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Geriatrische Krankheitslehre 2

Allgemeine Krankheitslehre und somatogene Syndrome

AutorAndreas Meier, Manfred Hafner
VerlagHogrefe AG
Erscheinungsjahr2009
Seitenanzahl625 Seiten
ISBN9783456943763
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis32,99 EUR
Eine zunehmende Entfremdung zwischen ärztlichem und pflegerischem Wissen und Tun beeinträchtigt die optimale Zusammenarbeit in der Patientenbetreuung. Diese kann aber nur gewährleistet sein, wenn jede betreuende Person weiß, was die andere kann und tut. Den Dialog zwischen Arzt- und Pflegeberuf auf dem Gebiet der Geriatrie zu fördern ist daher das Ziel dieses zweibändigen Werkes. Der Inhalt bewegt sich über die Grenzen zwischen Arzt- und Pflegebereich hinweg und fördert eine interdisziplinäre Annäherung. Einerseits werden sämtliche medizinischen Fachbegriffe erklärt, andererseits werden auch anspruchsvolle Themenkreise aus den Gebieten der Neurologie und Neurophysiologie behandelt.

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Kapitelübersicht
  1. Inhaltsverzeichnis Teil II und Vorwort
  2. I. Kapitel: Allgemeines, Einführung
  3. II. Kapitel: Syndrome
  4. III. Kapitel: Sinnesorgane
  5. IV. Kapitel: Herz/Kreislauf
  6. V. Kapitel: Atmungsorgane
  7. VI. Kapitel: Magen/Darm
  8. VII. Kapitel: Nieren und Harnwege
  9. VIII. Kapitel: Urologie/Gynäkologie
  10. IX. Kapitel: Stoffwechsel
  11. X. Kapitel: Hämatologie
  12. XI. Kapitel: Onkologie
  13. XII. Kapitel: Rheumatologie
  14. XIII. Kapitel: Traumatologie
  15. XIV. Kapitel: Medizinische Spezialgebiete
  16. Abkürzungen und Begriffserklärungen
  17. Abbildungs-, Tabellen-, Präparate- und Stichwortverzeichnis
Leseprobe
1. S Status febrilis – tatus Der Fieber-Patient (S. 17-18)

Bedeutung

• Fieber ist ein Symptom und soll abgeklärt werden.
• Fieber bedeutet erhöhte Körpertemperatur und deutet meistens auf eine Systemerkrankung hin (vor allen Dingen auf eine Infektionskrankheit).
• Fiebermessen ist wahrscheinlich die am häufigsten angewandte klinisch- klinischtechnische Untersuchung (v.a. bei Laien). technische
• In der Geriatrie kommt der exakten Dokumentation eines Temperaturver- Temperaturverlaufes eine weniger große Bedeutung zu als in der Akutmedizin, wichtiger laufes ist hier die Kranken- und Verlaufsbeobachtung, vor allem die Beurteilung des Allgemeinzustandes eines Patienten.
• Beim alten Menschen können selbst schwerere Allgemeininfekte mit ei- einer nur leichten Temperaturerhöhung einhergehen – umgekehrt treten Fiener Fieberzustände auf, ohne dass ein entsprechendes klinisches Korrelat gefun- berzustände gefunden werden kann.

Physiologie
Die Körpertemperatur des Menschen wie auch der meisten Säugetiere und Vögel wird im gesunden Zustand innerhalb enger Grenzen aufrechterhalten (= «Warmblüter»).

Temperaturkontrolle
Temperaturkontrolle Durch zerebrale Zentren im Hypothalamus. Zentraler koordinierender Mechanismus, vergleichbar mit einem «Thermo- Thermostaten », welcher auf verschiedenste Reize antwortet.

