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Effizienz statt Gerechtigkeit?

Auf der Suche nach den philosophischen Grundlagen der Ökonomischen Analyse des Rechts.

AutorKlaus Mathis
VerlagDuncker & Humblot GmbH
Erscheinungsjahr2009
Seitenanzahl255 Seiten
ISBN9783428527243
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis70,00 EUR
»Law and Economics« hat mittlerweile an vielen deutschsprachigen Universitäten Eingang in den Fächerkanon der juristischen Ausbildung gefunden, was Autor und Verlag dazu bewogen haben, eine dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage dieses Grundlagenwerkes herauszugeben.

Klaus Mathis studierte an der Universität Zürich Volkswirtschaftslehre und Rechtswissenschaften. Er war Assistent für Rechtsphilosophie am Rechtswissenschaftlichen Institut der Universität Zürich und verfasste seine Dissertation zum Thema »Effizienz statt Gerechtigkeit? Auf der Suche nach den philosophischen Grundlagen der Ökonomischen Analyse des Rechts«. Anschließend war er in Bern als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Staatssekretariat für Wirtschaft tätig. Seit dem 1. Oktober 2004 war er an der Universität Luzern tätig, zunächst als Oberassistent, dann als Assistenzprofessor für Öffentliches Recht. Seit dem 1. August 2008 ist Klaus Mathis Inhaber der Tenure-Track-Professur für Öffentliches Recht und Recht der nachhaltigen Wirtschaft an der Universität Luzern.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Vorwort zur 3. Auflage6
Vorwort zur 2. Auflage7
Vorwort zur 1. Auflage8
Inhaltsverzeichnis10
Abbildungsverzeichnis16
§ 1 Einleitung18
1. Teil: Ökonomische Grundlagen22
§ 2 Der homo oeconomicus22
A. Einleitung22
B. Das ökonomische Paradigma23
I. Die Knappheit der Ressourcen23
II. Methodologischer Individualismus23
III. Das Eigennutztheorem24
IV. Die Rationalitätsannahme26
V. Strenge Unterscheidung zwischen Präferenzen und Restriktionen27
VI. Der homo oeconomicus als heuristische Fiktion29
C. Grundprinzipien der Ökonomie30
I. Das Nachfragegesetz30
II. Nutzen- und Gewinnmaximierung32
III. Der Markt sorgt für die optimale Allokation der Ressourcen34
D. Modelle der Nutzen- und Gewinnmaximierung35
I. Nutzenmaximierung des Haushaltes35
II. Gewinnmaximierung der Unternehmung37
1. Vollständige Konkurrenz38
2. Das Angebotsmonopol39
E. Kritik41
I. Die unrealistischen Annahmen41
II. Die Statik der Analyse43
III. Der Reduktionismus44
F. Fazit47
§ 3 Effizienzkriterien48
A. Einleitung48
B. Paretoeffizienz49
I. Begriff49
1. Das Paretokriterium49
2. Das Paretooptimum50
II. Paretooptimum und Konkurrenzgleichgewicht51
III. Kritik52
1. Das Problem der Erstausstattung52
2. Externe Effekte54
3. Die Statik der Analyse55
C. Das Kaldor-Hicks-Kriterium56
I. Begriff56
II. Vergleich mit dem Paretokriterium58
III. Kritik61
1. Logische Inkonsistenz61
2. Das Messproblem62
3. Das Problem der fehlenden Entschädigung64
4. Der Vorwurf des Kollektivismus66
5. Keine Garantie für eine gesellschaftliche Nutzensteigerung66
6. Die Frage der Konsensfähigkeit67
D. Fazit68
§ 4 Die Ökonomische Analyse des Rechts69
A. Einleitung69
B. Begriffe70
I. Transaktionskosten70
II. Verfügungsrechte („property rights“)70
1. Property Rules71
2. Liability Rules72
C. Das Coase-Theorem72
