Sie sind hier
E-Book

Erfolgsfaktoren im Stiftungsmanagement

Erfolgsfaktorenforschung im Nonprofit-Sektor

AutorNina Fritsch
VerlagGabler Verlag
Erscheinungsjahr2007
Seitenanzahl292 Seiten
ISBN9783834993113
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis79,99 EUR
Nina Fritsch untersucht die Erfolgsfaktoren für ein zielführendes Stiftungsmanagement. Aufbauend auf einer umfassenden empirischen Analyse deckt sie Schlüsselgrößen auf und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis. Darüber hinaus identifiziert die Autorin unterschiedliche Stiftungstypen, für die sie spezifische Implikationen für eine erfolgreiche Ausgestaltung der Stiftungsführung ableitet.

Nina Fritsch war Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Marketing Centrum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Kaufen Sie hier:

Horizontale Tabs

Leseprobe

B. Konzeption zur Analyse der Erfolgsfaktoren im Stiftungsmanagement (S. 27-30)
1. Ableitung eines Bezugsrahmens für die Analyse von Erfolgsfaktoren im Stiftungsmanagement

Aus der Gegenüberstellung bisheriger Forschungsergebnisse und praktischem Erkenntnisinteresse ergibt sich die Notwendigkeit, ein theoretisch fundiertes und empirisch überprüfbares Grundkonzept der Erfolgsfaktoren im Stiftungsmanagement abzuleiten. Für FRITZ liegt die zentrale Bedeutung eines solchen Bezugsrahmens darin begründet, die Vorstellungen über die komplexe Realität zu systematisieren, explorative Beobachtungen einzuordnen und schließlich die Ableitung und Integration von Untersuchungshypothesen zu stützen. , Der Bezugsrahmen erfüllt somit eine heuristische Funktion im Vorfeld der Theoriebildung sowie der Generierung von Untersuchungshypothesen.

Vor diesem Hintergrund werden im Folgenden einige erklärungsrelevante Ansätze ausgewählt und deren jeweiliger Beitrag für die Erfolgsfaktorenforschung im Generellen und zur Ableitung eines allgemeinen Bezugsrahmens für die vorliegende Untersuchung im Speziellen gewürdigt. Im Einzelnen handelt es sich dabei zunächst um den Ansatz des integrierten Stiftungsmanagement ergänzt um den ressourcenorientierten Ansatz.

Zudem soll aufbauend auf dem situativen Ansatz eine Stiftungstypologie entwickelt werden, die die Ableitung von Handlungsempfehlungen mit einer größeren Spezifität erlaubt und somit der Komplexität des Untersuchungsgegenstandes Rechnung trägt.

Da die betrachteten Erklärungsansätze primär zur Untersuchung erwerbswirtschaftlicher Unternehmen entwickelt wurden, erfolgt zudem in einem ersten Schritt eine Spezifizierung des Untersuchungsobjekts Stiftungen. Dabei soll zunächst in einem einleitenden Kapitel Klarheit über die gesellschaftliche Rolle der Stiftungen als Teilbereich des Dritten Sektors erlangt werden. Zu diesem Zweck erfolgen eine Gegenüberstellung der drei Sektoren Staat, Markt und Drittem Sektor sowie eine Diskussion der Erklärungsansätze für die Existenz von Dritt-Sektor-Organisationen. Im Weiteren werden schließlich die Besonderheiten der Stiftungen als Ausgangspunkt einer zielsetzungsgerechten Ableitung von Untersuchungshypothesen herausgearbeitet.

1.1 Spezifizierung des Untersuchungsobjektes

1.1.1 Stiftungen als Teilbereich des Dritten Sektors
ADORNO fordert, an den Beginn der Erfassung von Organisationen und ihrer Spezifika eine Analyse ihrer gesellschaftlichen Stellung zu setzen. „Ein gesellschaftstheoretisches Phänomen wie die moderne Organisation lässt sich ohnehin bestimmen nur in seiner Stellung im gesamtgesellschaftlichen Prozess, also eigentlich durch eine ausgeführte Theorie der Gesellschaft."

Mit WEX soll diesem gesellschaftstheoretischen Anspruch in abgeschwächter Form begegnet werden. Dieser wählt einen systemtheoretischen Zugang und interpretiert die Gesellschaft als Organisationsgesellschaft, die durch die drei Organisationssektoren Erwerbswirtschaft, Staat und Nonprofit-Sektor als gesellschaftliche Teilbereiche konstituiert wird (vgl. Abb. 4).

Vor diesem Hintergrund betrachtet er zum einen, welchen Einfluss die Organisationen auf die gesellschaftliche Entwicklung haben und zum anderen, wie die Organisationen durch die Besonderheiten der Gesellschaft resp. der gesellschaftlichen Teilbereiche beeinflusst werden.

Im Folgenden gilt es nun, die drei Sektoren abzugrenzen, dabei den Dritten resp. Nonprofit-Sektor als distinkten gesellschaftlichen Teilbereich darzustellen und sich seiner Existenz über theoretische Erklärungsansätze anzunähern. Die Stiftungen werden als Teil des Nonprofit-Sektors verortet, um darauf aufbauend schließlich ihre organisationsspezifischen Besonderheiten abzuleiten.

Die Diskussion um die Existenz eines Dritten Sektors neben Staat und Erwerbswirtschaft emergierte in den frühen 70er Jahren in den USA und etablierte sich in Deutschland in der zweiten Hälfte der 80er Jahre. ETZIONI identifizierte als erster die „third alternative, indeed sector, (which) has grown between the state and the market sector." Diese Abgrenzung verdeutlicht, dass der Dritte Sektor zunächst als Residualgröße zu den "etablierten" Sektoren Staat und Markt interpretiert wurde und sich seine Vermessung weniger an den Gemeinsamkeiten der dort verorteten Organisationen orientierte, sondern vielmehr an der Negativabgrenzung zu den anderen Sektoren.

