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Europäischer Verfassungsvertrag

Eine systemtheoretische Implementierungsstrategie

eBook Europäischer Verfassungsvertrag Cover
Autor
Verlag
Erscheinungsjahr
2015
Seitenanzahl
111
Seiten
ISBN
9783832488826
Format
PDF
Kopierschutz
kein Kopierschutz
Geräte
PC
MAC
eReader
Tablet
Preis
74,00
EUR

Inhaltsangabe:Einleitung:
Europa - ein geeintes, ein wiedervereintes, ein nie vereint gewesenes Europa. Wir stehen nun inmitten einer weiteren eruptiven Phase der europäischen Integrationsbewegung. Eine Bewegung, die seit dem Ende des 2. Weltkrieges nur eine von Institutionen getriebene Richtung kannte. „The bigger, the better!“ Europa vereint sich selbst, sui generis, wie es in den Verträgen heißt. Ein tautologisches Schauspiel des Selbstbetruges, seit nunmehr 50 Jahren. Im Sinne der Bewegungsrichtung vollzieht die Europäische Union am 1. Mai 2004 offiziell einen Erweiterungsschritt um 10 Nationalstaaten. Eine Union von 25 wird Bestand haben.
Eine Union von 25 hatte bereits Bestand. Sie lebte und erlebte „etwas“ Verbindendes im Zuge der Konventsperiode. Die Mitglieder staunten über sich selbst, indem sie im Laufe der Plenartage Herkunft und Mandat weitgehend ablegten und anfingen europäisch zu denken. Rätselraten um dieses „etwas“. Sind es nun die gemeinsamen Projektionen in das Transzendentale, gemeint das Christentum? Oder ist es die gemeinsame Angst vor dem und den Anderen, die uns verbindet?
Nationalspezifisches Reflektieren über das Einende und das Trennende stand am Beginn des Verfassungskonvents. Transnationales Reflektieren der Konventsmitglieder an seinem Ende. Doch was sagen Frau und Herr Europäer dazu. 450 Millionen Menschen werden ab Mitte 2004 innerhalb der Unionsgrenzen ihr Leben führen. Werden sie es nach den Werten gestalten, die von 105 Personen im Konvent erdacht wurden? Werden sie es nach den Werten führen, in die die Staats- und Regierungschefs einwilligten ohne via Referenda Rückfrage zu halten, ob die Menschen diese Normen überhaupt für lebenswert halten?
Mein Menschenbild wehrt sich gegen diese deduktive Indoktrination von Lebensrichtlinien. Es ruft nach Partizipation. Es sehnt sich nach Kommunikation.
Ich zeige mit dieser Arbeit einen Weg, wie die Einführung der Europäischen Verfassung im Sinne eines partizipativen Entwicklungsansatzes vollzogen werden kann, um Commitment zur Reflexion über die Normvorgaben der Verfassung zu erlangen. Dazu werden Anknüpfungspunkte für mögliche weitere Integrationsschritte gesetzt.
Begleiten wird mich bei dieser Strategiereise die Allgemeine Systemtheorie Luhmannschem Geiste. Sie ermöglicht mir einen Sprachraum, mit dem ich aufzeige, dass sich die Europäische Union ohne einen breit getragenen Lustsog in die weltpolitische Bedeutungslosigkeit verlieren wird. Sie ermöglicht mir zu zeigen, dass Komplexitätsreduktion in Form von Gesellschaften auch anders gestaltet sein kann als in nationalstaatlicher Prägung.
In dem Bewusstsein, dass das Gelingen des Integrationsprojektes Europa kein gott-intendiertes Muss ist, und die Relevanz dieses Lebensraumes in seiner internationalen Bedeutung bedingt selbstbestimmt sein kann, hänge ich meine Gedanken, weshalb Europa in konsolidierter Form Verantwortung auf dem Weg zur Weltgesellschaft übernehmen soll, an eine These: Die Historie und seine Konsequenzen. Europa kann aus eigenen Erfahrungen im Umgang mit Konflikten und Konfliktbewältigung der internationalen Gemeinschaft Beispiele geben.
Lesen Sie die folgenden Seiten vor dem Hintergrund dieser einleitenden Gedanken und seien Sie sich bewusst, dass dies keine wissenschaftliche Aufzählung von vermeintlichen Fakten, sondern ein Strategieleitfaden für die Verantwortungsträger innerhalb Europäischen Union sein soll.

Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis:
Prolog6
1.Europa – eine Analyse8
Kulturelles Subsystem8
Bundesstaat vs. Staatenbund8
EU-Osterweiterung9
Militärstrategie á la Solana11
Militärische Historie der Europäischen Union11
Europäische Sicherheitsstrategie13
Lissabon Strategie15
Merkmale der Strategie15
Aktueller Stand17
Soziales Subsystem21
Die bestehenden Institutionen21
Konvent zur Zukunft der Europäischen Union23
Konventsstruktur24
Arbeitsweise25
Ergebnis27
Weiterführende Debatte31
Technisch-Instrumentelles Subsystem32
Budget der EU32
Finanzielle Vorschau34
2.Eine Theorie voller Systeme36
Menschenbild36
Die Differenz macht den Unterschied37
Organisation vs. Struktur39
Kontrolle vs. Autonomie40
Autopoiese vs. Allopoiese42
Konsequenzen für Begriffswelt44
Vertrauen44
Macht & Vertrauen45
Macht45
Verantwortung47
Konflikt48
Lebensphasen51
Beziehung emergenter Ebenen53
Bewusstsein53
Kommunikation55
Sprachen57
Interpenetration58
Strategien horizontaler und vertikaler Integration59
Strategischer Orientierungsrahmen60
Strategische Verhaltensweisen61
3.Die Implementierungsstrategie64
Phase I – Organ konstituieren64
Phase II – Kooperationen bilden66
Kooperation mit Kommission67
Kooperation mit Medien69
Kooperation mit Zivilgesellschaft73
Aufgabe des Organs75
Monitoring75
Innen-/ Außensicht76
Bezugspunkt der Intervention77
Phase III – Irritation stiften78
Dekonstruktion79
Strategiewahl81
Mythen83
Chimaira USA83
Chimaira Demokratiedefizit90
Ablauf von Phase III92
Phase IV – Selbstreflexion ermöglichen93
Rolle der Kommission94
Rolle des Organs96
Rolle der Medien97
Rolle der nationalen, politischen Systeme97
Phase V – Selbststeuerung institutionalisieren98
Epilog101
Literaturverzeichnis103
Interviewverzeichnis108

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