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Erziehung zur Friedensliebe

Annäherungen an ein Ziel aus der Landesverfassung Baden-Württemberg

VerlagNomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Erscheinungsjahr2018
Seitenanzahl346 Seiten
ISBN9783845286587
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis74,80 EUR
Die Verfassung Baden-Württembergs nennt Friedensliebe als ein Ziel von Erziehung für die Schulen und Hochschulen. Worin liegen die Chancen, Möglichkeiten und Grenzen dieses ambitionierten Erziehungszieles? Der Band beleuchtet aus philosophischer, politikwissenschaftlicher und juristischer Perspektive die normativen Grundlagen des Friedensliebe-Begriffs. Historisch orientierte Beiträge weisen aus, dass und inwiefern es eine zivilisatorische Errungenschaft darstellt, die Liebe zum Frieden (und nicht zum Krieg) zum Erziehungsziel zu erklären. Der Umsetzung dieses Ziels im bestehenden Bildungssystem und den damit verbundenen Herausforderungen widmen sich Beiträge aus der pädagogischen Theorie und Praxis. Schließlich gilt es, die Möglichkeiten und Bedarfe zu benennen, um die Friedensliebe in der Bildung zu fördern. Die Antworten des Sammelbandes bieten über den Landeskontext hinaus grundsätzliche Einsichten in die Friedensbildung. Mit Beiträgen von Prof. Dr. Karin Amos | Larissa Berner | Prof. Dr. Franziska Bertschy | Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach | Jessica Caus | Fabian Fleischer | Prof. Dr. Norbert Frieters-Reermann | Prof. Dr. Ulrich Herrmann | Prof. Dr. Dr. Otfried Höffe | Uli Jäger, M.A. | Prof. Dr. Christine Künzli David | Dr. Simon Meisch | Dr. Uta Müller | Dr. Thomas Nielebock | Eberhard Stilz | Prof. Dr. Rainer Treptow | Prof. Dr. Jürgen Wertheimer | Prof. Dr. Wolfram Wette

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Cover1
Vorwort5
Einleitung: Erziehung zur Friedensliebe11
1. Ziel des Sammelbands11
2. Die Auseinandersetzung mit dem Friedensbegriff12
3. Frieden und Nachhaltige Entwicklung16
4. Friedensliebe19
5. Der kulturgeschichtliche Kontext22
6. Erziehung zur Friedensliebe24
7. Ausblick26
8. Literatur27
Der Friedensbegriff in deutschen Landesverfassungen31
Friedensliebe: Philosophische Beobachtungen39
1. Einleitung39
2. Vor- und Frühgeschichte40
3. Augustinus42
4. Vom Hochmittelalter bis zum Zeitalter der Aufklärung44
5. Kant47
6. Nach Kant51
7. Literatur53
Friedenslogik: Grundlagen für eine Erziehung zum Frieden55
1. Einleitung55
2. Friedenslogische Prämissen59
3. Friedenslogik als Methode und ihre Handlungsprinzipien63
3.1. Was ist das Problem? Das Prinzip der Gewaltprävention63
3.2. Wie entsteht das Problem? Das Prinzip der Konflikttransformation65
3.3. Was sind angemessene Mittel? Das Prinzip der Dialogverträglichkeit67
3.4. Welche Ethik gilt? Das Prinzip der Interessenentwicklung69
3.5. Welche Reaktionen erfolgen im Fall von Misserfolg? Das Prinzip der Reflexivität72
4. Ermutigung zum friedenslogischen Denken und Handeln74
5. Literatur75
Die Erziehung zur Friedensliebe: Das Friedensgebot der Landesverfassung Baden Württemberg77
1. Frieden in der Landesverfassung77
1.1. Fundstellen77
1.2. Insbesondere Vorspruch78
1.3. Insbesondere Art. 12 Abs. 1 LV79
1.3.1. Motive des Verfassungsgebers79
1.3.2. Christliche Nächstenliebe80
2. Verfassungsmäßigkeit und Grenzen der Erziehungsziele81
2.1. Verfassungsmäßigkeit staatlicher Erziehungsziele81
2.2. Immanente verfassungsrechtliche Grenzen für Erziehungsziele83
2.3. Staat und Elternrecht85
