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E-Book

Ernährungsökologie

Komplexen Herausforderungen integrativ begegnen

Verlagoekom verlag
Erscheinungsjahr2012
Seitenanzahl224 Seiten
ISBN9783865813343
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis23,99 EUR
Ob Armut, Übergewicht oder Klimawandel - viele der globalen Probleme unserer Zeit haben einen direkten oder indirekten Bezug zur Ernährung. Einfache Lösungen, die vernachlässigen, dass solche Probleme durch eine Vielzahl von Faktoren bestimmt werden, die miteinander in Wechselwirkung stehen, führen oft nicht zum erhofften Erfolg. Sie können die Probleme sogar verschlimmern oder neue Probleme schaffen: Ein Beispiel ist die Verschärfung der Nahrungsmittelknappheit durch den Anbau von Pflanzen zur Energiegewinnung, um dem Problem der Ressourcenknappheit zu begegnen. Die Ernährungsökologie erforscht als lösungsorientierter Ansatz den Umgang mit Komplexität im Bereich Ernährung. Sie bezieht die Dimensionen Gesundheit, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft entlang der gesamten Produktkette sowie deren Interaktionen ein, um integrative Lösungsansätze für komplexe Probleme zu entwickeln. Das Buch führt in das Konzept der Ernährungsökologie ein. Es zeigt, welcher Erkenntnisgewinn und welches Potenzial für Problemlösungen darin liegt, Fragen der Ernährung als komplexe und mehrdimensionale Phänomene zu begreifen. Für die Entwicklung integrativer Lösungen werden theoretische und methodische Elemente der Ernährungsökologie vorgestellt.

