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Erfolgsfaktoren einer wertorientierten Unternehmensführung

AutorCordula Ebeling
VerlagDUV Deutscher Universitäts-Verlag
Erscheinungsjahr2007
Seitenanzahl311 Seiten
ISBN9783835094987
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis54,99 EUR
Ausgehend von den wesentlichen Charakteristika einer wertorientierten Unternehmensführung entwickelt Cordula Ebeling unter Berücksichtigung von Erkenntnissen der Organisations- und Motivationsforschung Anforderungen und Merkmale, deren Erfüllung als Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung einer wertorientierten Unternehmensführung angesehen werden kann.

Dr. Cordula Ebeling promovierte bei Prof. Dr. Carsten Homburg am Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Controlling der Universität zu Köln.

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Leseprobe
Teil B: Ausgestaltung der Konzeption (S. 31-32)

3 Eignung der internen Rahmenbedingungen

In Abschnitt 3.1 werden zunächst die Faktoren hergeleitet, von denen die Eignung der internen Rahmenbedingungen abhängt. In Abschnitt 3.2 erfolgt die Ausgestaltung dieser Faktoren der Erfolgsfaktorengruppe 1. In Abschnitt 3.3 schließlich werden die Beziehungen zwischen den Faktoren analysiert.

3.1 Herleitung der relevanten Faktoren

Zu den grundlegenden Rahmenbedingungen jeder unternehmerischer Tätigkeit zählen Merkmale wie die Rechtsform eines Unternehmens, die relevante(n) Branche(n) sowie das Produktfeld, zu dem die angebotenen Produkte und Dienstleistungen gehören. Auch die Organisationsstruktur stellt ein grundlegendes Merkmal dar. Dabei geht insbesondere von der Ausgestaltung des letztgenannten Merkmals ein Einfluss auf den Umsetzungserfolg einer Wertorientierten Unternehmensführung aus.

Die Relevanz der Akzeptanzsicherung und der Personalführung hingegen ist in der großen Bedeutung der Mitarbeiter für die Erzielung von Wertsteigerungen begründet. Entsprechend wird im Folgenden die Organisationsstruktur näher betrachtet und ausführlicher auf die Bedeutung der Mitarbeiter eingegangen. Von branchen- und produktbedingten Besonderheiten wird abstrahiert, weil diese lediglich die im Einzelfall relevanten Werttreiber beeinflussen, mittels derer das abstrakte Formalziel ‚Wertmaximierung’ operationalisiert werden kann. Bezüglich der Rechtsform wird von börsennotierten Aktiengesellschaften ausgegangen.

Der Einfluss der Organisationsstruktur ist darin begründet, dass einzelne Organisationseinheiten wie etwa GBs oder SGEs Gegenstand des wertorientierten Portfoliomanagements sind. Entsprechend sollte eine einzelne Organisationseinheit (weitgehend) unabhängig von den anderen Organisationseinheiten bewertet werden können. Ob dies möglich ist, hängt davon ab, inwieweit zwischen den verschiedenen Organisationseinheiten wertrelevante Verbundbeziehungen bestehen.

Der Umfang dieser Beziehungen wird von dem Beziehungsgeflecht bestimmt, das zwischen den organisatorischen Einheiten besteht und in der Organisationsstruktur zum Ausdruck kommt. Die Eignung der Organisationsstruktur stellt somit einen die internen Rahmenbedingungen determinierenden Erfolgsfaktor dar. Die Relevanz der Mitarbeiter ergibt sich aus folgenden Überlegungen: Eine Wertorientierte Unternehmensführung wird nur dann erfolgreich umgesetzt, wenn alle Unternehmensaktivitäten darauf ausgerichtet werden, unter Wertgesichtspunkten attraktive Potenziale zu erschlie ßen und auszunutzen.

