlimmen Zeiten: 1,75 Milliarden Menschen sind bitterarm1, 1 Milliarde hungert2, Millionen werden in die Sklaverei verschleppt, pandemische Krankheiten haben ganze Nationen im Griff. Jedes Jahr werden fast zwei Millionen Kinder weltweit im organisierten Sex-Geschäft ausgebeutet3. Und in den fünf Minuten, die Sie gebraucht haben, um bis hierher zu lesen, sind fast 90 Kinder an Krankheiten gestorben, die man eigentlich vermeiden könnte.4 Mehr als die Hälfte aller Afrikaner hat keinen Zugang zu moderner medizinischer Versorgung. In der Folge sterben jedes Jahr 10 Millionen von ihnen an Durchfall, Atemwegsinfektionen, Malaria und Masern. Viele dieser Todesfälle könnten mit einer Impfung vermieden werden.5

Doch mitten in diesem Scherbenhaufen stehen wir, die moderne Ausgabe der Jerusalemer Urgemeinde. Sie und ich mit unserer beispiellosen einzigartigen Gelegenheit, etwas zu unternehmen.

Christen waren noch nie so reich wie heute. Wir sind gescheit, gebildet und erfahren. Wir können in 24 Stunden einmal um die Erde reisen oder in einer Millisekunde eine Nachricht verschicken. Wir haben Spitzenforschung und -medizin direkt vor unserer Haustür. Wir haben Ressourcen in Hülle und Fülle. Schon 2 Prozent der weltweiten Getreideernte würden reichen, wenn man sie gerecht verteilte, um das Problem von Hunger und Unterernährung weltweit zu beseitigen.6 Es gibt genügend Nahrung auf unserem Planeten, dass jeder Mensch täglich 2.500 Kalorien zum Leben haben könnte.7 Wir haben ausreichend Nahrungsmittel, um die Hungernden zu sättigen.

Und wir haben genug Wohnraum, um die Waisen zu beherbergen. Die Rechnung geht wie folgt: Weltweit gibt es 145 Millionen Waisenkinder.8 An die 236 Millionen Menschen bezeichnen sich in den USA als Christen.9 Rein statistisch gesehen haben also allein die US-amerikanischen Christen die Mittel, um jedem Waisenkind auf der Welt ein Zuhause zu geben.

Natürlich ist nicht jeder dazu in der Lage. Viele Menschen sind alt, gebrechlich, arbeitslos oder fühlen sich einfach nicht dazu berufen, ein Kind zu adoptieren. Und doch: Was wäre, wenn ein kleiner Prozentsatz das täte? Ein Prozentsatz von, hmmm, sagen wir einmal, 6 Prozent. Damit könnten wir den über 14,1 Millionen afrikanischen Kindern südlich der Sahara, die durch die Aids-Epidemie ihre Eltern verloren haben, ein liebevolles Zuhause bieten.10 Wie macht sich dieser Vorschlag unter all den zahlreichen anderen ehrenwerten Anliegen der Kirche? „Amerikanische Christen setzen sich für Aids-Waisen ein.“ Wäre das nicht eine begrüßenswerte Schlagzeile?

Ich möchte diese äußerst komplexen Sachverhalte keineswegs zu stark vereinfachen. Wir können nicht einfach nur mit den Fingern schnippen und erwarten, dass das Getreide plötzlich ungehindert über Grenzen hinwegfließt oder dass Regierungen Auslandsadoptionen erlauben. Bestimmungen und Gesetze bremsen die aufrichtigsten Bemühungen aus. Internationale Beziehungen sind gespannt. Korrupte Beamte bereichern sich auf Kosten anderer. Das weiß ich auch.

Doch so viel ist klar: Die Vorratskammern sind gefüllt. Die Vorräte sind nicht das Problem; das Problem liegt in der Verteilung. Gott hat dieser Generation, unserer Generation, alles Nötige gegeben, um etwas gegen das Leid der Menschheit zu tun.

Vor einigen Jahren erschütterten drei Fragen meine kleine Welt. Sie wurden von verschiedenen Personen innerhalb eines Monats an mich herangetragen. Frage Nr. 1: Wenn Sie im Zweiten Weltkrieg in Deutschland gelebt hätten und Christ gewesen wären, hätten Sie Hitler dann Widerstand geleistet? Frage Nr. 2: Wenn Sie während des amerikanischen Menschenrechtskonflikts ein Südstaatler gewesen wären, hätten Sie sich dann gegen Rassismus zur Wehr gesetzt? Frage Nr. 3: Wenn Ihre Enkelkinder einmal feststellen, dass Sie zu einer Zeit gelebt haben, in der es 1,75 Milliarden Arme und 1 Milliarde Hungernde gab, was werden sie dann über Ihr Verhalten denken?

Die ersten beiden Fragen störten mich nicht weiter. Sie waren rein hypothetischer Natur. Ich würde gern annehmen, dass ich meine Stimme gegen Hitler und den Rassismus erhoben hätte. Doch diese Zeiten sind vorüber und diese Fragen stellten sich mir nicht. Aber die dritte Frage hat mir nachts den Schlaf geraubt. Ich lebe heute, genau wie Sie. Wir haben die Wahl … die Möglichkeit, in schwierigen Zeiten viel zu bewegen. Was wäre, wenn wir das täten? Was wäre, wenn wir die Welt mit Hoffnung aus den Angeln heben würden? Alle Ecken und Winkel mit Gottes Liebe und Leben durchdringen würden? Was wäre, wenn wir dem Beispiel der Gemeinde in Jerusalem folgten? Diese winzige Sekte wuchs zu einer weltverändernden Macht heran. Wir trinken immer noch aus ihren Brunnen und essen von ihren Bäumen des Glaubens. Was war ihr Geheimnis? Was können wir von ihrer Leidenschaft und ihren Prioritäten lernen?

Lassen Sie uns über ihre Lebensgeschichten...

Blick ins Buch

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