Wärme-Produktion

• durch Muskelzittern (wichtig für gesteigerte Wärmeproduktion)
• durch den Verdauungsvorgang Wärme-Verlust
• durch die Körperoberfläche (genannt «Konvektion»)
• durch das Schwitzen, d.h. Wasserverlust (genannt «Evaporation»)
• durch vermehrte Hautdurchblutung (gesteigerter Wärmeverlust)

Beachte: Der Wasserverlust infolge Schwitzens kann enorm sein: In einer Stunde kann bis zu 1 Liter Schweiß verloren werden! Der zusätzliche tägliche Wasserbedarf bei Fieber beträgt ca. 1 Liter pro 1 Grad Celsius! Pa Pathogenese thogenese

Fieber kann durch viele Stimuli (Reize), sogenannte «Pyrogene» entstehen: Man nimmt dabei an, dass exogene Pyrogene, z.B. Mikroorganismen (Bak- Bakterien, Viren, Pilze, vergleiche terien, Erreger von Infektionskrankheiten (Mikroor- Mikroorganismen) ganismen) auf Seite 552), Immunreaktionen, Hormone (Thyroxin, Progeste- Progesteron) oder Medikamente über eine Vermittlersubstanz wirken, die man als ron) «endogenes Pyrogen» bezeichnet hat. Dieses endogene Pyrogen regt nun seinerseits thermosensible Nervenzellen im Hypothalamus (= Region im Zwischenhirn) an, was zum Temperaturanstieg führt: «Der Thermostat wird höher gestellt», der Körper passt die Temperatur der Vorgabe im Thermosta- Thermostaten an.
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis Teil II6
Vorwort16
I. Kapitel: Allgemeines, Einführung18
1. Allgemeine Krankheitslehre18
2. Notfälle beim alten Menschen24
II. Kapitel: Syndrome34
1. Status febrilis – Der Fieber- Patient34
2. Der bewegungsbehin-derte Patient40
3. Der Patient mit Atemnot44
4. Der gefäßkranke Patient48
5. Der Patient mit gestörter Nahrungsaufnahme52
6. Diarrhö ( Durchfall)62
7. Obstipation ( Verstopfung)74
8. Flüssigkeitshaushalt beim alten Menschen82
9. Der Patient mit gestör-ter Urin- Ausscheidung die Urin- Inkontinenz88
III. Kapitel: Sinnesorgane102
1. Ophthalmologie ( Augenheilkunde)102
2. Oto- Rhino- Laryngologie ( Hals- Nasen- Ohren- Krankheiten)120
3. Dermatologie ( Hautkrankheiten)136
IV. Kapitel: Herz/Kreislauf274
1. Allgemeine und spezielle Kardiologie150
2. Blutdruck- Regulationsstörungen178
3. Koronare Herzkrankheit ( KHK)198
4. Herzinsuffizienz216
5. Arteriosklerose – PAVK: Periphere arterielle Verschlusskrankheit236
6. Venen- Leiden und Lymphödeme250
V. Kapitel: Atmungsorgane274
1. Allgemeine und Spezielle Pneumologie274
2. Chronisch- obstruktive Lungenerkrankungen und Asthma bronchiale292
3. Pneumonie312
4. Lungentuberkulose320
VI. Kapitel: Magen/Darm328
1. Allgemeine Gastro- Enterologie ( Erkrankungen des Magen- Darm- Traktes)328
2. Spezielle Gastro- Enterologie: Ösophagus, Magen, Darm338
3. Leber, Gallenwege, Pankreas360
VII. Kapitel: Nieren und Harnwege376
1. Allgemeine Nephrologie und Urologie376
2. Erkrankungen der Nieren und der ableitenden Harnwege384
VIII. Kapitel: Urologie/Gynäkologie400
1. Urologie400
2. Gynäkologie414
3. Katheterismus426
IX. Kapitel: Stoffwechsel434
1. Metabolisches Syndrom und Diabetes mellitus434
2. Schilddrüsen- Erkrankungen480
X. Kapitel: Hämatologie486
Veränderungen des roten und weißen Blutbildes486
1. Krankheiten der Erythrozyten487
2. Krankheiten der Leukozyten494
3. Krankheiten der Thrombozyten497
4. Thromboembolie-Prophylaxe (Antikoagulation)498
XI. Kapitel: Onkologie500
1. Allgemeine Tumorlehre500
2. Spezielle Tumorlehre504
XII. Kapitel: Rheumatologie518
XIII. Kapitel: Traumatologie544
XIV. Kapitel: Medizinische Spezialgebiete566
Abkürzungen und Begriffserklärungen578
Abbildungsverzeichnis582
Tabellenverzeichnis586
Präparateverzeichnis592
Stichwortverzeichnis600

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