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E-Book

Erwachsenenbildung für die Migrationsgesellschaft

Institutionelle Öffnung als diskriminierungskritische Organisationsentwicklung

AutorAlisha M. B. Heinemann, Michaela Stoffels, Steffen Wachter
Verlagwbv Media
Erscheinungsjahr2018
Seitenanzahl151 Seiten
ISBN9783763912100
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis34,90 EUR
Die Neupositionierung der Erwachsenenbildung in der Migrationsgesellschaft erfordert einen komplexen institutionellen Öffnungsprozess, der in den meisten Einrichtungen gerade erst begonnen hat. Die Autor:innen zeigen auf, warum es notwendig ist, sich den jüngsten migrationspolitischen Herausforderungen durch umfassende institutionelle Reformen zu stellen. Dies schließt insbesondere das Erkennen und den Abbau institutioneller, gruppenbezogener und individueller Diskriminierung ein, die wesentlich zur Bildungsbenachteiligung von Migrantinnen und Migranten beitragen. Im Eingangskapitel wird zunächst deutlich, dass nur durch einen konsequent diskriminierungskritischen Blick, der jahrzehntelang eingeprägte Wahrnehmungs- und Verhaltensschemata aufdeckt, eingeleitete Veränderungen nachhaltig greifen können. Anschließend skizzieren Autor:innen aus der Praxis von Volkshochschulen Lösungsvorschläge für die institutionelle Öffnung von Organisationen der Erwachsenenbildung in fünf strategisch zentralen Feldern: Leitbild- und Organisationsentwicklung, Personalgewinnung und -entwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, Lernorte und -formate sowie Kooperation und Netzwerke in der Migrationsgesellschaft. Das Buch betrachtet seinen Gegenstand an der Schnittstelle von Theorie, strategischen Handlungsfeldern und Praxis und verbindet damit einen fundierten theoretischen Begründungszusammenhang mit konkreten Handlungsempfehlungen in Form von praktischen Methoden und Konzepten.

Dr.in Alisha M.B. Heinemann ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Deutsch als Zweitsprache an der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die kritische Migrations- und Fluchtforschung im Kontext der Erziehungswissenschaft sowie Deutsch als Zweitsprache in Schule und Erwachsenenbildung. Dr.phil., Dipl.-Betr.wirtin Michaela Stoffels ist Grundsatzreferentin im Deutschen Volkshochschul-Verband Bonn (DVV). Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Integration und Sprachen sowie an der Schnittstelle zu den Fachbereichen Kultur und Beruf. Steffen Wachter, Dipl.-Päd., ist Fachreferent im Hessischen Volkshochschulverband (hvv) und Sprecher des Bundesarbeitskreises Politik, Gesellschaft und Umwelt beim Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV).

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis6
Vorbemerkungen8
Einleitung10
1. Institutionelle Öffnung und Migrationsgesellschaft– einige rahmende Anmerkungen12
1.1 Zentrale Begriffe zur pädagogischen Reflexion aus derPerspektive der kritischen Migrationsforschung17
1.1.1 Unterscheidungspraxen – soziale Konstruktionen17
1.1.2 Heterogenität19
1.1.3 Rassismus- und Linguizismuskritik22
1.2 Gründe für die (Nicht-)Teilnahme an Weiterbildung24
1.2.1 Fokus: Benachteiligungen von Personen mit„Migrationshintergrund“27
1.3 Institutionelle Öffnung als Paradigma der strategischenEntwicklung von Bildungseinrichtungen34
1.3.1 Institutionelle und individuelle Diskriminierung36
1.3.2 Institutioneller Rassismus38
2. Institutionelle Öffnungs- und Leitbildprozessein Volkshochschulen – Erwachsenenbildung inder Migrations gesellschaft neu positionieren41
2.1 Leitbildentwicklung aus rassismuskritischer Perspektive –erst die Erkenntnis, dann das Bekenntnis1043
2.2 Entwicklungshemmnisse: Integrationspolitische Verformungund innere Verfasstheit der Volkshochschulen50
2.3 Wege institutioneller Öffnung – Lösungsansätze fürdie Organisations- und Leitbildentwicklung54
2.3.1 Crossover-Angebote etablieren55
2.3.2 Abschaffung von Zielgruppenzuständigkeiten58
2.3.3 Neue Bereiche entwickeln und etablieren – das BeispielSchwarze VHS59
3. Menschen in Einrichtungen der Erwachsenenbildung– „Ohne Angst verschieden sein“63
3.1 „Bildung für alle“?63
3.2 Personal- und Diversity-Management65
3.3 Diversity-Management und Öffnung für Vielfalt69
3.4 Öffnung für Vielfalt im Personalmanagement70
3.5 Herausforderungen und weiterführende Ansätze73
3.5.1 Hauptamtliches Personal74
3.5.2 Kursleitende75
4. Lernräume und -formate für die Migrationsgesellschaft– die dritte Dimension alsunsichtbarer Pädagoge78
4.1 Lernort und Lernraum – zur sozialen Dimensiondes Räumlichen78
4.2 Offen versus geschlossen? Lernformate für dieMigrationsgesellschaft81
4.3 Freiräume? Lernen zwischen räumlicher Öffnungund Schließung84
4.4 Teilhabeorientierte Lernräume und -formate –Herausforderung für die Erwachsenenbildung87
4.4.1 Ausgangspunkt: Der klassische Kursraum88
4.4.2 Das ganze Haus89
4.4.3 Multifunktionale Räume90
4.4.4 Kulturelle Um- und Zwischennutzungen91
4.4.5 Erschließung des Außenraums92
4.4.6 Lernen in originären Räumen von Zugewanderten93
4.4.7 Aufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete95
4.4.8 Gemeinsame Raumnutzung95
4.4.9 Neue Lernorte96
5. Öffentlichkeitsarbeit in einer Migrationsgesellschaft– bleibt alles beim Alten?98
5.1 Differenzen im Blick – aber welche?99
5.2 Glaubwürdigkeit, Kontinuität und Zielgruppenorientierung101
5.3 „Bildung für alle“ – wer ist mit „alle“ gemeint?104
5.3.1 Interkulturelle Orientierungen in der Öffentlichkeitsarbeit105
5.3.2 Veränderte Praxen in institutionellen Routinen verankern110
5.4 Vom Integrationsparadigma zur Anerkennungspolitik113
5.4.1 Kooperationen mit Migrant*innenorganisationen aufbauen115
5.4.2 Mit verschiedenen Mitteln zum diversitätsbewussten Auftritt117
6. Kooperation und Vernetzung –Erwachsenen bildung im Netzwerkder Migrationsgesellschaft122
6.1 Die Notwendigkeit von Kooperation und Netzwerkarbeitin der Migrationsgesellschaft124
6.2 Kooperationen und Netzwerke für die Migrationsgesellschaft:Aktueller Stand und Herausforderungen126
6.3 Etablierung einer strategischen Allianz aufkommunaler Ebene129
6.4 Ausblick135
Fazit137
Literatur141
Abbildungen150
Autorinnen und Autoren151
Zusammenfassung152
Summary152

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