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Forward-Preisbildung am Markt für Elektrizität

Eine Analyse der Übertragbarkeit der klassischen Bewertungsansätze für Commodities auf das Gut Strom

AutorBernd Wommer
Verlagdiplom.de
Erscheinungsjahr2007
Seitenanzahl101 Seiten
ISBN9783836603331
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis38,00 EUR
Inhaltsangabe:Einleitung: In vielen Märkten steigt der Wettbewerbsdruck durch die fortschreitende Globalisierung der Wirtschaft. Zur langfristigen Existenzsicherung muss es daher das Ziel der Unternehmen sein, kostengünstig zu produzieren bzw. Gewinn maximierend zu agieren. Dabei rückt verstärkt ein Markt in den Fokus, in dem die Thematik des wirtschaftlichen Handelns bisher nur wenig involviert war - der Markt für Elektrizität. Durch die Liberalisierung der Strommärkte, die im Frühjahr 1998 auch Deutschland erreichte, herrscht nun auch in diesem Markt vollständiger Wettbewerb. Diese „neue Freiheit“ birgt sowohl Chancen als auch Risiken, die sich vor allem bei den Stromanbietern und der stromintensiven Industrie als Nachfrager in den schwankenden Absatz- und Beschaffungspreisen besonders stark widerspiegeln. Da sich Unsicherheiten bezüglich zukünftiger Strompreise direkt auf das Unternehmensergebnis auswirken, bedarf es der Absicherung mittels Terminmarktinstrumenten. Der Forwardkontrakt ist ein solches Absicherungsinstrument, mit dem sich die Beschaffungsseite gegen steigende und die Anbieterseite gegen fallende Strompreise schützen kann. Gleichzeitig bietet ein derartiger Kontrakt Raum für mögliche Spekulationen. Aus wettbewerbsorientierter Sicht stellt sich hinsichtlich der Absicherung für die Unternehmen daher weniger die Frage ob, sondern viel mehr zu welchem Preis die Absicherung erfolgen soll. Die Bewertung von Forwards und die damit verbundene Konstruktion von Forwardkurven für den Elektrizitätsmarkt stellen somit eine wesentliche Grundlage für das Managen von Preisrisiken dar. Da sich aber die klassischen Bewertungsverfahren für Commodities auf Grund mangelhafter Speicherbarkeit von Strom nicht ohne weiteres auf die Strommärkte übertragen lassen, eröffnet sich ein weites Feld finanzanalytischer Theorien. Gang der Untersuchung: Nach einer Einführung, die der Darlegung der Besonderheiten des Gutes „Strom“ und deren Auswirkungen auf die Preisbildung im Spotmarkt dient, rücken der Terminmarkt und die darin gehandelten Forwards in das Zentrum der Betrachtung. Die Thematik der Preisbildung von Forwards im Elektrizitätmarkt, die den Hauptteil dieser Arbeit bildet, wird in Kontrast gestellt zu den sich für speicherbare Konsumgüter bewährten klassischen Speicher- und Riskpremiumtheorien. Zunächst wird die Speicher- oder auch Cost-of-Carry-Theorie dargestellt. Diese Theorie stellt einen Preiszusammenhang auf Grundlage von [...]

Bernd Wommer studierte an der Universität Leipzig Betriebswirtschaftslehre und erhielt 2007 seinen Abschluss als Diplom-Kaufmann mit den Spezialisierungen Controlling, Finanzanalyse und Steuerlehre. Durch erste einschlägige Berufserfahrungen in einem überregional tätigen Energieunternehmen wurde der Grundstein für seine wissenschaftliche Arbeit gelegt. Mit der Verbundenheit zu Leipzig und der in der Stadt verwurzelten European Energy Exchange (EEX) war der Strommarkt die perfekte Ausgangsposition für eine erfolgreiche Diplomarbeit.

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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis4
Abkürzungsverzeichnis7
Symbolverzeichnis8
Abbildungsverzeichnis11
1 Einleitung13
1.1 Hintergrund13
1.2 Vorgehensweise und Einordnung der Arbeit in die bestehende Literatur14
2 Grundlagen des Elektrizitätsmarktes16
2.1 Die Besonderheiten der Handelsware Strom16
2.2 Die Folgen für die täglichen Strom-Spotpreise16
3 Der Terminmarkt für Elektrizität19
3.1 Der klassische Forwardkontrakt19
3.2 Strom, ein Commodity?19
3.3 Der Strom-Forwardkontrakt20
3.4 Die Teilnehmer im Markt für Elektrizität21
3.5 Das Basisrisiko22
4. Die klassische Speichertheorie23
4.1 Die Grundlagen der klassischen Speichertheorie23
4.2 Das Angebot zur Speicherung23
4.3 Die Grenzkosten der Lagerhaltung25
4.4 Das gesamtwirtschaftliche Angebot der Speicherung25
4.5 Die Cash and Carry-Arbitrage26
5.1 Die Speichertheorie im Strommarkt28
5.1 Überlegungen zur Anwendbarkeit der klassischen Speichertheorie im Strommarkt28
5.2 Die Forwardkurve für Elektrizität29
5.3 Das Spark-Spread-Modell30
5.3.1 Die Stromnachfrage31
5.3.2 Das Stromangebot32
5.3.3 Das “Präferenz-Technologie-Problem“33
5.3.4 Das Gleichgewicht34
5.3.5 Ein numerisches Beispiel37
5.3.6 Kritische Würdigung des Spark-Spread-Modells43
6 Die Riskpremium-Theorie44
6.1 Der Hedging-Ansatz44
6.1.1 Die Risikoprämie45
6.1.2 Der Forwardpreis46
6.2 Die Hedgedruck-Hypothese48
7 Der Hedging-Ansatz im Strommarkt49
7.1 Überlegungen zur Anwendbarkeit des klassischen Hedging-Ansatzes im Strommarkt49
7.2 Das Bessembinder- und Lemmon-Modell50
7.2.1 Die Stromnachfrage50
7.2.2 Das Stromangebot51
7.2.3 Die optimale Strommenge im Spotmarkt52
7.2.4 Die optimale Forwardposition des Produzenten53
7.2.5 Das Riskpremium54
8 Die stochastische Modellierung von Forwardpreisen58
8.1 Die geometrische Brownsche Bewegung58
8.2 Das Jump-Diffusions-Modell59
8.3 Das Mean–Reversion-Modell60
8.4 Das erweiterte Mean-Reversion-Modell63
8.4.1 Die deterministische Komponente64
8.4.2 Der deterministische Mean-Reversion-Prozess64
8.5 Das Regime-Switching-Modell66
9 Stand der empirischen Untersuchungen zur Eignung der einzelnen Modelle für den Strommarkt69
9.1 Die Speichertheorie im Strommarkt69
9.2 Die Riskpremium-Theorie im Strommarkt69
9.3 Die stochastischen Modelle im Strommarkt71
10 Zusammenfassung und Ausblick74
Mathematischer Anhang76
Anhang78
Literaturverzeichnis92

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