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Geld und Moral. Weshalb kann Geld keine Triebkraft gesellschaftlichen Fortschritts sein?

AutorAndreas Rahaus
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2017
Seitenanzahl15 Seiten
ISBN9783668385238
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis12,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Soziologie - Sonstiges, Note: 1,3, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Soziologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Für den Bildungsforscher Erich Ribolits wird in Folge marktbezogener Bildungsprozesse und der Domestizierung des Menschen ein komplexes, aufgeklärtes Menschenbild, in dem der Mensch Souverän seines Daseins ist, durch ein primitives und askriptives ersetzt. Der Mensch wird seines Selbst schlichtweg entbunden, indem er als Mittel des Zwecks der Wirtschaft der optimalen Ausbeutung preisgegeben wird. Dieses Menschenbild prägt natürlich auch die eigene Lebenseinstellung, in der die Unterordnung unter ein ökonomisches Primat die selbstverständliche Zielsetzung der Lebenspraxis darstellt. Sein Selbstbild wird dieser Akteur nur nach dem Wert bemessen, den er unter wirtschaftlichen Maßstäben ermitteln kann. Demnach wird jeder Akteur dazu in die Lage versetzt, sich selbst und seine Existenz in einen Geldbetrag zu konvertieren. Die Grundlage hierfür ist seine erbrachte Leistung und der Output des Wirkens. Sozialer Wandel dieser Logik kann kein Fortschritt sein. Doch was muss Fortschritt umfassen, um ihn klar gegen technische und ökonomische Bezüge abzugrenzen und weshalb kann Geld folglich nicht seine Triebkraft sein? Nimmt man Anke Wahls Ausführungen über das 'Geld und seinen Doppelcharakter' in den Blick und folgt ihnen bis hin zu dem Punkt, an dem sich gesellschaftlicher Fortschritt qua dem Streben nach Gewinnmaximierung einstellt, entfaltet sich im Hinblick auf einen zeitgemäßen Umgang mit Geld, Prosperität und Rezessionen zwar eine angemessene Einschätzung einer gesellschaftlichen Grundordnung, jedoch entsteht dabei nach moralischen Gesichtspunkten kein Argument, dass für einen gesellschaftlichen Fortschritt spricht. Um dem nachzugehen, soll zunächst der Wert des Geldes für den gesellschaftlichen Wandel auch im Hinblick auf die entstehenden Möglichkeiten für Individuen, sich durch Geld mit der Gesellschaft in ein Verhältnis zu setzen, betrachtet werden. Dieses Verhältnis wird Aufschluss darüber geben, weshalb Geld keine Triebkraft gesellschaftlichen Fortschritts sein kann. Ziel ist es dabei, Unzulänglichkeiten in einer gesellschaftlichen Grundhaltung gegenüber Prozessen des sozialen Wandels und Fortschritts aufzudecken. Im Anschluss daran sollen Kants Gedanken zur Moralisierung Aufschluss darüber geben, wie, wenn nicht durch Geld, gesellschaftlicher Fortschritt erzeugt werden kann.

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