2.3.1. Träger der Erziehung85
2.3.2. Rangfolge der Erziehungsträger86
3. Erziehungsziel Friedensliebe87
3.1. Frieden87
3.1.1. Begriff87
3.1.2. Reichweite89
3.2. Elemente der Friedensliebe89
3.2.1. Rechtsstaat89
3.2.2. Nächstenliebe und Brüderlichkeit90
3.2.3. Toleranzgebot91
3.2.4. Gerechtigkeit92
4. Verantwortlicher Träger des Erziehungsziels Friedensliebe93
5. Zusammenfassende Thesen94
Der industrialisierte Krieg: keine Niederlage – kein Sieg97
Zur Erinnerung an den polnischen Unternehmer und Pazifisten,97
Kriegstheoretiker und Friedensaktivisten97
Johann von Bloch (1836-1902)97
1. Einleitung97
2. Johann von Bloch – der Eisenbahnmagnat als Waffenspezialist prognostiziert Verlauf und Ende des künftigen Krieges100
3. Im Stellungskrieg entscheidet die Artillerie103
4. Erfolglose Friedensbemühungen108
5. Literatur110
Krieg und Frieden: Militarisierung – Kriegsbegeisterung – Friedensbewegungen vor dem Ersten Weltkrieg im Wilhelminischen Deutschland113
1. Militarisierung113
1.1. August ?14 – „ein zündender Blitz“113
1.2. Von der Balkan-Krise zum Weltkrieg114
1.3. Vorahnungen115
1.4. Die Militarisierung des Wilhelminischen Bürgertums116
1.5. Die mentale Militarisierung in Schule, Jugendpflege und Jugendbewegung118
2. Friedensbewegungen121
3. Der Untergang des wilhelminischen Bürgertums124
4. Jugendführung als Jugendverführung125
5. Rückblick126
6. Literatur127
„Make Peace not Love!“– Krieg und Frieden im Spiegel der Literatur129
1. Make Peace...129
2. Warum entsteht Krieg?136
3. Zurück zur Moderne139
4. Kassandra144
5. Abbildungen146
6. Literatur146
Wie ist die Friedensidee in der Pädagogik ein Erziehungsziel geworden?149
1. Einleitung149
2. Aspekte der Geschichte der Friedenspädagogik von Karl Ernst Nipkow150
3. Marc Antoine Jullien de Paris, die Idee des Friedens und die komparatistische Begründung der Pädagogik156
4. Friedenserziehung als Beispiel für das Spannungsfeld von Politik und Pädagogik161
5. Ausblick: Bedarf einer weltgeschichtlichen Perspektive auf die Idee des Friedens in der Pädagogik164
6. Literatur165
Friedenspolitische Lernprozesse in Deutschland nach 1945167
1. Kriegserziehung als historische Last167
2. Nach Hitler: Abkehr von der tradierten Kriegsmetaphysik169
3. Eine stille Revolution: Wandlungen der Deutschen nach 1945171
4. Ein Bundespräsident spricht vom „Frieden als Ernstfall“172
5. Kritische Friedenserziehung175
6. Der Kampf gegen die Nachrüstung (1979-1984) und das Ende des Kalten Krieges178
7. Von der militärischen Zurückhaltung zur militarisierten Außenpolitik179
8. Erinnern für die Zukunft: Die Rolle der historisch-politischen Bildung182
9. Literatur184
Friedensliebe als Ziel der Lehramtsausbildung: Ethische und didaktische Perspektiven187
1. Einleitung187
2. Erziehung wozu? „Friedensliebe“ als Grundhaltung oder Tugend187
2.1. Aristoteles‘ Tugenden als Grundhaltungen für ein gelingendes Leben189
2.2. Wie kann man zur Tugend erziehen?193
3. „Friedensliebe“ in der universitären Lehramtsausbildung198
3.1. Ethik in der universitären Ausbildung198
3.2. Konkretes Unterrichtsthema: Humanitäre Interventionen als Mittel zum Frieden?200
4. Literatur205
Erziehung zur Friedensliebe – Ansätze oder umgesetztes Ziel?Bestandsaufnahme und Perspektiven der gymnasialen Bildungspläne 2016 des Landes Baden-Württemberg207
1. Friedensliebe – zur Relevanz eines Erziehungsziels207
2. Begriffsklärungen und Operationalisierung: Was verstehen wir unter Frieden, Liebe, Friedensliebe und Erziehung zur Friedensliebe?212
