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Ein gesunder Geist in einem geschickten Körper?

Zur Beziehung von Bewegung, Kognition, Sprache und Selbstbild bei 6- und 7-jährigen Kindern. Eine theoretische und empirische Studie

AutorThomas Moser
Verlagdiplom.de
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl350 Seiten
ISBN9783836610100
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis48,00 EUR
Inhaltsangabe:Problemstellung: Die vorliegende Untersuchung gilt dem Zusammenhang zwischen Merkmalen der körperlichen Bewegung und psychosozialen Prozessen und Strukturen bei sechs- und siebenjährigen Kindern. Positive Effekte körperlicher Aktivität auf biologische Strukturen und Prozesse sind heute für das Erwachsenenalter wissenschaftlich relativ gut dokumentiert, obwohl die Resultate empirisch-analytischer Untersuchungen immer noch hinter den Wünschen vieler Forscher und Praktiker her hinken. Für den Kinderbereich liegen, wenn auch in viel geringerem Ausmaß, Befunde vor, die die Annahme positiver gesundheitlicher Konsequenzen körperlicher Aktivität teilweise unterstützen. Im Hinblick auf psychosoziale Wirkungen sind die empirischen Resultate zwar spärlicher, für den Erwachsenenbereich kann aber dennoch bereits auf eine Reihe von Übersichtsdarstellungen hingewiesen werden, in denen zum Teil ermutigende Resultate referiert werden. Dabei ist aber nicht zu übersehen, dass bedeutsame Meta-Analysen einem pauschalen und unkritischen Anspruch der Förderung der psychischen Gesundheit durch Sport nicht oder nur bedingt unterstützen. Empirische Befunde zu psychosozialen Wirkungen der Bewegung bei Kindern sind immer noch eher selten. Insbesondere seit der Zeit der Aufklärung und des damit einhergehenden Philanthropismus, wird auch für das Kindesalter immer wieder nachdrücklich auf die große Bedeutung von Körper und Bewegung für die Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisierung hingewiesen, wie einschlägigen historischen Beiträgen zu entnehmen ist. Besondere Aktualität gewinnt das Thema im Zuge der Reformpädagogik am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nach einer Periode des Stillstands in der fachlichen und didaktischen Entwicklung während und nach dem Zweiten Weltkrieg, wird der persönlichkeitsformenden Wirkung von Körper, Bewegung und Sport in neuerer Zeit in der sportpädagogischen und -psychologischen Forschung wieder eine zentrale Stellung eingeräumt. Bewegungsfähigkeiten und -fertigkeiten, kognitives und sprachliches Funktionsniveau sowie Selbstbild sind als bedeutungsvolle Teilkomponenten der ganzheitlichen Entwicklung von Kindern anzusehen. Gerade die eventuellen Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Objektbereichen der individuellen Entwicklung einer Person werden in der Literatur zwar häufig angesprochen, gehören aber dennoch nicht zu den Gebieten der Entwicklungspsychologie, denen intensive Forschungsbemühungen [...]