I. Begriff72
II. Die reziproke Natur schädigender Handlungen73
III. Absenz von Transaktionskosten74
1. Verhandlungen sorgen für ein effizientes Ergebnis74
2. Die Verhandlungslösung als Alternative zu staatlichen Eingriffen76
3. Kritik77
a) Die Annahmen sind unrealistisch78
b) Vermögens- und Besitzeffekte beeinflussen die Allokation78
c) Verhandlungen bedeuten nicht dasselbe wie Wettbewerb79
IV. Berücksichtigung von Transaktionskosten81
1. Die Wahl zwischen verschiedenen sozialen Arrangements81
2. Die wichtige Bedeutung des Rechts81
V. Praktische Umsetzung mittels Emissionszertifikaten84
D. Anwendungen der Ökonomischen Analyse des Rechts90
I. Die Anreize von Haftungsregeln91
1. Einleitung91
2. Ein Modell zur Minimierung der sozialen Kosten von Unfällen91
3. Erklärung anhand eines Beispiels93
4. Einseitige Vorsichtsmassnahmen durch den Geschädigten93
a) Keine Haftung („no liability“)94
b) Gefährdungshaftung („strict liability“)94
5. Einseitige Vorsichtsmassnahmen durch den Schädiger95
a) Keine Haftung („no liability“)95
b) Gefährdungshaftung („strict liability“)95
6. Folgerungen96
7. Bilaterale Vorsichtsmassnahmen96
a) Haftung für Fahrlässigkeit („negligence“)97
b) Die Bestimmung des Fahrlässigkeitsmassstabs („Hand Rule“)98
8. Kritik100
II. Der effiziente Vertragsbruch102
1. Einleitung102
2. Vertragsbruch bei einem Doppelverkauf103
a) Ersatz des Vertrauensschadens („reliance damages“)103
b) Ersatz des Erfüllungsschadens („expectation damages“)104
3. Kritik104
III. Die optimale Bestrafung105
1. Einleitung105
2. Der rationale Delinquent106
3. Die optimale Kriminalitätsrate106
4. Kritik107
E. Fazit107
2. Teil: Philosophische Grundlagen109
§ 5 Die Moralphilosophie von Adam Smith109
A. Einleitung109
B. Smiths Ethik110
I. Das Selbstinteresse111
II. Die Kontrollinstanzen des Selbstinteresses111
1. Die Sympathie und der unparteiische Beobachter111
2. Sozialethische Normen112
3. Das positive Recht113
4. Der Wettbewerb113
III. Die Tugenden113
C. Die unsichtbare Hand114
D. Kritik117
I. Das Adam Smith-Problem117
II. Der unparteiische Beobachter119
III. Individuelle versus kollektive Rationalität120
§ 6 Jeremy Benthams Utilitarismus126
A. Einleitung126
B. Der Utilitarismus als normative Ethik126
I. Der Utilitarismus als teleologische Theorie126
II. Utilitätsprinzip und hedonistischer Kalkül127
III. Die Abhängigkeit des Utilitarismus von einer Wertlehre130
IV. Arten des Utilitarismus131
1. Handlungs- und Regelutilitarismus131
2. Nutzensummen- und Durchschnittsnutzenutilitarismus132
3. Glücks- und Präferenzutilitarismus132
4. Subjektiver und objektiver Utilitarismus133
5. Positiver und negativer Utilitarismus134
C. Kritik135
I. Das Abgrenzungsproblem135
II. Das Informationsproblem136
III. Das Problem der Quantifizierungund des Nutzenvergleichs137
IV. Die Vermischung von Sein und Sollen138
V. Verantwortung für fremdes und eigenes Handeln139
VI. Individuelles versus gesellschaftliches Wohl140
VII. Das Problem der Verteilungsgerechtigkeit141
VIII. Das Problem der Grundrechte141
§ 7 Die Theorie der Gerechtigkeit von John Rawls145
A. Einleitung145
B. Die Gerechtigkeit als erste Tugend sozialer Institutionen147
C. Das Gedankenexperiment148
I. Der Urzustand149
II. Anthropologische Prämissen149
