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Gabe und Gegengabe. Eine Betrachtung des Schenkens als symbolischer Akt

eBook Gabe und Gegengabe. Eine Betrachtung des Schenkens als symbolischer Akt Cover
Autor
Verlag
Erscheinungsjahr
2015
Seitenanzahl
20
Seiten
ISBN
9783656926634
Format
ePUB
Kopierschutz
kein Kopierschutz
DRM
Geräte
PC
MAC
eReader
Tablet
Preis
12,99
EUR

Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Soziologie - Kultur, Technik und Völker, Note: 1,7, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Soziologie), Veranstaltung: Die symbolischen Dimensionen sozialer Wirklichkeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Gaben und Geschenke sind im gesamten menschlichen Leben gegenwärtig. Der Alltag ist durchzogen von Anlässen, zu denen geschenkt wird oder man Geschenke erhält. In nahezu allen Nationen und Kulturen existieren derlei Anlässe. Dabei denken die Akteure zumeist weniger darüber nach, ob sie schenken, das erscheint obligatorisch, sondern sie überlegen, was sie schenken sollen. Die Entscheidung darüber knüpft sich an das Verhältnis, welches die jeweiligen Personen verbindet und den Anlass, zu welchem das Geschenk überreicht werden soll. Durch den offenbar teils verpflichtenden Charakter des Schenkvorgangs, wird die Auswahl des Geschenkes dabei erschwert - ein Problem, welchem verschiedene Anbieter und Internetshops zu begegnen versuchen: 'Findige Akteure schaffen mittels moderner Technologie Abhilfe - (zum Beispiel: www.schenken.net 15.07.2011) - indem sie den Verzweifelten ihre Hilfe bei der Geschenkauswahl anbieten. Interessierte können nicht nur Geschenkideen einholen, sondern das passende Geschenk zum jeweiligen Anlass für eine bestimmte Person (Ehemann/-frau, Freund_in, Mutter, Chef et al) auswählen, käuflich erwerben und den Adressaten zusenden lassen.' In seiner Minima Moralia bezeichnet Theodor Adorno die Erfindung solcher Geschenkartikel als Indiz für den 'Verfall des Schenkens': 'Der Verfall des Schenkens spiegelt sich in der peinlichen Erfindung der Geschenkartikel, die bereits darauf angelegt sind, daß man nicht weiß, was man schenken soll, weil man es eigentlich garnicht will.' Es stellt sich also die Frage, wie ein Ritual wie das Schenken - welches zunächst eher unscheinbar und zwanglos wirkt - eine derartige Zwangssituation schaffen kann, in der sich Menschen dazu verpflichtet fühlen Geschenke zu machen, auch wenn ihnen nicht der Sinn danach steht. Gleichzeitig zeigt sich in dem zuletzt genannten Zitat, dass offenbar eine bestimmte Vorstellung davon herrscht, wie 'wahrhaftes' - also noch nicht dem 'Verfall' anheim gefallenes - Schenken auszusehen hätte. In der vorliegenden Arbeit möchte ich daher den Versuch unternehmen, die gesellschaftliche Bedeutung von Geschenken und Gaben zu beleuchten. Vor dem Hintergrund des Seminarthemas werde ich dabei versuchen einen besonderen Fokus auf Geschenke und Gaben als Symbole bzw. das Schenken als symbolischen Akt zu legen.

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