2.1. Was verstehen wir unter Frieden?212
2.2. Was verstehen wir unter Liebe?215
2.3. Was verstehen wir unter Friedensliebe?217
2.4. Was verstehen wir unter Erziehung zur Friedensliebe?218
3. Erläuterung des Analysevorgehens223
4. Analyse ausgewählter Schulfächer223
4.1. Analyse naturwissenschaftlicher Fächer224
4.1.1. Analyse des Fachs Chemie225
4.1.2. Zwischenfazit für das Fach Chemie228
4.1.3. Unterrichtsentwurf für das Fach Chemie zu 3.3.1./3.4.2.: „Chemische Gleichgewichte“228
4.1.4. Analyse des Fachs Physik229
4.1.5. Zwischenfazit für das Fach Physik232
4.1.6 Unterrichtsentwurf für das Fach Physik233
4.2. Analyse sozialwissenschaftlicher Fächer234
4.2.1. Analyse des Fachs Gemeinschaftskunde234
4.2.2. Zwischenfazit für das Fach Gemeinschaftskunde236
4.2.3. Unterrichtsentwurf für das Fach Gemeinschaftskunde zur „3.2.2.2 Politische Teilhabe”237
4.2.4. Analyse des Fachs Geographie238
4.2.5. Zwischenfazit für das Fach Geographie240
4.2.6. Unterrichtsentwurf für das Fach Geographie241
5. Ergebnisse, Implikationen und Reflexion des Forschungsprojekts: Zur Verankerung und zum Potenzial der EzFL, zu den Handlungsfeldern beteiligter Bildungsinstitutionen und zu den Schwierigkeiten der Analyse242
6. Literaturverzeichnis245
Verständigung organisieren. Der Beitrag der Sozialen Arbeit zum sozialen Frieden265
1. Vorbemerkungen265
2. Rückblick: Friedensbewegung und Soziale Arbeit267
3. Strukturelle Kontexte270
4. Was heißt Organisieren von Verständigung?272
4.1. Exkurs274
5. Beispiele für Formen organisierender Verständigung275
5.1. Mediation276
5.2. Mobile Jugendarbeit und Streetwork276
5.3. Beratung278
5.4. Hilfeplanverfahren278
6. Institutionalisierte Teilhabe: Beteiligung und Beschwerde280
7. Zusammenfassung und Schluss284
8. Literatur284
Bildung als Reparaturwerkstatt der Gesellschaft? – Die zu unterscheidenden Facetten von Bildung im Kontext einer Nachhaltigen Entwicklung289
1. Ausgangslage – Bildung im Kontext einer Nachhaltigen Entwicklung im Spannungsfeld von freier Entfaltung und offener Zukunft vs. Ausrichtung an gesellschaftlichen Anforderungen289
2. Nachhaltigkeit – regulative Idee und/oder deren Konkretisierung als Legitimationsgrundlagen von Bildung292
3. Vermittlung spezifischer Kompetenzen – Umsetzung und Beitrag von BNE zu übergeordneten Zielen von Bildung298
4. Fazit301
5. Literatur302
Förderung der Friedensliebe in unfriedlichen Strukturen? Denkanstöße für eine umfassende friedenspädagogische Orientierung im Bildungssystem305
1. Friedenspädagogik als globale Aufgabe305
2. Friedenspädagogik aus ermöglichungsdidaktischer Perspektive307
2.1. Ermöglichungsdidaktische Grundlagen307
2.2. Ermöglichen von friedenspädagogischen Lernprozessen309
3. Konsequenzen für friedenspädagogisches Denken und Handeln312
3.1. Friedenspädagogik als Bildung über, für und durch Frieden313
3.2. Friedenspädagogik auf verschiedenen Kompetenzebenen317
3.3. Friedenspädagogik als Bildung von Geburt an319
4. Si vis pacem, para pacem – Friedensliebe ermöglichen321
5. Literatur322
Friedensbildung 2020: Grundzüge für eine zeitgemäße „Erziehung zur Friedensliebe“ an Schulen325
1. Einleitung325
2. Friedenspädagogik, Friedenserziehung, Friedensbildung326
3. Grundlagen und Erfahrungen der Friedenspädagogik327
4. Friedensbildung 2020: Systematisches Vorgehen332
5. Friedensbildungsland Baden-Württemberg?337
6. Blick über die Grenzen340
7. Literatur341
Autorinnen und Autoren345

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