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Forschungsethik in der qualitativen Forschung

Reflexivität, Perspektiven, Positionen

VerlagSpringer VS
Erscheinungsjahr2014
Seitenanzahl235 Seiten
ISBN9783658042899
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis26,99 EUR

Wie verhalten sich Forschende im Forschungsfeld? Wie nehmen sie ihre Verantwortung als Forschende wahr? Wie gestalten sie die Beziehungen zu den Teilnehmenden und berücksichtigen deren Rechte? In diesem Sammelband reflektieren AutorInnen methodische und forschungsethische Fragen, die sich in ihrer qualitativen Forschungspraxis stellen. Sie nehmen unterschiedliche Positionen und Perspektiven ein und diskutieren forschungsethische Grundsätze wie das informierte Einverständnis.



Dr. Hella von Unger ist Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt 'Qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung' an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Petra Narimani ist Sozialarbeiterin und Praxisforscherin und promoviert derzeit am Institut für Soziologie der Freien Universität Berlin.

Rosaline M´Bayo ist Sozialarbeiterin, Community-Vertreterin und für den Verband für Interkulturelle Arbeit im Regionalverband Berlin Brandenburg e.V. tätig.

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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis5
Über die Autoren9
1 Einleitung12
1.1 Debatten um Forschungsethik15
1.2 Handlungsbedarf in den deutschen Sozialwissenschaften17
1.3 Konzeption des Sammelbandes18
1.4 Zu den einzelnen Kapiteln20
Literatur24
2 Forschungsethik in der qualitativen Forschung: Grundsätze, Debatten und offene Fragen26
2.1 Einleitung27
2.2 Die Entwicklung des Ethik-Kodex in der Soziologie28
2.3 Forschungsethische Fragen in der empirischen Praxis31
2.4 Objektivität, Subjektivität und Selbstreflexivität33
2.5 Vertraulichkeit und Anonymisierung35
2.6 Informiertes Einverständnis36
2.7 Integrität und Schadensvermeidung in der Darstellung von Ergebnissen39
2.8 Institutionalisierte Prüfverfahren42
2.9 Handlungsbedarf und Ausblick43
Literatur47
3 Zustimmung als Prozess: Informiertes Einverständnis in der Praxisforschung mit von Ausweisung bedrohten Drogenabhängigen51
3.1 Hintergrund52
3.2 Datenschutz und Schweigepflicht55
3.3 Ethische Richtlinien als unverzichtbare Hilfe bei der Entscheidungsfindung57
3.4 Informiertes Einverständnis als Prozess62
3.5 Fazit65
Literatur66
4 Strategisches Erzählen – strategisches Befragen: Macht und Reflexivität in Expert*inneninterviews mit Finanzeliten69
4.1 Einleitung70
4.2 Konzeptionelle Überlegungen zu Interviews mit der Finanzelite72
4.3 Mit der Finanzelite im Gespräch: Asymmetrien in der Praxis74
4.4 Macht, Grenzen, Interaktion79
4.5 Schlussbemerkung: Reflexionsmöglichkeiten von Macht82
Literatur84
5 Täuschung und Ent-Täuschung: zu Fragen der Selbstpräsentation in der ethnografischen Forschung86
5.1 Einleitung87
5.2 Selbstpräsentation und Lebensformen93
5.3 Ethik98
5.4 Schlussfolgerung102
Literatur103
6 Mittendrin: kritische Analyse im Spannungsfeld von Machtverhältnissen der staatlichen Regulierung von Trans* in Österreich105
6.1 Einleitung106
6.2 Wissen Macht Kritik – Kritische Forschung als forschungsethischer Ansatz107
6.3 Forschungspraxis111
6.3.1 Informiertes Einverständnis112
6.3.2 Anonymisierung als politische Praxis113
6.4 Fazit118
Literatur119
7 Keine Wahl haben und doch eine treffen: ethische Herausforderungen in der HIV/Aids-Forschung mit afrikanischen Frauen122
7.1 Einleitung123
7.2 HIV/Aids bei afrikanischen Migrant*innen in Deutschland und meine Rolle als Sozialarbeiterin und ,,Insiderin`` dieser Community124
7.3 Lebensumstände meiner Klientinnen und ihre Motivation zur Teilnahme an klinischen Studien126
7.4 Ethische Probleme in Bezug auf informierte Einverständniserklärungen und Vulnerabilität128
7.5 Fallbeispiele131
7.6 Reflexion134
7.7 Schlussbemerkungen136
Literatur137
8 ,,Having the knife and the Yam``: zum Umgang mit Geheimnissen in einer Community-basierten Forschung bei kamerunischen Migrant*innen in Berlin140
8.1 Einleitung141
8.2 Ethik, Community-basierte Forschung und ich144
8.3 Interviews, Gespräche, Geheimnisse und ethische Dilemmata148
8.4 Schlussbemerkungen152
Literatur153
9 Forschungsbeziehungen im politisierten Kontext: eine Studie zu kubanischer Migration156
9.1 Politischer Diskurs über Migration aus Kuba seit 1959158
9.2 Doppelrolle als Forscherin und Insiderin der erforschten Gruppe161
9.3 Zugang zum Feld163
9.4 Umgang mit politischen Themen im Feld165
9.5 Schlussbetrachtungen170
Literatur171
10 Zum Umgang mit Intimität im Forschungsprozess: forschungsethische Implikationen des Sprechens über Sexualität in Peer Research175
10.1 Erkenntnisinteresse und Positionierung176
10.2 Die Studie ,,Positives Begehren``178
10.3 ,,Schwierige`` Interaktionsphänomene in Peer-Interviews zu Sexualität183
10.4 Forschungsethische Implikationen187
10.5 Ausblick192
Literatur193
11 Interaktion, Intervention, Interpretation: intersektionale Forschung zu binationalen, schwulen Partnerschaften196
11.1 Besonderheiten des biografisch-narrativen Interviews197
11.2 Durchführung der biografisch-narrativen Interviews198
11.2.1 Zugang198
11.2.2 Fünf Interview-Phasen198
11.3 Forschungsethische Fragen: Intimität, Öffentlichkeit, Wissenschaftlichkeit207
11.4 Fazit211
Literatur211
12 Forschungsethik in der Methodenlehre: Erfahrungen aus einem Soziologie-Seminar213
12.1 Einleitung214
12.2 Forschungsethik in der Methodenlehre214
12.3 Die Lehrveranstaltung216
12.4 K/ein Informiertes Einverständnis?222
12.5 Schaden vermeiden – welchen Schaden und wie?226
12.6 Der Ethik-Kodex – zahnlos und trocken?!229
12.7 Schlussfolgerung230
Literatur233

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