Thomas Moser (geb. 1960 in Wien) studierte Sportwissenschaften an der Universität Wien (Abschluss Magister der Naturwissenschaften, 1984) und promovierte zum Doktor der Sportwissenschaften im Fach Psychologie an der Deutschen Sporthochschule Köln (2000). Er ist derzeit als Professor an der Hochschule in Vestfold (Norwegen) sowie in einer Teilstelle an der Norwegischen Sporthochschule in Oslo tätig.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Ein gesunder Geist in einem geschickten Körper?1
Vorwort3
Inhaltsverzeichnis5
Verzeichnis der Abbildungen9
Verzeichnis der Tabellen11
1 Problemstellung14
2 Zur Beziehung von Körper, Bewegung und Psyche21
2.1 Begriffsklärung22
2.2 Historischer Rückblick bis um Ende des 19. Jahrhunderts26
2.3 Entwicklungen im 20. Jahrhundert35
2.3.1 Körper- und bewegungsrelevante gesellschaftliche Bedingungen im Wandel35
2.3.2 Die Sichtweisen unterschiedlicher Wissenschaftsbereiche39
2.4 Dualismus, Monismus und alternative Sichtweisen50
2.5 Zusamenfassung und Schlussfolgerungen57
3 Körper, Bewegung und Psyche in handlungstheoretischer Perspektive61
3.1 Handlungstheoretisch orientierte Modellbildung zu Körper und Bewegung64
3.1.1 Körper aus handlungstheoretischer Sicht64
3.1.2 Bewegung aus handlungstheoretischer Sicht69
3.2 Psychomotorik als Konkretisierung einer handlungstheoretischen Perspektive78
3.2.1 Begriffliche und konzeptuelle Abklärung78
3.2.2 Modellbildung zur Beziehung von Bewegung und Psyche86
3.3 Zusammenfassung112
4 Der empirisch-analytische Forschungsstand zur Beziehung von Bewegung, Kognition, Sprache und Selbstbild114
4.1 Ansätze zur Erklärung von Zusammenhängen zwischen Bewegungund Psyche115
4.1.1 Unmittelbare Erklärungen119
4.1.2 Mittelbare Erklärungen124
4.2 Bewegung und kognitive Prozesse130
4.2.1 Zum Verständnis des Begriffs kognitive Prozesse130
4.2.2 Zur Beziehung von Bewegung und kognitiven Prozessen131
4.2.3 Zusammenfassende Bewertung138
4.3 Bewegung und Sprache140
4.3.1 Zum Verständnis des Begriffs Sprache140
4.3.2 Zur Beziehung zwischen Bewegung und Sprache142
4.3.3 Zusammenfassende Bewertung149
4.4 Bewegung und Selbstbild151
4.4.1 Zum Verständnis des Begriffs Selbstbild151
4.4.2 Zur Beziehung von Bewegung und Selbstbild155
4.4.3 Zusammenfassende Bewertung158
4.5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen160
5 Konkretisierung der Problemstellung der empirischen Untersuchung166
5.1 Rahmenbedingungen der Problemgenerierung167
5.2 Fragestellung171
6 Methode172
6.1 Methodologische Vorüberlegungen173
6.2 Untersuchungsverfahren184
6.3 Untersuchungsgruppe191
6.4 Untersuchungsdurchführung193
6.5 Untersuchungsauswertung195
6.6 Bewertung der Untersuchungsqualität198
6.7 Forschungsethische Bewertung200
7 Darstellung und Diskussion der Ergebnisse204
7.1 Überblick zu den Testergebnissen der Gesamtgruppe und der Teilgruppen205
7.1.1 Kommentierte Darstellung ausgewählter Testergebnisse206
7.1.2 Diskussion einiger Aspekte der Testergebnisse und ihrer Konsequenzen210
7.2 Die Beziehung zwischen motorischem und kognitivem Funktionsniveau216
7.2.1 Darstellung des Zusammenhangs innerhalb der Gesamtgruppe sowie der Teilgruppenunterschiede216
7.2.2 Interpretation und Diskussion222
7.3 Die Beziehung zwischen motorischem und sprachlichem Funktionsniveau230
7.3.1 Darstellung des Zusammenhangs innerhalb der Gesamtgruppe sowie der Teilgruppenunterschiede230
7.3.2 Interpretation und Diskussion237
7.4 Die Beziehung zwischen motorischem Funktionsniveau und Selbstbild242
7.4.1 Darstellung des Zusammenhangs innerhalb der Gesamtgruppe sowie der Teilgruppenunterschiede242
7.4.2 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse246
7.5 Übergeordnete und differenzierende Betrachtung der Beziehung zwischen dem motorischen und dem psychosozialen Bereich252
7.5.1 Bivariate Zusammenhänge und der Einfluss von Alter, Geschlecht und Wechselwirkungen innerhalb der Funktionsbereiche252
7.5.2 Multivariate Zusammenhänge zwischen dem psychosozialen Funktionsbereichund den motorischen Einzelvariablen258
7.5.3 Unterschiede zwischen den motorischen Teilgruppen in den drei psychosozialen Funktionsbereichen sowie im Gesamtbereich261
7.5.4 Interpretation und Diskussion269
8 Schlussdiskussion276
8.1 Gesamtdiskussion der Ergebnisse277
8.2 Ausblick285
Zusammenfassung287
Literaturverzeichnis289
Anhang321
Tabellenanhang322
Abbildungsanhang343
Testanhang344
Autorenprofil349

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