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E-Book

Entschiedenheit und Widerstand

Das Lebenszeugnis der Märtyrer

AutorEberhard Schockenhoff
VerlagVerlag Herder GmbH
Erscheinungsjahr2015
Seitenanzahl240 Seiten
ISBN9783451803611
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis17,99 EUR
Zu allen Zeiten gab es Christen, die um ihres Glaubens oder um ihres Einsatzes für die Gerechtigkeit willen freiwillig den Tod auf sich genommen haben. Auch in der Gegenwart trifft dies in vielen Teilen der Weltkirche zu. Von der äußersten Entschiedenheit dieser Glaubenszeugen geht ein irritierendes Signal für die 'normalen' Christen aus. Das Buch geht der Frage nach, was die Märtyrer für das Leben der ganzen Kirche und ihr Zeugnis für das Evangelium bedeuten. Es greift dafür die urchristliche Theologie des Martyriums auf und stellt diese in Beziehung zu den Selbstzeugnissen gegenwärtiger Märtyrer. Darüber hinaus bezieht es auch Stellung zu dem inflationären Gebrauch des Märtyrerbegriffs, der auch gewaltbereite fanatisierte Selbstmordattentäter umfasst.

Eberhard Schockenhoff, geb. 1953, Dr. theol. Professor für Moraltheologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. seit 2001 Mitglied des Deutschen Ethikrats, seit 2009 ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Zahlreiche Publikationen.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis6
Vorwort10
1. Einführung: Die Irritation durch die Märtyrer16
1.1 Das verratene Ideal16
1.2 Das schwierige Verhältnis zu den Märtyrern22
1.3 Die Märtyrer als lästige Mahner24
1.4 Die Fokussierung auf das Sterben der Märtyrer25
1.5 Das mangelnde Selbstbewusstsein des gegenwärtigen Katholizismus28
1.6 Die Notwendigkeit einer Theologie des Martyriums29
2. Die Entstehung des urchristlichen Martyriumsverständnisses34
2.1 Der biblische Zeugenbegriff36
2.2 Das Sterben der Märtyrer als Nachahmung Christi38
2.3 Das Sterben der Märtyrer als Gewinn für die Kirche40
3. Die ethische Vorbildfunktion der Märtyrer44
3.1 Die Verachtung körperlicher Schmerzen48
a. Das Motiv in den Makkabäerbüchern und in der stoischen Philosophie48
b. Das Motiv im urchristlichen Martyriumsverständnis51
c. Das Motiv in der Ikonographie der Barockzeit55
d. Das Motiv in den Selbstzeugnissen von Märtyrern des 20. Jahrhunderts56
3.2 Die Geringschätzung des Todes und die Hoffnung auf ewiges Leben59
a. Das Motiv in der stoischen und platonischen Philosophie59
b. Das Motiv im urchristlichen Martyriumsverständnis62
c. Das Motiv in den Selbstzeugnissen von Märtyrern des 20. Jahrhunderts67
3.3 Die Heiterkeit, innere Ruhe und Gelassenheit der Märtyrer72
a. Das Motiv in der stoischen Philosophie72
b. Das Motiv im urchristlichen Martyriumsverständnis73
c. Das Motiv in den Selbstzeugnissen von Märtyrern des 20. Jahrhunderts74
3.4 Die Übereinstimmung von Überzeugung und Leben78
a. Das Motiv im urchristlichen Martyriumsverständnis78
b. Das Motiv in den Selbstzeugnissen von Märtyrern des 20. Jahrhunderts89
3.5 Das freimütige Eintreten des Märtyrers für die eigene Sache als Zeichen höchster Freiheit95
a. Das Motiv in jüdischen und stoischen Quellen96
b. Das Motiv im urchristlichen Martyriumsverständnis98
c. Das Motiv in den Selbstzeugnissen von Märtyrern des 20. Jahrhunderts100
3.6 Das Martyrium als Ausdruck vollkommener Liebe105
a. Das Motiv in der patristischen Theologie105
b. Das Motiv in der mittelalterlichen Theologie109
c. Das Motiv in den Selbstzeugnissen von Märtyrern des 20. Jahrhunderts111
3.7 Der Weg der Tugend und Askese als unblutiges Martyrium119
a. Der Wandel des Martyriumsverständnisses in der urchristlichen und mittelalterlichen Frömmigkeit119
b. Der Wandel des Martyriumsverständnisses in der Barockfrömmigkeit124
4. Das neue Bild der Märtyrer im 20. und 21. Jahrhundert130
4.1 Märtyrer des Friedens und der Gerechtigkeit133
4.2 Das familiäre Umfeld der Märtyrer135
a. Franz und Franziska Jägerstätter136
b. Dietrich Bonhoeffer und Maria von Wedemeyer140
c. Helmuth James und Freya von Moltke150
4.3 Die Una Sancta in vinculis158
a. Ökumenische Einheit im gemeinsamen Eintreten für den Menschen: Alfred Delp159
b. Die Kirchen als Hilfe zu einem entschiedenen Christsein: Dietrich Bonhoeffer163
c. Ökumenische Zusammenarbeit bei der Neugestaltung Deutschlands: der Kreisauer Kreis165
d. Ökumenische Visionen und erste Schritte auf dem Weg zur Einheit: Max Josef Metzger166
e. Das epochal Neue: Märtyrer der ungeteilten Christenheit170
5. Der erweiterte Begriff des Martyriums in der gegenwärtigen Theologie176
5.1 Das erste Gebot als Bekenntnis zu dem einen Gott und Schöpfer der Welt184
5.2 Der Einsatz für das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit186
5.3 Die Einheit von Gottes- und Nächstenliebe188
5.4 Das Martyrium von Nicht-Christen als Ausdruck der Gottesliebe?193
5.5 Der Missbrauch des Namens »Märtyrer«195
5.6 Die Opfer der Shoa als Märtyrer des jüdischen Glaubens?196
6. Epilog: Dank an die Märtyrer200
Anmerkungen210
Vorwort210
1. Einführung: Die Irritation durch die Märtyrer210
2. Die Entstehung des urchristlichen Martyriumsverständnisses212
3. Die ethische Vorbildfunktion der Märtyrer213
4. Das neue Bild der Märtyrer im 20. und 21. Jahrhundert223
5. Der erweiterte Begriff des Martyriums in der gegenwärtigen Theologie229
6. Epilog: Dank an die Märtyrer230
Personenregister232
Sachregister238

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