Ingrid Hoffmann war erste Professorin für Ernährungsökologie und hat an der Justus-Liebig-Universität Gießen das Fachgebiet Ernährungsökologie mit auf- und ausgebaut. Inzwischen leitet sie am Max Rubner-Institut das Institut für Ernährungsverhalten. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen u.a. die Auswirkungen unterschiedlicher Ernährungsweisen auf Gesundheit, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft sowie die Komplexität im Wissenschaftsgebiet Ernährung. Claus Leitzmann, Biochemiker und Ernährungswissenschaftler, arbeitete nach dem Studium in den USA fünf Jahre in Thailand und ist seit 1974 an der Universität in Gießen tätig. Er befasst sich u. a. mit der internationalen Ernährungssituation sowie mit Vollwert-Ernährung, Vegetarismus und Ernährungsökologie. Katja Schneider, Haushalts- und Ernährungswissenschaftlerin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe Ernährungsökologie am Institut für Ernährungswissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen. Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Konzept und Umsetzung der Ernährungsökologie in Forschung und Lehre, Disziplinen übergreifende Wissensintegration, nachhaltige Ernährung.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Ernährungsökologie1
Inhaltsverzeichnis7
Vorbemerkungen13
Sektion I Einführung: Hintergründe und konzeptionelle Basis der Ernährungsökologie18
1 Lage der Welt: globale Probleme und deren Vernetzung20
1.1 Hintergründe20
1.2 Aktuelle globale Probleme21
1.3 Vernetzung globaler Probleme24
1.4 Ausblick25
2 Faktor Ernährung: lokale und globale Relevanz26
3 Komplexe ernährungsassoziierte Probleme: allgemeine Charakteristika30
3.1 Große Anzahl verschiedener Faktoren30
3.2 Vernetzung31
3.3 Dynamik35
3.4 Nicht-Linearität36
3.5 Emergenz36
3.6 Intransparenz37
3.7 Fazit39
4 Das Konzept der Ernährungsökologie: Herausforderungen annehmen40
4.1 Konzeptioneller Hintergrund der Ernährungsökologie40
4.2 Methodische Elemente der Ernährungsökologie - Umgang mit Komplexität und Mehrdimensionalität45
4.3 Potenzial der Ernährungsökologie47
Sektion II Ernährung als mehrdimensionales Phänomen48
5 Dimension Gesundheit: der Zusammenhang von Ernährung und Krebs50
5.1 Ursachen von Krebs50
5.2 Lebensmittelinhaltsstoffe und Krebs51
5.3 Fazit54
6 Dimension Umwelt: wie sich Ernährung auf das Klima auswirkt56
6.1 Klimarelevanz der Ernährung entlang der Produktkette57
6.2 Klimarelevanz verschiedener Lebensmittel60
6.3 Klimarelevanz verschiedener Ernährungsweisen61
6.4 Fazit64
7 Dimension Gesellschaft: Fleisch essen aus sozialer und kultureller Perspektive65
7.1 Die besondere Symbolkraft des Fleischessens65
7.2 Fleisch essen als Ausdruck von Geschlechtsidentität67
7.3 Fleisch essen als Instrument für soziale Differenzierung68
7.4 Fazit69
8 Dimension Wirtschaft: externe Effekte und Kosten im Bereich Ernährung70
8.1 Erfassen der Umweltwirkungen71
8.2 Ansätze zur Bewertung und Monetarisierung der Umweltwirkungen73
8.3 Handlungsmöglichkeiten77
Sektion III Ernährung integrativ: Beispiele für eine umfassende Betrachtung komplexer Themen78
9 Welternährung: eine globale Perspektive80
9.1 Situation und Prognose der Welternährung80
9.2 Ursachen für die Welthungersituation82
9.3 Fazit87
10 Verschiedene Ernährungsweisen: integrativ und mehrdimensional bewertet88
10.1 Ernährungsweisen im Vergleich88
10.2 Dimension Gesundheit89
10.3 Dimension Umwelt93
10.4 Dimension Wirtschaft95
10.5 Synthese96
11 Vegetarische Ernährung: das Zusammenspiel vielfältiger Auswirkungen98
11.1 Ein qualitatives Modell zu vegetarischer Ernährung98
11.2 Einblicke durch Berücksichtigung von Mehrdimensionalität und Komplexität101
11.3 Erkenntnisgewinn103
12 Ökologisch erzeugte Lebensmittel: eine mehrdimensionale Perspektive105
12.1 Grundsätze der ökologischen Land- und Lebensmittelwirt-schaft105
12.2 Wirkungen auf Gesundheit, Umwelt, Gesellschaft und Wirt-schaft106
12.3 Fazit111
Sektion IV Umgang mit Mehrdimensionalität und Komplexität im Bereich Ernährung: Forschung112
13 Ernährungsforschung: Reduktionismus und integrative Ansätze114
13.1 Untersuchung der Teile: Reduktionismus in der Ernährungsforschung114
13.2 Umfassendere Untersuchung: integrative Ansätze in der Ernährungsforschung117
13.3 Fazit121
14 Inter- und Transdisziplinarität: eine besondere Art der Wissenschaft123
14.1 Disziplinarität und ihr Verhältnis zu Inter- und Transdisziplinarität124
14.2 Qualitätsanspruch und Vorgehensweisen125
14.3 Stolpersteine und Kompetenzen127
14.4 Fazit129
15 Wissensintegration: Wissen in Beziehung setzen130
15.1 Integrationsmethoden131
15.2 Fazit134
16 Die Modellierungstechnik NutriMod: Komplexität erfassen und darstellen136
16.1 Modellieren mit NutriMod136
16.2 Hyperlinkmodelle140
16.3 NutriMod – ein Werkzeug zum Erfassen und Darstellen von Komplexität141
17 Konstellationsanalyse: ein Methodenbeispiel für disziplinenübergreifende Forschung142
17.1 Vorgehensweise143
17.2 Die Methode am Beispiel des europäischen Forschungsprojektes iPOPY145
17.3 Fazit147
Sektion V Umgang mit Komplexität im Bereich Ernährung: Praxis148
18 Empfehlungen für eine nachhaltige Ernährung: vom Wissen zum Handeln150
18.1 Die Grundsätze für eine nachhaltige Ernährung150
18.2 Fazit156
19 Ernährungsalltag: zwischen Ansprüchen und Vereinfachungswünschen157
19.1 Alltag - ein komplexer Handlungszusammenhang im steten Wandel157
19.2 Wachsender Veränderungsdruck auf den Ernährungsalltag159
19.3 Umgang mit der Komplexität des Ernährungsalltags159
19.4 Entlastung bei der Gestaltung des Ernährungsalltags160
19.5 Nachhaltige Ernährung als gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe162
20 Nachhaltige Lebensmittelverarbeitung: ein Leitbild zur Integration verschiedener Ansprüche163
20.1 Eigenschaften nachhaltiger verarbeiteter Lebensmittel164
20.2 Synergien und Zielkonflikte166
20.3 Umsetzung des Leitbilds167
20.4 Fazit168
Sektion VI Mehrdimensionale komplexe Probleme bearbeiten170
21 Komplexe Probleme: Herausforderungen für Problemlösungen172
21.1 Herausforderungen durch die große Anzahl verschiedener Faktoren172
21.2 Herausforderungen durch Vernetzung174
21.3 Herausforderungen durch Dynamik174
21.4 Herausforderungen durch Nicht-Linearität175
21.5 Herausforderungen durch Intransparenz176
21.6 Fazit178
22 Probleme bearbeiten: Potenziale qualitativer Modellierung179
22.1 Problemanalyse unterstützen179
22.2 Problembearbeitung fördern183
22.3 Folgenabschätzung ermöglichen186
22.4 Herausforderungen und Chancen187
22.5 Fazit188
23 Probleme lösen: ein ernährungsökologischer Entwurf189
23.1 Entwurf eines ernährungsökologischen Prozesses zur Entwicklung von Problemlösungsansätzen189
23.2 Potenziale und Hürden193
23.3 Ausblick194
Schlussbemerkungen195
Literaturverzeichnis198
Autorinnen und Autoren222

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