III. Der Schleier des Nichtwissens151
IV. Die Maximin-Entscheidungsregel151
V. Der Vierstufengang152
VI. Das Überlegungsgleichgewicht153
VII. Die beiden Gerechtigkeitsgrundsätze153
1. Der erste Gerechtigkeitsgrundsatz: Der Freiheitsgrundsatz153
2. Der zweite Gerechtigkeitsgrundsatz: Das Differenzprinzip154
D. Kritik157
I. Anthropologische Prämissen158
II. Der Schleier des Nichtwissens160
III. Die Maximin-Entscheidungsregel160
IV. Das Überlegungsgleichgewicht161
V. Das monologische Modell162
VI. Der Universalismus162
VII. Der Freiheitsgrundsatz163
VIII. Das Differenzprinzip163
3. Teil: Reichtum, Effizienz und Gerechtigkeit167
§ 8 Richard Posners Theorie der Reichtumsmaximierung167
A. Einleitung167
B. Übersicht167
C. Utilitarismus168
D. Reichtumsmaximierung als Alternative zum Utilitarismus169
I. Reichtumsmaximierung170
1. Reichtum170
2. Explizite und implizite Märkte170
3. Tatsächliche und hypothetische Märkte171
4. Protestantische Tugenden und unsichtbare Hand174
5. Konsumenten- und Produzentenrente175
6. Die Zahlungsbereitschaft bestimmt die Zuteilung der Ressourcen177
7. Kaldor-Hicks-Effizienz als massgebendes Kriterium177
8. Reichtumsmaximierung ist in der Praxis bereits verankert178
II. Vergleich mit dem Utilitarismus180
1. Das Abgrenzungsproblem181
2. Das Messproblem183
3. Das Problem der moralischen Ungeheuerlichkeit184
4. Utilitarismus als Rechtfertigung für staatlichen Interventionismus186
III. Anwendung der Reichtumsmaximierung auf ethische Fragen186
1. Todesstrafe186
2. Recht auf Privatsphäre187
3. Märkte für Babys und menschliche Organe188
4. Freiheit als Reichtum189
IV. Kritik190
1. Rationalität der Akteure190
2. Logische Inkonsistenzen191
3. Reichtumsmaximierung als Selbstzweck oder als Instrument?192
4. Einkommensverteilung195
5. Das Problem der unveräusserlichen Rechte199
E. Konsenstheoretische Begründung der Reichtumsmaximierung200
I. Die Quadratur des Kreises200
II. Das Konzept der ex ante-Kompensation201
III. Unterschiede zur Theorie von Rawls202
IV. Kritik204
F. Pragmatische Begründung der Reichtumsmaximierung206
I. Aufgabe des Ausschliesslichkeitsanspruchs206
II. Arbeitsteilung zwischen Rechtsprechung und Legislative208
III. Moralische Intuitionen als ultimativer Test208
IV. Wiederannäherung an den Utilitarismus208
V. Die Verfassung als Sicherheitsnetz210
VI. Rückzug in den Pragmatismus210
G. Fazit212
§ 9 Gerechtigkeit und Effizienz213
A. Einleitung213
B. Gerechtigkeit214
I. Arten der Gerechtigkeit214
II. Verteilungskriterien216
1. Allen das Gleiche216
2. Allen gemäss ihrer Gesinnung216
3. Allen gemäss ihres Ranges216
4. Allen gemäss des ihnen durch das Gesetz Zugeteilten217
5. Allen gemäss ihren Bedürfnissen217
6. Allen gemäss ihrer Leistung218
III. Statischer versus dynamischer Begriff distributiver Gerechtigkeit218
C. Effizienz219
I. Begriff219
II. Ist Effizienz überhaupt ein Ziel?220
D. Einzelne Zielbeziehungen221
I. Tauschgerechtigkeit und Effizienz221
II. Korrektive Gerechtigkeit und Effizienz224
III. Verteilungsgerechtigkeit und Effizienz225
E. Trennung von Effizienz und Gerechtigkeit?229
F. Fazit232
§ 10 Schlussfolgerungen234
Literaturverzeichnis239
Personen- und Sachverzeichnis252

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