Inhaltsverzeichnis
Geleitwort6
Vorwort8
Inhaltsverzeichnis10
Abbildungsverzeichnis14
Tabellenverzeichnis16
Abkürzungsverzeichnis18
A. Erfolgsfaktorenforschung im Stiftungsmanagement21
1. Bedeutung der Erfolgsfaktorenforschung für das Stiftungsmanagement21
2. Stiftungen als Untersuchungsgegenstand32
3. Stand der Erfolgsfaktorenforschung im Stiftungsmanagement38
4. Zielsetzung und Gang der Untersuchung44
B. Konzeption zur Analyse der Erfolgsfaktoren im Stiftungsmanagement47
1. Ableitung eines Bezugsrahmens für die Analyse von Erfolgsfaktoren im Stiftungsmanagement47
2. Design und Methodik der empirischen Analyse98
C. Empirische Analyse der Erfolgsfaktoren im Stiftungsmanagement137
1. Konzeptualisierung und Operationalisierung des Stiftungserfolgs137
2. Konzeptualisierung und Operationalisierung von Erfolgsfaktoren im Stiftungsmanagement154
3. Untersuchungsstufe I und II: Analyse der Erfolgsfaktoren im Stiftungsmanagement in Teilmodellen191
4. Untersuchungsstufe III: Gesamtmodell zur Erklärung des Erfolgs im Stiftungsmanagement199
5. Untersuchungsstufe IV: Ableitung von Stiftungstypen zur typenspezifischen Erklärung des Erfolgs im Stiftungsmanagement203
D. Zusammenfassung und Implikationen219
1. Zusammenfassende Darstellung der Untersuchungsergebnisse219
2. Implikationen für die Stiftungspraxis224
3. Ansatzpunkte für weiterführende Forschungsvorhaben227
Anhang231
Literaturverzeichnis271

Weitere E-Books zum Thema: Marketing - Verkauf - Sales - Affiliate

Internationaler E-Commerce

E-Book Internationaler E-Commerce
Chancen und Barrieren aus Konsumentensicht Format: PDF

Georg Fassott untersucht das internationale Konsumentenverhalten im Internet. Hierzu nutzt er Erkenntnisse aus dem Technologie-Akzeptanz-Modell und der Flow-Forschung. Anhand einer Internet- und…

Interne Corporate Governance

E-Book Interne Corporate Governance
Entwicklung einer Typologie Format: PDF

Christine Zöllner identifiziert die internen Corporate-Governance-Mechanismen Eigenkapitalstruktur, Kapitalstruktur, Aufsichtsgremien, Anreizsysteme sowie Transparenz und analysiert deren positive…

Markterfolg im Mobile Commerce

E-Book Markterfolg im Mobile Commerce
Faktoren der Adoption und Akzeptanz von M-Commerce-Diensten Format: PDF

Stefan Wriggers setzt sich mit der vielschichtigen Konsummotivation der Nachfrager nach M-Commerce-Diensten auseinander, ermittelt die Gründe für die frühzeitige Adoption und hohe Akzeptanz der…

Der Markendiamant

E-Book Der Markendiamant
Marken richtig vermarkten. Mit Fallbeispielen: Bosch, Lacroix, Nestlé, Opel, Sparkassen Finanzgruppe, Tetra Pak Format: PDF

Marken bestimmen zunehmend den Wert eines Unternehmens. Zahlreiche Markenbeispiele sowie sechs ausführliche Unternehmensdarstellungen zeigen, wie es gelingt, Image und Auftritt des Unternehmens…

Erlebnishandel im Automobilvertrieb

E-Book Erlebnishandel im Automobilvertrieb
Machbarkeitsstudie und Nutzungskonzeption für ein Autothemencenter Format: PDF

Anhand einer primären und sekundären Marktanalyse zeigt Sven Zöller nachfragewirksame Nutzungsmöglichkeiten in Form von Angebotsflächen für das Autothemencenter auf. Dabei bezieht er nicht nur…

Weitere Zeitschriften

Menschen. Inklusiv leben

Menschen. Inklusiv leben

MENSCHEN. das magazin informiert über Themen, die das Zusammenleben von Menschen in der Gesellschaft bestimmen -und dies konsequent aus Perspektive der Betroffenen. Die Menschen, um die es geht, ...

Atalanta

Atalanta

Atalanta ist die Zeitschrift der Deutschen Forschungszentrale für Schmetterlingswanderung. Im Atalanta-Magazin werden Themen behandelt wie Wanderfalterforschung, Systematik, Taxonomie und Ökologie. ...

Card Forum International

Card Forum International

Card Forum International, Magazine for Card Technologies and Applications, is a leading source for information in the field of card-based payment systems, related technologies, and required reading ...

cards Karten cartes

cards Karten cartes

Die führende Zeitschrift für Zahlungsverkehr und Payments – international und branchenübergreifend, erscheint seit 1990 monatlich (viermal als Fachmagazin, achtmal als ...

CE-Markt

CE-Markt

 Das Fachmagazin für Consumer-Electronics & Home Technology Products Telefónica O2 Germany startet am 15. Oktober die neue O2 Handy-Flatrate. Der Clou: Die Mindestlaufzeit des Vertrages ...

Euphorion

Euphorion

EUPHORION wurde 1894 gegründet und widmet sich als „Zeitschrift für Literaturgeschichte“ dem gesamten Fachgebiet der deutschen Philologie. Mindestens ein Heft pro Jahrgang ist für die ...