Die diesbezüglichen Entscheidungen werden von den Mitarbeitern getroffen und umgesetzt, so dass ihrem Verhalten eine zentrale Bedeutung für den Umsetzungserfolg zukommt.128 Dabei wird das Verhalten der Mitarbeiter auch vom Formalziel des Unternehmens beinflusst. Dieses Ziel ändert sich allerdings infolge des Ersatzes der bisherigen Unternehmensführung durch eine Wertorientierte Unternehmensführung. Wertorientiertes Verhalten und Handeln muss für alle Mitarbeiter zur Selbstverständlichkeit werden.

Dies lässt sich dadurch erreichen, dass sich die Mitarbeiter über einen hinreichend langen Zeitraum hinweg bewusst wertorientiert verhalten und auf diese Weise entsprechende Verhaltens- und Handlungsweisen verinnerlichen. Auf Grund möglicher Zielkonflikte, Informationsasymmetrien und eingeschränkter Kontrollmöglichkeiten kann ein solches Verhalten indes nicht als selbstverständlich angesehen werden. Vielmehr sind die Mitarbeiter zu wertorientiertem, im Interesse der Eigentümer liegendem Verhalten zu motivieren. Zur Erklärung der Motivationsentstehung sind verschiedene Prozesstheorien entwickelt worden.

Hier sind vor allem die Reiz-Reaktions-Theorie, die Anreiz-Beitrags-Theorie, die Gleichheitstheorie und die Erwartungs-Valenz-Theorie zu nennen. Damit stellt sich die Frage, welche dieser Theorien den nachfolgenden Ausführungen sinnvollerweise zugrunde gelegt wird. Für die Beantwortung dieser Frage sind zwei Aspekte von zentraler Bedeutung: Als Erstes ist der primäre Erklärungsbeitrag der einzelnen Theorien relevant. Ist dieser für die Umsetzung einer Wertorientierten Unternehmensführung von Interesse, muss berücksichtigt werden, dass eine Veränderung des Formalziels eines Unternehmens weitreichende Modifikationen – insbesondere der internen Prozesse – mit sich bringt, die zu Unsicherheit bei den Mitarbeitern führen können. Entsprechend muss die zu verwendende Prozesstheorie die Auswirkungen von Unsicherheit auf die Motivation der Mitarbeiter abbilden können.
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort7
Vorwort9
Inhaltsverzeichnis11
Abkürzungsverzeichnis15
Symbolverzeichnis23
Abbildungsverzeichnis25
Tabellenverzeichnis27
Teil A: Grundlagen28
1 Einleitung28
1.1 Problemstellung28
1.2 Vorgehensweise29
2 Erfolgsfaktoren der Umsetzung: Ausgangsüberlegungen34
2.1 Literaturüberblick34
2.1.1 Erkenntnisse aus theoretischen Arbeiten34
2.1.2 Erkenntnisse aus empirischen Arbeiten45
2.2 Kategorisierung und Strukturierung der angesprochenen Aspekte54
Teil B: Ausgestaltung der Konzeption58
3 Eignung der internen Rahmenbedingungen58
3.1 Herleitung der relevanten Faktoren58
3.2 Ausgestaltung der relevanten Faktoren62
3.3 Analyse der Beziehungen zwischen den relevanten Faktoren96
4 Umsetzung einer Wertorientierten Unternehmensführung100
4.1 Herleitung der relevanten Faktoren100
4.2 Ausgestaltung der relevanten Faktoren105
Teil C: Empirische Untersuchung und Fazit180
5 Methodische Überlegungen180
5.1 Design und Durchführung der Untersuchung180
5.2 Bewertungsmethode182
6 Fallstudie: WERT AG186
6.1 Darstellung der analyserelevanten Sachverhalte186
6.2 Analyse der Eignung der internen Rahmenbedingungen214
6.3 Analyse des Controllingsystems der WERT AG236
6.4 Fazit: Umsetzungserfolg in der WERT AG306
6.5 Handlungsmöglichkeiten der WERT AG311
7 Fazit318
Literaturverzeichnis320

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